Dokumentarfilmfest 2014

Stranger Than Fiction

Zum nunmehr siebten Mal präsentieren wir eine Auswahl des Kölner Dokumentarfilmfests STRANGER THAN FICTION. Insgesamt neun aktuelle Dokumentarfilme zeigen ein in Inhalt und Form breites Spektrum auf. Zum Eröffnungsfilm DER IMKER (siehe Januar-Linse) und zu DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN BRÜLLENDER LÖWE können wir zudem die Regisseure zum Filmgespräch bei uns begrüßen.

STRANGER THAN FICTION ist eine Veranstaltung der Kino Gesellschaft Köln, gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln, von der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen und der Film- und Medienstiftung NRW.

Eine Veranstaltung von:

Gefördert von:



Stranger Than Fiction 2014 – Dokumentarfilme International | Zusatzvorstellungen

Der Imker

Do 20. Februar 2014 · 15:15 Uhr
So 23. Februar 2014 · 12:45 Uhr

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Das berührende Schicksal eines kurdischen Bienenzüchters zwischen menschlichen Begegnungen und bürokratischen Hürden. »Herzerwärmend.« (DOK.fest München)

Ibrahim Gezer hat alles verloren. Er wird aus der engen Gemeinschaft seines kurdischen Bergdorfs vertrieben, verliert seine Bienenvölker – seine Lebensgrundlage, seine Familie. Was ihm bleibt, ist die Liebe zu den Bienen, die Verbindung zur Natur und ein unerschütterliches Vertrauen in den Menschen.

In der Schweiz, seiner neuen Asylheimat, wird er vom Räderwerk der Bürokratie erfasst, in eine winzige Stadtwohnung einquartiert und dem Montageband einer Behindertenwerkstadt zugeteilt. Die Geschichte erzählt, wie Ibrahim trotz schwerer Schicksalsschläge sein Vertrauen in die Menschen bewahrt und wieder zu seiner Leidenschaft, den Bienen, zurückfindet...

Schweiz/Frankreich 2013 • Regie: Mano Khalil • Drehbuch: Mano Khalil, Manuela Steiner • Kamera: Mano Khalil, Steff Bossert • Musik: Mario Batkovic • ab 0 J. • mehrspr.OmU • 112'

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Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung

Montag und Dienstag ab ~17:00 Uhr
Mittwoch bis Samstag ab ~15:00 Uhr
Sonntag ab 10:45 Uhr

Telefonische Kartenvorbestellung
Telefon 0251.30300

Online-Kartenvorbestellung
Internet-Reservierung

Reservierte Karten
Bitte 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abholen,
vormittags und zur 15-Uhr-Vorstellung
15 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Eintrittspreise
€ 8,00 / erm. € 6,50
Premierentag € 5,50
Kinderkino € 4,50

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen

Mo 27. Januar 2014 · 19:00 Uhr: Der Imker mit Regisseur Mano Khalil
So 2. Februar 2014 · 11:00 Uhr: Charlie Mariano – Last Visits
So 2. Februar 2014 · 13:00 Uhr
: Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe mit Regisseur Philipp Hartmann
So 2. Februar 2014 · 18:00 Uhr: Stories We Tell
Mo 3. Februar 2014 · 21:00 Uhr
: This Ain't No Mouse Music!
Mi 5. Februar 2014 · 19:00 Uhr: Crulic - Weg ins Jenseits
Do 6. Februar 2014 · 19:00 Uhr
: Der Kapitän und sein Pirat
Do 6. Februar 2014 · 21:00 Uhr: Wrong Time Wrong Place
So 16. Februar 2014 · 17:00 Uhr: Ein Apartment in Berlin

Stranger Than Fiction 2014 – Dokumentarfilme aus NRW

Charlie Mariano – Last Visits

So 2. Februar 2014 · 11:00 Uhr (teilw. engl.OmU)
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Begegnungen, Konzerte und Interviews mit Charlie Marino und befreundeten Musikern

Als „Tears of Sound“ bezeichnete der berühmte Bassist Charlie Mingus seinen Klang: Charlie Mariano, Saxophonist, Komponist, Weltmusiker. Einer der Großen des Jazz. Im Juni 2009 starb er im Alter von 85 Jahren. Der Film begleitet ihn in seinem letzten Jahr zu seinen Konzerten. Wie kein Zweiter hat Charlie Mariano den europäischen Jazz beeinflusst und Generationen von Musikern inspiriert.

Regie: Axel Engstfeld • Kamera: Bernd Mosblech • Mit Charlie Mariano, Dorothee Mariano, Mike Herting, Matthias Schriefl u.a. • teilw. engl.OmU • 99'

Trailer in OF, im Cinema in teilw. engl.OmU

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Stranger Than Fiction 2014 – Dokumentarfilme International

Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe

So 2. Februar 2014 · 13:00 Uhr in Anwesenheit von Regisseur Philipp Hartmann
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Eine essayistische persönliche Suche nach dem Wesen der Zeit

Die Zeit ist relativ, lehrt uns Einstein. Unser Empfinden der Zeit hingegen ist krass subjektiv. Zeit rast, Zeit dehnt sich. Zeit wird gemessen, Zeit wird vergessen, Zeit wird gefressen. Konfrontiert mit der Diagnose „Chronophobie“ beginnt Regisseur Philipp Hartmann eine Reise durch Zeitvorstellungen und Zeitbegriffe. Sanduhr und Atomuhr, Kalender, Landschaften, Fotografien, Souvenirs, Erinnerungen, Lebensspanne und Tod – alles kündet vom Vergehen der Zeit. Zahlreiche filmische Miniaturen und Vignetten verbinden sich zu einer heiter-ironischen Annäherung an die vierte Dimension

Deutschland 2013Regie: Philipp Hartmann • Drehbuch: Philipp Hartmann, Jan Eichberg • Kamera: Helena Wittmann • Mit Philipp Hartmann, Andreas Bauch, Fanny Heink, Michael Naumann-Lenzen, Marlene Donschen u.a • 80'

Zu Gast im Cinema: Phillipp Hartmann
Philipp Hartmann. Geboren 1972 in Karlsruhe. Studierte Film an der HfbK Hamburg sowie zuvor Wirtschaft an der Universität Köln und in Rio de Janeiro. Arbeitet seit 2000 als freier Filmemacher und dreht zahlreiche Kurz- und Langfilme.

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Stranger Than Fiction 2014 – Dokumentarfilme International

Stories We Tell

So 2. Februar 2014 · 18:00 Uhr (engl.OmU)
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Vorpremiere (Bundesstart: Do 27. März)

»Widersprüche in der Erinnerung beschäftigen alle Familien und diese Idee hat mich fasziniert.« (Sarah Polley)

In diesem genre-übergreifenden Film entdeckt die Oscar-nominierte Filmemacherin Sarah Polley („An ihrer Seite“, „Take This Waltz“), dass die Wahrheit auch von der Sichtweise des Erzählers abhängt. Polley ist hier sowohl Filmemacherin als auch Detektivin. Sie versucht den Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur zu kommen. Ausgelassen interviewt und verhört sie und erhält Antworten, die mal mehr mal weniger zuverlässig, unerwartet offen und meist widersprüchlich sind. Die dabei entstehende Version der Familiengeschichte verschwimmt bald zu nostalgischen Fragmenten der früh verstorbenen Mutter.

Polley enttarnt Widersprüche und legt so die Essenz der Familie frei, ohne zu vereinfachen, immer charmant, chaotisch und absolut liebevoll. „Stories We Tell“ erforscht die diffusen Konstrukte von Wahrheit und Erinnerungen und ist gleichzeitig ein sehr persönlicher Film darüber, wie Erzählungen uns und unsere Familie formen. Und scheinbar ganz nebenbei zeichnet Polley so ein tiefsinniges, amüsantes und treffendes Bild einer übergreifenden Geschichte des menschlichen Lebens.

Kanada 2012Regie und Drehbuch: Sarah Polley • Kamera: Iris Ng • Musik: Jonathan Goldsmith • engl.OmU • 108'

Trailer in OF, im Cinema in engl.OmU

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Stranger Than Fiction 2014 – Dokumentarfilme International | In Kooperation mit dem GLEIS 22

This Ain't No Mouse Music!

Mo 3. Februar 2014 · 21:00 Uhr (engl.OF)
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Der Indiana Jones des Rock’n’ Roll: Chris Strachwitz und sein Label „Arhoolie Records“

Christian Alexander Maria Graf Strachwitz von Groß-Zauche und Camminetz wandert 1947 mit 16 Jahren in die USA aus. Fasziniert von der Jazz-Musik seiner neuen Heimat, fängt er begeistert an, Schallplatten zu sammeln: Nur die ungeschliffenen, unverfälschten Aufnahmen interessieren ihn, nicht der schmalzige Orchester-Pop („Mickey Mouse Music“) der damaligen Zeit.

1960 gründet er das Label „Arhoolie Records“, das seither einen beispiellosen Katalog an authentischen Aufnahmen vergessener und unbekannter Blues-, Country- und Folk-Musik veröffentlicht und zahllose Verehrer von Bob Dylan bis Keith Richards gefunden hat. Das Porträt eines sympathischen Idealisten, der es sich zur archäologischen Lebensaufgabe hat werden lassen, die Urformen des Pop vor dem Vergessen zu bewahren. Eine anheimelnd vinylig knisternde Dokumentation über die „DNA des Rock’n’ Roll“ (Ry Cooder).

USA 2013Regie: Chris Simon, Maureen Gosling • Kamera: Chris Simon • Mit Chris Strachwitz, Ry Cooder, Bonnie Raitt, Taj Mahal, Richard Thompson u.a. • engl. Of • 92’

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In Kooperation mit:

Links
Offizielle Homepage (engl.)
Facebook-Seite (engl.)
Kritiken bei billboard, thetfs,

Stranger Than Fiction 2014 – Dokumentarfilme International

Crulic - Weg ins Jenseits

Mi 5. Februar 2014 · 19:00 Uhr (rumän.OmU)
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Ein außergewöhnlicher, kunstvoller Animationsfilm, der schildert, wie ein Mensch zu den Akten gelegt wird.

Der Rumäne Claudiu Crulic starb mit 33 Jahren nach langem Hungerstreik in polnischer Haft in Erwartung eines Prozesses wegen Diebstahls. In vielen Briefen aus dem Gefängnis an rumänische Politiker und die polnische Justiz erbat Crulic immer wieder veränderte Haftbedingungen und lieferte Beweise für seine Unschuld. Er wurde über mehrere Monate ignoriert. Bis es zu spät war. Anca Damians Film fasziniert mit der Verbindung von wunderschönen Handzeichnungen, Kollagen, Stop-Motion- und Cut-Cut-Techniken.

Rumänien/Polen 2011 Regie und Drehbuch: Anca Damian • Kamera: Ilija Zogovski • Musik: Piotr Dziubek • rumän.OmU • 73'

Trailer in OmeU, im Cinema in rumän.OmU

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Stranger Than Fiction 2014 – Dokumentarfilme International

Der Kapitän und sein Pirat

Do 6. Februar 2014 · 19:00 Uhr (teilw. mehrspr.OmU)
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»Ein fesselndes und sensibel erzähltes Psychodrama … stellt existentielle Fragen über den Umgang mit dem Leben.« (DOK.fest München)

Vier Monate lang befand sich das deutsche Frachtschiff „Hansa Stavanger“ 2009 in der Hand von somalischen Piraten. Andy Wolff erzählt die unsichtbare Geschichte hinter den Schlagzeilen konsequent aus der Sicht zweier Protagonisten: des Anführers der Piraten, Ahado, ein eloquenter, intelligenter junger Mann, und des Kapitäns Krzysztof Kotiuk. Stück für Stück entblättert sich die Tragödie zweier Menschen, die irgendwann zu Verbündeten wurden.

Deutschland/Belgien 2012 • Regie und Drehbuch: Andy Wolff • Kamera: Tobias Tempel • Musik: Sebastian Zenke • teilw. mehrspr.OmU • 76'

Trailer in OmeU, im Cinema teilw. in engl.OmU

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Stranger Than Fiction 2014 – Dokumentarfilme International

Wrong Time Wrong Place

Do 6. Februar 2014 · 21:00 Uhr (norw.OmeU)
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Ein Film über Kleinigkeiten und kurze Momente, die über Leben oder Tod entscheiden.

Am 22. Juli 2011 tötet Anders Breivik in Norwegen 77 Menschen. John Appel rekonstruiert die Geschehnisse aus der Perspektive der Opfer, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. „Es gibt so viele Fragen, die man sich stellt“ erklärt Ritah, die den Massenmord auf Utoya überlebte. Warum hat sie das Glück, zufällig an den richtigen Ort zu fliehen, während Tamta aus Georgien am Ufer erschossen wird, oder Harald, der schwer verletzt überlebt, als er nur schnell in seinem Büro in Oslo vorbei schaut und die Bombe dort explodiert.

Niederlande 2012Regie und Drehbuch: John Appel • Kamera: Erik van Empel • Musik: Wouter van Bemmel • norw.OmeU • 80'

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Stranger Than Fiction 2014 | in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

Ein Apartment in Berlin

So 16. Februar 2014 · 17:00 Uhr (teilw. mehrspr.OmU)
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Alice Agneskirchners Dokumentarfilm konfrontiert drei junge Israelis in Berlin mit ihrer und damit der gemeinsamen deutsch-jüdischen Geschichte

Es gibt zahlreiche Gründe warum heutzutage immer mehr junge Israelis nach Berlin ziehen: weltstädtische Atmosphäre, niedrige Lebenshaltungskosten und eine gute Infrastruktur. Doch Berlin ist auch der Ort, von dem aus die Vernichtung der Juden minutiös geplant wurde. Heute sucht die dritte Generation nach dem Holocaust in Berlin nach einem Neuanfang. Welchen Platz nimmt Geschichte in ihren Überlegungen ein? Wird ihre Lebenswelt davon berührt?

Drei von ihnen wollen herausfinden, was die Auseinandersetzung mit einem konkreten Familienschicksal in ihnen auslöst. Sie begeben sich auf eine Zeitreise und werden die Originalwohnung der deportierten jüdischen Familie Adler wieder so einrichten, wie sie einmal ausgesehen haben könnte. Doch es zeigt sich, dass der Holocaust für sie etwas anderes bedeutet als für die deutsche Regisseurin, die sie zu der Zeitreise einlud.

Deutschland 2013Regie und Drehbuch: Alice Agneskirchner • Kamera: Jan Zabeil • teilw. mehrspr.OmU • 84'

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Spielplan

Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 31. Dezember 2017
14:45
Montag, 1. Januar 2018
14:45
Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Dienstag, 16. Januar 2018
20:30
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
17:00
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00