Unsere Neustarts ab Do 19. April

Pawo:
Der Film zeichnet das Leben des jungen Tibeters Jamphel Yeshi nach, der sich 2012 aus Protest gegen die andauernde Besatzung Tibets durch China selbst anzündete

Kindheit:
Ein idyllischer Ort mitten im Wald – das Gelände gehört zu einem Kindergarten, in dem Kinder von ganz allein lernen

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Ab Do 19. April im Wochenprogramm:

Pawo: »In aufwühlenden Bildern schildert Regiedebütant Marvin Litwak die von wahren Ereignissen inspirierte Geschichte des jungen Tibeters Dorjee, der bei Protesten gegen die chinesischen Machthaber verhaftet, gefoltert und ins indische Exil verbannt wird.« (cinema.de) // »Alle mitwirkenden Darsteller sind ebenfalls Laien, doch wer den Film auf der großen Kinoleinwand sieht, spürt echte Emotionen und die Menschen dahinter! Der Film ist ergreifend und wirkt nach – vielleicht dadurch auch der Traum von Jamphel Yeshi.« (visionen.com) // »« () //

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Kindheit: »Olins Kameraarbeit ist ebenso unauffällig wie beeindruckend. Die Kinder scheinen völlig zu vergessen, dass sie gefilmt werden....Es macht Spaß, ihnen dabei zuzusehen, wie sie Spiele entwickeln, in eigenen Welten unterwegs sind oder engagierte Debatten austragen« (indiekino.de) // »Die einzigartige Umgebung des norwegischen Kindergartens, den der Film für seine Beobachtungen ausgewählt hat, ist so zauberhaft, dass die Bilder fast aussehen, als könnten sie aus der Werbung stammen... Der Film erkundet nicht mit Kindern die Welt, sondern er zeigt sie bei ihren eigenen Entdeckungen. Er macht sichtbar, wie stark und klug Kinder sind, wie unendlich viel mehr sie über die Welt wissen und wie tief in ihrem natürlichen Spiel der unbeirrbare Glaube verankert liegt, die Wirklichkeit verändern zu können. « (kino-zeit.de) // »« () //

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Drehbuch Geschichte

Mo 23. April · 19:00 Uhr: Zwischen Kreuz und Hakenkreuz
Mit einer Einführung von Prof. Dr. Malte Thießen, Historiker · Eintritt frei

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Die „68er“ sind längst zum Mythos geworden. Doch wie wirkten sich Protest und Provokation jenseits der Zentren der Studentenbewegung aus – zum Beispiel in Westfalen? Inwieweit forderte die Revolte an den Universitäten auch hier die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu einer Positionierung heraus? Solidarisierte man sich mit den Aktionen der Studierenden oder lehnte man sie ab? Brachten die „68er“ auch in der westfälischen Provinz die heile bürgerliche Welt ins Wanken?

Die 50. Wiederkehr von „1968“ nehmen wir zum Anlass für eine filmische Retrospektive dieses Epochen-Ereignisses unter überwiegend regionaler Perspektive. An sechs Abenden werden Filme präsentiert, die alle um 1968 entstanden und prägnant den Zeitgeist der ausgehenden 1960er Jahre vermitteln.

Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt und in ihren historischen Kontext eingeordnet. Im Anschluss an die Filmvorführungen ist Zeit für Gespräche und Diskussionen.

Die Termine im Überblick:

Mo 16. April 2018 · 19:00 Uhr: Schichtwechsel
Mit einer Einführung von Prof. Dr. Markus Köster, Historiker

Mo 23. April 2018 · 19:00 Uhr: Zwischen Kreuz und Hakenkreuz
Mit einer Einführung von Prof. Dr. Malte Thießen, Historiker · Eintritt frei

Mo 07. Mai 2018 · 19:00 Uhr: Wilde Jahre in Münster – Ein unterhaltsamer filmischer Streifzug
Einführung: Markus Schröder, Fernsehjournalist (In der Villa ten Hompel)

Mo 14. Mai 2018 · 19:00 Uhr: InterACTion und andere Kurzfilme
Mit einer Einführung von Christoph Busch, Filmemacher

Di 22. Mai 2018 · 19:00 Uhr: Zur Sache, Schätzchen
Mit einer Einführung von Katarzyna Salski, Historikerin

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Queer Monday

Mo 23. April · 21:05 Uhr: The Untamed

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Die junge Mutter Alejandra ist eine berufstätige Hausfrau, die mit ihrem Ehemann Angel in einer kleinen Stadt zwei Jungen großzieht. Ihr Bruder Fabian arbeitet als Krankenpfleger in einem örtlichen Krankenhaus. Durch die Ankunft der mysteriösen Veronica gerät ihr provinzielles Leben aus der Fassung. Sex und Liebe können fragil sein, wenn starke Familienwerte, Heuchelei, Homophobie und männlicher Chauvinismus zusammentreffen. Veronica überzeugt Alejandra, dass in den nahe gelegenen Wäldern, in einer einsamen Hütte etwas lebt, das die Antwort auf all ihre Probleme sein könnte, da es nicht von dieser Welt ist. Etwas, dessen Kraft sie nicht widerstehen können und mit dem sie Frieden schließen oder seinen Zorn erdulden müssen.

»Das Ganze ist klug ausgedacht und präzise inszeniert. Öfters findet der Film zu einer beunruhigenden Anspannung, weil er das Publikum in die Ecke drängt. Escalante fordert eine Positionierung zum Geschehen auf der Leinwand mehrfach ein. … Alle Kerle haben hier Komplexe und beißen ins Gras, gehen an der Gesellschaft zugrunde und bekommen den sexuellen Ausbruch mit dem utopischen Alien verwehrt.« (Dennis Vetter in taz)

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Vorpremiere mit Gästen

Di 24. April · 19:30 Uhr: Draußen in meinem Kopf
Vorpremiere im Bennohaus (rolligerecht) mit Regisseurin Eibe Maleen Krebs und die Schauspieler Samuel Koch und Nils Hohenhövel - die Vorstellung ist momentan ausverkauft! Nähere Infos hier // ab Do 26. April im Wochenprogramm

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Christoph, gespielt vom Ex-Münsteraner Nils Hohenhövel, beginnt sein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Pflegeheim als persönlicher Betreuer des 28-jährigen Sven (Samuel Koch). Der schwerkranke junge Mann leidet an Muskeldystrophie, das P?egezimmer ist sein Mikrokosmos, den er seit Jahren souverän lenkt. Svens Humor wirkt fremdartig und bedrohlich, was auch Christoph sofort zu spüren bekommt.

»"Draußen in meinem Kopf" ist großes, nachdenkliches Kino, mit vielen Gefühlen.  Ermöglicht wird das durch wunderbar überzeugend agierende Schauspieler, allen voran Nils Hohenhövel in der Rolle des FSJ-lers Christoph; und durch interessante Kameraperspektiven in der auf nur einen Raum limitierten Szene, die den beschränkten Alltag von Sven zumindest erahnen lässt. Ein absolut sehenswerter Film, der tief unter die Haut geht!« (sr.de) // »Um den Umgang mit Schwerstbehinderten geht es hier also, aber auch um Sterbehilfe, um die Frage, ob ein selbstbestimmtes Leben auch das Recht beinhaltet, über den Zeitpunkt des eigenen Todes zu entscheiden. Mit bemerkenswerter Souveränität diskutiert Eibe Maleen Krebs diese Fragen, driftet nie in Kitsch oder Sentimentalität ab und hat mit Samuel Koch einen erstaunlichen Menschen als Hauptdarsteller gefunden, der nicht wegen seiner persönlichen Historie beeindruckt, sondern wegen seiner schauspielerischen Fähigkeiten« (programmkino.de) // »Durch Krebs' feinfühlige Regie, das berührende Schauspiel von Samuel Koch und Nils Hohenhövel und die intime Bildgestaltung der vielfach ausgezeichneten Kamerafrau Judith Kaufmann ("Scherbentanz", "Die Fremde") entsteht aus der vermeintlichen Enge von Svens Pflegezimmer ein von allen Grenzen befreiter Film über Vertrauen und Freundschaft.« (kinoundco.de) // »Sowohl Koch als auch sein Kollege Nils Hohenhövel (22) waren bei dem Filmfestival als beste Nachwuchsschauspieler nominiert. Ausgezeichnet wurde "Draußen in meinem Kopf", in dem auch Hohenhövel mitspielt, am Samstag mit dem Preis der deutsch-französischen Jugendjury. "Ein Film, der uns nicht nur berührt, sondern auch anhaltend beschäftigt", hieß es in der Würdigung. « (ausgsburger-allgemeine.de) //

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50 Jahre Cinema & Kurbelkiste

Di 24. April · 20:15 Uhr: Buena Vista Social Club
Eintritt: 5,00 Euro

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Zum 1. Oktober 1979 hatte Steffi Stephan den Neuen Krug an der Weseler Straße übernommen. Heiner Pier und seine Mannschaft mussten das Gebäude räumen, ohne ein konkretes Ersatzobjekt gefunden zu haben. Die Kurbelkiste in der Winkelstraße mit den 60 Plätzen spielte aber weiter.

Das Interesse an einem Weiterbestehen des Cinema ging durch alle Fraktionen im Rat (damals gab es nur CDU, SPD und FDP). „Wir stehen der Arbeit Piers grundsätzlich positiv gegenüber“, wird der damalige CDU Ratsherr Ruprecht Polenz und gleichzeitig stellvertretendes Mitglied im Kulturausschuss in der WN zitiert (18.7.79). „Wie Polenz meint, tue die Stadt Münster alles, um Heiner Pier bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten behilflich zu sein“, schreibt die WN weiter. Für die SPD setzt sich die Ratsfrau Brigitte Jäger für das Cinema ein: „Das Programmkino wie Heiner Pier es in Münster geboten hat, ist ein beachtlicher kultureller Faktor in Münster gewesen.“

In dieser Zeit gab es einige Objekte, die interessant schienen, darunter Gebäude in der Wilhelmstraße und der Bergstraße. Anfang September zeichnete sich mit der Warendorfer Str. 45 der neue Standort ab. »Allerdings, und dies ist derzeit das Hauptproblem, muss das neue Gebäude erst für die Kino-Bedürfnisse hergerichtet werden. Insgesamt, so schätzt Pier, wird dies eine Summe von „etwa 700 000 Mark“ erfordern. „Natürlich erwarten wir nicht, dass die Stadt Münster dies alles bezahlt", macht Pier deutlich, „aber ein Engagement in irgendeiner Form ist notwendig!“« (WN 7.9.79)

Ende September 1979 veröffentlichte die WN ein Foto mit dem „Möbelhaus Geier“ an der Warendorfer Str. 45: »Der Besitzer der Lagerhalle, Heinz Geier, äußerte sich zurückhaltend; er bestätigte auf WN-Anfrage lediglich, dass Verhandlungen geführt würden.

Über den Ausgang könne er nichts sagen. Sein Beerdigungsinstitut* werde auf jeden Fall am jetzigen Ort bleiben. Damit kommt als eventuelle neue Bleibe für das „Cinema“ nur die Lagerhalle in Frage, die praktisch in den Gärten hinter den Häusern an der Warendorfer Straße in den 50er Jahren gebaut wurde.« (WN 28.9.79)

Schon zu diesem Zeitpunkt gab es von einigen Anwohnenden massiven Widerstand: »„Für uns wäre es eine echte Katastrophe", kündigte [einer der Anwohnenden] Widerstand an, falls sich die Vermutungen bewahrheiten sollten,« so die WN. Am 1. Dezember meldete sich Benedikt Sonntag mit einem Leserbrief zu Wort: »Dazu möchte ich sagen, dass dieses Kino an der Warendorfer Straße wirklich fehl am Platze ist. Dieses Wohnviertel wird dadurch völlig gestört. […] Die Bürger dieser Wohngegend müssen doch entscheiden, ob dieses Programmkino dort errichtet wird oder nicht, es geht doch nicht

um die geschäftlichen Interessen des Kinobesitzers. […] Nachts ist dann doch Terror, also Krach, das kann doch den Anwohnern wirklich dort nicht zugemutet werden. Außerdem gibt es ja viel zu wenig Räume zum Vorführen der Filme. Ich muss sagen, das mit dem Kino sollen sich die Besitzer aus dem Kopf schlagen.«

Die Proteste zogen umfangreiche Auflagen in der Baugenehmigung nach sich. »„Darin sind 65 Einzelpunkte aufgeführt", machte Pier den Umfang der Akte deutlich, „90 Prozent davon rein auf den Nachbarschaftsschutz ausgerichtet". So seien beispielsweise für alle Seiten und Richtungen die höchstzulässigen Dezibelwerte angegeben, die nach Außen dringen dürften.« Die Umbaukosten stiegen auf eine runde Million, die Eröffnung des Kinos verzögerte sich immer wieder. Dazu im nächsten Heft.

*noch heute gibt es ein Zeugnis des Bestattungsinstitutes im heutigen Cinema: Im Foyer, schräg gegenüber der Kinokasse, ist ein Stein in die Mauer eingearbeitet. Auf diesem stand früher das Ewige Licht im damaligen Schaufenster des Bestattungsinstitutes …

Die Filme kommenden Filme:

Di 24. April 2018 · 20:15 Uhr: Buena Vista Social Club

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Kino Kaffeeklatsch in Kooperation mit dem Seniorenbüro St. Mauritz

Do 26. April · 14:30 Uhr: In den Gängen
Im April mit Rhabarberkuchen und Möhrenkuchen mit Zitronenguss im neben*an. Eine Platzreservierung wird empfohlen.

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Jeden vierten Donnerstag im Monat laden wir Menschen in den "besten Jahren" zu einem ausgewählten Film sowie hausgemachten Kaffee und Kuchen zum Sonderpreis. Seniorinnen und Senioren zahlen für den Film 5,20 Euro, für den Film inklusive Heißgetränk und Kuchen 8,00 Euro.

Es stehen Rollstuhl-Plätze zur Verfügung, die Hörbehindertenanlage kann mit Hörgerät oder einem hauseigenen Kopfhörer genutzt werden.

In den Gängen:  IN DEN GÄNGEN erzählt von einer zarten Liebe, die in dem geschützten Kosmos eines Großmarkts, inmitten einer Atmosphäre von familiärer Freundschaft und Zugehörigkeit, gedeiht und außerhalb des Marktes keine Chance hätte. Christian (Franz Rogowski) ist neu im Großmarkt. Schweigend taucht er in das unbekannte Universum ein: die langen Gänge, die ewige Ordnung der Warenlager, die surreale Mechanik der Gabelstapler. Bruno (Peter Kurth), der Kollege aus der Getränkeabteilung, nimmt sich seiner an, zeigt ihm Tricks und Kniffe, wird ein väterlicher Freund. Und dann ist da noch Marion (Sandra Hüller) von den Süßwaren, die ihre kleinen Scherze mit Christian treibt. Als er sich in sie verliebt, fiebert der ganze Großmarkt mit. Doch Marion ist verheiratet – aber nicht sehr glücklich, wie es heißt.

Weitere Informationen :: Karten online reservieren

 

Die Linse zeigt

Mo 30. April · 19:00 Uhr: Im inneren Kreis
Wie weit gehen polizeiliche Überwachungsmethoden?

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Die Dokumentation IM INNEREN KREIS erzählt von den Ereignissen rund um die verdeckten Ermittler*innen, die über Jahre Teile der linken Szene Hamburgs und Heidelbergs ausspionierten und im Jahr 2014 aufflogen. Betroffen waren vor allem die Szene rund um das Hamburger Zentrum „Rote Flora“ und studentische Gruppen in Heidelberg. Aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert der Film die Methoden der verdeckten Ermittler*innen. Wie weit gehen die Methoden der Überwachung, dürfen sie gehen? Iris P., Maria B., Astrid O. und Simon B. gingen persönliche intime Beziehungen zu Menschen ein und waren aktiv in der Szene unterwegs. Dabei drangen sie weit in die Persönlichkeitssphäre vieler Menschen ein. Der Film fragt nach den Auswirkungen für die Freund*innen, Bekannten und die Szene im Allgemeinen. Dabei beleuchtet er strukturelle Fragen der Überwachung und Polizeiarbeit, wie auch die psychologischen Folgen für den einzelnen ausspionierten Menschen. Was bleibt danach, welche Fragen stellen sich Betroffene und wie geht es weiter? Zu Wort kommen Protagonist*innen, die überwacht wurden wie auch Verantwortliche der Spitzelaffäre. Im Fokus der Filmemacher*innen steht die grundlegende Frage nach der Abwägung von Freiheit und Sicherheit und dem damit verbundenen Verhältnis von staatlichen Interessen und Bürger*innenrechte.

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50 Jahre Cinema & Kurbelkiste

Di 1. Mai · 20:00 Uhr: Montags in der Sonne
Eine intelligente, warmherzige Tragikomödie über den täglichen Kampf gegen Windmühlen.

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Zum 1. Oktober 1979 hatte Steffi Stephan den Neuen Krug an der Weseler Straße übernommen. Heiner Pier und seine Mannschaft mussten das Gebäude räumen, ohne ein konkretes Ersatzobjekt gefunden zu haben. Die Kurbelkiste in der Winkelstraße mit den 60 Plätzen spielte aber weiter.

Das Interesse an einem Weiterbestehen des Cinema ging durch alle Fraktionen im Rat (damals gab es nur CDU, SPD und FDP). „Wir stehen der Arbeit Piers grundsätzlich positiv gegenüber“, wird der damalige CDU Ratsherr Ruprecht Polenz und gleichzeitig stellvertretendes Mitglied im Kulturausschuss in der WN zitiert (18.7.79). „Wie Polenz meint, tue die Stadt Münster alles, um Heiner Pier bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten behilflich zu sein“, schreibt die WN weiter. Für die SPD setzt sich die Ratsfrau Brigitte Jäger für das Cinema ein: „Das Programmkino wie Heiner Pier es in Münster geboten hat, ist ein beachtlicher kultureller Faktor in Münster gewesen.“

In dieser Zeit gab es einige Objekte, die interessant schienen, darunter Gebäude in der Wilhelmstraße und der Bergstraße. Anfang September zeichnete sich mit der Warendorfer Str. 45 der neue Standort ab. »Allerdings, und dies ist derzeit das Hauptproblem, muss das neue Gebäude erst für die Kino-Bedürfnisse hergerichtet werden. Insgesamt, so schätzt Pier, wird dies eine Summe von „etwa 700 000 Mark“ erfordern. „Natürlich erwarten wir nicht, dass die Stadt Münster dies alles bezahlt", macht Pier deutlich, „aber ein Engagement in irgendeiner Form ist notwendig!“« (WN 7.9.79)

Ende September 1979 veröffentlichte die WN ein Foto mit dem „Möbelhaus Geier“ an der Warendorfer Str. 45: »Der Besitzer der Lagerhalle, Heinz Geier, äußerte sich zurückhaltend; er bestätigte auf WN-Anfrage lediglich, dass Verhandlungen geführt würden.

Über den Ausgang könne er nichts sagen. Sein Beerdigungsinstitut* werde auf jeden Fall am jetzigen Ort bleiben. Damit kommt als eventuelle neue Bleibe für das „Cinema“ nur die Lagerhalle in Frage, die praktisch in den Gärten hinter den Häusern an der Warendorfer Straße in den 50er Jahren gebaut wurde.« (WN 28.9.79)

Schon zu diesem Zeitpunkt gab es von einigen Anwohnenden massiven Widerstand: »„Für uns wäre es eine echte Katastrophe", kündigte [einer der Anwohnenden] Widerstand an, falls sich die Vermutungen bewahrheiten sollten,« so die WN. Am 1. Dezember meldete sich Benedikt Sonntag mit einem Leserbrief zu Wort: »Dazu möchte ich sagen, dass dieses Kino an der Warendorfer Straße wirklich fehl am Platze ist. Dieses Wohnviertel wird dadurch völlig gestört. […] Die Bürger dieser Wohngegend müssen doch entscheiden, ob dieses Programmkino dort errichtet wird oder nicht, es geht doch nicht

um die geschäftlichen Interessen des Kinobesitzers. […] Nachts ist dann doch Terror, also Krach, das kann doch den Anwohnern wirklich dort nicht zugemutet werden. Außerdem gibt es ja viel zu wenig Räume zum Vorführen der Filme. Ich muss sagen, das mit dem Kino sollen sich die Besitzer aus dem Kopf schlagen.«

Die Proteste zogen umfangreiche Auflagen in der Baugenehmigung nach sich. »„Darin sind 65 Einzelpunkte aufgeführt", machte Pier den Umfang der Akte deutlich, „90 Prozent davon rein auf den Nachbarschaftsschutz ausgerichtet". So seien beispielsweise für alle Seiten und Richtungen die höchstzulässigen Dezibelwerte angegeben, die nach Außen dringen dürften.« Die Umbaukosten stiegen auf eine runde Million, die Eröffnung des Kinos verzögerte sich immer wieder. Dazu im nächsten Heft.

*noch heute gibt es ein Zeugnis des Bestattungsinstitutes im heutigen Cinema: Im Foyer, schräg gegenüber der Kinokasse, ist ein Stein in die Mauer eingearbeitet. Auf diesem stand früher das Ewige Licht im damaligen Schaufenster des Bestattungsinstitutes …

Die Filme kommenden Filme:

Di 1. Mai 2018 · 20:00 Uhr: Montags in der Sonne

Di 8. Mai 2018 · 20:00 Uhr: Kleine Fluchten

Di 15. Mai 2018 · 20:00 Uhr: Liebe und Anarchie

Di 22. Mai 2018 · 19:00 Uhr: Zur Sache, Schätzchen

Di 29. Mai 2018 · 20:00 Uhr: Space Is the Place

Di 5. Juni 2018 · 20:00 Uhr: Unter den Brücken

Di 12. Juni 2018 · 20:00 Uhr: The Rocky Horror Picture Show

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Der NSU-Prozess kurz vor dem Urteil

Mi 2. Mai · 19:00 Uhr: Off the record - die Mauer des Schweigens
Mit Einführung und Gespräch mit Christiane Mudra · Eintritt: 3 €.

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Seit 2012 versuchten 13 Untersuchungsausschüsse in Bund und Ländern sowie der Prozess am Münchner Oberlandesgericht die Mordserie der neonazistischen Terrorzelle NSU aufzuarbeiten und scheiterten immer wieder an der durch die Bundesanwaltschaft gestützten Mauer des Schweigens der Verfassungsschutzbehörden. Angeforderte Akten verschwanden oder trafen maximal geschwärzt ein. Verfassungsschutzmitarbeiter ergingen sich in Gedächtnislücken, V-Personen aus dem Umfeld des NSU-Trios wurden bis heute nicht angemessen vernommen. Die Abwägung zwischen Quellenschutz- und Strafverfolgungsinteresse erfolgt restriktiv, die Geheimhaltung wird zum unkontrollierbaren Machtinstrument. Der Film ist ein auf investigativer Recherche basierender Politthriller, der sich der V-Mann- und Geheimschutzpraxis im NSU-Kontext widmet. Im zweiten Teil ihrer Trilogie zu rechtsterroristischen Kontinuitäten und der Rolle der Sicherheitsbehörden seziert Christiane Mudra Sprache und Bild in Form eines Hörspielthrillers mit stummfilmartigen Videosequenzen.

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Deutsch-Griechische-Gesellschaft, Linse und Ouzeri zeigen

Mi 2. Mai · 19:00 Uhr: Border Souls
Eine Doku über die Entdeckung der Schönheit der Liebe und der Solidarität inmitten der chaotischen Zustände von Idomeni

Do 3. Mai · 18:00 Uhr: Athen von unten – Der Dokumentarfilm der Neuarmen
Die Geschichte, die erzählt werden muss über die Verarmung, über die humanitäre Krise, über die Arbeitslosigkeit und die Verelendung

Jeweils mit Regisseur Takis Bardakos

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Border Souls: Ein humanitärer Film das über die Sackgasse von „Idomeni“ (Griechenland), wo über 60.000 Flüchtlingen auf dem Weg nach „Europa“ in der Falle saßen und über die Entdeckung der Schönheit der Liebe und der Solidarität inmitten der chaotischer Zustände von Idomeni. Der Film durchleuchtet die Fähigkeit einer durch die Wirtschaftskrise zerrütteten Gesellschaft, die Welt mit weniger Worten und um so größeren Taten zu verändern.

Athen von unten – Der Dokumentarfilm der Neuarmen: Griechenland der Neuarmen, der Arbeitslosen, die während der Wirtschaftskrise ihren Golgatha erleben. Geschichten von Bürgern, die die soziale Ungleichheit und die Ungerechtigkeit erleben, das Phänomen der Obdachlosen, die Suppenküchen, die erschütternden Arbeitslosenquoten und der Absturz größerer sozialen Schichten in die Kategorie der Neuarmen: All das veränderte den Wohlfahrtstraum in einem sozialwirtschaftlichen Albtraum. Regisseur Takis Bardakos ist anwesend – die Griechenlandhilfe stellt ihre Arbeit vor.

Zu Gast:
Takis Bardakos ist 1957 in Ermioni Griechenland geboren und hat an der Film-Schule L. Stavrakou Kamera studiert. Er ist seit 1982 in dem Bereich tätig und seit 1989 als Kameramann in Kino und Fernsehen. Seit Ausbruch der Krise ist er sehr aktiv in sozialen und solidarischen Netzwerken. 2012 gründet er den kulturellen Verbund „Square Films“. ATHEN VON UNTEN war sein erster Film, in dem er auch Regie führte.

 

Arthouse Sneak – Pay After in der Cinema-Nachtschicht

Mi 2. Mai · 22:45 Uhr: Arthouse Sneak #122
Am 1. und 3. Mittwoch des Monats könnt ihr aktuelle Perlen aus der Welt der Filmfestivals und Programmkinos schon vor Bundesstart entdecken

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Zweimal monatlich laden wir seit April 2013 zur Arthouse Sneak. Im Rahmen der Cinema-Nachtschicht könnt ihr am 1. und 3. Mittwoch des Monats um 22:45 Uhr aktuelle Perlen aus der Welt der Filmfestivals und Programmkinos schon vor Bundesstart entdecken. Synchronisiertes hat dabei keine Chance: alle Filme laufen in der Originalsprache (bei nicht deutschsprachigen Filmen mit deutschen Untertiteln).

Weiterhin gilt die Devise Pay After: ihr bestimmt selbst, wie viel euch der gezeigte Überraschungsfilm wert ist. Schlappe 2,50 Euro beträgt der Mindesteintritt, mit bis zu 7,50 Euro könnt ihr nach dem Besuch den Film „bewerten“. Eure Meinung ist uns und den Verleihern sehr wichtig und wir freuen uns über eure Rückmeldungen zu den gezeigten Filmen!

Im Vorprogramm: Platte des Monats in Kooperation mit Green Hell-Records.

Die kommenden Arthouse Sneak-Termine: (Davor ab 21:30 Uhr Sneak-Salon

#122 am Mi 2. Mai um 22:45 Uhr :: Spielzeiten  :: bei „Kinoheld“ reservieren und kaufen

#123 am Mi 16. Mai um 22:45 Uhr

#124 am Mi 6. Juni um 22:45 Uhr

Ewige Sneak-Lieblingsfilme mit Durchschnittsnoten:
„Nur wir drei gemeinsam“ (franz.OmU) – 1,60
„The Party“ (OmU) – 1,63
„In meinem Kopf ein Universum“ (poln.OmU) – 1,76
„Mustang“ (türk.OmU) – 1,84
„Coconut Hero“ (engl.OmU) – 1,88

Top in 2018: „Call Me By Your Name" – 1,63
Flop in 2018: „Der andere Liebhaber" – 2,90

 

Premiere mit Gast

Do 3. Mai · 20:00 Uhr : Zeit für Utopien
Mit Protagonistin Petra Wähning // ab Do 3. Mai im Wochenprogramm

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ZEIT FÜR UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie wir mit Ideen und Gemeinschaftssinn jenseits von Gier und Profitstreben viel erreichen können. Porträtiert werden keine AussteigerInnen, sondern EinsteigerInnen in eine neue Gesellschaft.

»„Zeit für Utopien“ ist ein kurzweiliger Dokumentarfilm, der teils wenig bekannte Projekte und Initiativen porträtiert. Dabei kritisiert er gängige Wirtschafts- und Denkmodelle, ohne eine Weltuntergangsstimmung zu vermitteln« (utopia.de) // »Den Pinoieren dieser neuen Welt eine gemeinsame Geschichte zu geben, das ist das Anliegen dieses Film. Und das ist ihnen gelungen. Mit starken Bildern und hoher Erkenntniskraft.« (ard.de) // »Regisseur Kurt Langbein versteht sein Werk als „inspirierende filmische Entdeckungsreise“. Er präsentiert Menschen, die viel Energie darauf verwenden, die Welt im kitschig-wahren Sinne wieder bewohnbarer zu machen. Auch wenn der messianische Eifer mancher Initiativen dabei bisweilen abschreckt, ist das durchaus beeindruckend.« (filmdienst.de) //

Weitere Informationen zum Film

 

Wächter der Wüste
freigegeben ab 0, empfohlen ab ca. 6 Jahren
Sa 28. / So 29. April / Di 1. Mai · jeweils 14:45 Uhr

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Ostwind
freigegeben ab 0, empfohlen ab ca. 9 Jahren
Sa 5. / So 6. Mai · jeweils 14:45 Uhr

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Die kommenden KinderKino-Termine:

Karaktum – Das Wüstenabenteuer (Neufassung von 2014) ab Do 5. April

Burg Schreckenstein ab Sa 14. April

Mein Freund Knerten ab Sa 21. April

Wächter der Wüste ab Do 28. April

Ostwind ab Do 5. Mai

Mo & Friese entdecken die Welt ab Do 12. Mai

Oh, wie schön ist Panama ab Do 19. Mai

Nicht ohne uns! ab Do 24. Mai

Ich – einfach unverbesserlich 3 ab Do 31. Mai

Hexe Lilli – Die Reise nach Mandolan ab Sa 30. Juni

Gregs Tagebuch 4 - Böse Falle! ab Sa 7. Juli

Amelie rennt ab Sa 14. Juli

Der kleine Vampir (2017) ab Do 19. Juli

Auf dem Weg zur Schule ab Do 26. Juli

Weitere Informationen zum Kinderprogramm gibt es auf der CINEMA-Kino für Kinder-Seite.

 

Mit der Klasse ins Kino: Schulkino im Cinema!

Für Schülerinnen und Schüler haben wir das ganze Jahr über Angebote. Auch für kleinere Gruppen ab ca. 20 Personen öffnen wir schon am Vormittag und bieten individuelle Vorstellungen unserer aktuellen Filme an. Und in den Nachmittagsvorstellungen haben wir bei Voranmeldung für Schulgruppen ermäßigte Eintrittspreise. Bei Interesse an Schulvorstellungen freuen wir uns über Ihren Anruf im Cinema-Büro 0251.30307 oder eine Mail an schulkino(at)cinema-muenster.de.

Einen Überblick über weitere Filme bieten wir auf der Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchulkino-Seite

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Montag und Dienstag ab ~17:00 Uhr
Mittwoch bis Samstag ab ~15:00 Uhr
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Samstag, 28. April 2018
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Sonntag, 29. April 2018
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Montag, 30. April 2018
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Dienstag, 1. Mai 2018
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Dienstag, 29. Mai 2018
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Mittwoch, 30. Mai 2018
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Samstag, 7. Juli 2018
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