Ein Versteck, in dem nichts sicher ist und in dem man niemandem trauen kann – dort treffen eine libanesische V-Frau und eine israelische Mossad-Agentin aufeinander

Im Spionage-Thriller AUS NÄCHSTER DISTANZ von Eran Riklis (Lemon Tree, Die syrische Braut) versuchen zwei Frauen in einem Safehouse Sicherheit und Nähe zu finden, während um sie herum ein Katz-und-Maus-Spiel entfacht. Die Informantin Mona flieht vor der Hisbollah aus der libanesischen Hauptstadt Beirut nach Hamburg. Der Mossaad hilft ihr dabei, ihre Heimat zu verlassen und verhilft ihr in Deutschland zu einer neuen Identität, einem anderen Gesicht und einem sicheren Unterschlupf, in dem sie fortan leben soll: Eine Wohnung, die zu ihrem Safehouse wird. Die israelische Mossad-Agentin Naomi, die eigentlich schon zwei Jahre lang raus ist, wird reaktiviert um Mona zu beschützen, bis sie sich von der Gesichtsoperation erholt und eine neue Identität bekommen hat, ein kleiner Job, sie braucht nicht mal eine Waffe.

Zwei Wochen lang leben die beiden Frauen, die weit mehr teilen, als es zunächst scheint zusammen. Und immer wieder wechselt im Film das Geschehen. Zum Mossad, oder ins Hauptquartier der libanesischen Befreiungs-Armee. Aus dem Fernsehen Neuigkeiten wie Attentate und erhöhte Terrorgefahr. In einer Bar in Berlin-Charlottenburg brüten die Deutschen, Amerikaner und Israelis irgendwas aus. Ein Kampfkommando aus Beirut hat einen Tipp bekommen. Und irgendwo in einem Kloster ist ein siebenjähriger Junge versteckt, Monas Sohn, den sie zurücklassen musste.

AUS NÄCHSTER DISTANZ ist ein Genrefilm welcher mit den Regeln und Erwartung und Überraschung spielt und vor allem stets seine Spannung behält. Die Balance aus Paranoiathriller und Drama ist äußerst interessant und geglückt. Starke Szenen zeigen zwei gebrochene Seelen, die sich langsam annähern. Zwei, die gelernt haben, niemandem zu vertrauen, und nun doch jemand anderes finden, in dem sie sich selbst finden. Mit einem überzeugendem Thema und Konzept, einer packenden Geschichte und einer schönen Ambivalenz auf die verschiedenen Länder bezogen, entsteht ein sehenswerter und fesselnder Film bis zur letzten überraschenden Sekunde.

SHELTER · Deutschland/Frankreich/Israel 2017 · R & Db: Eran Riklis · K: Sebastian Edschmid • Mit Golshifteh Farahani, Neta Riskin, Yehuda Almagor, Doraid Liddawi sowie Mark Waschke, Haluk Bilginer und Lior Ashkenaziu.a. · ab 12 J. · 93'

Der Regisseur
Eran Riklis wurde 1954 in Jerusalem geboren und studierte an der National Film School in Beaconsfield, England. Sein auf eine wahre Begebenheit zurückgehender Politthriller "On a Clear Day You Can See Damascus" war sein Abschlussfilm. Mit "Die syrische Braut" (2004), einem Film über eine arabische Israelin, die schweren Herzens Abschied von ihrer Heimat nehmen muss, konnte Riklis einen großen internationalen Erfolg verbuchen. Das preisgekrönte Drama "Lemon Tree" erzählt vom juristischen Kampf einer Palästinenserin, deren Zitronenbaum-Plantage aus Sicherheitsgründen vom israelischen Militär abgeholzt werden soll. Die Tragikomödie "Die Reise des Personalmanagers" (2010) handelt von einem jüdischen Bäcker, der die Leiche einer ausländischen Mitarbeiterin in deren Heimat überführen muss. In "Playoff" (2011) erzählt Riklis die Geschichte des legendären Basketballtrainers Max Stoller, der in Israel vom Nationalhelden zum "Verräter" wurde, als er die Aufgabe übernahm, die miserable deutsche Nationalmannschaft für die Olympiade zu trainieren.(Quelle: filmportal.de).

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