Psycho, Film und Analyse 2019/2020

Effigie – Das Gift und die Stadt

So 9. Februar 2020 · 17:00 Uhr
Mit Regisseur Udo Flohr sowie Darsteller (und Vortragender) Prof. Dr. Ulrich Sachsse
Vortrag ab ca 18:45: Prof. Dr. Ulrich Sachsse, Göttingen Psychotherapeut und Psychotraumatologe in Göttingen

Historischer Kriminalfilm (nach Originalakten) über Gesche Gottfried, eine der ersten jemals identifizierten weiblichen Serienmörderinnen

Bremen 1828: zwei Frauen, wie sie ungleicher nicht sein könnten, treffen in einer Welt aufeinander, die für beide keinen Platz hat. Cato strebt eine juristische Karriere an – zu einer Zeit, als Frauen noch nicht einmal studieren dürfen.

Gesche Gottfried hat ein Leben außerhalb des Gesetzes geführt und soll nun dafür bezahlen. Gesche Gottfried soll zwischen 1813 und 182715 Menschen mit Mäusegift ermordet haben – darunter ihre beiden Eltern, drei Kinder, den Zwillingsbruder, drei Ehemänner, Freunde und Nachbarn. Weitere 20 Opfer überlebten. 1831 wurde sie im Alter von 46 Jahren hingerichtet.

Der Film von Udo Flohr folgt einer bisher unerforschten Interpretation der Mörderin und der Gesellschaft, in der sie lebte. Der Gesellschaft, die Gottfrieds Verbrechen so lange ignorierte. Recherchen legen nahe, dass Gesche an einer Ego-State-Störung litt – und wahrscheinlich am Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Der Film versucht gleichwohl nicht, ihre Motive vollständig zu erklären, sondern stellt sie vielmehr als Mörderin dar, die nicht fähig ist, öffentlich Reue zu zeigen – fast wie eine weibliche Version von Hannibal Lecter. Internationales Filmfestival Zypern: Drei Preise u.a. den Hauptpreis; Asti Filmfestival: Bester Film International

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Deutschland 2019 · R: Udo Flohr · Db: Peer Meter, Udo Flohr, Antonia Roeller · K: Thomas Kist • Mit Suzan Anbeh, Elisa Thiemann, Christoph Gottschalch, Roland Jankowsky, Uwe Bohm, Ulrich Sachsse u.a. · 85'

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Zu Gast im Cinema:


Udo Flohr
hat einen M.A. in Linguistik und Psychologie. Er studierte Regie an der filmArche Berlin, der Medienakademie Wetzlar, der Adrienne Weiss' School NYC und der Baltimore Film Factory. Als Wissenschafts- und Technikjournalist arbeitete er zuvor für TV und Radio, schrieb für den Spiegel, das Magazin Byte und war 15 Jahre lang beim MIT Technology Review tätig. (Quelle: filmpuls.info)


Ulrich Sachsse ist Psychotherapeut, Psychotraumatologe, Psychiater, Psychosomatiker und Psychoanalytiker mit Arbeitsschwerpunkt Posttraumatische Störungen und Persönlichkeitsstörungen, insbesondere Borderline. Er ist wissenschaftlicher Berater des Asklepios Fachklinikums Göttingen. In Effigie spielt er die Rolle des Bürgermeisters.

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Feiertags keine Ermäßigung,
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Der Arbeitskreis Psycho, Film und Analyse …

 … zeigt in den Herbst- und Wintermonaten von Oktober 2019 bis März 2020 jeweils an einem Sonntag im Monat um 17.00 Uhr einen ausgewählten Film, der dann anschließend von einer Psychotherapeutin/einem Psychotherapeuten in Form eines Vortrags unter einem bestimmten Blickwinkel reflektiert wird. Angestrebt wird nicht eine umfassende und abschließende Deutung der Filme, sondern ein öffnender Blick in die Vielfalt des psychotherapeutischen Denkens. Nach dem Vortrag besteht für das Publikum die Gelegenheit, eigene Sichtweisen, Fragen und Anmerkungen in das Forum zu geben. Der Eintrittspreis für Film und Vortrag beträgt 8,00 € (ermäßigt 7,00 €).

Dipl.-Psych. Dr. phil. Georg Baumann
Dipl.-Psych. Kornelia Gees
Dipl.-Psych. Barbara Gussone 

Psycho, Film und Analyse ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Linse e.V. und dem PsychotherapeutInnennetzwerk Münster e.V.

Weitere Informationen über Aufgaben und Struktur des Netzwerks und seiner Mitglieder finden Sie auf unserer Homepage www.ptn-muenster.de

Die Termine im Überblick:

So 13. Oktober 2019 · 17:00 Uhr: Cold War – Der Breitengrad der Liebe

So 17. November 2019 · 17:00 Uhr: Trennung

So 8. Dezember 2019 · 17:00 Uhr: Augenblicke: Gesichter einer Reise

So 12. Januar 2020 · 17:00 Uhr: Transit

So 9. Februar 2020 · 17:00 Uhr: Effigie – Das Gift und die Stadt

So 8. März 2020 · 17:00 Uhr: Neben den Gleisen

Spielplan

Donnerstag, 30. Januar 2020
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Freitag, 31. Januar 2020
19:30
Samstag, 1. Februar 2020
18:00
Sonntag, 2. Februar 2020
20:15
Montag, 3. Februar 2020
18:30
20:15
Donnerstag, 6. Februar 2020
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Samstag, 8. Februar 2020
18:30
Montag, 10. Februar 2020
18:30
20:45
Dienstag, 11. Februar 2020
18:00
Donnerstag, 13. Februar 2020
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Montag, 17. Februar 2020
18:30
20:00
Donnerstag, 20. Februar 2020
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Mittwoch, 26. Februar 2020
18:30
Sonntag, 1. März 2020
20:15
Montag, 2. März 2020
20:45
Mittwoch, 4. März 2020
18:30
Sonntag, 8. März 2020
17:00
Sonntag, 15. März 2020
18:30
Montag, 16. März 2020
20:00
Mittwoch, 25. März 2020
18:30
Sonntag, 5. April 2020
18:30
Montag, 20. April 2020
20:00