Filmreihe über das Thema seelische Gesundheit

So oder so ist das Leben

Der FSP – Für Soziale Teilhabe und Psychische Gesundheit e.V. und LebensART veranstalten seit 2010 eine Gesprächsrunde. Unter dem Titel Trialog-Psychoseforum tauschten sich dort von psychischen Erkrankungen Betroffene, Angehörige und Fachpersonen aus, auch am Thema interessierte Bürger*innen waren eingeladen. Bisher fanden die Abende im Gesundheitshaus statt.

Um das Thema seelische Gesundheit noch näher zu bringen, haben sich die Veranstalter zusammen mit dem ApK – Verein der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V. der seit 2012 regelmäßig Filmreihen im Cinema organisiert, überlegt ins neben*an zu gehen um sich dort durch Filme angeregt, zu einem offenen Austausch mit allen Interessierten zu treffen. Mit von der Partie ist auch der EX-IN NRW e.V. in dem zahlreiche Expert*innen aus Erfahrung organisiert sind. Die Linse e.V. ist Mitveranstalter und sorgt für lupenreine Filmrechte. Alle zusammen nehmen den Internationalen Tag der seelischen Gesundheit, den 10. Oktober, zum Anlass und zeigen zwei Filme.

Alle Teilnehmer*innen können die „Grüne Schleife“ bekommen: Fast jede*r Dritte erkrankt an einer psychischen Erkrankung. Dass Menschen in psychischen Krisen sich trauen, ihre Probleme offen anzusprechen, setzt Akzeptanz in der Gesellschaft voraus. Jede*r, der die grüne Schleife trägt, setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

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Die Filmreihe "So oder so ist das Leben" mit anschließendem Gespräch fand an den ersten beiden Abenden im Oktober regen Anklang. Im Anschluss an den Film "Die beste aller Welten" am 08.10 gab es einen intensiven Austausch rund um das Thema Sucht aus der Perspektive von Betroffenen, Angehörigen, Fachpersonen und am Thema interessierten Menschen. Es war wieder einmal spannend zu erfahren wie unterschiedlich Problematiken und Situationen gesehen und interpretiert werden und doch gleichwertig nebeneinander stehen bleiben können.

Beim zweiten Filmabend am 11.10. zum Film "Fußballverrückt" konnten wir neben neben Frau Klein-Schmeinck als Gast (MdB, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen) eine leitende Oberärztin aus dem UKM Münster inklusive Patientengruppe und Kolleg*innen begrüßen. Als Vertreter*innen der Veranstalter waren der Geschäftsführer des FSP (Für soziale Teilhabe und psychische Gesundheit e.V.) und einige Mitarbeiterinnen, der Vorstand des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V. und die Leitung von LebensART anwesend. Die Räumlichkeit war gut gefüllt auch mit weiteren Gästen und nach dem Film sprachen und berichteten Betroffene, Angehörige sowie Profis aus ihrer Sicht. Wir redeten anfangs über den Film, danach intensiv über das Thema Suizid und am Ende kamen wir gemeinsam auf das Thema Sensibilisierung der Gesellschaft für psychische Probleme und Aufklärung über Behandlungsmethoden. Auch das Thema Verbesserung der psychiatrischen Behandlung wurde erörtert und überlegt was wir gemeinsam ändern könnten.....

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In Kooperation mit:


Der Flyer zum Download

So oder so ist das Leben – Filmreihe über das Thema seelische Gesundheit

Vincent will Meer

Di 10. März 2020 · 18:00 Uhr im neben*an

Witziges und pfiffiges Roadmovie über einen am Tourette-Syndrom leidenden jungen Mann

»Mein Ziel war immer, … einen Ton zwischen Poesie und bo?ser Realita?t und zwischen fiesem, derbem Humor aber dann auch wieder einer Zartheit zu finden.« (Florian David Fitz – Drehbuch-Autor und Hauptdarsteller)

Die Titelfigur Vincent ist beeinträchtigt durch ein Tourette-Syndrom, sein Zimmernachbar ist der zwanghaft reinliche und vernünftige Alexander. Marie – magersüchtig vom Sterben bedroht - will aufgezwungenen Therapievorschla?gen nicht folgen. Die drei fliehen mit gestohlenem PKW von Maries Therapeutin aus der Fachklinik. Vincent will ans Meer, um die Asche seiner alkoholkranken Mutter den Wellen zu übergeben. Marie will einfach nur weg. Alexander möchte lieber bleiben.

Ein typisches Road-Movie. Fahren und Weg stehen fu?r die Suche nach Freiheit und Identität. Sich entwickeln, erwachsen werden, selbstbestimmt entscheiden und leben: Das entsteht in dieser Geschichte inmitten der Turbulenzen im Miteinander dreier vo?llig verschiedener Persönlichkeiten. Und die Lebensentwu?rfe der Therapeutin und von Vincents Vater – die im Duo die 'Verfolgung' aufnehmen – entwickeln sich. Die beiden ko?nnen sich mit neuer Perspektive aus einschra?nkenden Pla?nen und Vorstellungen lo?sen. Anschließend findet ein Gespräch zum Film statt.

Deutschland 2010 · R: Ralf Huettner · Db: Florian David Fitz · K: Andreas Berger • Mit Florian David Fitz, Karoline Herfurth, Heino Ferch u.a. · ab 6 J. · 95'

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So oder so ist das Leben – Filmreihe über das Thema seelische Gesundheit

Wir sind hier

Di 12. Mai 2020 · XX:XX Uhr im neben*an

Rückblick: In dieser Filmreihe lief bereits ...

So oder so ist das Leben – Filmreihe über das Thema seelische Gesundheit

Die beste aller Welten

Di 8. Oktober 2019 · 18:00 Uhr im neben*an
Im Anschluss gibt es einen gemeinsamen Austausch über die eigenen Erfahrungen zu Themen und Fragestellungen, die im Film thematisiert werden.

Der siebenjährige Adrian (Jeremy Miliker) wächst mit seiner Mutter Helga (Verena Altenberger) und ihren Freunden im Salzburg der 90er Jahre auf. Sein Leben ist ein Abenteuerspielplatz – bis sowohl das Jugendamt als auch die Brutalität der Abhängigkeit seine Welt zu zerstören drohen.

Der Film ist eine Liebesgeschichte zwischen einem Jungen und seiner Mutter, die ihren Sohn über alles liebt und doch gefangen ist in ihrer Sucht.

Österreich, Deutschland 2017 · R & Db: Adrian Goiginger · K: Yoshi Heimrath • Mit Jeremy Miliker, Verena Altenberger, Lukas Miko, Michael Pink, Reinhold G. Moritz, Philipp Stix u.a. · ab 12 J. · 103'

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So oder so ist das Leben – Filmreihe über das Thema seelische Gesundheit

Fußballverrückt

Fr 11. Oktober 2019 · 18:00 Uhr im neben*an
Im Anschluss an die Filme gibt es einen gemeinsamen Austausch über die eigenen Erfahrungen zu Themen und Fragestellungen, die im Film thematisiert werden.
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Der Torwart – schizophren, der Außenstürmer – psychotisch, der Abwehrspieler – depressiv. Woche für Woche trainiert Stefan ehrenamtlich eine Fußballmannschaft mit Psychiatrie-Patienten.

An manchen Samstagen kommt nur Denis zum Training. Dann hat es wieder keiner der vierzehn anderen geschafft, gegen die lähmende Wirkung seiner Krankheit oder der Medikamente anzukämpfen. Ein außergewöhnlicher Fußballfilm.

Deutschland 2019 · R & Db: Manuele Deho · K: Manuele Deho, Oliver Glück · 91'

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So oder so ist das Leben – Filmreihe über das Thema seelische Gesundheit

Türöffner

Di 10 Dezember 2019 · 18:00 Uhr im neben*an
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Nicht alle Patient*innen finden (allein) in Fachkliniken und in herkömmlichen Psychotherapien das, was Ihnen hilft zu genesen oder was sie stärkt, der Film Türöffner zeigt wie alternative Methoden zu einer Besserung führen können.

Zitat aus dem Film: "Das Hauptziel bei diesem Heilen ist nicht einfach nur Symptome weg zu kriegen, sondern das Hauptziel ist, den Menschen in Kontakt mit seinem innersten Wesen zu bringen."

Wenn die Schulmedizin nicht weiter hilft, wenden sich viele Menschen auf der Suche nach Genesung an Heiler/innen. Diese sehen das Problem oft nicht auf der physischen Ebene, sondern in der seelisch-geistigen, psychischen Dimension. Erst wenn man dort hin vordringt kann Genesung entstehen.

Der Film konzentriert sich auf verschiedene Methoden der geistigen Heilung. Er lässt einen das eigene Weltbild jenseits der Schulmedizin hinterfragen. Er lässt einem die Themen Krankheit und Heilung, Tod und Leben aus einer stigmatisierten, nicht öffentlichen Perspektive heraus, anders betrachten.

Anschließend wird es wieder in den Austausch gehen, bei dem vor allem eigene Erfahrungen thematisiert werden können. Neben den Moderator*innen, werden wieder Expert*innen aus verschieden Blickwinkeln anwesend sein.

Auch über die Aktionstage zum Thema seelische Gesundheit hinaus wollen wir Akzente für mehr Verständis setzen und verteilen wieder Kärtchen mit der grünen Schleife an alle Anwesenden:

Fast jede*r Dritte erkrankt im Zeitraum eines Jahres an einer psychischen Erkrankung. Für die knapp 18 Millionen Betroffenen in Deutschland und ihre Angehörigen ist dies mit massivem Leid verbunden. Dass Menschen in psychischen Krisen sich trauen, ihre Probleme offen anzusprechen, setzt Akzeptanz in der Gesellschaft voraus. Seelische Leiden betreffen uns alle und dürfen kein Tabuthema sein. Jede*r, der die grüne Schleife trägt, setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

Deutschland 2019 · ab 0 J. · 80'

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So oder so ist das Leben – Filmreihe über das Thema seelische Gesundheit

Raum 4070

Di 14. Januar 2020 · 18:00 Uhr Anschließend gemeinsames Gespräch

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Es geht um Wahn-Sinn und Ver-rücktheit und den Garten Eden – ein Psychoseseminar in Potsdam

Die Betroffenen verschiedener psychischer Krisen berichten von ihren Erlebnissen. Da ist der eine, der erzählt, dass es schön ist, sich in der Manie wie die Nr. 1 zu fühlen. Wer möchte das nicht, und wer gibt das gerne wieder auf? Da ist die andere, die preisgibt, dass es oftmals schwierig ist, zu erkennen: Stimmt das jetzt, was ich denke oder stimmt das nicht?

Ein ewiges inneres Abwägen wird ihr abverlangt. Wieder ein anderer wähnt, jemand hätte sich in seinen Computer gehackt. Es ist auch einfach verführerisch, sich von dem Sog der Psychose mitreißen zu lassen, wenn innen alles stimmig scheint, von außen aber alles konfus wirkt. So geht es nämlich den Angehörigen. Sie wollen helfen und kommen an den Betroffenen nicht heran. Sie stehen draußen und haben Sorge um ihr Kind oder ihren Ehepartner. Was kann man tun? Wird mein Angehöriger jemals wieder gesund? Wie kann er genesen? Auch die Helfer sind zuweilen ratlos.

Deutschland 2006 · R & Db: Jana Kalms, Torsten Striegnitz · K: Jutta Tränkle, Volker Langhoff, Axel Schneppat u.a. · ab 12 J. · 92'

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So oder so ist das Leben – Filmreihe über das Thema seelische Gesundheit

Tiefdruckgebiete

Di 11. Februar 2020 · 18:00 Uhr
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Was ist Borderline? Wie äußert sich die Krankheit? Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Petra Thomsen

Borderline ist eine Diagnose, die für Betroffene wie auch für Angehörige beängstigend ist. Was ist Borderline? Wie äußert sich die Krankheit? Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Petra Thomsen, die mit der Diagnose »Borderline« lebt. Petra Thomsen wurde kurz nach ihrer Geburt zur Adoption freigegeben. Durch die frühe Trennung von der leiblichen Mutter wurde sie schwer traumatisiert. Immer wieder beschäftigte sie sich mit der Frage nach ihrer Herkunft. Auf der Suche erfuhr sie nicht nur Erfreuliches. Dennoch bereut sie es nicht, diesen Weg gegangen zu sein.

Der Film TIEFDRUCKGEBIETE macht Petra Thomsens Suche, ihren Weg, ihre Niederlagen, ihre mühsam errungenen Erfolge in authentischer, intensiver und beeindruckender Weise zum Thema. Neben Petra Thomsen sprechen auch ihre Adoptiveltern offen und ehrlich über ihr Erleben aus der Angehörigenperspektive. Anschließend gehen wir mit den Zuschauer*innen in ein gemeinsames Gespräch über die Thematik des Films.

Eine Filmreihe von ApK, der FSP e.V. LebensART, EX-IN NRW e.V. mit Unterstützung von Die Linse.

Deutschland 2010 · R & Db: Andrea Rothenburg · K: Dirk Hilbert · 0'

Spielplan

Sonntag, 1. März 2020
20:15
Montag, 9. März 2020
18:30
20:45
Dienstag, 10. März 2020
18:30
Mittwoch, 11. März 2020
18:45
Montag, 16. März 2020
18:30
20:00
Montag, 23. März 2020
18:30
Mittwoch, 25. März 2020
18:30
Sonntag, 29. März 2020
19:30
Sonntag, 5. April 2020
18:30
Montag, 13. April 2020
11:00
Montag, 20. April 2020
20:00
Sonntag, 10. Mai 2020
20:15