Architektur und Film: Die gute Form – 100 Jahre Bauhaus

Max Bill – Das absolute Augenmaß

So 3. November 2019 · 18:30 Uhr
Mit anschl. Get together im neben*an

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Der Schweizer Bauhaus-Schüler, Grafiker, Designer und Architekt Max Bill gilt als der bedeutendste eidgenössische Künstler des 20. Jahrhunderts: Bauhausschüler, Bildhauer, bildender Künstler, Designer und Architekt. Er war Antifaschist, protestierte gegen die atomare Aufrüstung und den Vietnamkrieg und setzte sich für den Umweltschutz ein. Ihm wird das absolute Augenmaß nachgesagt: Die Fähigkeit, geometrische Formen mit höchster Präzision zu gestalten sowie die Gabe für die richtigen Proportionen - nicht nur in der konkreten Kunst, die auf Logik und Mathematik basiert, eine essentielle Fähigkeit.

Sein Ziel war es immer, mit seinen Skulpturen, Bildern und Bauten positiven Einfluss auszuüben und zugleich Verantwortung zu übernehmen. 1953 entstand unter seiner Leitung die Hochschule für Gestaltung in Ulm, am Vorbild des Bauhauses in Dessau orientiert. Die Dokumentation Max Bill – Das absolute Augenmass folgt seinem Lebenslauf, ist aber auch eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, die von einem sozial engagierten Künstler erzählt.

Schweiz 2008 · R & Db: Erich Schmid · K: Ueli Nuesch · ab 0 J. · 94'

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Architektur und Film: Die gute Form – 100 Jahre Bauhaus

Bauhausfrauen + Das dritte Auge

Mi 30. Oktober 2019 · 18:30 Uhr
Mit anschl. Get together im neben*an
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Die Geschichte des Bauhauses ist eine der männlichen Helden und bis heute stehen die Künstlerinnen im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Dabei wollte Gropius nicht nur radikal neues Design erschaffen, sondern den Aufbau einer offenen, modernen Gesellschaft erproben – mit dem Versprechen auf echte Gleichberechtigung. Doch wie erging es den Frauen am Bauhaus?

BAUHAUSFRAUEN zeichnet ein facettenreiches Bild weiblicher Kunst am Bauhaus und porträtiert – über Tagebucheinträge und Gespräche mit Nachfahren und Bauhauskennern – visionäre und eigenwillige Frauen. Zugleich wirft der Film einen Blick in Briefe und Korrespondenzen der Zeit, welche eine aktive Genderpolitik der Bauhausmeister offenbaren. DAS DRITTE AUGE erzählt die ereignisreichen Lebensläufe der Fotografinnen Grete Stern und Ellen Auerbach, die 1929 in Berlin ein „Studio für Reklame und Portraitfotografie“ eröffneten.

BAUHAUSFRAUEN · D 2019 · R & Db: Susanne Radelhof · K: Marcus Winterbauer, Thomas Eirich-Schneider · 43'

DAS DRITTE AUGE · D 1995 · R & Db: Frieder Schlaich · K: Irene von Alberti · 45'

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Links BAUHAUSFRAUEN
Internet Movie DB

Links DAS DRITTE AUGE
Filmgalerie 451

Architektur und Film: Die gute form – 100 Jahre Bauhaus

1919 gründete Walter Gropius in Weimar das Staatliche Bauhaus als Ausbildungsstätte für Architekten, Künstler, Designer und Handwerker. Der Leitgedanke war die „gute Form“, eine Synthese von individueller, künstlerischer Gestaltung und industrieller Moderne, als Konsequenz sollte der Unterschied zwischen Künstler und Handwerker aufgehoben werden. Dabei war das Bauhaus nicht nur Ausbildungsstätte, sondern ein Ort der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Fragen: „Es verfolgte die Idee, mit Gestaltung Gesellschaft transformieren zu können: Gestaltung also nicht als Affirmation der Gegenwart, sondern als Kritik der Gegenwart, als Imagination eines anderen Möglichkeitsraumes; Gestaltung als emanzipatorisches Versprechen.“ (Ph. Oswalt). Nach Stationen in Dessau und Berlin wurde das Bauhaus 1933 nach Repressalien durch die NSDAP geschlossen, Vorwurf war „Kulturbolschewismus“. Allerdings wirken die innovativen Ideen des Bauhauses bis heute fort in Architektur, Design und Form.

Die 14. Ausgabe der Reihe Architektur und Film, die das CINEMA Münster in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW präsentiert, geht mit zwei Filmprogrammen der Frage nach, welche Bedeutung die Ansätze des Bauhauses heute haben, ein Filmabend ist den Frauen des von Männern dominierten Bauhauses gewidmet, und ein Stummfilm aus dem Jahr 1923 zeigt formale Einflüsse der Bauhausästhetik auf das damals noch junge Medium Film.

Alle Filme mit Einführung. Im Anschluss an die Vorführungen lädt die Architektenkammer jeweils zu einem „Get together“ im Foyer, bei dem sich Gelegenheit zum Austausch über das Programm bietet. Es ist empfehlenswert, Karten im Internet oder telefonisch zu reservieren.

Die Termine:

So 20. Oktober 2019 · 18:30 Uhr: Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus

Mi 30. Oktober 2019 · 18:30 Uhr: Bauhausfrauen + Das dritte Auge

So 3. November 2019 · 18:30 Uhr: Max Bill – Das absolute Augenmass

Mi 13. November 2019 · 18:30 Uhr: L’Inhumaine

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Spielplan

Samstag, 16. November 2019
19:00
Sonntag, 17. November 2019
11:00
17:00
Montag, 18. November 2019
18:30
18:30
Dienstag, 19. November 2019
20:30
Mittwoch, 20. November 2019
19:00
22:15
Freitag, 22. November 2019
18:30
Montag, 25. November 2019
18:45
Dienstag, 26. November 2019
18:45
Mittwoch, 27. November 2019
19:00
Freitag, 29. November 2019
20:00
Sonntag, 8. Dezember 2019
17:00
Mittwoch, 11. Dezember 2019
19:00
Sonntag, 12. Januar 2020
17:00
Mittwoch, 15. Januar 2020
19:00
Sonntag, 9. Februar 2020
17:00
Sonntag, 8. März 2020
17:00