Politik im Film

Gundermann

Mi 15. Januar 2020 · 19:00 Uhr
Mit einer Einführung von Annette Zimmer & Roman Turczynski
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Ein Liebes- und Musikfilm, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. Von Andreas Dresen.

Andreas Dresen (Halbe Treppe, Wolke 9) wirft, mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor einen Blick auf das Leben von Gerhard "Gundi" Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er erzählt von einem Baggerfahrer aus der Lausitzer Tagebaulandschaft, der Lieder schreibt, der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener.

Roman Turczynski und Annette Zimmer analysieren in ihrer Einführung die Widersprüchlichkeiten eines Systems, das (de jure) versucht, liberale Ideale, wie Freiheit, Gleichheit und Wohlstand mittels autoritärer Maßnahmen, wie Überwachung, Unterdrückung und Zentralverwaltung herbeizuführen. Ideen sind beständiger als Staaten und auch 30 Jahre nach dem Ende der DDR finden sich vielerorts Beispiele für derartige Politiken.

Deutscher Filmpreis 2019: sechs Auszeichnungen darunter Bester Spielfilm, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller!

Deutschland 2018 · R: Andreas Dresen · Db: Laila Stieler · K: Andreas Höfer • Mit Alexander Scheer, Anna Unterberger, Eva Weißenborn, Axel Prahl u.a. · ab 0 J. · 127'

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Zu Gast im Cinema:

Annette Zimmer


Roman Turczynski

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Linse und Förderverein Politikwissenschaften präsentieren

Politik im Film

Die Reihe Politik und Film der Linse und des Fördervereins des Instituts für Politikwissenschaft geht im Wintersemester 2019/20 in die sechste Runde: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Münster führen einen von ihnen ausgesuchten Film in einem etwa halbstündigen Vortrag ein und diskutieren dabei, inwiefern der Beitrag auch aus politikwissenschaftlicher Perspektive interpretiert werden kann. Dabei werden gerade nicht dezidiert „politische“ Filme gezeigt, sondern vielmehr Beiträge kommentiert, in denen das Politische erst auf den zweiten Blick sichtbar wird.

Den Anfang macht der dystopische Science-Fiction Klassiker Blade Runner. Am 6.11. präsentieren Dana Atzpodien und Henrike Bloemen Die göttliche Ordnung, einen Film über den langen Weg zum Frauenwahlrecht im schweizerischen Kanton Appenzell, bevor am 27.11. Max Schulte Pride für das Plenum diskutiert. Ulrich Hamenstädt und Hendrik Meyer stellen am 11.12. das Anti-Kriegs Epos Full Metal Jacket vor. Den Abschlussbeitrag steuern Annette Zimmer und Roman Turczynski am 15.1. mit Gundermann bei.

Alle Filme beginnen um 19:00 Uhr. Im Anschluss an die Vorführungen stehen die Vortragenden für eine Diskussion des Filmes zur Verfügung. Die Reihe richtet sich ausdrücklich auch an Interessierte außerhalb der Universität.

Die Termine im Überblick:

Mi 23. Oktober 2019 · 19:00 Uhr: Blade Runner (DC)
Mi 6. November 2019 · 19:00 Uhr: Die göttliche Ordnung
Mi 27. November 2019 · 19:00 Uhr: Pride
Mi 11. Dezember 2019 · 19:00 Uhr: Full Metal Jacket
Mi 15. Januar 2020 · 19:00 Uhr: Gundermann

Spielplan

Freitag, 13. Dezember 2019
22:15
Sonntag, 15. Dezember 2019
13:00
20:15
Montag, 16. Dezember 2019
18:30
Dienstag, 17. Dezember 2019
18:30
20:30
Samstag, 21. Dezember 2019
19:45
Sonntag, 22. Dezember 2019
13:00
Montag, 23. Dezember 2019
21:00
Freitag, 3. Januar 2020
22:15
Sonntag, 12. Januar 2020
17:00
Mittwoch, 15. Januar 2020
19:00
Sonntag, 9. Februar 2020
17:00
Sonntag, 8. März 2020
17:00