In ihrem Debütfilm macht sich Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree auf die Suche nach den gewaltvollen Umständen ihrer Geburt in einem der berüchtigtsten politischen Gefängnisse der Welt

Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree sucht die Hintergründe der eigenen Geburt in Evin, einem der berüchtigtsten politischen Gefängnisse des Iran, zu erhellen. Vor 40 Jahren wurde der Schah und mit ihm die iranische Monarchie gestürzt. Ayatollah Khomeini, der neue Staatschef und religiöse Führer, ließ nach seiner Machtergreifung Zehntausende politischer Gegner*innen verhaften und foltern, darunter auch die Eltern der Filmemacherin.

Innerhalb der Familie, die später nach Deutschland fliehen konnte, wurde über diese Zeit nie im Detail gesprochen, und erst nach langem Zögern beschließt Maryam Zaree, sich dem jahrzehntelangen Schweigen mit Fragen entgegenzustellen: Wie hat sich die Traumatisierung durch Verfolgung und Gewalt in die Körper und Seelen der Überlebenden und die ihrer Kinder eingeschrieben? Wie kommen die Opfer persönlich damit zurecht, dass die Täter bis heute ungestraft an der Macht sind? Und was bedeutet es politisch, wenn eine Beteiligte versucht, sich im engsten Familienkreis durch das Dickicht des Verdrängten hindurchzuarbeiten?

Sie trifft andere Überlebende, spricht mit Expert*innen und sucht nach Gleichaltrigen, die wie sie in Evin geboren wurden. Eine spannende Spurensuche, die darauf verweist, dass das Private politisch und das Politische privat ist. Und darauf, wie wichtig kollektive Erinnerung ist, um der kollektiven Verdrängung entgegenzuwirken.

Deutschland/Österreich 2019 · R & Db: Maryam Zaree · K: Siri Klug · ab 12 J. · 98'

Der Regisseur
Maryam Zaree wurde 1983 in Teheran geboren. Politisch verfolgt, floh ihre Mutter mit ihr nach Deutschland, als sie zwei Jahre alt war. Sie wuchs in Frankfurt auf und studierte später Schauspiel an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. In Burhan Qurbanis „Shahada“, der 2010 im Wettbewerb der Berlinale lief, spielte sie die Hauptrolle. Seither trat sie in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen auf. 2018 wurde sie für ihre Rolle in der Serie „4 Blocks“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Ihr Theaterstück „Kluge Gefühle“ wurde beim Heidelberger Stückemarkt mit dem Autorenpreis ausgezeichnet. BORN IN EVIN ist ihr Debüt-Langfilm.

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Mittwoch, 20. November 2019
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