Architektur und Film: Sozialistische Utopien – Architektur für die Weltrevolution

Das Haus der Regierung

Mi 25. März 2020 · 18:30 Uhr
Mit anschl. Get together im neben*an
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Zeitgleich mit dem Einsetzen des ersten Fünfjahresplans ließ Stalin 1929 in Moskau das Haus der Regierung bauen. Wie ein luxuriöser Überseedampfer wurde der Gebäudekomplex mit fünfhundert Wohnungen ausgestattet. Mit Kantine, Kino, Theater und Läden bildete das Haus einen Kosmos für sich. Gegenüber dem Kreml errichtet, zogen hier auf Anweisung verdiente Revolutionäre sowie die Parteielite ein.

Aus der Perspektive der Bewohner dieses Zentrums der Macht entsteht im Film Das Haus der Regierung ein lebendiges Bild der Sowjetunion bis hin zu den heutigen Insignien der Macht. Die Erinnerungen und Kommentare der Witwen und Nachkommen der ersten Einwohnergeneration zeichnen anhand der Geschichte des Hauses eine sehr persönliche Chronik des 20. Jahrhunderts.

Deutschland 2003 · R, Db & K: Christiane Büchner · russ.OmU · 110'

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Architektur und Film: Sozialistische Utopien –Architektur für die Weltrevolution

Utopische Bauwerke im Geiste des Konstruktivismus, gigantische Wohnkomplexe aus Beton, Kulturpaläste wie Schlachtschiffe: Die sozialistische Architektur der Nachkriegszeit war die Stein gewordene, kommunistische Utopie einer neuen Gesellschaft. Der kollektivstiftende, kraftvolle Wiederaufbau zerstörter Kriegslandschaften versprach preiswertes Wohnen, repräsentative Außendarstellung und großzügige Kultur- und Freizeitangebote für alle. Dabei waren den Architekten sozialistischer Monumentalbauten oftmals erstaunliche künstlerische Freiheiten gestattet, ihre Kreationen wirkten wie ein „Formenrausch aus Weltall-Phantasmen und eskapistischen Visionen des Abhebens und Schwebens“ (Frédéric Chaubin). Heute sind viele Gebäude dem Verfall preisgegeben oder werden anders genutzt als eigentlich gedacht.

Die 15. Ausgabe der Reihe Architektur und Film, die das CINEMA Münster in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW präsentiert, wirft einen Blick auf Repräsentationsbauten des Sozialismus und verfolgt deren Schicksal bis in die heutige Zeit. Dabei entspinnt sich ein Dialog zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Hoffnung auf eine andere Zukunft und gestrandeten Utopien.

Alle Filme mit Einführung. Im Anschluss an die Vorführungen lädt die Architektenkammer jeweils zu einem „Get together“ im Foyer, bei dem sich Gelegenheit zum Austausch über das Programm bietet. Es ist empfehlenswert, Karten im Internet oder telefonisch zu reservieren.

Die Termine:

Mi 4. März 2020 · 18:30 Uhr: Novgorod Spaceship + Hotel Jugoslavija

So 15. März 2020 · 18:30 Uhr: Fort von allen Sonnen

Mi 25. März 2020 · 18:30 Uhr: Das Haus der Regierung

So 5. April 2020 · 18:30 Uhr: Sotsgorod: Cities for Utopia

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Spielplan

Sonntag, 1. März 2020
20:15
Montag, 9. März 2020
18:30
20:45
Dienstag, 10. März 2020
18:30
Mittwoch, 11. März 2020
18:45
Montag, 16. März 2020
18:30
20:00
Montag, 23. März 2020
18:30
Mittwoch, 25. März 2020
18:30
Sonntag, 29. März 2020
19:30
Sonntag, 5. April 2020
18:30
Montag, 13. April 2020
11:00
Montag, 20. April 2020
20:00
Sonntag, 10. Mai 2020
20:15