Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Regina Jonas – Die erste Rabbinerin der Welt

Mo 26. Juli 2021 · 18:30 Uhr
Mit einer Einführung von Dr. Julia Paulus

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Eindrucksvolle Rekonstruktion einer Lebensgeschichte

Regina Jonas (1902-1944) ging als weltweit erste ordentlich ordinierte Rabbinerin in die Geschichte ein. Als Tochter eines jüdisch-orthodoxen Hausierers wuchs sie im Berliner Scheunenviertel auf, studierte ab 1924 an der liberalen "Hochschule für die Wissenschaft des Judentums" und wurde 1935 zur Rabbinerin ordiniert. Während des Nationalsozialismus und des Krieges sprach sie den verfolgten deutschen Juden in ihren Predigten mit beispielloser Hingabe Mut zu.

1944 wurde Regina Jonas in Auschwitz ermordet. Lange Zeit blieb ihre Geschichte vergessen. Das einzige erhaltene Foto von Jonas wurde für die Filmemacherin Diana Groó zum Ausgangspunkt, Jonas Geschichte zu rekonstruieren. Das Foto zeigt eine entschlossene junge Frau, die selbstbewusst in Talar und mit Samtkappe in die Kamera schaut. Die historische Narration wird lebendig durch die Stimme der Schauspielerin Martina Gedeck.

Deutschland/ Ungarn/ Großbritannien 2013 · R: Diana Groó · Db: Diana Groó • Mit & Sprecher*innen: Martina Gedeck, Eszter Gantner, Judith Hoffmann Varga, Judit Nobel · 63'

Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Die diesjährige Filmreihe „Drehbuch Geschichte“ nimmt das bundesweite Festjahr „2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ zum Anlass, Einblicke in jüdische Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln. In neun Filmforen zeigt die Reihe Filme, die das jüdische Leben in Deutschland und Westfalen vor und vor allem nach 1945 schildern. Der Blick auf jüdisches Leben wird damit über den Holocaust hinaus erweitert und jüdisches Leben als aktuell, vielfältig und bereichernd für das jüdisch-deutsche Zusammenleben thematisiert. Das oft auch spannungsgeladene Verhältnis von Juden und Nicht-Juden steht genauso im Fokus wie die Chancen eines gelingenden kulturellen Zusammenlebens. Neben fünf Spielfilmen, die zwischen 1920 und 2015 entstanden sind, zeigt die Reihe auch mehrere aktuelle Dokumentarfilme, die jüdisches Leben und jüdische Kultur aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Die Filme eröffnen biografische Zugänge und knüpfen an die Alltagserfahrungen von Jüdinnen und Juden in Deutschland an.

Zum Abschluss der Reihe wird die cineastische Darbietung mit „Golem, wie er in die Welt kam“ zu einer audiovisuellen Installation im Sinne eines „expanded cinema“ erweitert.

Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt, im Anschluss an die Filmvorführungen besteht Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen.

Es laden herzlich ein!

  • Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
  • LWL-Medienzentrum für Westfalen
  • Die Linse e.V.

Mit

  • Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für Westfalen-Lippe
  • Gegen das Vergessen - Für Demokratie e.V.
  • LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
  • Geschichtsort Villa ten Hompel

Im Rahmen von 321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefördert durch LWL Kultur Stiftung

Spielplan

Samstag, 7. August 2021
20:00
Montag, 9. August 2021
18:30
20:45
Montag, 16. August 2021
18:00
18:30
Mittwoch, 18. August 2021
18:00
Sonntag, 22. August 2021
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Montag, 23. August 2021
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Donnerstag, 2. September 2021
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Dienstag, 7. September 2021
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Dienstag, 14. September 2021
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Mittwoch, 15. September 2021
19:00
Donnerstag, 16. September 2021
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Samstag, 2. Oktober 2021
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Donnerstag, 7. Oktober 2021
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