Die Linse zeigt

Lebanon

Mi 15. Juni 2022 · 18:30 Uhr

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Sommer 1982 – Der erste Tag im Libanon-Krieg: Ein Panzer wird zu einer Routinemission abkommandiert. Die vierköpfige Besatzung, Shmulik, Hertzel, Jigal und ihr Kommandant Assi, hat den Befehl in feindlichem Gebiet eine Siedlung auszukundschaften, die zuvor von der israelischen Luftwaffe bombardiert wurde. Was anfangs als ein ungefährlicher Einsatz gedacht war, gerät nach und nach außer Kontrolle. Völlig unvorbereitet finden sich die jungen Männer innerhalb kürzester Zeit in einem Albtraum wieder. Nur noch ihrer Angst und ihrem Instinkt gehorchend, versuchen die Vier im Chaos des Krieges zu überleben. Verzweifelt bemühen sie sich, ihre Kampf-Maschine durch die zerbombte Stadt zu navigieren, doch der Panzer droht für die eigene Besatzung zur tödlichen Falle zu werden.

»Das Ganze ergibt eine Stimmung, die metaphorisch zum Ausdruck bringt, welche schlimmen Auswirkungen ein Krieg zeitigt – psychologisch und materiell. Regisseur Samuel Maoz, selbst Libanon-Kämpfer, der einen Menschen tötete und seither nach eigener Aussage seine Traumata schlecht bewältigen konnte, hat sein Erlebnis mit einer Härte und Konsequenz dramatisiert und inszeniert, die eigentlich nicht mehr übertroffen werden können. Insofern ein Antikriegsfilm, wie er eindringlicher nicht sein könnte.« (Thomas Engel in programmkino.de)

Israel/Deutschland/Frankreich/Libanon 2009 · R & Db: Samuel Maoz · K: Giora Bejach • Mit Yoav Donat, Itay Tiran, Oshri Cohen, Reymond Amsalem u.a. · ab 16 J. · hebrä.OmU · 93'

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Libanon 1982

Von 1975 bis 1990 wird der Libanesische Bürgerkrieg datiert. Schon früh intervenierten syrische Truppen. 1982 griff erstmals die israelische Armee massiv in den Krieg ein. Bachir Gemayel wurde in dem gleichen Jahr zum Präsidenten gewählt und auch ermordet. Zwei Tage später verübten etwa 150 Milizionäre in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila ein Massaker. Wir zeigen sechs Filme, die sich mit dem Krieg und den Folgen beschäftigen.

Am 6. Juni jährt sich die israelische Libanoninvasion zum 40. Mal. Die israelische Armee griff 1982 direkt in den libanesischen Bürgerkrieg (1975-1990) ein und veränderte seinen Verlauf. Die Invasion und vor allem die Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila wurden in der BRD hart diskutiert und stellten die noch junge Grüne Partei vor eine Zerreisprobe.

Der Bürgerkrieg stoppte 1990 mit einem Waffenstillstandabkommen, er wurde nie offiziell beendet und aufgearbeitet. Während mehrere israelische Spielfilme über die Traumata der an der Invasion beteiligten Soldaten in deutschen Kinos zu sehen waren, sind libanesische Filme, die sich den offenen Kriegswunden stellen weitgehend unbekannt. Es sind vor allem die Kinder des Krieges, die heute an sozialen und politischen Tabus rütteln und einen gesellschaftlichen Dialog fordern.

Die sechs mit zahlreichen internationalen Preisen gewürdigten Filme der Reihe, drei Spielfilme aus dem Libanon, Kanada und Israel sowie drei libanesische Dokumentarfilme, sind wie nahezu alle künstlerischen Werke zum Libanonkrieg autobiographisch und bilden ein ebenso schmerzhaftes wie warmherziges Kaleidoskop des Weiterlebens nach dem Krieg.

Irit Neidhardt | mec film (middle eastern cinemas)

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Spielplan

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