Die Linse zeigt: Libanon 1982

Panoptic

Mi 20. Juli 2022 · 18:30 Uhr

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Panoptic ist der Brief einer Tochter an ihren verstorbenen Vater und der Versuch, sich mit der turbulenten Vergangenheit des Landes auszusöhnen.

»I am talking about a whole military system that is controlling the country without really accusing it of anything. It was only my own memories and traumas.« (Rana Eid in: Emirates Woman)

Durch den Brief einer Tochter an ihren verstorbenen Vater tauchen wir in den Untergrund des mo-dernen Beiruts ein. Hier treffen die Geschehnisse des Bürgerkriegs während ihrer Kindheit auf ein modernes Beirut, das sich mit seiner Vergangenheit nicht beschäftigen will. Eid, die als Soundde-signerin mit unzähligen bekannten RegisseurInnen gearbeitet hat und im Libanon an der Universität Sound unterrichtet, hat hier eine neue Gattung der Stadtsymphonie und des Dokumentarfilmessays geschaffen.

Oft wird im Film Ton als zweitrangig betrachtet, doch Eid beweist das Gegenteil, indem sie anhand des Tons den Bildrhythmus vorgibt und so einen einzigartigen Film schafft, der poetisch ist und die üblichen Erzählweisen auflöst, um etwas komplett Neues entstehen zu lassen. “For me, sound is the identity of the image, and the soundtrack of this film is its identity.” (Rana Eid in: Variety)

Rana Eid wurde in 1976 in Beirut geboren. Sie erhielt 1999 ihren BA in Kino und Filmstudien und 2002 ihren MA in Filmton von der Université Saint Joseph, IESAV, in Beirut. 2002, absolvierte sie ein Aufbaustudium in Tonschnitt in Paris.

BANOPTIC · Libanon 2017 · R: Rana Eid · Db: Rana Eid, Rania Stephan · K: Talal Khoury · arab.OmU · 69'

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Libanon 1982

Von 1975 bis 1990 wird der Libanesische Bürgerkrieg datiert. Schon früh intervenierten syrische Truppen. 1982 griff erstmals die israelische Armee massiv in den Krieg ein. Bachir Gemayel wurde in dem gleichen Jahr zum Präsidenten gewählt und auch ermordet. Zwei Tage später verübten etwa 150 Milizionäre in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila ein Massaker. Wir zeigen sechs Filme, die sich mit dem Krieg und den Folgen beschäftigen.

Am 6. Juni jährt sich die israelische Libanoninvasion zum 40. Mal. Die israelische Armee griff 1982 direkt in den libanesischen Bürgerkrieg (1975-1990) ein und veränderte seinen Verlauf. Die Invasion und vor allem die Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila wurden in der BRD hart diskutiert und stellten die noch junge Grüne Partei vor eine Zerreisprobe.

Der Bürgerkrieg stoppte 1990 mit einem Waffenstillstandabkommen, er wurde nie offiziell beendet und aufgearbeitet. Während mehrere israelische Spielfilme über die Traumata der an der Invasion beteiligten Soldaten in deutschen Kinos zu sehen waren, sind libanesische Filme, die sich den offenen Kriegswunden stellen weitgehend unbekannt. Es sind vor allem die Kinder des Krieges, die heute an sozialen und politischen Tabus rütteln und einen gesellschaftlichen Dialog fordern.

Die sechs mit zahlreichen internationalen Preisen gewürdigten Filme der Reihe, drei Spielfilme aus dem Libanon, Kanada und Israel sowie drei libanesische Dokumentarfilme, sind wie nahezu alle künstlerischen Werke zum Libanonkrieg autobiographisch und bilden ein ebenso schmerzhaftes wie warmherziges Kaleidoskop des Weiterlebens nach dem Krieg.

Irit Neidhardt | mec film (middle eastern cinemas)

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