Biografie und Film

Die Reihe wird 2014 fortgesetzt!

Rückblick: In dieser Filmreihe lief bereits ...

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Veranstaltet von der Gesellschaft für biografische Kommunikation e.V. und Die Linse e.V.

Themenabend „Biografie und Film" mit dem Schwerpunkt „Exil"

Die 6. Nordwalder Biografietage beschäftigen sich vom 20. bis 22. September mit dem Thema „Exil“ und präsentieren eine Vielzahl spannender Perspektiven und Lebensgeschichten. Zur Einstimmung richtet die Gesellschaft für biografische Kommunikation e.V. gemeinsam mit Die Linse e.V. einen Themenabend mit mehreren Veranstaltungen aus.

Drei Dokumentarfilme spiegeln Anlässe und Auswirkungen von Exil in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und werden begleitet von ausführlichen Gesprächen mit den Filmschaffenden.

Do 19. September · 17:00 Uhr: Fred Spiegel – Zeuge der Wahrheit
In Anwesenheit des Regisseurs Adnan G. Köse

Do 19. September · 18:15 Uhr: Schildkrötenwut
In Anwesenheit der Regisseurin Pary El-Qalqili und dem Protagonisten Musa El-Qalqili

Do 19. September · 20:30 Uhr: Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands
In Anwesenheit der Regisseurin Désirée von Trotha

In Kooperation mit

Mit freundlicher Unterstützung von



Themenabend „Biografie und Film" mit dem Schwerpunkt „Exil"

Fred Spiegel – Zeuge der Wahrheit

Do 19. September · 17:00 Uhr
In Anwesenheit des Regisseurs Adnan G. Köse
Schulklassen erhalten freien Eintritt, eine Anmeldung ist unter 0251-30307 mit Fabian Hagemeier notwendig

:: Karten online reservieren

Ein Zeuge der Shoah Foundation, der sich dem Vergessen aktiv widersetzt

Deutschland im Sommer 2012: Fred Spiegel fährt mit der Straßenbahn durch die Nacht. Eine historische Reise, die ihn in Gedanken und Vorträgen in seine Vergangenheit zurückführt. Eine Vergangenheit voll sinnloser Gewalt und Verzweiflung, die ihm in der Gegenwart Lebenssinn und neue Hoffnung gibt: Fred will nicht stehenbleiben und verdrängen, mit seinen 82 Jahren setzt er sich immer und immer wieder von neuem in Bewegung.

Und so reist er von seiner Heimat New Jersey aus durch die Welt, um den Holocaust zu bezeugen. In seiner deutschen Geburtsstadt Dinslaken spricht er vor Schülern und Studenten, denen er vor Augen halten möchte, was niemals vergessen werden darf – die Wahrheit. Seine Stimme erhebt sich über die verstörenden Schreckensbilder von Bergen Belsen ebenso wie über das, was vom einstigen Konzentrationslager Westerbork übriggeblieben ist. Am Schluss hält Freds Bahn, seine Reise endet und er steigt aus in die Nacht. Die Bahn fährt ohne ihn weiter, aber sein Platz in der Geschichte bleibt auf ewig „Zeuge der Wahrheit“.

„Geschichtsbewältigung statt Verdrängung. Das ist das, was ich überall in der Welt zu lehren versuche: Zu verzeihen, aber niemals zu vergessen.“ (Fred Spiegel)

Das Portrait FRED SPIEGEL WITNESS OF TRUTH ist eine Gemeinschaftsproduktion von Regisseur und Autor Adnan G. Köse und dem Lions Club Dinslaken, vertreten durch Albert Wösthoff.

FRED SPIEGEL – WITNESS OF TRUTH • Deutschland/USA/Niederlande 2012Regie und Drehbuch: Adnan G. Köse • In Zusammenarbeit mit dem Lions Club Dinslaken • Kamera: Edgar Hellwig • empf. ab 14 J. • teilw. OmU • 30‘

Zu Gast im Cinema: Adnan G. Köse

Adnan Günter Köse, Jahrgang 1966, ist Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Nach einem literaturwissenschaftlichen Studium an der Universität Duisburg absolvierte er eine Schauspielausbildung in Köln. Deutschlandweit bekannt wurde er 2008 als Regisseur und Drehbuchautor des Kinofilms Lauf um dein Leben – Vom Junkie zum Ironman mit Uwe Ochsenknecht. Adnan Köse wuchs als Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter in Lohberg auf. Dem Stadtteil blieb er auch in seiner Arbeit verbunden. Zuletzt drehte er Teile seines neuen Films Kleine Morde auf dem ehemaligen Lohberger Zechengelände, 2010 inszenierte er in der Waschkaue sein Bergarbeiter-Drama Unter Tage.

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Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung

mo-sa ab ~15:00
so ab 10:45

Telefonische Kartenvorbestellung
Telefon 0251.30300

Reservierte Karten
Bitte 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abholen,
vormittags und zur 15-Uhr-Vorstellung
15 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Eintrittspreise
17:00 Uhr-Veranstaltung: 5,20 Euro
17:00 und 18:15 Uhr-Veranstaltung zusammen: 10,50 Euro
18:15 Uhr-Veranstaltung: 7,50 Euro (ermäßigt 6,- Euro)
20:30 Uhr-Veranstaltung: 7,50 Euro (ermäßigt 6,- Euro)

Themenabend „Biografie und Film" mit dem Schwerpunkt „Exil"

Schildkrötenwut

Do 19. September · 18:15 Uhr
In Anwesenheit der Regisseurin Pary El-Qalqili und dem Protagonisten Musa El-Qalqili
:: Karten online reservieren

Eine vom israelisch-palästinensischen Konflikt zerrissenen Biografie und die Suche einer Tochter nach Antworten

„Als ich zwölf war, ging mein Vater nach Palästina zurück. Ohne uns. Wir blieben in Berlin. Sein Traum, sich ein Haus zu bauen und für die Freiheit Palästinas zu kämpfen, scheiterte: Er wurde von den Israelis ausgewiesen. Da stand er wieder vor unserer Tür. Müde Augen. Müde Knochen. Meine Mutter schaute ihn an, sagte nichts und ließ ihn rein. Seitdem mein Vater aus Palästina zurück ist, sitzt er unten im Keller.

Wie eine Schildkröte zurückgezogen in seinen Panzer. Meine Mutter wohnt oben. Sie streiten nicht mehr, sie gehen sich aus dem Weg. In unserem Haus herrscht Stille. Durchbrochen nur von den knarzenden Schritten meiner Mutter auf der Treppe. Dem Surren des Fernsehers im Keller. Und meinen Fragen an meinen Vater. [...] Es ist ein Film über Eltern und Kinder und das Gepäck der Eltern, das die Kinder oft mittragen müssen ohne es zu verstehen oder sich dessen überhaupt bewusst zu sein“ (Regisseurin Pary El-Qalqili)

SCHILDKRÖTENWUT erzählt die Geschichte eines Mannes mit vielen Rätseln, dessen Leben geprägt ist von Flucht und Vertreibung, dem Leben im Exil und der gescheiterten Rückkehr nach Palästina. Es ist die Geschichte des Vaters der Regisseurin und daher auch die Suche einer Tochter nach Antworten. Antworten, die er oft nicht geben kann. Eine gemeinsame Reise führt Vater und Tochter durch Ägypten, Palästina und Jordanien. Eine Geschichte mit vielen Zwischentönen, die eine Einordnung in Opfer und Täter, Gut und Böse, Schwarz und Weiß unmöglich macht.

Preise: Regards Neuf, Visions du Reel, Nyon // Förderpreis der Stadt Duisburg, Duisburger Filmwoche // Best Film, Dubai International Film Festival // Al Jazeera Golden Award, Doha

Deutschland 2012Regie: Pary El-Qalqili • Drehbuch: Silvia Wolkan, Pary El-Qalqili • Kamera: Aline László • teilw.OmU • 70‘

Zu Gast im Cinema: Pary El-Qalqili

Pary El-Qalqili wurde 1982 in Berlin geboren. Sie studiert seit 2006 Dokumentarfilm / Regie an der HFF München. Davor studierte sie Kulturwissenschaften an der Europa Universität Viadrina. Für den Kurzfilm Ruhe im Kopf erhielt sie 2009 den Starter-Filmpreis der Stadt München. Ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm SCHILDKRÖTENWUT wurde international auf Festivals gezeigt und gewann mehrere Preise. Im Januar 2013 gründete sie gemeinsam mit der Filmemacherin Eva Stotz die Produktionsfirma ronjafilm.

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Themenabend „Biografie und Film" mit dem Schwerpunkt „Exil"

Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands

Do 19. September · 20:30 Uhr
In Anwesenheit der Regisseurin Désirée von Trotha

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Die Biografie eines Volkes, das zu verschwinden droht

Im Januar 2011 fand das elfte internationale Festival au Désert in den Dünen vor Timbuktu (Mali) statt. Dazu eingeladen haben Tuareg oder besser gesagt Kel Tamaschek, wie sich die Sahara-Nomaden selbst nennen. Drei Tage und Nächte bietet das Festival eine ideale Plattform für die Begegnung mit diesem legendären Wüstenvolk, das sich nicht erst in Zeiten der Globalisierung zum Widerstand aufgerufen fühlt.

Seit Beginn der Kolonialzeit finden sich die Kel Tamaschek in einer politischen Landschaft wieder, die ihre nomadische Lebensweise und damit den Fortbestand ihrer Jahrhunderte währenden Kultur gefährdet. „Gratulation an Bombino aus dem Niger! Er hat sich der Kalaschnikow verweigert und stattdessen zur Gitarre gegriffen!“ Mit diesen Worten beginnt der Film nach einem Bühnenauftritt auf dem Festival.

„Von Trotha gelingt mit ihrem Film nicht nur ein faszinierender Einblick in eine fremdartige und komplexe Kultur, die Filmemacherin schafft es auch buchstäblich, den Horizont des Zuschauers zu erweitern, lässt die Kel Tamaschek sich selbst präsentieren, als ein weltoffenes, tolerantes und doch traditionsbewusstes Volk, welches stolz ist auf die eigenen Wurzeln und diese nicht verlieren möchte.“ (Deutsche Film- und Medienbewertung: Prädikat besonders wertvoll)

Deutschland 2012Regie und Drehbuch: Désirée von Trotha • Kamera: Britta Mangold, Dietrich Mangold, Désirée von Trotha, Philip Joens, Intagrist El Ansari • Musik: Amanar, Tartit, Bombino u.a. • ab 0 J. • teilw.OmU • 92‘

Zu Gast im Cinema: Désirée von Trotha

Die Filmemacherin, Autorin und Fotografin Désirée von Trotha, Jahrgang 1961, absolvierte das Regiestudium an der HFF in München, flankiert von einem Stipendium des DAAD für das Royal College of Art im Film Department London. Es folgten Regieassistenzen bei zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen u.a für die Regisseure Robert van Ackeren und Rainer Kaufmann. Nach journalistischen Filmbeiträgen, folgten 2010 Kamera und Regie bei einer ZDF/arte-Dokumentation. Seit 1991 verbringt sie rund sechs Monate im Jahr in der südlichen Sahara, in den Tuareggebieten Algeriens, Nigers und Malis, sowie im Norden des Tschad. WOODSTOCK IN TIMBUKTU ist ihr erster Kino-Dokumentarfilm.

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Biografie und Film

Jeder Kopf hat seinen Preis – The Hunter

So 26. Mai · 11:00 Uhr

Barbara McQueen wird aus gesundheitlichen Gründen leider nicht nach Deutschland reisen können. Die Filmvorführung findet trotzdem statt und Fotos der Ausstellung werden zu sehen sein.

Barbara McQueen

Barbara Minty lernte Steve McQueen 1977 kennen. Sie war 24 Jahre alt und ein erfolgreiches Fotomodell. Sie heirateten in seinem Todesjahr 1980 und lebten die gemeinsamen Jahre überwiegend zurückgezogen auf einer Ranch in Ketchum, Idaho. Hier lebt Barbara McQueen auch heute noch. Sie war die einzige, die privat Fotos von ihm machen durfte – eine Bedingung, die sie folgenschwer am Anfang der Beziehung an Steve McQueen gestellt hatte. Die Ausstellung "Steve McQueen - The Last Mile" zeigt als einzigartige Dokumentation dieser Beziehung den in der Öffentlichkeit bislang unbekannten "King of unCool" und die "letzte Meile" seines Lebens. 25 Jahre nach seinem Tod war es Barbara McQueen endlich möglich, sich mit dem Sterben ihres Mannes auseinander zu setzen und die Fotos in einem Buch zu veröffentlichen. Begleitend zu ihrem Besuch in Münster werden am Sonntag, 26. Mai ausgewählte Aufnahmen im Cinema zu sehen sein.

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Der Schauspieler Steve McQueen in Bildern und Worten

Steve McQueen (1930–1980) ist eine der größten Schauspiel-Legenden der Film- und Fernsehgeschichte. In den 1960er und 70er Jahren zählte er mit seinen Filmen Die glorreichen Sieben, Papillon und Bullit zu den absoluten Kino-Magneten.

Wir zeigen mit Jeder Kopf hat seinen Preis – The Hunter seinen letzten Film, die „wahre“ Geschichte eines motorisierten, modernen Kopfgeldjägers. Ralph „Papa“ Thorson riskiert täglich sein Leben, um Kautionsflüchtlinge hinter Gitter zu bringen. Doch dann wird er selbst zum Gejagten, ein psychopathischer Killer will sich an ihm rächen. McQueen - vielschichtig, selbstironisch und charismatisch auf der Leinwand.

Auf der Leinwand die fiktionalisierte und popcorn-tauglich gemachte Geschichte einer gebrochenen Heldengestalt. Vor der Leinwand der Darsteller, in Worten und Bildern seiner Weggefährtin Barbara McQueen.

Die Gesellschaft für biografische Kommunikation und Die Linse beginnen mit dieser Veranstaltung ihre Zusammenarbeit und planen zum Vorabend der 6. Nordwalder Biografietage im September mehrere Filme und Gespräche mit Regisseuren und Schauspielern.

THE HUNTER •USA 1980 Regie: Buzz Kulik • Drehbuch: Ted Leighton, Peter Hyams • Kamera: Fred J. Koenekamp • Musik: Carles Bernstein • Mit Steve McQueen, Eli Wallach, Kathryn Harrold, LeVar Burton, Ben Johnson, Richard Venture, Tracey Walter, Thomas Rosales • ab 16 J. • 98'

Trailer in engl.OF, im Cinema in dt. Fassung

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Spielplan

Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 31. Dezember 2017
14:45
Montag, 1. Januar 2018
14:45
Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
14:45
Donnerstag, 4. Januar 2018
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00