FilmService Münster.Land und Cinema zeigen

Du bist Provinz

Eine Filmreihe über unseren Lebensraum

Fast überall ist Provinz. Fast überall im Münsterland, fast überall in Overijssel, fast überall in Deutschland, fast überall in Europa. Hier leben, lieben, schlafen, essen, arbeiten die meisten Menschen. Hier wachsen die meisten Künstler auf. Hier haben Kunst und Kultur ihre Wurzeln. Doch der Blick für die Schönheit der Provinz, für ihre Lebendigkeit und Dynamik ist oft verschleiert durch Vorurteile.  Die Provinz, und damit ihre Bewohner, gilt als provinziell, rückständig, miefig, eng. Mit „Du bist Provinz“ wollen wir diesen Schleier lüften, den Blick weiten, die Sinne schärfen, das Herz öffnen. Für die interessanteste Region in Europa, für die Provinz.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDu bist Provinz“ begann mit einer Reise durch das Münsterland im Juni 2009. 27 Künstlerinnen und Künstler aller Sparten aus dem Münsterland und Overijssel begannen sich intensiv mit ihrem Lebensmittelpunkt, der Provinz, auseinanderzusetzen. Diese Auseinandersetzung dauert bis heute an und zahlreiche Kunstwerke geben Zeugnis vom vielfältigen kulturellen Leben in der Provinz.

Diese Kunstwerke sind nun im Rahmen einer Ausstellung, eines Frühschoppens und einer Filmreihe zu sehen. So geht es in „Öffnet internen Link im aktuellen FensterDeutschland nervt“ von Hans-Erich Viet um die ganz persönliche Provinzerfahrung, „Öffnet internen Link im aktuellen Fenster1000 Rosen“ ist ein Spielfilm über das Leben in der deutsch-niederländischen Provinz, „Öffnet internen Link im aktuellen Fensterrauskommen – der Sound der Provinz“ zeigt Künstler, die im Münsterland leben, „Wandernder Ort“ verfolgt den Weg einer Kamera durch die Provinz, „Öffnet internen Link im aktuellen FensterEin Dorf in Europa“ das Leben in einem italienischen Dorf, das Liebling der Regisseure war und „Öffnet internen Link im aktuellen FensterEasy Rider“ beschreibt eine Reise durch die amerikanische Provinz. Damit hier jeder zu Wort kommen kann, gibt es einen Easy-Rider-Geschichten-Wettbewerb: Die besten drei werden prämiert. Einsendeschluss ist der 28.06.10.

Die Termine und Filme im Überblick:

Di 29.6. · 20:00 Uhr: Deutschland nervt
Mi 30.6. · 19:00 Uhr
: 1000 Rosen
Do 1.7. · 19:00 Uhr: Öffnet internen Link im aktuellen Fensterrauskommen - Der Sound der Provinz
Fr 2.7. · 19:00 Uhr: Öffnet internen Link im aktuellen FensterEin Dorf in Europa
Sa 3.7. · 19:00 Uhr: Öffnet internen Link im aktuellen FensterEasy Rider

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Deutschland nervt

Di 29. Juni 2010 · 20:00 Uhr mit Regisseur Hans-Erich Viet
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Was ist los in Deutschland

Diese Frage stellt sich der Regisseur Hans-Erich Viet. Aber damit ist er nicht alleine. Zusammen mit Kameramann Johann Feindt und Tonmann Thomas Keller versucht er herauszufinden, wie die deutsche Seele tickt. Mit nur teilweise festen Zielen fahren sie durch Deutschland.

Während der Reise werden sie spontan reagieren müssen auf Menschen, Orte, Situationen. Sie brauchen Zeit, um auch Umwege oder Irrwege zu gehen und zu befahren. Die Reiseroute wird bestimmt durch aktuelle Ereignisse, aber auch durch die Erinnerung an Menschen und Orte, die man lange nicht gesehen hat.

"Deutschland nervt“ ist eine Standortbestimmung und Identitätssuche. Es ist ein dokumentarisches „Roadmovie“, lakonisch und unterhaltsam, inspirierend und provozierend, für ein Publikum, das die journalistischen und wehklagenden Berichte über unser armes Deutschland leid sind. Das Ganze ist ein Experiment, ein notwendiges, wie wir meinen.

Deutschland 2009 · Regie und Drehbuch: Hans-Erich Viet · Kamera: Johann Feindt · Musik: Lodewijk de Boer · ab 0 J. · digitale Projektion · 107‘

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1000 Rosen

Mi 30. Juni 2010 · 19:00 Uhr
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Der einzige Film auf münsterländer Platt

1000 Rosen ist die Adaption eines Bühnenstücks des berühmten österreichischen Schriftstellers Gustav Ernst, dass der preisgekrönte niederländische Regisseur Theu Boermans mit seiner Theatergruppe ‚The Trust’ , Marianne Rogée („Lindenstrasse“), Hannes Demming, Busso Mehring und Laiendarstellern aus dem Münsterland realisierte.

Die Einwohner einer kleinen Industriestadt erleben den Untergang und vermeintlichen Aufstieg ihrer Drahtfabrik. Theu Boermans zeigt die Hoffnungen und Träume der Einwohner und die gewalttätigen Folgen, als die Fabrik verkauft wird.

Der Film wirde 1994 auf dem Filmfestival in Utrecht mit dem Großen Preis für Beste Darstellerin, Bester Darsteller und Bester Film ausgezeichnet 

Niederlande 1994 · Regie: Theu Boermans · Drehbuch: Gustav Ernst nach dem gleichnamigen Theaterstück · Kamera: Theo Bierkens · Musik: Lodewijk de Boer • Mit Marieke Heebink, Jaap Spijkers, Bert Geurkink, Marisa van Eyle, Marianne Rogee · ab 0 J. · digitale Projektion · OmenglU · 98‘

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rauskommen - Der Sound der Provinz

Do 1. Juli 2010 · 19:00 Uhr  Die Regisseure Harald Redmer und Ruth Schultz sind anwesend!

Vorfilm: "OMNIBUS-FILME" – Regie: Arndt Tibor Koch · 30’
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Metro-Musik von der Heimatscholle

„Kleine Orte haben den Vorteil, dass man schneller bekannt wird“. (Altfrid Sicking, Götz-Alsmann-Band)

Harald Redmer und Ruth Schultz sind durchs Münsterland gefahren und haben fulminante Entdeckungen gemacht: Von Seppenrade bis Emsdetten, in Ställen und Scheunen, im Saalanbau der Dorfkneipe, in Doppelhaushälften und Mühlen treffen die beiden auf Vibrafonisten, Operndivas, DJs, Chorleiter, Schlagerkönige und Hardcore-Bands … deren musikalisches Wirken weit über die Heimatscholle hinausreicht. Aber sie sind überzeugte Provinzler geblieben.

Redmer und Schultz drehten vor Ort Porträts, die nicht in das Bild der musikalischen Provinz-Seeligkeit passen wollen. Unbedingte Beweise dafür, dass Urbanität letztlich nur eine geistige Haltung ist, die sich gerne auch abseits der Metropolen prächtig entwickelt.

"rauskommen" ist eine entspannte Reise über die Country-Roads der Region, ein Dokument der Begegnungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Regisseure zeigen, was ihnen erzählt wurde, einfach und klar – wie das Münsterland eben.

Deutschland 2010 · Regie, Buch, Kamera: Harald Redmer, Ruth Schultz · ab 0 J. · digitale Projektion · ~100‘

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Ein Dorf in Europa

Fr 2. Juli 2010 · 19:00 Uhr Zu beiden Filmen sind die Regisseur/innen anwesend.

Vorfilm: "Wandernder Ort" (Infos: http://www.da-kunsthaus.de/antjehavemann.html)
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Wie ein Mikrokosmos spiegelt ein kleines Dorf im Norden Roms die Prozesse wider, die in den Ländern Europas stattfinden

In den 20er Jahren verließen viele Männer in das Dorf Mazzano, das bis zum 2. Weltkrieg nahezu von der Außenwelt abgeschlossen war, um in Amerika zu arbeiten. Nach dem Krieg kamen Menschen aus dem verarmten Süden Italiens in das Umland von Rom. In den 50er und 60er Jahren zog mit Rossellini, Totó und Sergio Leone die große Welt in Form des italienischen Films in das Dorf ein, dessen Bewohner als Statisten spielten.

Heute lebt fast niemand mehr von der Landwirtschaft, die meisten arbeiten in Rom. Immer mehr Römer und Ausländer zieht es hingegen in das Dorf, der Pfarrer zählt inzwischen Menschen aus über 20 Nationen zur Gemeinde.

„Europa wächst zusammen, aber was wissen wir über Europa? Am wenigsten wissen wir über die Dörfer. Gelebte Geschichte wird erst erfahrbar in der unmittelbaren Berührung mit den Menschen. In unserem Film geht es um die Innenwelt eines italienischen Dorfes und darum, wie die äußere Welt in dieses Dorf eingedrungen ist und es verändert hat.“ (Monika Nolte und Robert Krieg)

Deutschland/Italien 2007 · Regie: Robert Krieg, Monika Nolte · Kamera: Peter Petrides · Musik: Michael Götz · ab 0 J. · ital.OmU · 90‘

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Easy Rider

Sa 3. Juli 2010 · 19:00 Uhr mit Vorprogramm
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„All he wanted to be was free …“

Die beiden Aussteiger Wyatt und Billy verdienen durch einen Drogendeal genug Geld, um endlich ihren Traum wahr werden zu lassen: eine Motorradtour quer durch die USA. Doch je weiter sie nach Süden vordringen, desto aggressiver schlägt ihnen der Hass konservativer Rednecks entgegen.

Ihre Suche nach dem ursprünglichen Amerika endet in Drogenexzessen, im „besten Bordell der Staaten“ – und auch das schnell verdiente Geld kann ihre Sehnsucht nach Freiheit und Selbstverwirklichung nicht befriedigen.

»Zum Leitfilm des New Hollywood avancierte Dennis Hoppers „Easy Rider“. Er spiegelt die latente Stimmung einer jungendlichen Generation, die den Mythen, von denen die USA und mit ihr der Hollywoodfilm so lange profitierte, desillusioniert gegenübersteht. Sicherlich ist der Film ist durchdrungen von romantisierter Sehnsucht nach Unabhängigkeit und Freiheit, doch all dies geschieht in einem Land, das für seine einst so hoch gepriesenen Werte nicht mehr einsteht.« (Johannes Leisen, Texte zur internationalen Filmkunst)

USA 1969 · Regie: Dennis Hopper · Drehbuch: Peter Fonda, Dennis Hopper, Terry Southern · Kamera: Lázló Kovács • Mit Dennis Hopper, Peter Fonda, Jack Nicholson, u.a. · Musik: Steppenwolf, The Band, The Byrds u.a. · ab 16 J. · 94

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Presseschau
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Spielplan

Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
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Samstag, 30. Dezember 2017
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Sonntag, 31. Dezember 2017
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Dienstag, 2. Januar 2018
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Mittwoch, 3. Januar 2018
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Donnerstag, 4. Januar 2018
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Freitag, 5. Januar 2018
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Sonntag, 7. Januar 2018
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Mittwoch, 10. Januar 2018
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Samstag, 20. Januar 2018
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Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
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Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00