Antistigma-Kampagne des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.

Es ist normal verschieden zu sein

Das in unserer Gesellschaft immer noch verbreitete und sich gerade in Krisenzeiten verstärkende Stigma gegenüber psychisch kranken Menschen verbindet sich mit Attributen wie „unberechenbar“, „gefährlich“, „unverständlich“, „schräg“, „leistungsunfähig“, „charakterschwach“ u.a.

Hinter diesem Stigma steht häufig die Abwehr von eigenen psychischen Belastungen und Leiden auf der Seite der stigmatisierenden Personen. Das Stigma trifft in erster Linie die von psychischen Erkrankungen und Behinderungen, z.B. durch Psychose, Schizophrenie oder Suchterkrankungen, betroffenen Menschen, in zweiter Linie aber auch ihre Familien.

Es ist den Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen ebenso ein Anliegen wie den Betroffenen selbst, der Stigmatisierung entgegen zu treten, und häufig sind die Angehörigen auch in einer besseren Lage hierzu, als die psychiatrieerfahrenen Menschen selbst es sind.

Die Filmreihe soll verdeutlichen, dass es normal und zutiefst menschlich ist, seelisch zu erkranken, bzw. dass eine seelische Krise eine Möglichkeit ist, Erschütterungen, die das Leben mit sich bringt, zu überleben. Wie seelische Krisen erlebt werden, sehen Sie im Film und lernen Sie im Gespräch mit Experten aus verschiedenen Blickwinkeln.

Die Filmreihe wird in diesem Jahr durch zwei interessante Vorträge ergänzt, der Vortragsabend mit Dr. Volkmar Aderhold stellt einen Bezug zur Thematik des Filmes „Nicht alles Schlucken“ her. Wir freuen auf Ihren Besuch bei unserer Veranstaltungsreihe.

Die Termine im Überblick

Mo 15.08.16 · 19:00 Uhr: Nicht alles Schlucken

Mo 29.08.16 · 18:00 Uhr: Vortrag: Die Aufgaben des PSZ (Psycho-Sozialen Zentrum) und die integrierte Versorgung

Mi 28.09.16 · 17:30 Uhr: Vortrag: Psychopharmaka

Mo 17.10.16 · 18:00 Uhr: Gleich und anders

Mo 19.12.16 · 18:00 Uhr: 4 Könige

Mo 20.02.17 · 18:00 Uhr: Wie die Anderen

Mo 10.04.17 · 18:00 Uhr: Hedi Schneider steckt fest

ApK-Verein für Angehörige psychisch Kranker Münster e.V. und LebensART zeigen

Hirngespinster

Mo 21. August 2017 · 18:00 Uhr
Anschl. Gespräch im neben*an

Der 22-jährige Simon ist künstlerisch begabt und hat vor einigen Jahren Abitur gemacht. Aber statt hinaus in die weite Welt zu gehen, ist er als Schulbusfahrer hängen geblieben. Simons Vater Hans ist an Schizophrenie erkrankt und hält die Familie immer wieder mit heiklen Aktionen in Atem. Seine Mutter hat die Ernährerrolle übernommen. Es ist Simon, der den Haushalt schmeißt und sich liebevoll um seine Schwester kümmert. All dies wäre anders, so glaubt Simon, wenn sein Vater endlich einsähe, dass er krank ist und sich behandeln lassen würde.

Während Hans von einem neuen psychotischen Schub heimgesucht wird, verliebt Simon sich zum ersten Mal in seinem Leben mit Haut und Haaren. Verena will schon bald in Hamburg Medizin studieren. Voller Verzweiflung versucht Simon seinen Vater endlich zu einer Krankheitseinsicht zu bewegen. Als er von Verena Abschied nehmen muss und der Verlust ihn innerlich zerreißt, gerät die Konfrontation zwischen Vater und Sohn immer weiter außer Kontrolle.

Deutschland 2014 · R & Db: Christian Bach · K: Hans Fromm · Musik: Lorenz Dangel, Felix von Racknitz • Mit Tobias Moretti, Jonas Nay, Stephanie Japp, Hanna Plaß, Ella Frey u.a. · ab 12 J. · 96'

Nach oben

Antistigma-Kampagne:
Die Linse zeigt in Kooperation mit dem Verein der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.- ApK, dem EX-IN e.V und LebensART eine Reihe von Dokumentar - und Spielfilmen zu verschiedenen seelischen Krisen mit Rahmenprogramm: Vorträge, Dialog zwischen Experten aus Erfahrung (Betroffenen), Experten des Miterlebens (Angehörigen), Experten durch Ausbildung (Profis aus psychiatrischen und psychosozialen Diensten) und am Thema interessierten Menschen.

Nach oben

Online Karten kaufen und reservieren
www.kinoheld.de

Reservierte Karten
Bitte 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abholen,
vormittags und zur 15-Uhr-Vorstellung
15 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung

Montag und Dienstag ab ~17:00 Uhr
Mittwoch bis Samstag ab ~15:00 Uhr
Sonntag ab 10:45 Uhr

Telefonische Kartenvorbestellung
Telefon 0251.30300

Eintrittspreise
€ 8,00 / erm. € 6,50
Premierentag € 5,50
Kinderkino € 4,50

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen

Rückblick: In dieser Filmreihe lief bereits ...

ApK - Verein für Angehörige psychisch Kranker Münster e.V. und LebensART zeigen

Nicht alles schlucken

Mo 15. August 2016 · 18:00 Uhr
Mit anschl. Gespräch im neben*an

Karten reservieren und kaufen

Ein Film über Krisen und Psychopharmaka

Jeder Mensch kann in seelische Krisen geraten. Gleichwohl werden psychische Erkrankungen als Makel und Schande erlebt, geheim gehalten und schamvoll versteckt. „Nicht alles schlucken“ bricht mit diesem Tabu. Psychoseerfahrene Menschen, Angehörige sowie Ärzte und Pfleger erzählen von ihren Erfahrungen mit Psychopharmaka. Heilsam oder kränkend, Segen oder Fluch?

Ein tragischer, ungelöster Konflikt. Doch was wissen wir über die Folgen jenseits klinischer Forschung? In einem eigens für den Film geschaffenen Raum sind 20 psychiatrieerfahrene Menschen, Angehörige und Professionelle verabredet. Sie sprechen aus, was meist verschwiegen wird: die persönlichen Erfahrungen und das innere Erleben.

Das trialogische Projekt nutzt den Perspektivenwechsel für neue Erkenntinsse. „Nicht alles schlucken“ gewährt tiefe Einblicke in die menschliche Existenz und zeigt, was Einzelne in Krisen wirklich brauchen. So haben Menschen noch nie von sich erzählt. Eine mutmachende Erfahrung und ein sehr persönliches Filmerlebnis.

Deutschland 2015 · R: Jana Kalms, Piet Stolz, Sebastian Winkels · Db: Piet Stolz, Jana Kalms · K: Sebastian Winkels · ab 6 J. · 86'

Nach oben

Antistigma-Kampagne:
Die Linse zeigt in Kooperation mit dem Verein der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.- ApK, dem EX-IN e.V und LebensART eine Reihe von Dokumentar - und Spielfilmen zu verschiedenen seelischen Krisen mit Rahmenprogramm: Vorträge, Dialog zwischen Experten aus Erfahrung (Betroffenen), Experten des Miterlebens (Angehörigen), Experten durch Ausbildung (Profis aus psychiatrischen und psychosozialen Diensten) und am Thema interessierten Menschen.

Nach oben

Antistigma-Kampagne des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.

Vortrag: Die Aufgaben des PSZ (Psycho-Sozialen Zentrums) und die integrierte Versorgung

Mo 29. August 2016 · 18:00 Uhr (Einlass – Start um 18:30 Uhr)
Veranstaltungsort: Rektoratsweg 40 in 48159 Münster (Achtung!!! Der Eingang befindet sich am Kerstingskamp, direkt neben dem Luftfahrtbedarf Siebert)

In Anwesenheit von Herr Stöhr und Herr Wöhlert vom Psycho-Sozialen Zentrum Münster (PSZ gGmbH) // anschließend Mitgliederversammlung des ApK

Nach oben

Antistigma-Kampagne des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.

Vortrag: Psychopharmaka Ergänzend zum Film: „Nicht alles Schlucken“

Mo 28. September 2016 · 18:00 Uhr (Einlass – Start um 18:30 Uhr)
Veranstaltungsort: Rektoratsweg 40 in 48159 Münster (Achtung!!! Der Eingang befindet sich am Kerstingskamp, direkt neben dem Luftfahrtbedarf Siebert)

Mit anschließender Diskussion mit Dr. med. Volkmar Aderhold

Volkmar Aderhold: Jahrgang 1954, Dr. med., Arzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapeutische Medizin, Lehrender für Systemische Therapie und Beratung (DGSF) arbeitet seit 1982 in der Psychiatrie. 10 Jahre Oberarzt im der Klinik für Ps ychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg Ep pendorf Aktuell Mitarbeiter des Instituts für Sozialpsychiatrie an der Universität Greifswald. Aktuell freiberuflich: Qualifizierungsmaßnahmen zum „Offenen Dialog“, Vorträge und Beratung von psychiatrischen Organisationen bei der Strukturentwicklung.

Nach oben

Antistigma-Kampagne des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.

Gleich und anders

Mo 17. Oktober 2016 · 18:00 Uhr mit anschl. Gespräch im neben*an
Karten reservieren und kaufen

Die Zahl der Menschen, die am Arbeitsplatz mit psychischen Schwierigkeiten kämpfen, steigt rasant. Im Film GLEICH UND ANDERS geben Betroffene direkten Einblick in die Herausforderungen, denen sie sich bei der Arbeit und am Arbeitsplatz stellen müssen: Sie äußern sich sehr persönlich und authentisch zu ihren Erfahrungen mit Arbeitgebern, Sozialversicherungen, Ärzten und Sozialinstitutionen. Wir begegnen Menschen, die trotz vielen Ausgrenzungen und Widerständen ihr Leben in die eigenen Hände nehmen.

Bei aller Zuversicht erleben wir auch, dass Vieles nie mehr so wird wie vor dem Zusammenbruch, dass ein beruflicher, finanzieller oder sozialer Abstieg manchmal akzeptiert werden muss. Dank der Sicht von Angehörigen und Arbeit gebenden entstehen differenzierte, berührende Bilder aus dem Leben von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Schweiz 2016 · R: Jürg Neuenschwander · Db: Therese Stutz Steiger und Jürg Neuenschwander · K: Pierre Mennel · Musik: Mario Batkovic • Mit Marcello Merkle, Kathrin Müller, Therese Pavesi, Andrea Giovanni Käppeli, Alfred Widmer, Jolanda Geiser, Hans Schmied, Philipp Zürcher, Stefan Peter, Kathia Vonlanthen, Christian Plaschy · 72'

Nach oben

Antistigma-Kampagne des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.

4 Könige

Mo 19. Dezember 2016 · 18:00 Uhr
Mit anschl. Gespräch im neben*an
Karten reservieren und kaufen

Unkonventionelle Methoden in der Jugendpsychiatrie

Vier Jugendliche verbringen Weihnachten in der Psychiatrie. So unterschiedlich wie ihre Gründe dafür sind auch ihre Charaktere: die extrovertierte, provokante Lara kuriert eine Drogenpsychose aus, Timo ist aggressiv und gewalttätig, die introvertierte Alex kann sich nicht aus dem Verantwortungsgefühl für ihre depressive Mutter lösen, und der stille Georgier Fedja leidet nach dem schlimmen Mobbing durch seine Mitschüler unter Panikattacken.

Psychiater Dr. Wolff versucht ihnen Selbstvertrauen und Verantwortung zu geben, in dem er den Jugendlichen Freiheiten lässt. Mit seinen unkonventionellen Methoden eckt er jedoch bei einigen Kollegen an. Es kommt so auch zu einer ungeplanten, erschreckenden Situation, die ihm großen Ärger mit dem Chefarzt einhandelt und die Jugendlichen aufrüttelt – doch genau dadurch wachsen sie über sich hinaus.

D 2015 · R: Theresa von Eltz · Db: Esther Bernstorff · K: Kristian Leschner · Musik: André Feldhaus • Mit Paula Beer, Jella Haase, Jannis Niewöhner, Moritz Leu, Clemens Schick, Anneke Kim Sarnau, u.a. · ab 12 J. · 103'

Nach oben

Mo 15.08.16 · 19:00 Uhr:
Nicht alles Schlucken

Mo 29.08.16 · 18:00 Uhr:
Vortrag: Die Aufgaben des PSZ (Psycho-Sozialen Zentrum) und die integrierte Versorgung

Mi 28.09.16 · 17:30 Uhr:
Vortrag: Psychopharmaka

Mo 17.10.16 · 18:00 Uhr:
Gleich und anders

Mo 19.12.16 · 18:00 Uhr:
4 Könige

Mo 20.02.17 · 18:00 Uhr:
Wie die Anderen

Mo 10.04.17 · 18:00 Uhr:
Hedi Schneider steckt fest

Antistigma-Kampagne des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.

Wie die Anderen

Mo 20. Februar 2017 · 18:00 Uhr
Karten reservieren und kaufen

Wie die anderen dokumentiert über eineinhalb Jahre den Tagesablauf in einer psychiatrischen Klinik für Kinder und Jugendliche. Er zeigt, wie Ärzte, Pfleger und Therapeuten alles tun, um den jungen Patienten zu helfen.

Der Film beleuchtet aber auch die Versäumnisse der Gesundheitspolitik, denn es fehlt an Fachärzten und das Personal, das sich einfühlsam und fürsorglich um die Patienten kümmert, steht permanent unter Zeitdruck.

Regie: Constantin Wulff | Österreich 2015 | Dokumentarfilm | FSK: 12 | 95 Minuten

Nach oben

Antistigma-Kampagne des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.

Hedi Schneider steckt fest

Mo 10. April 2017 · 18:00 Uhr
Mit anschl. Gespräch im neben*an
:: Spielzeiten  :: reservieren und kaufen

Regisseurin Sonja Heiss verblüfft mit ihrem besonderen Gespür für den schmalen Grat zwischen Tragik und Komik

Hedi, Uli und ihr Sohn Finn haben sich ihr Leben gut eingerichtet – sie nehmen den Alltag, wie er kommt und träumen von dem, was sein könnte. Doch plötzlich steckt Hedi fest. Erst mal nur im Aufzug, aber dann auch im Kopf. Und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war. Obwohl sie versuchen, aneinander festzuhalten, gerät Hedis und Ulis Welt aus den Fugen.

»Ich wollte von der Fragilität einer großen Liebe erzählen, indem ich sie durch die plötzliche Schwächung einer der Liebenden in ein gefährliches Ungleichgewicht bringe. Eine Liebe, in der die Angststörung einer Figur wie ein Störenfried Unheil anrichtet. Die Frage, die ich mir … immer wieder gestellt habe, war: „Wie kann eine Beziehung so etwas aushalten?” Immerhin ist der Mensch, den man liebte, respektierte, bewunderte irgendwie weg. Da ist jetzt jemand, der seine Stärke, seinen Mut, seinen Intellekt, seine Neugier, seinen Humor, seine Empathie, seine Körperlichkeit verloren hat.« (Regisseurin Sonja Heiss)

Deutschland 2015R & Db: Sonja Heiss • K: Nikolai von Graevenitz • Mit Laura Tonke, Hans Löw, Leander Nitsche, Melanie Straub, Simon Schwarz u.a. • ab 12 J. •  92'

Nach oben

Spielplan

Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Dienstag, 9. Januar 2018
20:00
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Montag, 15. Januar 2018
19:00
Dienstag, 16. Januar 2018
20:00
20:30
Mittwoch, 17. Januar 2018
22:45
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 24. Januar 2018
20:00
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
17:00
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00