FAK – Filmprogramm Deutschland: Ausgefallen

Der Förderverein Aktuelle Kunst Münster (FAK) hat 2013 vier internationale Künstlerinnen und Künstler zu einem Residenzaufenthalt nach Münster eingeladen. Die Ergebnisse dieser Aufenthalte sollten in Einzelausstellungen im Atelierhaus Fresnostraße 8 zu sehen sein.

DEUTSCHLAND: AUSGEFALLEN

Durch eine Kooperation mit der Linse und dem Cinema bekamen die Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, während ihres Aufenthalts eine persönliche Auswahl von Dokumentar-, Spiel- und Kunstfilmen zu zeigen um einen filmischen Blick auf ihre Herkunft zu geben.

Nach den zwei Filmabenden im April mit der US-amerikanischen Künstlerin Shana Moulton hat das Kuratorenteam die Reihe geändert und zeigt im Mai stattdessen parallel zur Ausstellung ausgewählte Filme, die von verschiedenen Standpunkten aus Einblicke in die Realitäten der Kunstwelt und den Umgang mit den Strukturen der Gesellschaft geben. Filmemacher wie Orson Welles oder Rainer Werner Fassbinder, sowie Musiker und Künstler wie John Cage stehen mit ihrem Lebensweg und ihrem Schaffen exemplarisch für die Ambivalenz des künstlerischen Seins zwischen Anerkennung und gleichzeitigem Überlebenskampf, welche sich auch in den Protagonisten der Geschichten wiederfinden lässt.

Die Filmreihe geht den Fragen nach, welchen Wert die Kunst in der Gesellschaft hat und welchen Platz den Künstlerinnen und Künstlern in ihr eingeräumt wird.

Carola Uehlken, Manuel Talarico und Jan Enste bilden das diesjährige Kuratorenteam des FAK und laden jeweils nach den Filmen zum Gespräch ein.

Eröffnung der Ausstellung im FAK am 10. Mai, 19 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 9. Juni. mehr Informationen: www.foerdervereinaktuellekunst.de

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FAK – Filmprogramm Deutschland: Ausgefallen (1)

Die Ehe der Maria Braun

Mi 8. Mai 2013 · 21:10 Uhr
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Fassbinders Film bildet den ersten Teil seiner BRD Trilogie als Bestandsaufnahme des Nachkriegsdeutschlands

Hanna Schygulla spielt Maria, die kurz vor Kriegsende den Soldaten Hermann Braun heiratet. Während er zurück an die Front und später in Kriegsgefangenschaft gerät, ist Maria auf sich allein gestellt. Nach einer Affäre mit einem amerikanischen GI, die ein tragisches Ende findet, lernt sie den Fabrikanten Oswald kennen und macht sich in dessen Leben und Firma unentbehrlich.

Maria Braun kämpft um ihre Liebe, setzt sich selbst als Preis ihrer Karriere ein, behauptet sich und scheitert schließlich doch. In der aus Ruinen auferstehenden Bundesrepublik werden desavouierte Herrschaftsstrukturen neu etabliert, fordern Männer ihre alten Machtpositionen in Familie und Staat zurück, Gefühle werden nach Soll und Haben berechnet. Fassbinder führt den Zuschauer von heute mit seinem Film aus der Gründungszeit der BRD in dessen eigene Gegenwart.

Deutschland 1979Regie: Rainer Werner Fassbinder • Drehbuch: Peter Märthesheimer, Pea Fröhlich • Kamera: Michael Ballhaus • Musik: Milan Bor • Mit Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Gottfried John, Gisela UhIen, Günter Lamprecht, Elisabeth Trissenaar u.a. • ab 12 J. • 115‘

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FAK – Filmprogramm Deutschland: Ausgefallen (2)

John Cage

Mi 15. Mai 2013 · 21:00 Uhr
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Der Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn begleitet 1966 den Künstler John Cage auf einer Europatournee mit seinem Lebenspartner, Choreographen und Tänzer Merce Cunningham

In der Tradition des Direct Cinema oder auch Cinéma Vérité gefilmt, erhält der Zuschauer einen intimen Einblick in das Leben von John Cage, der sich in scheinbar alltäglichen und beiläufigen Szenen offenbart. In einem Gespräch zwischen Cage und dem Kunstmäzen Maeght um notwendige finanzielle Unterstützung für die Kompanie wird deutlich, dass die Künstler selbst zu einer Zeit, in der Cage schon Weltruhm besaß, immer noch für eine an der Grenze zum Existenzminimum liegenden Gage auftreten mussten.

Im Anschluss: Sener Özmens Videokunstfilm ROAD TO TATE MODERN, eine humorvolle Annektierung des Don Quichote Stoffes, der auf die Situation der kurdischen Künstler in der Türkei aufmerksam macht.

Deutschland 1966Regie und Drehbuch: Klaus Wildenhahn • Kamera: Rudolf Körösi • Mit John Cage, Merce Cunningham, Joan Miró u.a. • 56‘

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FAK – Filmprogramm Deutschland: Ausgefallen (3)

Falstaff – Chimes At Midnight

Mi 22. Mai 2013 · 21:00 Uhr (engl.OF)
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In dem Film spielt Orson Welles Falstaff, der in drei Stücken von Shakespeare eine clowneske Nebenfigur darstellt

Welles hat die Szenen der literarischen Vorlagen adaptiert und vermischt und erzählt im Kern die Geschichte vom Verrat einer Freundschaft. Prinz Hal, der Sohn von König Heinrich IV., interessiert sich, wie sein Freund Falstaff, mehr für Wein, Weib und Gesang, als für die Staatsgeschäfte. Es kommt zu einer

Rebellion gegen den König, die in der Schlacht von Shrewsbury mündet, und Hal muss sich zwischen seinen Pflichten als Thronerbe und seinem Lotterleben entscheiden. Welles empfand Falstaff als "Shakespeares größte Schöpfung" und diesen Film als seinen wichtigsten. Anfangs in der Kritik auf Ablehnung gestoßen, gilt das Werk heute als herausragend.

»If I wanted to get into heaven on the basis of one movie, that's the one I'd offer up (…).« (Orson Welles)

Schweiz/Spanien 1966Regie und Drehbuch: Orson Welles • Kamera: Edmond Richard • Musik: Angelo Francesco Lavagnino • Mit Orson Welles, Keith Baxter, John Gielgud, Jeanne Moreau, Margaret Rutherford, Marina Vlady, Fernando Rey u.a. • ab 12 J. • engl.OF • 116‘

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