Eine Filmreihe mit dem Förderverein des Instituts für Politikwissenschaft

Politik im Film

Die Linse und der Förderverein des Instituts für Politikwissenschaft setzen im Wintersemester ihre Reihe „Politik und Film“ fort. An fünf Abenden wird eine Dozentin oder ein Dozent des Instituts einen ausgesuchten Beitrag einführen und dabei diskutieren, inwiefern der Film auch aus politikwissenschaftlicher Perspektive interpretiert werden kann.

Politik im Film

Fight Club

Mi 16. November 2016 · 19:00 Uhr
Einführung: PD Dr. Oliver Hidalgo
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David Finchers düsteres Werk identifiziert den Materialismus und das verbreitete Gefühl der Sinnlosigkeit in der Konsumgesellschaft als Katalysator einer totalitär-revolutionären Sehnsucht. Die befremdende Faszination, die von der archaischen Kampf- und Opferbereitschaft der Protagonisten ausgeht, richtet sich insbesondere gegen die Gewaltintransigenz der postheroischen Demokratie.

Oliver Hidalgos Analyse zeichnet den filmisch dargestellten Zwiespalt der bürgerlichen Existenz bis hin zu einigen grotesken symbolischen Transformationen nach und diskutiert am Ende kritisch das von der Hauptfigur Tyler Durden kompromisslos forcierte Gerechtigkeitsideal einer radikalen Gleichheit.

USA 1999 · R: David Fincher · Db: Jim Uhls · K: Jeff Cronenweth • Mit Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter, Meat Loaf, Jared Leto u.a. · ab 18 J. · 139'

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Politik im Film

Eins, zwei, drei

Mi 23. November 2016 · 19:00 Uhr
Einführung: Prof. Dr. Thomas Apolte
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Prof. Dr. Apolte begibt sich mit EINS, ZWEI, DREI auf die Spuren zu den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts, die sich nirgendwo so drängen wie in West-Berlin 1961, kurz vor dem Mauerbau. Der NS Staat ist vor kaum mehr als anderthalb Jahrzehnten ebendort kollabiert, gleich nebenan missbraucht Walter Ulbricht gutmütige Träumer zum Aufbau seines Arbeiter- und Bauernstaates; und nirgendwo in Deutschland ist der Wirtschaftswunder-Nachkriegskapitalismus so amerikanisch wie im Westen Berlins.

Kurz: Hier kommt alles zusammen, über das es sich zu spotten lohnt. Mitten in diesem Schmelztiegel der Weltanschauungen, der Überzeugungen in das Neue und der Scham über das Vergangene sitzt der amerikanische Coca Cola Manager McNamara und bemüht sich unter den genervten Augen seiner von Heimweh geplagten Frau um seine Karriere, indem er den Osten mit anderen als militärischen Mitteln zu erobern versucht: mit schwarzer Brause nämlich.

ONE, TWO, THREE · USA 1961 · R: Billy Wilder · Db: Billy Wilder, I. A. L. Diamond · K: Ernst Wild, Hugh Crawford, Daniel L. Fapp • Mit James Cagney, Horst Buchholz, Liselotte Pulver, Arlene Francis, Ralf Wolter u.a. · ab 6 J. · 115'

Filmausschnitt in Originalfassung, im Cinema in dt. Fassung

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Politik im Film

Springtime for Hitler

Mi 14. Dezember 2016 · 19:00 Uhr
Vorfilm: Der kleine Nazi
Einführung: Matthias Freise
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Mel Brooks FRÜHLING FÜR HITLER gilt heute als einer der gelungensten Versuche, dem Nationalsozialismus mit schwarzem Humor zu begegnen und als eine der besten Komödien der Filmgeschichte überhaupt. Hierzulande ist der Film allerdings kaum bekannt, trauten sich die Filmverleihe doch erst acht Jahre nach der Veröffentlichung 1968 mit einer deutschen Version an die Kinokassen. Viel zu groß war die Sorge, mit einer Hitler-Komödie im Nachkriegsdeutschland der 60er Jahre einen Skandal auszulösen. Auch in vielerlei anderer Hinsicht ist FRÜHLING FÜR HITLER political incorrect, wie man heute sagen würde, dominieren doch zotige Anspielungen und derbe Sprüche den Film. Und es stellt sich die Frage: Darf man darüber lachen?

Dr. Matthias Freise setzt sich in seinem einführenden Vortrag mit der Frage auseinander, was die Sozialwissenschaften unter Politischer Korrektheit verstehen und was das Konzept für politische Diskurse in Deutschland heute bedeutet. Vorfilm des Abends ist DER KLEINE NAZI von Petra Lüschow (2010), der in dieselbe Kerbe schlägt wie Mel Brooks Meisterwerk und gut in die Weihnachtszeit passt.

THE PRODUCERS · USA 1967 · R: Mel Brooks · Db: Mel Brooks · K: Joseph Coffey • Mit Zero Mostel, Gene Wilder, Kenneth Mars, Estelle Winwood, Renée Taylor u.a. · ab 12 J. · engl.OF · 88'

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Zu Gast im Cinema:

Dr. Matthias Freise

Politik im Film

Thelma & Louise

Mi 18. Januar 2017 · 19:00 Uhr
Einführung: Stephanie Dzuiba-Kaiser
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Ridley Scotts Roadmovie stellt eine nur selten erreichte Unterwanderung gängiger Rollenklischees und filmischer Sehgewohnheiten dar. Entlang der Geschichte von THELMA & LOUISE – zweier Frauen die eigentlich nur für ein Wochenende den täglichen Arbeits- und Ehezwängen entfliehen wollen, aber über einer vereitelten Vergewaltigung zu outlaws werden – zeichnet der Film ein komplexes Panorama von Freundschaft, Entwicklung und Befreiung aus persönlichen und gesellschaftlichen Zwängen, das unaufhaltsam auf eine existentielle Entscheidung für oder gegen die eigene Freiheit zuläuft.

Stephanie Dziuba-Kaiser folgt den Protagonistinnen auf ihrer Flucht vor unterdrückerischen Verhältnissen und diskutiert, wieso der Film bis heute in seiner radikalen Kompromisslosigkeit unserer Gesellschaft einen kritischen Spiegel vorhält.

USA 1991 · R: Ridley Scott · Db: Callie Khouri · K: Adrian Biddle • Mit Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Brad Pitt, Michael Madsen u.a. · ab 16 J. · 124'

Zu Gast im Cinema:

Stephanie Dzuiba-Kaiser

Politik im Film

Rocker

Mi 25. Januar 2017 · 19:00 Uhr
Einführung: Hendrik Meyer
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„Ich mach was ich will!“ Dass der 15-jährige Protagonist Mark Modschiedler diesem emanzipatorischen Anspruch nicht (immer) gerecht werden kann, zeigt der Film Rocker in einer vielschichtigen Milieustudie. Diverse, auch gewaltsam ausgetragene Interessengegensätze zwischen der bürgerlichen Gesellschaft und den Rockern fungieren als zentrale Hintergrundfolie.

Das durch die Rocker in Frage gestellte staatliche Gewaltmonopol und die daraus resultierenden politische Implikationen sind Gegenstand eines Vortrages von Dr. Hendrik Meyer über den „Hamburg-Kultfilm des Jahrtausends“ (Dominik Graf).

Deutschland 1972 · R & Db: Klaus Lemke · K: Bernd Fiedler • Mit Hans-Jürgen Modschiedler, Gerd Kruskopf, Uli Modschiedler, Marianne Mim, Heidrun Rieckmann u.a. · ab 16 J. · 89'

Zu Gast im Cinema:

Hendrik Meyer

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€ 8,00 / erm. € 6,50
Premierentag € 5,50
Kinderkino € 4,50

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen

Spielplan

Montag, 27. November 2017
19:00
20:00
Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 31. Dezember 2017
14:45
Montag, 1. Januar 2018
14:45
Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
14:45
Donnerstag, 4. Januar 2018
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00