Polnischer Film on Tour (2)

Voller Sensibilität und Leidenschaft erzählte Geschichten ermöglichen einen Einblick in das zeitgenössische Polen und seine gesellschaftlichen Metamorphosen. Das stark in der polnischen Realität eingebettete Kino zeigt jedoch universelle Wahrheiten. Hinter den ausgewählten Filmen steht eine Generation von angesehenen Künstlern, die versuchen, die Dynamik der Zeit einzufangen und die brennenden Themen des Alltags zu verarbeiten.

Go?ka Szumowska nimmt das in der Gesellschaft tabuisierte Thema der homosexuellen Liebe auf und erzählt mit großem Einfühlungsvermögen über das dramatische Schicksal eines Priesters. Leszek Dawid erschafft ein geniales Portrait der legendären Hip-Hop Gruppe Paktofonik, die die polnische Musikszene im „Sturm und Drang“ umkrempelten. Katarzyna Roslaniec malt ein grell-buntes Bild der Warschauer Teenager. Waldemar Krzystek kehrt in seinem spannenden Polit-Thriller zu dem Solidarno??-Mythos der revolutionären 80er Jahre zurück. Piotr Trzaskalski, kein Regisseur der Kompromisse, baut in seinem neuen Film eine emotionale Verständigung zwischen drei Generationen auf.

Polnischer Film on Tour (2) ist ein Projekt des Polnischen Instituts Düsseldorf – gefördert vom Polnischen Filminstitut. Siehe auch www.polnisches-institut.de

Polnischer Film on Tour (2)

Baby Blues

Fr 25. Oktober 2013 · 19:00 Uhr (poln.OmU)
Regisseurin Katarzyna Roslaniec hat leider Ihr Kommen abgesagt!
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Ein grelles Märchen in überzeichneten Farben – ein ebenso drastischer wie authentischer Film

Ein selbstzerstörerischer Kampf, ausgetragen vor den Augen und „auf dem Rücken“ des kleinsten Wehrlosen: eines Säuglings. Natalia ist 17 Jahre alt und Mutter. Sie versucht, für ihren sieben Monate alten Antek mit gelegentlicher Hilfe von seinem Skater-Vater Kuba zu sorgen. Doch wie jedes Märchen fängt auch diese Geschichte einen Funken Wahrheit über die heutige Zeit ein.

Anders als viele Filme über Teenager-Eltern ist BABY BLUES kein graues Sozialdrama, sondern vielmehr eine überdrehte Tour de Force durch eine von Klamotten, Sex und Drogen bestimmte Welt in knalligen Farben. Der noch junge Kapitalismus Polens zeigt sich hier von seiner derben Seite. Kasia Ros?aniec erzählt ihre Geschichte mit radikalen Mitteln und es gelingt ihr, einen ebenso drastischen wie authentischen Film zu machen. Der Film lief auf der diesjährigen Berlinale (Generation 14Plus) und erhielt den Gläsernen Bären.

Polen 2012Regie und Drehbuch: Katarzyna Roslaniec • Kamera: Jens Ramborg • Mit Magdalena Berus, Nikodem Rozbicki, Katarzyna Figura, Danuta Stenka, Jan Frycz u.a. • ab 12 J. • poln.OmU • 98’

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Fr 25.10. · 19 Uhr: Baby Blues
Regisseurin Katarzyna Roslaniec hat leider Ihr Kommen abgesagt!
Sa 26.10. · 19 Uhr:
W imie …(Im Namen des …)
So 27.10. · 19 Uhr: 80 milionów (80 Millionen)
Mo 28.10. · 19 Uhr: Mój rower (Mein Fahrrad)
Di 29.10. · 19 Uhr: Jestes Bogiem (Du bist Gott)

Polnischer Film on Tour (2)

W imie … (Im Namen des …)

Sa 26. Oktober 2013 · 19:00 Uhr (poln.OmU)
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und im Rahmen der 15. QUEERSTREIFEN: So 10. November · 17:30 Uhr

Ein katholischer Priester entdeckt sein Schwulsein –bildgewaltig und mit Symbolen der Passionsgeschichte aufgeladen

Die internationale Jury des IFFF Dortmund/Köln begründet ihren ersten Preis mit den Worten: „Ein mutiger Film, der in einer realistischen, spirituell durchwirkten Geschichte ein System hinterfragt, das Sexualität und Liebe keinen Raum gibt.“ Adam, ein katholischer Priester, der erst im Alter von 21 Jahren seine Berufung entdeckt, lebt in einem Dorf in der polnischen Provinz und hat dort mit schwer erziehbaren, prügelnden und pöbelnden Heranwachsenden zu tun. Adam weiß, dass er Männer liebt und erkennt in der Hinwendung zum Priesterberuf die Flucht vor der eigenen Sexualität.

Mit ihrem bildgewaltigen und mit Symbolen aus der Passionsgeschichte aufgeladenen Film wagt sich Malgorzata Szumowska an das tabuisierte Thema der Homosexualität unter Priestern. Dabei erlebt die Hauptfigur, mit ihrer „verbotenen“ Lust konfrontiert, Momente des Glücks, aber auch der tiefsten Verzweiflung. Szumowskas Film erzählt eine Geschichte über verwirrte Gefühle, Verdrängung und Einsamkeit – und die Möglichkeit, vielleicht doch zu sich selbst zu finden. Der Film war ein Wettbewerbsbeitrag auf der Berlinale 2013, Teddy Awards.

Polen 2013Regie: Malgorzata Szumowska • Drehbuch: Malgorzata Szumowska und Michal Englert • Kamera: Michal Englert • Mit Andrzej Chyra, Mateusz Kosciukiewicz, Maja Ostaszewska, Lukasz Simlat, Tomasz Schuchardt u.a. • ab 12 J. • poln.OmU • 101‘

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Fr 25.10. · 19 Uhr: Baby Blues
Sa 26.10. · 19 Uhr: W imie …(Im Namen des …)
So 27.10. · 19 Uhr: 80 milionów (80 Millionen)
Mo 28.10. · 19 Uhr: Mój rower (Mein Fahrrad)
Di 29.10. · 19 Uhr: Jestes Bogiem (Du bist Gott)

Polnischer Film on Tour (2)

80 milionów (80 Millionen)

So 27. Oktober 2013 · 19:00 Uhr (poln.OmU)
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Ein spannender Polit-Thriller, der die Solidarnosc-Zeit aus ungewohnter Perspektive zeigt

Die Kinoleinwand strahlt den einmaligen Mythos der Solidarnosc-Zeit aus. Die polnische Geschichte schreibt ein neues und unvergessliches Kapitel des Jahres 1981. Nachdem der kommunistische Geheimdienst (SB) immer stärker die Opposition provoziert, wird eine Konfrontation unausweichlich. Kurz bevor der Kriegszustand ausgerufen wird, entscheiden junge Aktivisten der Solidarnosc-Bewegung „Vabanque“ zu spielen. Sie organisieren bravourös in Breslau die Auszahlung von 80 Millionen Zloty vom Gewerkschaftskonto, noch bevor dieses eingefroren wird. Der Geheimdienst ist ihnen auf den Fersen. Es beginnt ein aufregendes Spiel der Fronten, in das Geistliche und Schieber verwickelt sind.

Der Film ragt besonders durch seine Erzählweise aus der Menge heraus: manchmal rasant, manchmal humorvoll, nie schwerfällig oder ideologisch-überladen zeichnet er ein Bild der Umbruchzeit. Wir sehen typische Szenen eines Heist-Movies: Verfolgungsjagden, Verhöre, Ablenkungsmanöver und unerwartete Wendungen. Waldemar Krzysteks Werk ist ein spannender Polit-Thriller, der die Solidarnosc-Zeit aus ungewohnter Perspektive zeigt. Der Film wurde als polnischer Kandidat für den Oscar 2013 nominiert.

Polen 2011 • Regie: Waldemar Krzystek • Drehbuch.: Waldemar Krzystek und Krzysztof Kopka • Kamera: Piotr Sliskowski • Mit Wojciech Solarz, Krzysztof Czeczot, Maciej Makowski, Piotr Glowacki, Agnieszka Grochowska, Olga Frycz u.a. • ab 12 J. • poln.OmU • 102‘

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Fr 25.10. · 19 Uhr: Baby Blues
Sa 26.10. · 19 Uhr: W imie …(Im Namen des …)
So 27.10. · 19 Uhr: 80 milionów (80 Millionen)
Mo 28.10. · 19 Uhr: Mój rower (Mein Fahrrad)
Di 29.10. · 19 Uhr: Jestes Bogiem (Du bist Gott)

Polnischer Film on Tour (2)

Mój rower (Mein Fahrrad)

Mo 28. Oktober 2013 · 19:00 Uhr (poln.OmU)
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Ein sympathischer, mit leichter Hand erzählter Film über eine Männerfreundschaft, die sich über drei Generationen erstreckt

Der Großvater Wlodek (Michal Urbaniak – in Wirklichkeit Musiker von Weltklasse und Jazz-Legende) wird von seiner Ehefrau verlassen, was den Sohn und den Enkel veranlasst, ihm endlich wieder einen Besuch abzustatten. Zusammen machen sich die drei auf die Suche nach der verlorenen Liebe des Großvaters.

Der Zuschauer erlebt, wie die drei unnahbaren, rauen und aneinander vorbeiredenden Männer, durch das Leben gezwungen werden, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Doch wie Männer halt so sind, muss man auf eine Frau warten, die die Pointe des Films ausspricht, en passant, in einer kurzen Szene: „Wir sind nur das, woran sich die nächste Generation erinnert.“

Die Handlung ist in lyrische, atmosphärische, für sich sprechende Bilder und Landschaften eingebettet. Die Natur hilft, den drei Männern ihre persönliche Katharsis zu erleben. Ausgezeichnet 2012 für das beste Drehbuch auf dem Filmfestival in Gdynia, berührte der Film die Zuschauer nicht zuletzt wegen der ausgezeichneten Musik.

Polen 2012Regie: Piotr Trzaskalski • Drehbuch: Piotr Trzaskalski und Wojciech Lepianka • Kamera: Piotr Sliskowski • Mit Michal Urbaniak, Artur Zmijewski, Krzysztof Chodorowski, Anna Nehrebecka u.a. • ab 12 J. • poln.OmU • 94‘

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Fr 25.10. · 19 Uhr: Baby Blues
Sa 26.10. · 19 Uhr: W imie …(Im Namen des …)
So 27.10. · 19 Uhr: 80 milionów (80 Millionen)
Mo 28.10. · 19 Uhr: Mój rower (Mein Fahrrad)
Di 29.10. · 19 Uhr: Jestes Bogiem (Du bist Gott)

Polnischer Film on Tour (2)

Jestes Bogiem (Du bist Gott)

Di 29. Oktober 2013 · 19:00 Uhr (poln.OmU)
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Ein phantastisches Portrait der legendären Hip-Hop Gruppe Paktofonik, die in den 90er Jahren die polnische Musikszene verändert hat

Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse gehören durch ihren allzu frühen Tod dem „Club 27“ an. Neben der künstlerischen Leistung sind es nicht zuletzt die Exzesse, Drogen, Alkohol und persönliche Tragödien, die die musikalischen Legenden ausmachen. Erst aus der Perspektive der Zeit erfasst man die wahre Tragweite ihrer Talente. „Du bist Gott“ bezieht sich auf die authentische Geschichte dreier Freunde aus Schlesien (Magik, Rahim und Fokus), die kompromisslos die Realität herausfordern.

Sie unterschreiben „einen Pakt mit der Musik“ und werden zur Stimme einer ganzen Generation von Polen der Jahrhundertwende. Sie schreiben rebellische Texte, die sich gegen den Kapitalismus richten, verlangen Akzeptanz und Toleranz. Dies ist ein Film über junge Männer, die aus Liebe zur Musik, aus Leidenschaft für die Freiheit und Unabhängigkeit bereit sind den höchsten Preis zu bezahlen.

Leszek Dawid erschafft ein phantastisches Portrait der legendären Hip-Hop Gruppe Paktofonik, die in den 90er Jahren das Gesicht der polnischen Musikszene verändert hat. Das Drehbuch musste 10 Jahre auf seine Verfilmung warten. 2012 erhielt der Film den Regiepreis des Polnischen Filmfestivals Gdynia und des Filmfestivals Cottbus.

Polen 2012Regie: Leszek Dawid • Drehbuch: Maciej Pisuk • Kamera: Radoslaw Ladczuk • Mit Marcin Kowalczyk, Tomasz Schuchardt, Dawid Ogrodnik u.a. • ab 12 J. • poln.OmU • 110‘

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Fr 25.10. · 19 Uhr: Baby Blues
Sa 26.10. · 19 Uhr: W imie …(Im Namen des …)
So 27.10. · 19 Uhr: 80 milionów (80 Millionen)
Mo 28.10. · 19 Uhr: Mój rower (Mein Fahrrad)
Di 29.10. · 19 Uhr: Jestes Bogiem (Du bist Gott)

Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung

Montag und Dienstag ab ~17:00 Uhr
Mittwoch bis Samstag ab ~15:00 Uhr
Sonntag ab 10:45 Uhr

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Bitte 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abholen,
vormittags und zur 15-Uhr-Vorstellung
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Eintrittspreise
€ 8,00 / erm. € 6,50
Premierentag € 5,50
Kinderkino € 4,50

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen

Spielplan

Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
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Sonntag, 31. Dezember 2017
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Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
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Donnerstag, 4. Januar 2018
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Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
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Sonntag, 7. Januar 2018
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Samstag, 20. Januar 2018
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Samstag, 27. Januar 2018
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Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00