Ruhr

Die Kulturhauptstadt Ruhr wirft nun auch Licht auf Münsters Kino-Leinwände. Im Cinema läuft eine lose monatliche Folge von Filmen über und aus dem Ruhrgebiet. Dabei wechseln sich Dokumentarfilme mit filmischen Experimenten, Komödie und Sozialdramen ab.

Ruhr!

Nomadsland

So 27. Februar · 12:15
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Horst Herz stellt eine speziell für die Vorführung zusammengestellte Collage seiner in den letzten 20 Jahren im Ruhrpott entstandenen Filmarbeiten live kommentiert vor. Akustisch  unterstützt wird er dabei von der Newcomer-Band Black Rust.

Die Live-Filmusik zum Work in Progress kommt von der Band "Black Rust".

»Entstanden auf Wanderungen und Streifzügen mit der Film- und Fotokamera begegnen wir Flaschensammlern auf der Loveparade, Fußballstars wie Jürgen Kohler, Trinkhallenbesitzern, Ästhetikprofessoren, Jugendmarketingspezialisten, Haldendesignern, türkischen Bauchtänzerinnen, den Rolling Stones vor dem Gasometer und vielen anderen Nomaden und typischen Bewohnern der Kulturhauptstadt 2010.« (Horst Herz)

Horst Herz studierte Film bei Adolf Winkelmann. In Dortmund ist er u. a. Mitbegründer des Programmkinos »Roxy«, des »Künstlerhaus Dortmund e.V.«, sowie Gründungsmitglied des »Filmbüro NW« und der »AG DOK«. Seit 1981 arbeitet Horst Herz als Kameramann, Drehbuchautor und Produzent von Dokumentarfilmen für Kino & TV. Bei der Filmwerkstatt Münster leitet er die Masterscholl Dokumentarfilm.

Die Filmreihe
Öffnet internen Link im aktuellen Fenster"Ruhr!"

im Überblick

Bislang in dieser Reihe liefen...

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Jede Menge Kohle

Mo 31. Januar · 19:00 + 22:45
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Der Klassiker unter den Pott-Filmen: Es kommt der Tag, da will die Säge sägen.“

Der junge Bergmann Katlewski (Detlev Quandt) kommt mit seiner  kleinbürgerlichen Existenz nicht mehr zurecht und verschwindet eines Tages in seinem Recklinghauser Stollen von der Bildfläche. Nach zwei Wochen taucht er kohlrabenschwarz, desorientiert und verstört in einem Schacht unter Dortmund wieder auf.

Er lernt Ulli (Ulli Heucke) und ihre Eltern (Tana Schanzara und Hermann Lause) kennen, bei der er sich einquartiert und mit der er ein neues Leben beginnen will. Doch er muss noch den Kredit aus seinem alten Leben begleichen und deshalb möglichst schnell an möglichst viel Geld kommen. Um mit seiner früheren Umgebung abzurechnen, besorgt er sich eine Motorsäge.

Im Jahr 1981 wurde „Jede Menge Kohle“ für den Max-Ophüls-Preis nominiert und mit dem Bundesfilmpreis in Silber und in Gold (Kamera) ausgezeichnet. Es war der erste deutsche Film der in Dolby Stereo gedreht wurde.

Deutschland 1981 · Regie: Adolf Winkelmann · Drehbuch: Adolf Winkelmann, Gerd Weiss und Jost Krüger · Kamera: David Slama · Musik: Bernd Adamkewitz • Mit Detlev Quandt, Uli Heucke, Hermann Lause, Tana Schanzara, Betti Eiermann, Bernie Bernstein, Erika Hess, Martin Lüttge, Peter Grüter u.a. · ab 6 J. · 100‘

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Ruhr!

Johnny Flash

Mi 29. Dezember · 19:00
Wegen der großen Nachfrage Zusatzvorstellung:
Mi 29. Dezember · 16:00

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Legendär-kultiger Pott-Humor mit Helge Schneider und Andreas Kunze

Helge Schneiders erster großer Filmauftritt unter der Regie des Experimentalfilmers Werner Nekes: Schneider spielt den erfolglosen Elektriker Jürgen Potzkothen, der verzweifelt vom Ruhm eines Schlagerstars träumt.

Er macht sich auf in den Großstadt-Dschungel des Ruhrgebietes, um im örtlichen Showbiz zwischen Wanne-Eickel und Bochum sein Glück zu machen. Alles wäre jedoch eine Spur einfacher, wäre da nicht seine Mutter, die jeden Schritt ihres Sohnes mit Argusaugen überwacht.

Obwohl nur kurz in wenigen Kinos gezeigt und kommerziell erfolglos, wurde „Johnny Flash“ besonders unter Fans von Helge Schneider zu einer Legende. In Schneiders eigenen Filmen finden sich viele stilistische Anklänge an Johnny Flash, der so zu einer Art Urtypus einer neuen Art deutschen Films wird. In „00 Schneider – Jagd auf Nihil Baxter“ aus dem Jahr 1995 gibt Schneider sogar noch einen Gastauftritt für die Rolle des Johnny Flash.

Deutschland 1986 · Regie: Werner Nekes· Drehbuch: Peter Ritz, Werner Nekes · Kamera: Bernd Upnmoor; Serge Roman · Musik: Helge Schneider • Mit Helge Schneider, Andreas Kunze, Heike-Melba Fendel, Marianne Traub, Dore O., Bernd Upnmoor, Serge Roman, Christoph Schlingensief · ab 0 J. · 80‘

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Ruhr!

Mutters Maske

So 28. November · 11:00
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Christoph Schlingensiefs auf den spuren des Ruhradels

Unter Verwendung von Motiven aus Baudelaires 'Blumen des Bösen' zeichnet Christoph Schlingensief das Drama einer im Ruhradel angesiedelten Familie nach. Das verhasste Erzählkino führt Schlingensief mit 'Mutters Maske' ad absurdum, indem er dessen Regelhaftigkeit selbst anwendet und überbeansprucht. Durch eine freiwillige Lächerlichkeit reduziert er seine Tragikomödie auf das Niveau einer Daily Soap. 

Ein großartiger Film mit großartigen Schauspielern. Udo Kier als Kinderschänder, Susanne Bredehöft als Aidsinfizierte, die legendäre Brigitte Kausch als leidende Mutter und Helge Schneider, der die Musik zu diesem Film machte, als Schlotbaron von Mühlenbeck, der seine Mutter in den Wahnsinn treibt, um an das Erbe der Guldenburgs zu kommen.

Zwischen Lindenstraße und Visconti: das ultimative Remake von Veit Harlans 'Opfergang' (1944)“ Frankfurter Rundschau

Deutschland 1988 · Regie: Christoph Schlingensief · Drehbuch: Matthias Colli, Christoph Schlingensief · Kamera: Christoph Schlingensief · Musik: Helge Schneider, menu total  • Mit Helge Schneider, Anna Fechter, Volker Bertzky, Dieter Lersch, Udo Kier, Andreas Kunze, Karl-Friedrich Mews, Brigitte Kausch, Susanne Bredehöft · ab 16 J. · DVD-Projektion · 85‘

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Das Filmfestival Münster präsentiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die Halbtotale 2010“

Nomadsland – Filmcollage mit Live-Musik

Dienstag, 09. November · 20:00 Uhr | Ort: Theater im Pumpenhaus
Eintritt: 7.- / 5.- erm.

Horst Herz stellt eine speziell für die Vorführung zusammengestellte Collage seiner in den letzten 20 Jahren im Ruhrpott entstandenen Filmarbeiten live kommentiert vor. Akustisch  unterstützt wird er dabei von der Newcomer-Band Black Rust.

»Entstanden auf Wanderungen und Streifzügen mit der Film- und Fotokamera begegnen wir Flaschensammlern auf der Loveparade, Fußballstars wie Jürgen Kohler, Trinkhallenbesitzern, Ästhetikprofessoren, Jugendmarketingspezialisten, Haldendesignern, türkischen Bauchtänzerinnen, den Rolling Stones vor dem Gasometer und vielen anderen Nomaden und typischen Bewohnern der Kulturhauptstadt 2010.« (Horst Herz)

Horst Herz studierte Film bei Adolf Winkelmann. In Dortmund ist er u. a. Mitbegründer des Programmkinos »Roxy«, des »Künstlerhaus Dortmund e.V.«, sowie Gründungsmitglied des »Filmbüro NW« und der »AG DOK«. Seit 1981 arbeitet Horst Herz als Kameramann, Drehbuchautor und Produzent von Dokumentarfilmen für Kino & TV. Bei der Filmwerkstatt Münster leitet er die Masterscholl Dokumentarfilm.

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Ruhr!

480 Tonnen bis viertel vor zehn + B 224 (Erdbewegung)

Mo 1. November · 11:00
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480 Tonnen bis viertel vor zehn

Bei den Hafenarbeitern in Duisburg-Hochfeld

Günter Prusa ist Hafenarbeiter seit 1948. Die Arbeit war schwer, bezahlt wurde tageweise. Heute wird die schwere Muskelarbeit weitgehend durch Maschinen ersetzt. Aus Tagelöhnern sind Stammbelegschaften geworden. Der Film beobachtet Günter Prusa und seine Kollegen bei der Arbeit.

Seit 1948 notiert er genau, was durch seine Hände geht.  Komers portraitiert Menschen und ihre Arbeit. In langen Kameraeinstellungen beobachtete er die Arbeitsschritte. Es geschieht nicht viel in diesem Film, doch das Interesse des Regisseurs überträgt sich auf den Zuschauer

Deutschland 1981 · Regie, und Drehbuch: Rainer Komers · ab 6 J. · 16 mm · 44‘

B 224 (Erdbewegung)

B 224 ist eine deutsche Schnellstrasse, die wie überall in der Welt an Städten, Kirchen, Fabriken, Flussufern, Krankenhäusern und Müllkippen vorbeiführt. B 224 ist ein dokumentarisches »Road Movie«. Dabei tritt an die Stelle der Reise eine audiovisuelle Betrachtung von künstlichen Orten. (37th International Film Festival Cracow)

Deutschland 1999 · Regie, und Drehbuch: Rainer Komers · ab 6 J. · 23‘

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Die besondere Matinee

Was bleibt sind wir

So. 26. September · 11:00 Uhr
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Das Ende einer Epoche: ein Dokumentarfilm über Identität und Wandel im Ruhrgebiet von Werner Kubny und Per Schnell.

Eine Landschaft, die zu Spaziergängen im Grünen einlädt; Industriehallen, die Kunst und Kultur beherbergen – der Ruhrpott ist schön geworden, der Strukturwandel ist vollzogen.

Die Filmemacher Werner Kubny und Per Schnell haben diesen Moment genutzt, um ein letztes Glühen einzufangen. Zehn Jahre nach Kubnys Film „Abenteuer Ruhrpott“ blicken sie nun hinter die renovierten Fassaden, um zu erfahren, wie der Wandel das persönliche Leben der Menschen im Ruhrgebiet verändert hat. Im Zentrum steht die Frage, was übrig bleiben wird von der Ruhrpott-Identität, die einst von der ansässigen Schwerindustrie geprägt wurde.

»Es hat sich hier einiges getan. Das Ruhrgebiet ist leiser, hintergründiger geworden, es gibt viel mehr Zwischentöne.« (Per Schnell) »Ich habe das Gefühl, das ist unser letzter großer Film über das Ruhrgebiet. Weil da jetzt wirklich etwas zu Ende gegangen ist und man in einigen Jahren diese kraftvollen Bilder gar nicht mehr machen kann.« (Werner Kubny)

Deutschland 2010 · Regie und Kamera: Werner Kubny, Per Schnell · Drehbuch: Günter Bäcker, Werner Kubny · 90‘

Die Regisseure
Werner Kubny. Geboren 1949 in Olpe, Nordrhein-Westfalen. Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Studium der Photographie, des Films, der Erziehungswissenschaft und Kunstgeschichte an der Folkwangschule und Universität Essen mit Diplom 1981. Seit 1982 selbständig als Filmemacher, Regisseur, Kameramann und Produzent für Kinofilm & Fernsehen mit Dokumentarfilmen, Kinderfilmen, Reportagen sowie TV-Serien. Gründungsmitglied und Vorstandsarbeit im Filmbüro NW. 2007/8 Gründung einer eigenen Dokumentarfilmschule mit Unterstützung der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen.
Per Schnell. Studium der Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften in Aachen und Köln Abschluss Dipl. Ingenieur und Dipl. Kaufmann. 1978 erstmalig als freier Autor für Hörfunk und Fernsehen tätig. Herstellungsleiter für verschiedene Spielfilmproduktionen. 1981 Gründung einer eigenen Filmproduktion in Köln. Es entstehen Produktionen für WDR, SWF, SFB, Deutsche Welle und INTER NATIONES. Mitbegründer des Filmbüros NW, in den Folgejahren ist Per Schnell mehrfach als Vorstandsmitglied tätig.

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Die besondere Matinee

Ruhr

So. 5. September · 11:00 Uhr
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James Bennig erforscht in sieben Kameraeinstellungen die zusammenhänge zwischen Arbeir und Kultur im Ruhrgebiet.

Im Zentrum von Bennings Film steht sein Begriff von Kultur und Arbeit - Kultur, die aus Arbeit hervorgeht, Arbeit, die Kultur hervorbringt und Kunst, die als Kunstwerk den Kulturbegriff gesellschaftlich vervollständigt. Dafür hat er in Duisburger Stahlwerken gedreht, wie auch die "Bramme für das Ruhrgebiet" auf der Essener Schurrenbachhalde von Richard Serra porträtiert, er hat das Freitagsgebet in einer Duisburger Moschee besucht, aber auch das Leben in einer kleinen Seitenstraße in Essen beobachtet.

"Sieben Einstellungen umfasst "Ruhr" in 120 Minuten. Ganz offentsichtlich bemühte sich Benning, engimatische Einstellungen des Ruhrgebiets zu finden, die aber gerade dann funktionieren, wenn sie abstrakt, universell bleiben. Wirklich sensationell ist die letzte Einstellung, die exakt sechzig Minuten dauert und einen Koksofen im sich veränderten Abendlicht zeigt. Ein faszinierendes Bild, das Schwerindustrie und Natur, Künstlichkeit und Natürlichkeit zu einem eindrucksvollen Symbol des Ruhrgebiets verbindet" (programmkino.de)

Deutschland 2010 · Regie, Drehbuch und Kamera: James Benning · digitale Projektion · 120'

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"Was bleibt sind wir"

ein weiterer Dokumentarfilm
über Identität u. Wandel
im Ruhrgebiet

Spielplan

Montag, 27. November 2017
19:00
20:00
Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 31. Dezember 2017
14:45
Montag, 1. Januar 2018
14:45
Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
14:45
Donnerstag, 4. Januar 2018
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00