Sisters in African Cinema

Frauen vor und hinter der Kamera gewinnen im afrikanischen Filmschaffen zunehmend an Bedeutung. Sie wenden ihre cineastischen Blicke nicht nur auf die Rolle und die Probleme von Frauen im Alltag, sondern auch auf Frauen im Widerstand gegen patriarchale Strukturen, Ungerechtigkeiten, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen sowie auf Frauen in Politik und Kultur. Mit dem Projekt SISTERS IN AFRICAN CINEMA will FilmInitiativ Köln das aktuelle Filmschaffen afrikanischer Frauen vorstellen und eurozentrischen Blicken auf Frauen in Afrika Perspektiven von Frauen aus Afrika entgegensetzen.

Der Fokus "Sisters in African Cinema" des 14. Afrika Film Festivals (15. - 25.9.) in Köln und für Nachspiele in 16 Städten Deutschlands wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Wir zeigen das Programm in Münster mit Unterstützung von Checkpoint Afrika e.V.

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Der Flyer zum Download:

Sisters in African Cinema

W.A.K.A

Fr 23. September 2016 · 19:00 Uhr
Regisseurin Françoise Ellong ist anwesend.

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Regisseurin Francoise Ellong wirft einen schonungslosen Blick auf das Dilemma einer alleinerziehenden Mutter in Kamerun, die für das Wohl ihres Sohnes ihr Leben aufs Spiel setzt.

Douala, Kamerun: Als ihr Chef erfährt, dass Mathilde schwanger ist, verliert sie ihren Job als Kellnerin. Trotzdem entschließt sie sich, das Kind zu behalten. Doch nach der Geburt ist nicht einmal ihre Mutter bereit, sie zu unterstützen. Um zu überleben und ihrem Sohn Adam ein besseres Leben zu ermöglichen, trifft Mathilde eine folgenschwere Entscheidung …

Der Filmtitel W.A.K.A steht für „A Woman acts for her Kid Adam“ („Eine Frau kämpft für ihren Sohn Adam“). Regisseurin Francoise Ellong wirft einen schonungslosen Blick auf das Dilemma einer alleinerziehenden Mutter in Kamerun, die für das Wohl ihres Sohnes ihr Leben aufs Spiel setzt. Der Film lief in Kamerun im Kino und gewann Preise u.a. in Marokko, Nigeria und beim panafrikanischen Filmfestival in Cannes.

Frankreich/Kamerun 2014 · R: Françoise Ellong · Db: Seraphin Kakouang · K: Thomas Moren • Mit Patricia Bakalack, Bruno Henry, Alain Bomo Bomo | · ab 12 J. · franz.OmU · 97'

Regisseurin Françoise Ellong ist anwesend.

Françoise Ellong wurde 1988 in Douala, Kamerun geboren. Nach einem Studium der Informations- und Kommunikationstechnik in Paris absolvierte sie 2006 einen Masterabschluss für Film- und Postproduktion an der Greenwich Universität in London. Bis 2012 realisierte sie insgesamt neun Kurz- und Experimentalfilme als Drehbuchautorin und Regisseurin. Einige erhielten Auszeichnungen bei internationalen Festivals, darunter zum Beispiel der Kurzfilm NEK(2010), der sich mit dem klassischen Thema Schuld und Sühne auseinandersetzt. Produzierte sie ihre Kurzfilme bis dahin in England und Frankreich, so drehte sie ihren ersten Langspielfilm W.A.K.A komplett in Kamerun. Der Film brachte ihr Einladungen zu zahlreichen Festivals ein, darunter insbesondere zu solchen, die auf Frauenfilme spezialisiert sind wie die Journées Cinématographiques de la Femme Africaine de l‘Image (JCFA) in Burkina Faso und Films de Femmes de Créteil. Der Film eröffnete die 17. Ausgabe des Festivals Ecrans Noirs in Yaoundé und erhielt den Spezialpreis der Jury beim Afrika Film Festival im marokkanischen Khouribga.

Trailer in OF, im Cinema in engl.OmU

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Zu Gast im Cinema:


Filmemacherin Françoise Ellong

Sisters in African Cinema

Ayanda and the Mechanic

Sa 24. September 2016 · 19:00 Uhr
Regisseurin Sara Blecher kann aus privaten Gründen leider doch nicht nach Deutschland kommen.

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Das moderne Südafrika, in dem auch Frauen ihre kreativen Stimmen erheben: Spezialpreis der Jury beim Los Angeles Film Festival

Autos, schmierige Overalls und Geschlechterklischees – nach dem Tod ihres Vaters versucht die 21-jährige Ayanda dessen Autowerkstatt über Wasser zu halten. Doch das Geschäft läuft nicht und Ayandas Onkel droht damit, die Garage zu verkaufen. Um das Erbe ihres Vaters zu retten, ersinnt Ayanda eine neue Geschäftsidee: Gemeinsam mit ihrem Freund David will sie Oldtimer sanieren und weiterverkaufen. Ihr Ideenreichtum steht für ein modernes Südafrika, in dem auch Frauen ihre kreativen Stimmen erheben.

2015: Eröffnungsfilm des Durban International Film Festivals & Spezialpreis der Jury beim Los Angeles Film Festival.

Südafrika 2015 · R: Sara Blecher · Db: Trish Malone · K: Jonathan Kovel • Mit Jafta Mamabolo, Fulu Moguvhani, Nthati Moshesh u.a. · ab 12 J. · engl.OmU · 105'

Trailer in OF, im Cinema in engl.OmU

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Sara Blecher lebt in Johannesburg. Die Filmemacherin ist Mitbegründerin der südafrikanischen Produktionsfirma „Cinga Productions“. Diese produzierte eine Reihe preisgekrönter Spielfilme und Dokumentationen, darunter die Serie ZERO TOLERANCE, nominiert für den Emmy Award. Nach ihrem Studium an der Universität New York, das sie mit Auszeichnung abschloss, produzierte Sara Blecher Dokumentarfilme wie SURFING SOWETO und KOBUS AND DUMILE, für die sie von CNN als beste „afrikanische Journalistin des Jahres 2002“ ausgezeichnet wurde. Danach arbeitete sie als Koautorin, Regisseurin und Produzentin an der erfolgreichen 36-teiligen TV-Serie BAY OF PLENTY und führte Regie bei der südafrikanischen Version der BBC-Serie WHO DO YOU THINK YOU ARE. Ihr erster Spielfilm OTELO BURNING gewann über 17 internationale Auszeichnungen und wurde von CNN zu einem der Top-Ten Filme aus Afrika seit Beginn des 21. Jahrhunderts gekürt. Er lief 2012 in Köln. Beim 13. Afrika Film Festival vor zwei Jahren präsentierte FilmInitiativ ihre Dokumentation TWO MEN AND A WEDDING über Homophobie in Malawi. Ihre jüngs-ten Spielfilme AYANDA und DIS EK, ANNA drehte sie parallel und beide wurden im Oktober 2015 uraufgeführt.

Sisters in African Cinema

Sisters in African Cinema: Kurzfilme

So 25. September 2016 · 19:00 Uhr
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Vier kurze Filme aus Marokko, Ghana, Kenia und der DR Kongo

Aya Wal Bahr (Aya Goes To The Beach)
Fernsehen und sich in Träumereien vom Meer verlieren – das ist die einzige Unterhaltung für das 10-jährige Hausmädchen Aya. Gemeinsam mit ihrer an den Rollstuhl gefesselten Nachbarin sucht sie nach einem Weg, ihre Träume wahr werden zu lassen.
Marokko 2015 · R: Maryam Touzani · arab.OmU · 19‘

Kwaku Ananse
Nyan kehrt aus den USA nach Ghana zurück – zur Beerdigung ihres Vaters. Von dessen zweiter Familie hat sie sich längst entfremdet. Erst eine mystische Begegnung mit dem Geist des Verstorbenen verändert ihren Blick auf die traditionelle Begräbniszeremonie. Festivaleinladungen u.a. nach Ouagadougou, Durban und Dubai, zur Berlinale, nach Cannes, Locarno und Toronto, bester Kurzfilm bei den Academy Movie Awards in Nigeria 2013.
Ghana/USA 2013 · R: Akosua Adoma Owusu · akan.OmU · 25‘

Soeur Oyo
Im kolonialen Kongo der 1950er Jahre besucht die 10-jährige Godelive eine katholische Nonnenschule, die einzige weiterführende Ausbildungsstätte für einheimische Mädchen. Aber die strikt westliche Erziehung kollidiert mit den Erinnerungen des Mädchens an die Traditionen ihrer Großmutter.
DR Kongo 2014 · R: Monique Mbeka Phoba · franz.OmU · 24‘

Soko Sonko / The Market King
Als seine Frau die Grippe erwischt, liegt es an Ed, seine Tochter zum fälligen Frisörtermin auf den Markt zu begleiten. Ein Film über die Bindung zwischen Vater und Tochter mit urkomischen Folgen. Bester Kurzfilm beim Zanzibar International Film Festival 2015.
USA/Kenia 2014
· R: Ekwa Msangis · engl.OmU · 20‘

GESAMT: 88'

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Sisters in African Cinema

Les Gracieuses

Mo 26. September 2016 · 19:00 Uhr
Regisseurin Fatima Sissani ist anwesend.

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Doku über sechs Freundinnen, die sich seit frühester Kindheit kennen und aus dem Pariser Vorort, in dem sie aufwuchsen, nie ausgezogen sind

Myriam, Sihem, Khadija, Kenza, Rokia und Leila, so heißen sechs Freundinnen, die sich seit frühester Kindheit kennen und aus dem Pariser Vorort, in dem sie aufwuchsen, nie ausgezogen sind. Ihre Familien sind vor Jahrzehnten aus Nord- und Westafrika nach Frankreich ausgewandert in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die jungen Frauen kennen die Heimatländer ihrer Eltern nur noch aus dem Urlaub. Sie haben französische Pässe, trotzdem haben sie aufgrund ihres Aussehens und ihrer Hautfarben mit Vorbehalten ihnen gegenüber zu kämpfen.

Aber sie lassen sich dadurch nicht einschüchtern, bedienen keines der gängigen Klischees von Bewohnerinnen der französischen Banlieus. Die Frauen diskutieren engagiert über Religion und Politik, Beziehungen und Sexualität und sie tun dies stolz, unabhängig und immer mit einem Lächeln auf den Lippen.

Die in Algerien geborene und in Frankreich lebende Dokumentarfilmerin Fatima Sissani sagt dazu: „Im Grunde dreht sich meine gesamte Arbeit um die Themen Migration und Exil.“

Frankreich 2014 · R & Db: Fatima Sissani · K: Olga Widmer · ab 12 J. · franz.OmU · 80'

Regisseurin Fatima Sissani ist anwesend.

Fatima Sissani ist in Algerien geboren und lebt seit ihrem sechsten Lebensjahr in Frankreich. Nach einem Jura-Studium hat sie sich „entgegen allen Erwartungen“ dafür entschieden, als Journalistin zu arbeiten. Sie hat für das freie Radio Zinzine in Frankreich Interviews und Reportagen produziert und für den Sender „France Culture“ Porträts und Dokumentarsendungen. Gleichzeitig arbeitete sie für ein Stadtmagazin. 2011 drehte sie ihren ersten Dokumentarfilm LA LANGUE DE ZAHRA. Der Film erzählt von der Bedeutung der Berber-Sprache in der Kabylei, die auch in der Migration weiter wirkt. Fatima Sissani sagt dazu: „Im Grunde dreht sich meine gesamte Arbeit um die Themen Migration und Exil.“ So erzählt auch der wunderbar leicht inszenierte Dokumentarfilm LES GRACIEUSES von sechs Freundinnen aus nord- und west afrikanischen Familien in einer französischen Vorstadt. Als Tante einer der Protagonistinnen genießt die Filmemacherin offenkundig das Vertrauen der jungen Frauen und vermag so deren Vorstellungen von Religion und Beziehungen, Politik und Sexualität mit großer Authentizität und viel Humor zu vermitteln – „ein Blick auf die Banlieues mit einem Lächeln“ (onlineportal ciclic).

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Ausschnitt in OF, im Cinema in engl.OmU

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Zu Gast im Cinema:


Filmemacherin Fatima Sissani

Sisters in African Cinema

Le challat de Tunis

Di 27. September 2016 · 19:00 Uhr

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Mockumentary über einen Mann, genannt "die Klinge", der 2003 in Tunesien "aufreizend" gekleidete Frauen angegriffen haben soll

Auf den Straßen von Tunis kommt es im Jahr 2003 immer wieder zu brutalen Angriffen auf Frauen. Ein Motorradfahrer nähert sich seinen Opfern von hinten und greift sie im Vorbeifahren mit dem Rasiermesser an, was ihm den Spitznamen „Le Challat“ einbringt, „die Klinge“. Die Überfälle sorgen in Tunesien für große Aufregung bis eine Zeitung behauptet, dass der Mann gefasst worden sei. Danach ist nie wieder von ihm zu hören.

10 Jahre später begibt sich die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania mit ihrer Kamera auf die Suche nach dem Täter. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion, zwischen dokumentarisch wirkenden Aufnahmen und offenkundigen Spielszenen. Das Ergebnis ist eine verblüffende Mischung, die einiges über frauenfeindliche Haltungen von Männern und ungelöste Probleme der tunesischen Gesellschaft verrät. Der Film lief bei zahlreichen internationalen Filmfestivals von Brüssel bis Beirut.

Tunesien 2013 · R & Db: Kaouther Ben Hania · K: Sofian El Fani • Mit Mohamed Slim Bouchiha, Jallel Dridi, Moufida Dridi u.a. · ab 12 J. · arab.OmU · 90'

Trailer in OF, im Cinema in engl.OmU

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Sisters in African Cinema

Aji-Bi, les Femmes de l'Horloge

Mi 28. September 2016 · 19:00 Uhr

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Zwei Filme über Senegalesinnen, die in Marokko und Frankreich leben

Falsche Wimpern oder Rastazöpfe – für ein paar Euro verschönert Mareme Passantinnen auf den Straßen von Casablanca. Die Senegalesin ist eine „Aji-Bi“, eine Straßenfrisörin, gestrandet in Marokko. Hier lebt Mareme in einer Gemeinschaft senegalesischer Frauen, die ihr Schicksal teilen: Unschlüssig darüber, ob sie bleiben oder den gefährlichen Weg nach Europa einschlagen sollen, versuchen sie sich in der oft fremdenfeindlichen marokkanischen Gesellschaft über Wasser zu halten. Der Film gewann den Publikumspreis beim marokkanischen Dokumentarfilmfestival FIDADOC in Agadir.

Als Vorfilm zeigen wir:
Die kleine Aida lebt mit ihrer Familie in einem Pariser Vorort. Als ihr Vater von einer Reise aus dem Senegal zurückkehrt und eine zweite Frau samt Baby mitbringt, muss das Mädchen plötzlich mit zwei Mamas zurechtkommen. (Eingeladen zu mehr als 20 internationalen Festivals – darunter Sundance und Oberhausen. Großer Preis der Jury beim Festival Contis 2015)

AJI-BI, UNDER THE CLOCK TOWER · Marokko 2015 · R: Raja Saddiki · Db: Raja Saddiki · K: Raja Saddiki · ab 12 J. · wolof/arab.OmU · 67'

MAMAN(S) · Frankreich/Senegal 2015 · R: Maimouna Doucouré · wolof/franz.OmU · 21'

Clip in OF, im Cinema in OmU

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Spielplan

Montag, 27. November 2017
19:00
20:00
Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 31. Dezember 2017
14:45
Montag, 1. Januar 2018
14:45
Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
14:45
Donnerstag, 4. Januar 2018
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00