Im Fokus: João Pedro Rodrigues

João Pedro Rodrigues wurde 1966 in Lissabon geboren. Er wollte Ornithologe werden, wechselte aber bald zum Filmstudium, das er an der Lissaboner Filmhochschule abschloss. Seine internationale Karriere begann mit einer besonderen Erwähnung der Jury der 54. Mostra di Venezia 1997 für seinen Kurzfilm „Parabéns“. 2000 lief sein Debütspielfilm „O Fantasma“ im Wettbewerb der 57. Mostra di Venezia und wurde auf zwei Festivals mit dem Hauptpreis für den Besten Spielfilm ausgezeichnet (Belfort und New York). 2005 folgte Rodrigues’ zweiter Spielfilm „Two Drifters (Odete)“, „To Die Like a Man“ erlebte 2009 in Cannes seine Premiere in der Sektion „Un Certain Regard“.

„João Pedro Rodrigues ist ein freier Radikaler des Weltkinos. Seine Filme sind autark, wild, sexy und kümmern sich wenig um ein Phantom namens Realismus. [...] Jeder der drei langen Spielfilme hat etwas Delirierendes. Seine Erzählungen und seine Figuren sind ganz im Gegensatz zu seinen Bildern eben nicht kontrolliert, sondern durch und durch unbändig und maßlos. Sie entziehen sich gängigen rationalen und psychologischen Erklärungsmustern mit einer Vehemenz, die ihresgleichen sucht.“ (Öffnet externen Link in neuem FensterSascha Westphal, Sissy)

Die Termine im Überblick

Mi 11. Mai · 19:00 Uhr: To die like a man
Die ergreifende Geschichte eines alternden Travestiestars – übervoll mit wilden Regieeinfällen, surrealen Verfremdungen und poetischen Irritationen

Mi 18. Mai · 19:00 Uhr: Two Drifters (Odete)
»Zwei Tagträumer, verloren in einer Geschichte von Liebe, Besessenheit und Tod, verfolgt vom Geist ihrer Begierden.« (João Pedro Rodrigues)

Mi 25. Mai · 19:00 Uhr: O Fantasma
»Großartig perverses Filmdebüt über Sex zwischen Müllbergen, Mensch und Hund und ein Latexkostüm.« (taz)

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Im Fokus: João Pedro Rodrigues

To Die Like a Man

Mi 11. Mai 2011 · 19:00 Uhr
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Die ergreifende Geschichte eines alternden Travestiestars – übervoll mit wilden Regieeinfällen, surrealen Verfremdungen und poetischen Irritationen.

Antonia, ein Travestiestar des Lissaboner Nachtlebens, steht am Ende einer langen Karriere. Jüngere Konkurrenten haben sie in der Gunst des Publikums überholt, ihr Körper wehrt sich gegen Schönheitsoperationen, eine vollständige Geschlechtsumwandlung kommt für sie aus religiösen Gründen nicht in Frage. Vom Sohn aus einer heterosexuellen Beziehung wird sie nicht akzeptiert. Und der jugendliche Liebhaber Rosário möchte, dass aus ihr endlich eine „richtige Frau” wird.

»Es durchwalten den Film von Anfang bis Ende die Liebe zum Camp und zu extravaganten Ellipsen und Rhythmen, überhaupt eine grandiose Rücksichtslosigkeit gegen jedwede Realismuskonvention. Und doch gibt es die Trauer und die Angst und die Freude und das Leid der Figuren zum Nennwert. Das Dilemma Tonias ist wahr und ist echt.« (Ekkehard Knörer, Tagesspiegel)

MORRER COMO UN HOMEM · Portugal/Frankreich 2009 · Regie: João Pedro Rodrigues · Drehbuch: João Pedro Rodrigues, Rui Catalão, Joao Rui Guerra da Mata · Kamera: Rui Poças • Mit Fernando Santos, Alexander David, Chandra Malatitch, Jenny Larrue, Cindy Scrash u.a. · ab 16 J. · 128‘

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Trailer in span.OF, im Cinema in deutscher Fassung

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Mi 11. Mai · 19:00 Uhr:
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Mi 18. Mai · 19:00 Uhr:
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Mi 25. Mai · 19:00 Uhr:
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Im Fokus: João Pedro Rodrigues

Two Drifters (Odete)

Mi 18. Mai 2011 · 19:00 Uhr
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»Zwei Tagträumer, verloren in einer Geschichte von Liebe, Besessenheit und Tod, verfolgt vom Geist ihrer Begierden.« (João Pedro Rodrigues)

Von dem selben Ereignis, aber aus völlig unterschiedlichen Gründen, werden der junge Schwule Rui und Odete, eine atemberaubende Schöne aus der Nachbarschaft, aus der Bahn geworfen. Bei Rui kann man es nachvollziehen: Gerade noch hatte er seinen Lover Pedro geküsst; Minuten später stirbt dieser bei einem Autounfall. Odete wiederum hatte eigentlich keine Verbindung zu Pedro – aber sie projiziert ihre Lebensmisere und ihre eingebildete Schwangerschaft so intensiv auf den Verstorbenen, dass sie sogar so weit geht, sich lasziv an dessen Grabstein zu reiben.

Wie gesagt, eigentlich unmöglich das Ganze. Aber auch ein faszinierend starkes Stück. Und schließlich unwiderstehlich, wenn Odete beginnt, Pedros Identität anzunehmen. Was schließlich zur Melodie von Henry Mancinis „Moon River" in dieser, wenn man so will, romantischen Komödie der Verhaltensextreme kurz vor dem Abspann passiert, muss man gesehen haben, um es wirklich zu glauben. Aber schon davor kann man die Augen nicht abwenden von den genauen Bildern Rodrigues’.

ODETE · Portugal 2005 · Regie: João Pedro Rodrigues · Drehbuch: João Pedro Rodrigues, Raulo Rebelo · Kamera: Rui Poças · Musik: Frank Beauvais • Mit Ana Cristina de Oliveira, Nuno Gil, Joao Carreira, Teresa Madruga, Carloto Cotta u.a. · ab 16 J. · 97‘

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Mi 11. Mai · 19:00 Uhr:
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Mi 18. Mai · 19:00 Uhr:
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Mi 25. Mai · 19:00 Uhr:
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Im Fokus: João Pedro Rodrigues

O Fantasma

Mi 25. Mai 2011 · 19:00 Uhr
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»Großartig perverses Filmdebüt über Sex zwischen Müllbergen, Mensch und Hund und ein Latexkostüm.« (taz)

Sérgio gehört zu den Unsichtbaren, die nachts in Lissabon den Müll aufsammeln. Tagsüber lebt er vor allem in seinen erotischen Fantasien. Er hat schnellen Sex mit Fremden, von Dominanz und Auslieferungsspielen geprägt. Er lebt wie ein Hund, redet nicht, handelt instinktiv und nimmt sich, was er will. Eines Nachts trifft er auf einen jungen Motorradfahrer – und richtet all seine Fantasien und Begierden auf ihn. Es folgt Sérgios vollständige Verwandlung in ein Fantom, asozial, gefährlich, tierhaft – und die innere Veränderung geht mit dem Äußeren einher: ein von Latex umhüllter, durch und durch sexualisierter Körper auf seinen Streifzügen durch die Stadt.

Der Debütfilm von João Pedro Rodrigues kümmert sich wenig um Psychologie. Die Welt von Sérgio ist durch und durch physisch, unmoralisch und wild. Ohne zu erklären folgt der Film seinem fiebrigen Trip durch die Randgebiete der menschlichen Existenz, vermischt Realität und Fantasie, unterbricht seine Geschichte immer wieder durch fremdartige, zeitlich unbestimmte Bilder und treibt sie an ihr radikales Ende.

Frankreich 2009 · Regie: João Pedro Rodrigues, Jose Neves, Paulo Rebelo, Alexandre Melo · Drehbuch: João Pedro Rodrigues, Jose Neves, Paulo Rebelo, Alexandre Melo · Kamera: Rui Poças · Musik: Pascal Meyer • Mit Ricardo Meneses, Beatriz Torcato, Andre Barbosa, Eurico Vieira u.a. · ab 18 J. · port.OmeU · 90‘

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Mi 11. Mai · 19:00 Uhr:
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Mi 18. Mai · 19:00 Uhr:
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Mi 25. Mai · 19:00 Uhr:
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Spielplan

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Montag, 16. April 2018
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