Die Geschichte im Spiegel des Films 1930-1990

Vom Baltikum bis zum Kaukasus

Die (Film-)Kultur der ehemaligen Sowjetunion gehört der Vergangenheit an. Wenn wir aber über diese Kultur sprechen, so ist es keineswegs so, dass wir über etwas sprechen, das uns so bekannt und geläufig wäre, wie etwa das amerikanische oder französische Kino. Kaum ein Gebiet war in der Sowjetzeit stärkerem ideologischen Druck ausgesetzt als der kulturelle Bereich, was dazu führte, dass viele Filme verstümmelt, verboten und unter Verschluss gehalten wurden. Dass die Filme aus der ehemaligen Sowjetunion kaum im Programm der großen Festivals in Cannes oder Venedig standen, lag an der absoluten Isolation – man ließ nichts heraus und schon gar nichts herein.

Die folgende Filmretrospektive gewährt einen Überblick über die immer noch unbekannte Kultur des multinationalen Staates und bietet zugleich eine Möglichkeit an, die klischeehaften, meistens banalisierten Bilder der sowjetischen Gesellschaft und Alltäglichkeit zu verändern. Die Filmreihe rehabilitiert die Filmemacher, die außerhalb ihres Landes kaum bekannt waren.

Im Oktober und November führen 13 Filme durch diese Geschichte. Eröffnet wird die Reihe am Mo, den 18.9 um 19 Uhr mit einen Einführungsreferat der Kuratorin der Reihe und Kulturwissenschaftlerin Dalia Klippenstein.

Rückblick

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Die Linse: Vom Baltikum bis zum Kaukasus

Ist es leicht, jung zu sein?

Mo 29. November · 19:00 Uhr
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Der national und international bekannte Dokumentarfilm von dem lettischen Regisseur Juris Podnieks lässt den naturalistisch harten Blick hinter die Kulissen ausgegrenzter Lebensformen zu. Er dokumentiert die jugendliche Subkultur, in der geschlossene Gruppen verschiedener Richtungen ihr Anderssein in Kleidung, Musik und Jugendslang ausleben.

Ausgehend von einem Rockkonzert, das 1985 in Riga stattfand, begleitet die Kamera junge Menschen – Punks, Heavy-Metal-Fans, junge Afghanistanveteranen, Drogensüchtige oder „normale“ junge Arbeiter – über einen größeren Zeitraum. Podnieks greift einzelne Gesichter aus dem Konzertpublikum mit Stoptrick heraus und lässt sie später direkt in die Kamera über unterschiedliche Themen sprechen: Musik, Hare Krishna, Drogen, Alkohol, Afghanistankrieg und Selbstmord. Über die Sprache, Blicke und Gesten der Jugendlichen bringt der Film ihre Wünsche, Ängste und Anklage gegen eine Elterngeneration zum Ausdruck, die ihre Ideale ausverkauft hat.

VAI VIEGLI B?T JAUNAM? · UdSSR 1986 · Regie: Juris Podnieks · Drehbuch: Abrams Klezkins, A.Klockis, Jevgenijs Margolins · digitale Projektion · 83’

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Die Linse: Vom Baltikum bis zum Kaukasus

Kleine Vera

Mo 29. November · 20:45 Uhr
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Der Film galt in der Sowjetunion als erster Film einer neuen Ära, zugleich aber auch als düstere Hymne für die Ungerechtigkeit des Lebens. Der Verzicht auf jegliches Pathos und jede symbolische Überhöhung, die so viele andere „Perestrojka“-Filme kennzeichnen, verleiht „Der kleinen Vera“ jene authentische Stimmung, die über den hohen Konventionalisierungsgrad hinwegtäuschte und den Anschein erweckte, das Leben auf der Leinwand so zu sehen, wie es wirklich ist.

Die desillusionierende Welt des Films wird mit einem langen Schwenk über eine Industriestadt eröffnet und beendet: Eisenbahnwracks, Wohnsilos und Schrotthalden. Die erdrückende Atmosphäre potenziert sich auch in den Familienverhältnissen und gesellschaftlichen Denkstrukturen. Im Mittelpunkt steht der Bereich, den der sowjetische Film aus ideologischen Gründen ausgeklammert hat – Gewalt und Sex. Die Geschichte wird trotz der ihr anhaftenden Schwere mit Witz und Ironie vorgetragen und durch die Hauptdarstellerin transportiert.

MALENKAYA VERA · UdSSR 1988 · Regie: Vasili Pitschul · Drehbuch: Maria Chmelik · Kamera: Jefim Resnikow · Musik: Wladimir Matezki • Mit: Natalia Negoda, Andrej Sokolow, Juri Nasarow, Ljudmila Sajzeva · ab 16. J. · dF · 128’

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Bislang in dieser Filmreihe lief...

Die Linse: Vom Baltikum bis zum Kaukasus

Iwan der Schreckliche

Mo 25. Oktober · 19:00 Uhr
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Die letzte filmische Arbeit des Meister-Regisseurs Sergej M. Eisenstein

Der Film stellt eine eindrucksvolle Symbiose aus Biographie, Drama und Historienfilm dar. Er erzählt das Leben des russischen Zaren Iwan IV. von dessen Krönung bis zum Livländischen Krieg. Der Regisseur legt in seiner Inszenierung besonderen Wert auf die von Intrigen bedrohte Inthronisierung des jungen Großfürsten, auf dessen Kampf gegen die alteingesessene Feudalaristokratie der Bojaren sowie auf dessen Niederlage im Livländischen Krieg.

Eisensteins Werk kennzeichnet sich durch eine besondere Expression der Bilder: Die betonte Dekorativität der Innenaufnahmen, die die Historie opernhaft stilisiert, erzeugt eine Atmosphäre des totalitären Staates. Sie wird durch die konventionalisierten und reglementierten Gesten sowie durch die großartige Musik von Sergej Prokofjew verstärkt.

Für den ersten Teil des Films bekam Eisenstein den Stalin-Preis, der zweite Teil wurde verboten und erst 1958 öffentlich aufgeführt, ein geplanter dritter Teil blieb unvollendet.

IWAN GROSNIJ · UdSSR 1941-44 · Regie und Drehbuch: Sergej Eisenstein · Kamera: Edouard Tisse, Andrej Moskwin · Musik: Sergej Prokofiew · Mit Nikolaj Tscherkassow, Serafima Birman, L. Zelikowskaja, W. Pudowkin u.a. ·dF · 103'

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Die Linse: Vom Baltikum bis zum Kaukasus

Die Kraniche ziehen

Mo 25. Oktober · 21:00 Uhr
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Im Mittelpunkt des Films steht die Geschichte von Schuld und Reue: Die Hauptdarstellerin lebt ihr Leben und nicht das der erwarteten Norm. Die Rätselhaftigkeit der Individualität steht im krassen Gegensatz zu den klar konzipierten Menschen, die auf jede komplizierte Frage eine einfache Antwort wussten. Die Hauptdarstellerin spielt weder die untreue Braut, noch die gefallene Frau, noch ein Opfer des Krieges. Sie ist die Liebende, deren Glaube an ihr Gefühl stärker als der an die Realität ist.

Der Film präsentiert nicht nur eine neue Kriegsthematisierung, sondern auch die innovative, experimentelle Arbeit der Filmemacher: Die expressiven Einstellungskompositionen, die die Raumverhältnisse deformieren, den virtuos langen Einsatz der Handkamera ohne Schnitte, der dem Film einen eigenartigen nervösen Rhythmus verschafft, das kontrastreiche Licht- und Schattenspiel, das die psychischen Reaktionen der Heldin vermittelt.

Der Film gewann bei den Filmfestspielen von Cannes 1958 die Goldene Palme.

LETJAT SCHURAWLI · UdSSR 1957 · Regie: Michail Kalatosow · Drehbuch: Viktor Rosow · Kamera: Sergej Urussewski • Musik: Moissei Wainberg ? Mit Tatjana Samoilowa, Alexei Batalow, u.a. · dF · 95’

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Die Kommissarin

Mo 1. November · 19:00 Uhr
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Aleksander Askoldow ist mit seinem Film ein krasser und in seinen persönlichen Auswirkungen tragischer Fall. Sein Film durfte erst in der „Perestrojka“-Zeit „das Licht der Welt erblicken“. Das Verbot des Films kam einem Berufsverbot gleich. Daher blieb er bis heute der einzige Film des Regisseurs.

Im Zentrum des Films steht die Geschichte einer fanatischen Kämpferin der Revolution, die durch ihre Schwangerschaft, Geburt und Mutterrolle ihre Dogmen durch eine humanere Weltsicht ersetzt. Durch die überzeugende ästhetische Umsetzung des Stoffes erreicht der Regisseur eine Emotionalisierung, die frei vom Pathos des sowjetischen Revolutionsfilms war.

Diese Entmythologisierung gelingt durch die Besetzung der Hauptrollen und durch die visuelle Gestaltung, die zwischen möglicher Authentizität des Schauplatzes und mehrdeutiger Bildmetaphorik, zwischen dokumentarischen Kamerablicken und surrealen Traumsequenzen balanciert.

Der Film gewann in Berlin 1988 den Silbernen Bären.

KOMISAR · UdSSR 1967 · Regie und Drehbuch: Aleksander Askoldow · Kamera:  Valeri Ginsburg • Musik: Alfred Schnittke × Mit Nonna Mordyukova, Rolan Bykow u.a. · · ab 12 J. · dF · 110’

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Es war einmal eine Singdrossel

Mo 1. November · 21:00 Uhr
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Im Film inszeniert der georgisch-französische Regisseur Otar Iosseliani den traditionellen Konflikt – Zivilisation vs. Alte Lebensweise - und aktualisiert die Frage, was aus dem georgischen Epikureer im Stress der Großstadt wird. Sein Talent als Musiker, seine Vielfältigkeit und kommunikative Art wird durch sein ständiges, pausenloses Laufen durch Tbilisi und somit auch durch das Leben in Frage gestellt.

Im Reden über seine Beschäftigungen entfaltet sich die Problematik des Nichts-Tuns und des Taugenichts. Verstärkt wird diese Problematik durch die symbolischen Ausdrücke der Zeit: Die einzige Sache, die der Hauptdarsteller in seinem Leben hinterlässt, ist ein Nagel an der Wand im Uhrmacherkiosk, den er eingeschlagen hat.

Der Film stemmt sich von einem typischen folkloristischen Mythos und dokumentiert nüchtern einen Zustand, der vom lethargischen Entschlafen einer Kultur zeugt.

IQO SHASHVI MGALOBELI · UdSSR 1970 · Regie: Otar Iosseliani · Drehbuch: Otar Iosseliani,  Dimitrij Eristawi, Otar Mechrisch • Mit Gela Kandelaki, Gogi Tschchaidse, Irina Dshandieri · 85’

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Ein unvollendetes Stück für ein mechanisches Klavier

Mo 8. November · 19:00 Uhr
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Die Verfilmung der Erzählung „Platonov“ von A.Tschechov veränderte die Position des Regisseurs Nikita Michalkov, der dem deutschen Publikum durch seinen späteren Film „Der sibirische Barbier“ bekannt ist.

Im Zentrum des Films steht die Problematik der russischen Intelligenz des 19. Jahrhunderts – der intellektuelle Verlierer und die Stimmung der Zeit, die Verklärung des Versagens und der Rückzug aus dem öffentlichen Leben. Um diese Problematik zu aktualisieren, bedient sich der Regisseur der Stilisierung alter Zeiten mit ausgesuchten Requisiten, elegant gekleideten Frauen und exzentrischen Männern und schönen russischen Guthäusern in malerischer Landschaft, denen durch künstlicher Nebel bei Sonnenlicht Tiefe verliehen wird.

Sein Gefühl für Stil und auffallende Details, für effektvolle Bildkomposition, Lichtgestaltung und Farbkontraste, für den visuellen Genuss, den die alten Caruso-Platten akustisch unterstützen, hebt sich besonders von den sozial engagierten Produktionsdramen ab.

NEOKONCHENNAYA PYESA DLYA MEKHANICHESKOGO PIANINO · UdSSR 1976 · Regie: Nikita Michalkov · Drehbuch: Nikita Michalkov, Alexander Adabashyan • Mit Alexander Kalyagin,Yelena Solovey, Yevgeniya Glushenko, Antonina Shuranova, Yuri Bogatyryov, Oleg Tabakov u.a. · dF · 103’

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Mimino

Mo 8. November · 21:00 Uhr
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Mimino ist der Spitzname des Haupthelden und bedeutet auf Georgisch der Falke. So codiert diese Bezeichnung den Sinn des ganzen Films: Wie ein Raubvogel durchbohrt Waliko mit seinem Hubschrauber die Wolken, bleibt aber immer in der Nähe von der Erde und so verwandelt er sich in einen sensiblen Schmetterling, der über die arbeitenden Leute seines Dorfs schwebt und ihre Sorgen miterlebt. Das freie Fliegen ist der Kern seiner Persönlichkeit.

Das Thema der Freiheit wird auch in einem anderen Kontext behandelt: Hinter den alltäglichen Details kaschiert der Regisseur die Verlogenheit und Oberflächlichkeit des sowjetischen Russlands.

Mit der feinfühlig und humorvoll stilisierten georgischen Mentalität und volkstümlichen Landschaft wird der kulturelle Unterschied zu der kalten russischen Großstadt betont. Kennzeichnend für den Film ist auch die Zuflucht in eine symbolisch distanzierende, poetisch-humoristische Sprache, die durch den besonderen georgischen Sprachakzent begleitet wird

MIMINO · UdSSR 1977 · Regie: Georgi Danelia · Drehbuch: Reso Gabriadse, Wiktorija Tokarewa · Kamera: Anatoli Petrizki · Musik: Gia Kantscheli •  Mit Wachtang Kikabidse, Ruben Hatschikian, Boryslav Brondukow u.a. · dF · 97’

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Die Abenteuer von Sherlock Holmes und Doktor Watson (Die Bekanntschaft)

Mo 15. November · 19:00 Uhr
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Am 15. Juni 2006 hat Königin Elizabeth II Vasily Livanov den Orden des Britischen Imperiums für die beste Sherlock-Holmes-Rolle aller Zeiten und Nationalitäten überreicht.

Die Geschichte über den berühmten Detektiv diente dem Regisseur I.Maslennikov als eine Zuflucht, in der die Staatsideologie ihre Wirkung völlig verliert. Die Verfilmung hat weder eine geographische, noch eine mentale Beziehung zur Sowjetunion.

Kennzeichnend für den Film ist, dass die Figur des Sherlock Holmes nicht in den Vordergrund gerückt wird. Beide Hauptfiguren – Sherlock Holmes und Doktor Watson – sind gleichwertig, sie ergänzen einander. Die Darsteller dienen den Rollen nicht, sie werden zu den Hauptfiguren. Daher steht im Mittelpunkt nicht die Kriminalintrige, sondern die Männerfreundschaft und das gemeinsame Ziel – den Menschen uneigennützig zu helfen, die sich in Gefahr befinden.

Gezeigt wird die erste Serie, in der die Erzählung „Das gefleckte Band“ adaptiert wurde.

PRIKLYUCHENIJA SHERLOKA HOLMSA I DOKTORA WATSONA (ZNAKOMSTVO) · UdSSR  1979 · Regie: Igor Maslennikov · Drehbuch: July Dunsky, Valery Fried · Musik: Wladimir Daschkewitsch • Mit Vasily Livanov, Vitalij Solomin, Rina Zelenaja, Marija Solomina · russ.OmU · digitale Projektion · 67’

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Moskau glaubt den Tränen nicht

Mo 15. November · 20:30 Uhr
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Als bester ausländischer Film feierte „Moskau glaubt den Tränen nicht“ seinen Triumph bei der Oscarverleihung 1981 und besiegte die Arbeiten von solchen Regisseuren, wie FranVois Truffaut („Die letzte Metro“) und Akira Kurosawa („Kagemusha – der Schatten des Kriegers“).

In zwei Teilen stellt der Film das Schicksal dreier Frauen dar. Im Kontext des meisterhaft stilisierten Lebens der fünfziger Jahre mit bescheidenen Interieurs eines Arbeiterwohnheims, sympathischen Nachbarn, den Kleidern aus Crêpe de Chine, dem Marmor der stalinistischen Wolkenkratzer beginnt diese einfache Geschichte: Drei Mädchen aus der Provinz kommen mit ihren Hoffnungen und Illusionen in die Hauptstadt des Jahres 1958.

Etwa zwanzig Jahre später werden diese Träume und deren Realisierung in den siebziger Jahren vorgestellt. Der Film besticht durch sein zeitgeschichtliches Abbild ganz normaler Lebensgeschichten, die liebenswürdige Zeichnung der Charaktere und eine persönliche Handlung, die weitab von sozialistischer Propaganda liegt.

MOSKVA SLEZAM NE VERIT · UdSSR 1979 · Regie: Wladimir Menschow · Drehbuch: Walentin Tschernik · Kamera: Igor Slabnewitsch • Musik: Sergei Nikitin ? Mit: Vera Alentova, Irina Murawjova, Alexei Batalow, Raissa Rjasanova, Aleksander Fatjuschin, Juri Wassiljew · ab 12 J. · dF · 150’

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Die Reue

Mo 22. November · 18:45 Uhr
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Tengis Abuladse hat mit seinem Film die entschiedenste Auseinandersetzung mit dem Stalinismus eröffnet. Die Liquidationen der Bevölkerung, die völlige Auslöschung der alten Kultur und des historischen Gedächtnisses, Korruption – das sind die Stichworte, die sich um die fiktive Figur des Diktators drehen. Der Film überrascht nicht nur mit der Fabel, sondern auch mit seinem Stil.

Viele visuelle Motive wirken wie Zitate aus Bildern von Hieronymus Bosch. Die geschilderten Vorfälle sind fast alle authentisch, so dass die Stalinistische Wirklichkeit die dargestellte Groteske weit übertrifft. Doch die dokumentarischen Details werden im Film nicht platt übernommen, sondern fließen in einen perversen Maskenball mit exzentrisch verfremdeten, betont theatralisierten öffentlichen Ritualen ein und setzen bewusst auf die Vermischung von Stil- und Zeitebenen.

1987 gewann „Die Reue“ den Großen Preis der Jury bei den internationalen Filmfestspielen von Cannes und wurde für den besten ausländischen Film für den Oscar nominiert.

MONANIEBA · UdSSR 1984 · Regie: Tengis Abuladse · Drehbuch: Tengis Abuladse, Nana Dschanelidse, Reso Kweselawa · Kamera: Michail Agranowitsch · Musik: Nana Dschanelidse · Mit Awtandil Macharadse, Seinab Bozwadse, Ketewar Abuladse, Edischer Giorgobiani, Merab Ninidse · dF · 153’

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Spielplan

Montag, 27. November 2017
19:00
20:00
Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 31. Dezember 2017
14:45
Montag, 1. Januar 2018
14:45
Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
14:45
Donnerstag, 4. Januar 2018
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00