Filmreihe zur aktuellen Bildungsdiskussion

Wie Bildung und Schule gelingen

Bei kaum einem Thema erhitzen sich die Gemüter so sehr wie bei der Bildungspolitik. Sie ist politisches Dauerthema, es scheint sich aber nicht wirklich etwas zu ändern. Zudem spielen ideologische Ausrichtungen stark in inhaltliche Diskussion hinein.

Nach dem teilweisen Scheitern der Bildungsreform in Hamburg ist die Diskussion über neue Schul- und Lehrformen wieder sehr aktuell. Das Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster widmet sich aktuell ebenfalls dieser Diskussion mit einigen Veranstaltungen. Die Filme der Reihe beziehen sich teilweise auf diese Diskussionen. Wir wollen mit den Filmen Anstöße für die Bildungsdiskussion geben.

Weitere Filme werden in den kommenden Monaten folgen.

Wie Bildung und Schule gelingen

Lena, Stella, Ümmü und die Anderen

So 12. Dezember · 11:00 Uhr
in Anwesenheit der Regisseurin Betty Schiel
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Doris Dörries heiterer Dokumentarfilm über den Zen-Priester Edward Espe Brown

Lena, Stella, Ümmü und die anderen gehen zusammen in eine Klasse. In der Gruppe des Klassenzimmers checken sich die Kinder immerfort aus. Anscheinend ist Lena die Chefin, aber vielleicht sagt doch Stella den anderen, wo es langgeht. Patrick schaut sich das Ganze als Außenseiter an. Was er denkt, weiß man nicht wirklich. Und wenn Ümmü lacht, scheint die Sonne. Alltag in der M3, Mittelstufe der Hansaschule, einer Förderschule für geistig Behinderte in Gelsenkirchen Bulmke-Hüllen.

Deutschland 2009 · Regie: Betty Schiel · Kamera: Gertrud Schweers · Schnitt: Anika Simon · Musik: Angelika Niescier · ab 0 J. · Digitalprojektion · 45’

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Website von der Produktionsfirma Häuserl Film

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Wie Bildung und Schule gelingen

Lisette und ihre Kinder

Mi 10. November · 19:00 Uhr
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Ein Dokumentarfilm über eine Erzieherin und ihre Kinder

„Die Welt in 20 Jahren kennen wir nicht. Wir wissen nicht, was Kinder brauchen, deswegen muss es breit angelegt sein und nicht immer noch enger und enger.“ Mit diesem Satz lädt Lisette die Zuschauer ein, sie während ihres letzten Berufsjahres zu begleiten. Unkonventionell, mit Liebe, Weisheit und Humor macht sich die Erzieherin an die Arbeit, die Kinder auf die Welt da draußen vorzubereiten.

Regisseurin Sigrid Klausmann-Sittler und Produzent Walter Sittler hatten ihre Kinder in diesem Kindergarten. Selbst nach dreizehn Jahren haben sie die Arbeit der Erzieherin nicht vergessen. Dies war der Beginn einer einjährigen Dokumentation über die Erzieherin Lisette und ihre Kinder

Deutschland 2008 · Regie und Drehbuch: Sigrid Klausmann-Sittler · Kamera: Frank Pfeiffer, Beate Scherer · Musik: Putte · ab 0 J. · digitale Projektion · 75‘

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Wie Bildung und Schule gelingen/ Münsteraner Filmgut

Gewalt tut weh

Mi 10. November · 18:00 Uhr

Seit vielen Jahren arbeitet der Schauspieler Gerry Sheridan (Münster/Dublin) mit Jugendlichen zu ihren Gewalterfahrungen. Gezeigt wird der in diesem Jahr entstandene 18-minütige Kurzfilm aus der Projektarbeit in der Augustin-Wibbelt Schule, Roxel. (Gefördert durch das NRW-Landesprogramm »Kultur und Schule«.).

Der Eintritt ist frei. Nach dem Film gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

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Der Die Das

Mo 11. Oktober · 19:00 Uhr
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Beobachtungen in der Grundschule

Sanita schleicht sich mal wieder verschlafen und viel zu spät zur Tür herein. Sie setzt sich neben Bright, der seinen Kopf in den verschränkten Armen versteckt, als wäre er dann unsichtbar. Laethicia rückt ratlos ihre Plastikkrone zurecht und starrt auf den Rechenschieber, während Fuat lieber von einer Autofahrt mit seinem Vater träumt.

Bright, Sanita, Laethicia und Fuat leben in Berlin und haben das gleiche Problem – sie sind Schulanfänger. Denn egal ob nigerianisch, bosnisch, deutsch oder türkisch, zur Schule gehen heißt für die 6 bis 8-Jährigen die tägliche Konfrontation mit dem Gefühl, anders zu sein. Aber für Emotionen gibt es im vollen Klassenzimmer keinen Platz. Alltag ist ein einsamer Kampf um Anpassung und Leistung, der seine Ventile sucht. Wer kriegt eine Chance und wer bleibt Außen vor – eine Reise zurück in die Kindheit.

»Immer auf Augenhöhe. Respektvoll, zurückhaltend, liebevoll. Geduldig, gelassen, beobachtend. Eine Klasse im ersten Schuljahr, ein Ort, den wir alle kennen, an dem häufig die ersten Konflikte entstehen … Dieser Film ermöglicht uns durch seinen unvoreingenommenen Blick, der nie bewertend oder aufdringlich ist, ein unmittelbares Miterleben und Mitfühlen. Und er hinterlässt Spuren.« (Jury: Int. Frauenfilmfestival Dortmund)

Deutschland 2008Regie, Idee & Schnitt: Sophie Narr · Kamera: Anne Misselwitz · digital.Proj. · 92'

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Kinder!

Mi 22. September · 19:00 Uhr
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Ein Tierfilm über Menschen – wie Kinder lernen

„Kinder!“ ist dem Lerngenie der Kinder auf der Spur. Hauptdarsteller sind Kinder im Alter von null bis zehn Jahren. Mehr als zwei Jahre lang haben Filmemacher Reinhard Kahl und sein Team Kinder in der Natur, in Kindergärten, Schulen und Forschungseinrichtungen begleitet. Aus mehr als 250 Stunden Beobachtungen ist eine Dokumentation von 83 Minuten entstanden. Man sieht einen „Tierfilm über Menschen.“ Aber anders als andere Tiere brauchen Menschen Kultur. So zeigt die Dokumentation die Entfaltung der „kulturellen Intelligenz“ unter anderem in der „Lernwerkstatt Natur“ in Mülheim/Ruhr, in Daniel Barenboims Musikkindergarten Berlin, in der Schweizer Primaria, die Kindergarten und Schule integriert.

„Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge“, sagt der Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther: „Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann, es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt.“

Eindrucksvolle Bilder liefern wertvolle, aber auch überraschende Erkenntnisse über das Lernverhalten in den frühen Jahren.

Deutschland 2007Regie: Reinhard Kahl · Kamera: Hanno Hart, Tarek Abu el Saud, Ralf Biehler, Alex Decker, Marika Kavouras · Schnitt: Frank Wörler • Mit Dr. Gerald Hüther, u.a. • 83'

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Spitze – Schulen am Wendekreis der Pädagogik

Mo 20. September · 19:00 Uhr
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Wie kommt es, dass Schulen in Skandinavien so erfolgreich sind? 

Wie kommt es, dass Schulen in Skandinavien so erfolgreich sind? Woran liegt es, wenn dass in Finnland oder Schweden in der ganzewn Gesellscgaft ein Innovationasklima ausbreitet? Mehr als 70% des Jahgangs erwirbt die Studienberechtigung? Kann man die Leisungsspitze stärken und zugleich das allgemeine Niveu heben? Geht das Lust und Leistung - Hand in Hand? Schulen in Skandavien zeigen, es geht. Und es geht gut. Sie zeigen den Weg für eine Schule in der Wissen- und Ideengesellschaft.

Diese Einsichten vermittelt der Film in drei Lektionen. Erste Lektion: Förderung der Breite und Steigerung der Leistungsspitze schließen sich nicht aus. Im Gegeneil: Ohne breite Basis keine Spitzenleistung. 2. Lektion: Lust und Leistung sind in der Wissensgesellschaft nicht mehr wie Feuer und Wasser. 3. Lektion: Auf den Anfang kommt es an.

Deutschland 2002Regie: Reinhard Kahl • Mit Rainer Domisch, Kati Jauhiainen u.a. • 55'

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Treibhäuser der Zukunft

Mo 13. September · 19:00 Uhr
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Reinhard Kahls überragender Film darüber, wie Schule auch bei uns gelingt.

Der Film zeigt deutsche Schulen, in denen sich Lust und Leistung nicht beißen, sondern steigern. Die Botschaft des Films ist alles andere als eine Pisa-Entwarnung: Die gelungenen Schulen sind die schärfste Kritik an den immer noch verbreiteten langweiligen und häufig verwahrlosten Lernvollzugsanstalten, an denen viele Lehrer mittags schneller in ihrem Golf sind als die Schüler auf dem Fahrrad.

Aus mehr als 200 Stunden Filmmaterial, gedreht im Unterricht und Schulalltag, mit Lehrern, Schülern und Eltern, sowie mit Wissenschaftlern, wurde das Bild einer möglichen Zukunft montiert, die in manchen Schulen längst begonnen hat. Zugleich wird der Abstand zum häufig tristen Alltag des üblichen Unterrichts deutlich. Der Film schaltet von der Ursachenforschung bald zum Porträt von Schulen, die diese Frage mit ihrem Gelingen beantworten. Es sind Schulen, die Kinder und Jugendliche hungrig machen und nicht satt. Schulen, die anziehende Orte geworden sind, und nicht müde oder überdrüssig machen.

„Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge“, sagt der Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther: „Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann, es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt.“

Deutschland 2004Regie: Reinhard Kahl • Mit Elsbeth Stern, Andreas Schleicher, Manfred Spitzer, Peter Fauser, Alfred Hinz u.a. • 115'

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Spielplan

Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 31. Dezember 2017
14:45
Montag, 1. Januar 2018
14:45
Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
14:45
Donnerstag, 4. Januar 2018
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00