Ajami

Oscar-nominiert: ein jüdisch-arabisches Regieduo erzählt eine kraftvolle Tragödie von der Spirale aus Schuld, Rache und Gewalt
Tel Aviv, Jaffa, Ajami. Hier ist das Babel der Gegenwart, wo das Leben ein permanenter Ausnahmezustand. Seit langem leben Verfeindete hier als Nachbarn auf engstem Raum.
Omar, der sich in die junge Hadir verliebt hat, wird in einen blutigen Streit mit einer mächtigen arabischen Familie verwickelt und von ihrer grausamen Rache verfolgt. Ihm bleibt nur die Flucht, und dennoch kann er die Stadt und Hadir nicht verlassen.
Seine letzte Chance ist, das von einem islamischen Richter festgesetzte – und dennoch unbezahlbare – Schuldgeld aufzutreiben.
Auch Omars Freund Malek braucht dringend Geld, denn seine Mutter ist schwer krank. Um die Behandlung bezahlen zu können, arbeitet er illegal in Israel.
Das Leben Dandos, eines jüdischen Polizisten, nimmt eine tragische Wendung, als sein Bruder spurlos verschwindet. Zutiefst überzeugt, dass er Arabern in die Hände gefallen sein muss, schwört Dando Rache.
Während er das Schicksal seines Bruders aufzuklären versucht, bietet sich Malek und Omar ein viel versprechendes Geschäft mit zwielichtigen Drogenhändlern. Doch die Ereignisse geraten außer Kontrolle.
Oscar 2010: Nominierung als Bester fremdsprachiger Film

Deutschland/Großbritannien/Frankreich 2009 · Regie und Drehbuch: Yaron Shani, Scandar Copti · Kamera: Boaz Yehonatan Yacov · Musik: Rabiah Buchari • Mit Shahir Kabaha, Fouhad Habash, Ibrahim Frege, Scandar Copti, Eran Naim, Sigal Harel u.a. · digitale Projektion · 120‘
Die Regisseure
Scandar Copti, Jahrgang 1975, ist arabischer Christ und Bürger des israelischen Staates, geboren und aufgewachsen in Ajami / Jaffa. Nachdem er Schauspiel
und Drehbuch studierte, drehte Scandar „The Truth“, ein 12-minütiger, fiktiver Dokumentarfilm, der für sein gewagtes politisches Statement gelobt, später aber in Israel zensiert wurde. Seitdem hat Scandar Copti verschiedene Filme, Dokumentarfilme und experimentelle Kurzfilme geschrieben, gedreht und geschnitten.
Yaron Shani, geboren 1973, ist israelischer Jude. Er beendete sein Studium an der Tel Aviv University Department of Film and Television mit seinem Abschlussfilm „Disphoria“, ein 40-minütiges Drama, das beim Internationalen Studentenfilmfestival Babelsberg den Publikumspreis und eine besondere
Juryerwähnung in Karlovy Vary erhielt. 2002 traf Yaron als Leiter des Internationalen Studentenfilmfestivals Tel Aviv auf Scandar Copti und sie begannen an „Ajami“ zu arbeiten. Bis zu diesem Zeitpunkt hat Yaron bei Dokumentarfilmen und 3D-Filmen für die Orpan Group Regie geführt.

Links
» Offizielle Homepage
» filmportal.de
» Internet Movie DB
» Linksammlung filmz
Presseschau
» www.angelaufen.de
» www.film-zeit.de
Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung
mo ab ~17:00
di-sa ab ~15:00
so ab 10:45
Telefonische Kartenvorbestellung
Telefon 0251.30300
Reservierte Karten
bitte 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abholen!
Eintrittspreise
€ 7,20 / erm. € 5,70
nachmittags € 5,70
Premierentag € 4,90



