Architektur und Film: #Auf die Plätze! – Stadt braucht Räume

Öffentliche Räume sind seit jeher prägende Elemente einer Stadt, sie geben ihr Antlitz und Identität. Sie sorgen für Lebensqualität der Bewohner und sind ein wichtiger Garant für demokratische Stadtkultur und Orte der Begegnung: Plätze und freie Flächen, die für alle frei zugänglich nutzbar sind. Seit den 1960er Jahren rückt die Bedeutung des öffentlichen Raumes bei der Stadtplanung stärker in den Vordergrund. Städtebaukritiker wie Jane Jacobs und Wolf Jobst Siedler wenden sich gegen die zunehmende Verdrängung freien Raumes in den Städten durch Bauprojekte sowie die strikte Trennung von Arbeit und Leben und fordern demgegenüber vielfältig gestaltete urbane Plätze, die zum Ort der Kommunikation, Integration und Identität werden. Nur so kann im Zeitalter virtueller Räume die Stadt wieder zum Schauplatz realer Begegnungen werden, und diese Belebung innerstädtischer Plätze wird zum wichtigen Mittel im Kampf gegen deren Verwahrlosung.

Der öffentliche Raum ist das Thema der zehnten Ausgabe der Reihe Architektur und Film, die das CINEMA Münster in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW präsentiert. Zwei Dokumentationen schildern die Herausforderungen, denen zeitgenössische Architekten bei der Verwirklichung urbaner Raumplanung gegenüber stehen; der städtische Platz als Bühne öffentlichen Lebens steht im Mittelpunkt zweier Spielfilme.

Alle Filme mit Einführung. Im Anschluss an die Vorführungen lädt die Architektenkammer jeweils zu einem „Get together“ im Foyer, bei dem sich Gelegenheit zum Austausch über das Programm bietet.

Es ist empfehlenswert, Karten im Internet oder telefonisch zu reservieren!

Die Termine:

Mo 13. November 2017 · 20:00 Uhr: Human Scale

Mo 20. November 2017 · 20:00 Uhr: Das süsse Leben (La dolce vita)

Mo 27. November · 20:00 Uhr: Urbanized

Mo 4. Dezember 2017 · 20:00 Uhr:Tatis Schützenfest (Jour de fête)

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In Kooperation mit:

Der Flyer zum Download

Architektur und Film: Auf die Plätze! – Stadt braucht Räume

Urbanized

Mo 27. November 2017 · 20:05 Uhr
Mit anschl. Get-Together im neben*an

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In seinem Film URBANIZED wirft Gary Hustwit einen Blick auf das Design von Städten und dessen Einfluss auf unser Leben. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung lebt derzeit in Großstädten, Tendenz steigend. Während einige Städte extensiv wachsen, veröden andere. Wohnungsbau, kreative Nutzung des öffentlichen Raums, Mobilität, Bürgerbeteiligung und Umweltschutz werden zu universellen Herausforderungen, an deren Bewältigung meist nur wenige involviert sind.

Hustwit stellt internationale Entwicklungen und Projekte vor (unter anderem den Umbau der New Yorker Highline und Stuttgart 21) und begibt sich in Städte wie Bogota, Santiago de Chile, New York, Rio de Janeiro, Peking, Kopenhagen und Detroit, um Einblicke in das facettenreiche Feld der Stadtplanung zu gewähren. Oscar Niemeyer, Rem Kohlhaas oder Sir Norman Foster kommen ebenso zu Wort wie viele lokale Architekten und Planer.

USA 2011 · R: Gary Hustwit · K: Luke Geissbuhler • Mit Oscar Niemeyer, Rem Koolhaas, Michael Sorkin, Norman Foster, Amanda M. Burden, Joshua David u.a. · engl.OF · 85'

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www.kinoheld.de

Reservierte Karten
Bitte 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abholen,
vormittags und zur 15-Uhr-Vorstellung
15 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung

Montag und Dienstag ab ~17:00 Uhr
Mittwoch bis Samstag ab ~15:00 Uhr
Sonntag ab 10:45 Uhr

Telefonische Kartenvorbestellung
Telefon 0251.30300

Eintrittspreise
€ 8,00 / erm. € 6,50
Premierentag € 5,50
Kinderkino € 4,50

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen

Architektur und Film: Auf die Plätze! - Stadt braucht Räume

Tatis Schützenfest

Mi 4. Dezember 2017 · 20:00 Uhr
als Vorfilm DER REINIGER von David Kluge // Mit anschl. Get-Together im neben*an

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Jacques Tati, der den Briefträger François spielt, feiert die französische dörfliche Gemeinschaft – mit kritischer Sympathie, mit Leidenschaft, Liebe, aber ohne in idyllisches Fahrwasser zu geraten. Schon hier zeigt sich Tatis Distanz zur Stadt, zu modernen Technologien, zu festgefügten Ordnungen, zu vermeintlich planbaren Abläufen.

Es ist die Zeit des Schützenfestes im Städtchen Sainte-Sévère, und alle Bewohner helfen mit bei der Verwandlung des öffentlichen Dorfplatzes in einen Rummelplatz: nicht nur Wurfbuden und ein Karussell gastieren, sondern auch ein Wanderkino, in dem ein Kurzfilm über die modernen Methoden der Post in Amerika gezeigt wird: Sofort versucht François, die Kinobilder in seinem Alltag umzusetzen. Die Welt von Sainte-Sévère bildet einen natürlichen Gegenpol zur hektischen Großstadt und Urbanität.

JOUR DE FêTE · Frankreich 1949 · R: Jacques Tati · Db: Jacques Tati, Henri Marquet, René Wheeler · K: Marcel Franchi, Jacques Mercaton · Musik: Jean Yatove • Mit Jacques Tati, Guy Decomble, Paul Frankeur, Santa Relli, Maine Vallée u.a. · ab 16 J. · 82'

Trailer in Omniederl.U, im Cinema in dt. Fassung

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Rückblick: In dieser Filmreihe lief bereits ...

Architektur und Film: Auf die Plätze! – Stadt braucht Räume

Human Scale

Mo 13. November 2017 · 20:00 Uhr
Mit einer kurzen Einführung und anschl. Get-Together im neben*an

Vorfilm: Butterfly † 1975 (NL 1973 · R: Gerrit van Dijk · 4‘)
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Dokumentation über die weltweit voranschreitende Verstädterung und den Versuch, diese mit Architektur positiv zu gestalten

Stadtentwicklung ist nicht unbedingt ein Thema, das sich unbedingt für eine spannende Dokumentation eignet. Doch dem dänischen Regisseur Andreas M. Dalsgaard gelingt es in seinem hervorragendem Film THE HUMAN SCALE die Frage, wie die Menschheit in den zunehmend wachsenden Städten leben will und kann, auf ansprechende Weise in Bilder zu fassen.

Die filmische Dokumentation würdigt das Lebenswerk des dänischen Architekten Jan Gehl. Er gilt als Pionier einer Großstadtentwicklung, die sich an den Menschen und ihren Bedürfnissen orientiert. So hat er wesentlich an der Umgestaltung von Kopenhagen von einer autogerechten zu einer fußgängerfreundlichen Stadt mitgearbeitet – die Stroget gilt heute als längste Fußgängerzone in Europa. Das Büro Gehl ist als Stadtentwickler zum Vorreiter einer Bewegung ähnlich denkender Planer und Architekten weltweit geworden.

Dänemark 2012 · R & Db: Andreas Dalsgaard · K: René Strandbygard, Heikki Färm, Adam Philp, Manuel Alberto Claro, Casper Høyberg · Musik: Kristian Eidnes Andersen · ab 0 J. · dän.OmU · 80'

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Architektur und Film: Auf die Plätze! – Stadt braucht Räume

La dolce vita – Das süße Leben

Mo 20. November 2017 · 20:00 Uhr
Mit einer kurzen Einführung und anschl. Get-Together im neben*an

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Der Boulevardjournalist Marcello, der auch Ambitionen als Romancier hegt, jagt im sommerlichen, nächtlichen Rom Prominenten nach, stets in der Hoffnung auf eine deftige Enthüllungsstory. In seinem Schlepptau: Paparazzo, der durch den Film zum Synonym des aufdringlichen Pressefotografen wurde. Immer wieder Schauplatz ist die Via Veneto mit ihren exklusiven Nachtclubs und Cafés, in denen das nächtliche Leben pulsiert. Andere Szenarien: Piazza del Popolo, Via Appia Antiqua, der Trevi-Brunnen, die Caracalla-Thermen, der Strand von Fregene.

Die Schickeria Roms besetzt im Film diese Plätze und inszeniert sich dort exzessiv selbst, was ironischerweise dazu führte, dass die Orte nach Aufführung des Films tatsächlich zum Treffpunkt vieler Stars wurden. Fellini verhöhnt in dem Film Menschen, die zu echten Gefühlen und Beziehungen nicht mehr fähig sind und hält damit einer dekadenten Spaßgesellschaft den Spiegel vor. Er offenbart die Leere der glamourösen Welt einer Schickeria, ohne zu leugnen, dass er selbst ein Teil davon ist.

LA DOLCE VITA · Italien/Frankreich 1960 · R & Db: Federico Fellini, Tullio Pinelli, Ennio Flaiano, Brunello Rondi, Pier Paolo Pasolini · K: Otello Martelli · Musik: Nino Rota • Mit Marcello Mastroianni, Anita Ekberg, Anoul Aimée, Lex Barker u.a. · ab 12 J. · 174'

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Spielplan

Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 31. Dezember 2017
14:45
Montag, 1. Januar 2018
14:45
Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
14:45
Donnerstag, 4. Januar 2018
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00