Architektur und Film: Die Kunst der Museumsarchitektur

Der Realisierung zeitgenössischer Museumsarchitektur gehen zumeist publikumswirksam organisierte Wettbewerbe voraus, in denen sich sowohl öffentliche Auftraggeber*innen wie auch erfolgreiche „Starchitekt*innen“ profilieren können. Der kreativen Freiheit sind bei diesen Leuchtturmprojekten keine Grenzen gesetzt.

Extravagante Beispiele dieser Architektur, vor allem aus den beiden letzten Jahrzehnten, entstanden durch innovativen Umgang mit Material und Design und zeigen, wie der Museumsbesuch zu einer völlig neuen Erfahrung werden kann. Nicht nur die ausgestellten Kunstwerke ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher*innen auf sich, sondern auch die spektakulären Museumsgebäude selbst.

Hier muss allerdings die Frage nach der Rolle der Architektur in den Kontext der musealen Rezeption gestellt werden, denn Material, Licht und Raumgestaltung können die Wahrnehmung entscheidend beeinflussen.

Die Filme der 17. Ausgabe der Reihe Architektur und Film, die das CINEMA Münster in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW präsentiert, stellen Klassiker der Museumsarchitektur vor und setzen sich kritisch mit der Beziehung zwischen der Architektur und der Präsentation von Kunst auseinander.

Alle Filme mit Einführung. Es ist empfehlenswert, Karten im Vorverkauf im Internet oder vor Ort im Cinema zu erwerben.

Die Termine:

Mo 15. November 2021 · 18:30 Uhr: Zaha Hadid
(A DAY WITH ZAHA HADID + GEBAUTE VISION)

Mi 1. Dezember 2021 · 18:30 Uhr: Mies van der Rohe
(MIES VAN DER ROHE - DIE NEUE NATIONALGALERIE + REGULAR OR SUPER - VIEWS ON MIES VAN DER ROHE)

Mo 13. Dezember 2021 · 18:30 Uhr: Renzo Piano
(CATHEDRALS OF CULTURE – SEGMENT „CENTRE POMPIDOU“ + RENZO PIANO – ARCHITEKT DES LICHTS)

Mi 22. Dezember 2021 · 18:30 Uhr: Daniel Libeskind
(BERLIN‘S JEWISH MUSEUM – A PERSONAL TOUR WITH DANIEL LIBESKIND +
DAS JÜDISCHE MUSEUM IN BERLIN – ZWISCHEN DEN ZEILEN)

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In Kooperation mit:

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Architektur & Film

Mies van der Rohe

Mi 1. Dezember 2021 · 18:30 Uhr

Hier Karten kaufen (cineplex.de)

MIES VAN DER ROHE - DIE NEUE NATIONALGALERIE
Anfang der 1960er-Jahre beauftragte der Senat von (West-)Berlin Mies van der Rohe (1886-1969) mit dem Bau eines Museums für moderne Kunst. Exakt dreißig Jahre, nachdem der Aachener Architekt aus seiner Heimat emigriert war, eröffnete 1968 die Neue Nationalgalerie, die schnell zu einem Klassiker des Museumsbaus avancierte. In ihrem Dokumentarfilm erkundet die Regisseurin Ina Weisse die Entstehung des Projektes und zeigt den Betrachter*innen in minimalistischen Schwarzweiß-Aufnahmen die Essenz des Meisterwerks. Als Tochter des Architekten Rolf Weisse, der mit Mies van der Rohe in Chicago arbeitete, kann Ina Weisse auf bisher unbekannte Archivmaterialien zurückgreifen, dazu sind Interviews mit Mitwirkenden des Projektes zu sehen. Die Nationalgalerie entsprach überhaupt nicht den damals gängigen Konzepten der Museumsarchitektur, sie sollte vielmehr ein "Universalraum" sein, der die Ausstellung verschiedenartigster Objekte zuließ. Wie bei einem seiner Vorbilder, der Cullinan Hall des Museum of Fine Arts in Houston (entstanden 1954), können sich die Kunstobjekte in einem schlichten, großen Raum frei entfalten und dank der Glashülle mit dem Außenraum kommunizieren.
Deutschland 2017 · R & Db: Ina Weisse · K: Judith Kaufmann, Marcus Winterbauer · dF · 65 Min.

REGULAR OR SUPER - VIEWS ON MIES VAN DER ROHE
Was macht Kunst zu Kunst? Kann eine Tankstelle als Kunst gelten? Es kann, wenn es von Mies van der Rohe entworfen wurde, einem der wahren Genies der modernen Architektur. Van der Rohe ist berühmt für seine minimalistischen Entwürfe, darunter das New Yorker Seagram Building, das Toronto Dominion Center und zahlreiche Gebäude in Chicago. Seine Besessenheit von Reinheit und Einfachheit und sein Festhalten an der Überzeugung, dass "weniger mehr ist", beeinflussten die Art und Weise, wie er Form und Funktion verband, und schufen eine Verbindung zur Natur und eine Architektur, die weniger vom Leben entfernt ist und mehr darüber nachdenkt, wie wir tatsächlich leben. Der von Jazz geprägte Soundtrack und die inspirierte Kinematographie erwecken van der Rohes Arbeit zu neuem Leben in einem Film, der den Geist des Mannes und seine brillanten Beiträge zur Architektur des 20. Jahrhunderts einfängt. Mit Kommentaren von Größen wie Elizabeth Diller, Phyllis Lambert, Rem Koolhaas und Stanley Tigerman.
Kanada 2004 · R & Db: Patrick Demers, Joseph Hillel · K: Patrick Demers, Joseph Hillel · engl./ franz. OmeU · 56 Min.

In Kooperation mit:

Covid-19 Infos
Folgende Regeln sind zu beachten

Online Karten kaufen
cineplex.de

Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung

Montag bis Samstag ab ~17:00 Uhr
Sonntag ab ~ 11:45 Uhr

Eintrittspreise
€ 8,50* / erm. € 7,00*
Premierentag € 6,-*
Kinderkino € 5,00
Soli-Preis € 10,50*
*online € 0,50 günstiger: cineplex.de

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen,

Soli-Ticket "An*Kurbelkiste" zur freiwilligen Unterstützung von Cinema & Kurbelkiste.

Donnerstag = Premierentag
Neustarts kosten donnerstags in allen Vorstellungen nur € 6,- (+evtl. Zuschlag wegen Überlänge)

Architektur & Film

Renzo Piano

Mo 13. Dezember 2021 · 18:30 Uhr

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Über kaum ein anderes Museum in Westeuropa wurde wegen seiner Architektur so heftig debattiert, und kein anderes Museum erlangte seitdem eine derartige Popularität wie das Pariser Centre George Pompidou. Das immer noch modern wirkende, damals wie heute futuristische Kulturzentrum, konzipiert von Renzo Piano (*1937) und Richard Rogers (*1933), fasziniert seit seiner Eröffnung 1977 seine Besucher*innen, die, neben den ausgestellten Objekten, hinter der Glasfassade und von einer offenen Rolltreppe aus, auch die französische Hauptstadt bewundern können. Die außergewöhnliche Form des Films Cathedrals of Culture lässt die Architektur des Hauses selbst sprechen und zeigt dessen faszinierenden Alltag. Das Centre Pompidou erinnert sich an seine Entstehung und gewährt einen spannenden Blick hinter die Kulissen.

Für die kleine Hafenstadt Santander an der Nordküste Spaniens hat Renzo Piano vierzig Jahre nach dem Centre Pompidou das Centro Botín konzipiert, ein schwebendes Gebäude, das im Licht badet. Eingehendes Wissen über Bautechnik verbindet sich in dem Film Renzo Piane – An Architect For Santander mit der Poesie der Landschaft. Der berühmte spanische Regisseur Carlos Saura dokumentiert das Projekt und diskutiert mit dem „Architekt des Lichtes“ über die Kunst, den kreativen Schaffensprozess und die soziale Funktion von Schönheit.

CATHEDRALS OF CULTURE SEGMENT „CENTRE POMPIDOU“:
F 2014 • 26 Min. • OF • FSK 18 · R: Karim Aïnouz

RENZO PIANO ARCHITEKT DES LICHTS
E 2019 • 63 Min. • OmU • FSK 18 • R: Carlos Saura

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Architektur & Film

Daniel Libeskind

Mi 22. Dezember 2021 · 18:30 Uhr

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Wie kann Geschichte anhand der Form eines Bauwerks gelesen werden? Dies ist das Ziel des US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind (*1946), der mehrere jüdische Museen in Europa und Nordamerika konzipierte. „Between the lines“ hieß der Entwurf zum Jüdischen Museum Berlin aus den 1990er-Jahren, konzipiert als Zick-Zack-Anbau aus Titanzink, der nur durch das alte Museums-Barockgebäude betreten werden kann. Der Besuch des Ortes wird zur physischen Erfahrung, bei der man sich desorientiert fühlt und Flure betritt, deren Ende man nicht sieht. Genau das intendierte Libeskind, der selber polnisch-jüdischer Herkunft ist.

Der Gang durchs Museum wird anhand der Details der Architektur ein Gang durch die deutsche Geschichte: ein graues Labyrinth, unerwartete Nischen und unübersichtliche Winkel, sorgfältig dosiertes, gedämpftes Licht. Das Jüdische Museum Berlin – von den Berlinern „Blitz“ genannt – ist das wohl erstaunlichste Gebäude des neuen Berlin. Wer denkt da nicht an Adornos These über die Unmöglichkeit, nach Auschwitz noch Gedichte zu schreiben? Der Bau des Architekten Daniel Libeskind warf zunächst eine Frage auf: Wie kann man dort bauen, wo alles zerstört wurde? Wie kann sich Architektur mit Geschichte auseinandersetzen – und vor allem mit diesem Teil der Geschichte? Noch nie ist es gelungen, einen Bau zu konzipieren, der dem Widerspruch zwischen dem, was unbedingt gesagt werden muss und dem, was nie gesagt werden kann, in so vollkommener Weise Ausdruck verleiht.

BERLIN‘S JEWISH MUSEUM – A PERSONAL TOUR WITH DANIEL LIBESKIND
USA 2000 • 58 Min. • OF digitalDCP • FSK 18 • R: Michael Blackwood

DAS JÜDISCHE MUSEUM IN BERLIN – ZWISCHEN DEN ZEILEN
F 2002 • 27 Min. • DF digital • FSK 18 • R: Richard Copans, Stan Neumann

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Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung

Montag bis Samstag ab ~17:00 Uhr
Sonntag ab ~ 11:45 Uhr

Eintrittspreise
€ 8,50* / erm. € 7,00*
Premierentag € 6,-*
Kinderkino € 5,00
Soli-Preis € 10,50*
*online € 0,50 günstiger: cineplex.de

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Donnerstag = Premierentag
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Rückblick: In dieser Filmreihe lief bereits ...

Architektur & Film

Zaha Hadid

Mo 15. November 2021 · 18:30 Uhr
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Begleitend: Lesung LITTLE PEOPLE. BIG DREAMS. Zaha Hadid am "Vorlesetag" am 19.11. um 16:30 Uhr im neben*an (Eintritt frei) - mit MuM e.V. und Buchhandlung Wunderkasten.

Die Kunst der Museumsarchitektur (1): A DAY WITH ZAHA HADID [57 Min., engl.OF] und GEBAUTE VISION [45 Min.]

A DAY WITH ZAHA HADID
Das vielfältige Werk der irakisch-britischen Architektin Zaha Hadid (1950 - 2016) beeindruckt und überrascht durch atemberaubende, gewagte Strukturen. Der revolutionäre Umgang mit neuen Materialien ermöglichte Hadid eine innovative Architektur, bei der von der Vision bis zur Durchführung nichts unmöglich zu sein schien. Ihr Spitzname "The Queen of the Curve" verrät das Merkmal ihres architektonischen Kosmos: fließende organische und geometrische Linien, die die Innen- und Außenräume ihrer Museumsbauten gliedern. Im Jahr 2003 widmete das MAK - Museum für Angewandte Kunst in Wien der Architektin eine große Ausstellung, durch die Hadid die Besucher*innen in Michael Blackwoods Film A Day With Zaha Hadid führt. Sie erzählt dabei über ihr Leben und stellt ihre wichtigen Kulturbauten vor, wie das Contemporary Arts Center in Cincinnati (2003) und das MAXXI in Rom (2009).
USA 2004 · R: Michael Blackwood · engl. OV · 57 Min.

GEBAUTE VISION
Mit fein geschliffener Theorie und rasierklingenscharfer, kühner, kantiger Architektur hat sie es geschafft, ihren eigenen Standort zu definieren. Mit viel Durchsetzungsvermögen und Kalkül gewinnt sie Jurys für sich und damit einen Wettbewerb nach dem anderen. Gebaut wird zunächst nichts. Zaha Hadid gilt über 15 Jahre lang als die große "Ungebaute" der Architekturgeschichte. Und plötzlich das: Rolf Fehlbaum, Vorstand des Vitra Möbelkonzerns in Weil am Rhein, lässt Zaha Hadid ein Feuerwehrhaus für das Betriebsgelände bauen. Das war 1992. Das kristallartig geschliffene Gebäude macht Schule und so wird aus der "ungebauten Hadid" die an der Spitze der Architekturwelt stehende Frau, überschüttet mit Aufträgen rund um den Globus. Die grenzenlose Vision Zaha Hadids und ihr Ruf als Architektin spektakulärer Bauten ist auch in Gebaute Vision zu spüren. Im Fokus dieses Dokumentarfilms steht ein konkretes Projekt: die Feuerwache in Weil am Rhein, ihr erster Auftrag aus dem Jahr 1993.
Deutschland 1994 · R: Boris Penth · 45 Min.

 

 

In Kooperation mit:

Links
Offizielle Homepage
Filminfos Sony
Internet Movie DB

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Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung.

Montag & Dienstag ab ~16:00 Uhr
Mittwoch bis Samstag ab ~15:00 Uhr
Sonntag ab ~10:45 Uhr

Eintrittspreise
Montag bis Donnerstag
€ 8,00 / erm. € 7,00
Treue € 7,00 / Treue erm. € 6,00

Freitag bis Sonntag & an/vor Feiertagen
€ 9,00 / € 7,50 Euro
Treue € 7,50 / Treue erm. € 6,50

unter 16 J.: € 5,50
Kino für Kinder: € 5,00
Soli-Preis: zzgl. € 2,00
Arthouse-Sneak: € 5,00

Tickets: cineplex.de

Bei Sonderveranstaltungen gelten mitunter besondere Preise.

Soli-Ticket "An*Kurbelkiste" zur freiwilligen Unterstützung von Cinema & Kurbelkiste.

Treuekarte "4x zahlen. 4x strahlen." für Vielseher*innen; Gültigkeit 6 Monate, nicht übertragbar. Nach 4x regulärem Eintrittspreis gibt es 4x eine Preisstufe günstiger.

Spielplan

Samstag, 11. Dezember 2021
14:45
Montag, 13. Dezember 2021
18:30
20:45
Mittwoch, 15. Dezember 2021
18:30
22:15
Donnerstag, 16. Dezember 2021
Neu!
Neu!
Samstag, 18. Dezember 2021
14:45
19:00
Montag, 20. Dezember 2021
18:30
Mittwoch, 22. Dezember 2021
18:30
Samstag, 25. Dezember 2021
14:45
Donnerstag, 30. Dezember 2021
Neu!
Samstag, 1. Januar 2022
17:45
20:30
Freitag, 14. Januar 2022
19:00
Donnerstag, 20. Januar 2022
Neu!
Sonntag, 23. Januar 2022
17:00