Buildung

Die Qualität und Ausrichtung von Bildung spiegelt eine Gesellschaft und ein Gesellschaftsbild. Was investiert eine Gesellschaft in Bildung, wie viel ist ihr die Bildung eigentlich wert und wie geht sie mit den Agierenden um, den Lernenden und Lehrenden? Wer hat Zugang zu ihr und unter welchen Voraussetzungen?

In Wahlkampfzeiten wird vieles pauschaliert und dem sehr komplexen, oft emotional beladenen Thema wird nicht gerecht. Eine kleine Reihe aktueller Filme beleuchtet Alternativen zur Regelschule, fragt danach, ob die Inklusion in der Schule in den letzten Jahren wirklich klappt und wie es eigentlich ist, Lehrer oder Lehrerin zu werden.

Die Termine:

Ab Donnerstag, 4. Mai: Ich. Du. Inklusion.

Ab Donnerstag, 11. Mai: Berlin Rebel High School
Do 11. Mai • 20:15 Uhr mit Regisseur Alexander Kleider!

Ab Donnerstag, 18. Mai: Zwischen den Stühlen

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Inklusion? Ja! Aber wie? Der Dokumentarfilm zeigt einen offenen und direkten Schulalltag und wie es ist, wenn der Inklusionsanspruch auf Wirklichkeit trifft.

Seit Sommer 2014 haben in Deutschland Kinder mit Unterstützungsbedarf einen Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht in den Regelschulen. Viele Förderschulen wurden daraufhin geschlossen. Man könnte meinen, dass anfängliche Schwierigkeiten durch die strukturelle Erneuerung mittlerweile nachgelassen haben und Lösungsansätze sich bewährt hätten. Hört man allerdings die Stimmen derer, die am Prozess der Inklusion beteiligt sind, bekommt man den Eindruck, dass auch nach zwei Jahren noch viele Fragen offen, noch viele Probleme ungelöst sind.

Und wer ist schuld? Sind es die Lehrerenden, die den Inklusionsprozess blockieren, weil sie sich überfordert fühlen? Oder fehlt es schlicht an Budget oder an anderen Ressourcen? Viele werfen der Politik vor, die Schulen mit der Umsetzung allein zu lassen und nicht genug Unterstützung anzubieten.

Der Dokumentarfilm ICH. DU. INKLUSION. begleitet zweieinhalb Jahre lang fünf Grundschüler mit und ohne Unterstützungsbedarf. Sie sind Teil des ersten offiziellen Inklusionsjahrgangs an der Geschwister-Devries-Schule in Uedem (NRW).

Deutschland 2017 · R & Db: Thomas Binn · K: Nils A. Witt, David Stevens, Eric Poß, Moritz Esser, Thomas Binn · ab 0 J. · 90'

Der Regisseur
Thomas Binn ist freier Autor, Filmemacher, Fotograf und ausgebildeter Sozialpädagoge. 2003 gründete er die Firma BINN-Medienproduktion und realisiert seitdem Produktionen mit Themenschwerpunkt im sozialen und schulischen Bereich. Als freier Pädagoge arbeitet er u.a. mit dem Anna-Stift in Goch zusammen und setzt Projekte an verschiedenen Grundschulen um. Für Binn ist die Verbindung von Film und Pädagogik die logische Entwicklung seiner Arbeit und politischen Botschaft. Er begegnet beiden Bereichen mit Respekt und großer Leidenschaft. Für ihn bedingen seine filmische sowie seine pädagogische Arbeit einander und es wäre keiner dieser Bereiche ohne den anderen möglich. (Quelle: Presseheft).

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Schulkino-Filmtipp zu ICH. DU. INKLUSION
Empfohlen ab 10. Klasse
Themen: Behinderung, Inklusion, Schule, Erziehung, Erwachsenwerden, Verantwortung
Fächer: Pädagogik, Politik, Sozialkunde/Gemeinschaftskunde
Ausführliche Hinweise bei Vision Kino

Mit der Klasse ins Kino
Öffnet internen Link im aktuellen FensterInformation zur Anmeldung für Schulkino-Vorstellungen im Cinema

Versteckt in einem Berliner Hinterhof, befindet sich die wohl verrückteste Schule Deutschlands.

Alex war mit Anfang 20 schon an über zehn Schulen. Nirgends hat er es lange ausgehalten, mit Disziplinzwang und Konkurrenz kam er nicht klar. So ging es auch Lena, die sich in der Schule nie frei fühlte und stets gegen die Regeln des Landlebens aufbegehrte. Beide sind Teil einer Klasse der Schule für Erwachsenenbildung (SFE) in Berlin. Seit 1973 besteht die SFE als basisdemokratisches Projekt: kein Direktor, keine Noten. Bezahlt werden die Lehrkräfte von den Schüler*innen, die gemeinsam über alle organisatorischen Fragen abstimmen. Damit ist die SFE extrem erfolgreich und schaffte es bis ganz nach oben in den Schulwettbewerben.

Der Filmemacher Alexander Kleider, selbst ehemaliger Schüler der SFE, hat einen wilden Haufen von Berliner Underdogs auf ihrem Weg zum Abitur begleitet und auch die Lehrenden portraitiert, denen nicht nur an der Lehre, sondern an der Neugier der zur Schule Gehenden gelegen ist. BERLIN REBEL HIGH SCHOOL erzählt mit viel Witz und Energie von einer radikal anderen Idee von Schule, die Freiheit und Gemeinschaftlichkeit zusammenbringt.

Deutschland 2016 · R & Db: Alexander Kleider · K: Andy Lehmann · ab 0 J. · 96'

Der Regisseur
Alexander Kleider wurde 1975 in Böblingen geboren. Nach einer Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher machte er in Berlin auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur. Nach seinem Abitur studierte Alexander Kleider Kommunikationswissenschaften an der FU Berlin und drehte während seiner Studienzeit mehrere Kurzfilme. 2004 drehte er seinen ersten Fernseh-Dokumentarfilm EISZEIT (45 min, ZDF). Gemeinsam mit Daniela Michel zog er im Anschluss nach Berlin, um die Produktionsfirma DOKWERK zu gründen. Seit acht Jahren ist er teilhabender Geschäftsführer und produzierte neben zahlreichen Fernsehreportagen für arte, Phoenix und das ZDF den abendfüllenden Dokumentarfilm MY HOME IS MY CASTLE. 2010 wurde er für sein Kino-Debüt, den in Südafrika spielenden Film IM SCHAT TEN DES TAFELBERGES , für den MAX OPHUELS PREIS nominiert (Regie und Kamera). Der Film wurde auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt und lief in Deutschland, der Schweiz und Österreich im Kino. (Quelle: Presseheft).

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Schulkino-Filmtipp zu BERLIN REBEL HIGH SCHOOL
Empfohlen ab 8. Klasse
Themen: Schule, Bildung/Erziehung, Außenseiter, Leistungsgesellschaft, Autorität(en), Utopie, Gemeinschaft/Gemeinschaftssinn, Zukunft, Verantwortung, Individuum (und Gesellschaft)
Fächer: Sozialkunde, Pädagogik, Psychologie, Politik, Deutsch
Ausführliche Hinweise bei Vision Kino

Mit der Klasse ins Kino
Öffnet internen Link im aktuellen FensterInformation zur Anmeldung für Schulkino-Vorstellungen im Cinema

Zwischen den Stühlen

Mi 31. Mai 2017 · 17:00 Uhr: Im Anschluss an den Film diskutieren wir die Herausforderungen des Referendariats mit einem fachkundigen Podium und interessierten Publikum. zusammen mit Junge GEW und DGB-Jugend

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Drei Menschen im Referendariat. Ein einfühlsamer wie humorvoller Blick hinter die Kulissen des Systems Schule

Um in Deutschland Lehrerin oder Lehrer zu werden, muss nach dem theoriebeladenen Studium ordnungsgemäß das Referendariat absolviert werden. Eine Feuerprobe, welche die angehenden Lehrenden in eine widersprüchliche Position bringt: Sie lehren, während sie selbst noch lernen. Sie vergeben Noten, während sie ihrerseits benotet werden. Zwischen "Problemschülern", Elternabenden, Intrigen im Lehrerzimmer und Prüfungsängsten werden ihre Ideale auf eine harte Probe gestellt.

»Da sind zum einen die großen Erwartungen und die hohen Ansprüche an sich selbst, zum anderen aber auch die Zwänge des Schulsystems und der Alltag im Klassenzimmer. Anhand dreier sehr unterschiedlicher Protagonisten verfolgt der Film diese Gratwanderung. … Eine besondere Note bekommt der Film vor allem dadurch, dass nicht nur die Hauptpersonen, sondern auch die Lehrer und Prüfenden wohlwollend betrachtet werden. ZWISCHEN DEN STÜHLEN reflektiert auf kluge wie kritische Weise unser Schulsystem. Doch der Film macht auch Mut und Hoffnung, den steinigen Weg des Referendariats zu wagen und zu bewältigen.« (FBW Prädikat besonders wertvoll)

Deutschland 2016 · R & Db: Jakob Schmidt · K: David Schittek, Evgeny Revvo, Jakob Schmidt · ab 0 J. · 102'

Der Regisseur Jakob Schmidt
Geboren 1989 in Würzburg. Während der Schule und nach dem Abitur erste journalistische Arbeiten und verschiedene Praktika im Dokumentarfilmbereich. Seit 2009 Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. (Quelle: onlinefilm.org).

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Spielplan

Samstag, 1. Juli 2017
14:45
Sonntag, 2. Juli 2017
14:45
Samstag, 8. Juli 2017
14:45
Sonntag, 9. Juli 2017
14:45
Montag, 10. Juli 2017
21:00
Mittwoch, 12. Juli 2017
19:00
Samstag, 15. Juli 2017
14:45
Sonntag, 16. Juli 2017
14:45
Montag, 17. Juli 2017
19:00
Dienstag, 25. Juli 2017
20:30
Freitag, 28. Juli 2017
14:45
Samstag, 29. Juli 2017
14:45
Sonntag, 30. Juli 2017
14:45
Montag, 14. August 2017
21:00
Mittwoch, 16. August 2017
22:45
Montag, 21. August 2017
18:00
Dienstag, 22. August 2017
20:30
Donnerstag, 7. September 2017
20:00