Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Die diesjährige Filmreihe „Drehbuch Geschichte“ nimmt das bundesweite Festjahr „2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ zum Anlass, Einblicke in jüdische Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln. In neun Filmforen zeigt die Reihe Filme, die das jüdische Leben in Deutschland und Westfalen vor und vor allem nach 1945 schildern. Der Blick auf jüdisches Leben wird damit über den Holocaust hinaus erweitert und jüdisches Leben als aktuell, vielfältig und bereichernd für das jüdisch-deutsche Zusammenleben thematisiert. Das oft auch spannungsgeladene Verhältnis von Juden und Nicht-Juden steht genauso im Fokus wie die Chancen eines gelingenden kulturellen Zusammenlebens. Neben fünf Spielfilmen, die zwischen 1920 und 2015 entstanden sind, zeigt die Reihe auch mehrere aktuelle Dokumentarfilme, die jüdisches Leben und jüdische Kultur aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Die Filme eröffnen biografische Zugänge und knüpfen an die Alltagserfahrungen von Jüdinnen und Juden in Deutschland an.

Zum Abschluss der Reihe wird die cineastische Darbietung mit „Golem, wie er in die Welt kam“ zu einer audiovisuellen Installation im Sinne eines „expanded cinema“ erweitert.

Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt, im Anschluss an die Filmvorführungen besteht Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen.

Es laden herzlich ein!

  • Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
  • LWL-Medienzentrum für Westfalen
  • Die Linse e.V.

Mit

  • Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für Westfalen-Lippe
  • Gegen das Vergessen - Für Demokratie e.V.
  • LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
  • Geschichtsort Villa ten Hompel

Im Rahmen von 321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefördert durch LWL Kultur Stiftung

Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Once We Were Jews

Mo 2. August 2021 · 18:30 Uhr
Mit einer Einführung von Jens Hecker, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und anschl. Zoom-Gespräch mit dem Regisseur Frank Gutermuth
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Generationen-Porträt einer jüdischen Familie

Generationen-Porträt der jüdischen Familie Steinitz aus Ost-Berlin: Den Holocaust überlebten sie in Schweden. Ein Teil der Familie kehrte in die Hauptstadt zurück, um ein antifaschistisches neues Deutschland in der DDR aufzubauen. Der habilitierte Ökonom Klaus Steinitz war gegenüber der SED bis zum Mauerfall loyal und hat die anti-israelische Politik der DDR mitgetragen.

Tochter Katrin trieb, als Mitglied der Bürgerbewegung ‚Neues Forum‘, die Wende voran. Ihre beiden Söhne, Benjamin und Matti, engagieren sich gegen die Neonaziszene. Auf der Suche nach ihrer jüdischen Identität organisieren sie ein Wiedersehen der Großfamilie, bei dem sich viele Mitglieder aus aller Welt treffen.

Deutschland 2019 · R: Frank Gutermuth · K: Matthias Neumann, Steph Ketelhut, Arne Jannsen, Lars Maibaum · 61'

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Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Alles auf Zucker!

Mo 9. August 2021 · 18:30 Uhr
Mit einer Einführung von Stefan Querl, Villa ten Hompel

Es läuft nicht gut für den Ex-DDR-Sportreporter Jaecki Zucker …

Finanziell steht der schlitzohrige Zocker vor dem Ruin und seine resolute Ehefrau droht damit, ihn zu verlassen. In dieser Situation kommt das Erbe von Jaeckis Mutter gerade recht. Die Sache hat nur einen Haken: Um das Erbe zu erhalten, muss Jaecki sich mit seinem Bruder Samuel, einem orthodoxen Juden, versöhnen. Nur hat Jaecki mit der Religion seiner Vorväter bislang nicht allzu viel am Hut gehabt ...

Deutschland 2004 · R: Dani Levy · Db: Dani Levy, Holger Franke · K: Carl-Friedrich Koschnick · Musik: Niki Reiser • Mit Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel, Golda Tencer-Szurmiej, Steffen Groth, Anja Franke u.a. · ab 6 J. · 95'

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Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Moritz Daniel Oppenheim

Mo 16. August 2021 · 18:30 Uhr
Mit einer Einführung von Marita Bräker (LWL-Medienzentrum für Westfalen)

Der "Maler der Rothschilds und der Rothschild der Maler“

Dem “ersten jüdischen Maler des 19. Jahrhunderts” – Moritz Daniel Oppenheim – der mit seinen Genredarstellungen ein jüdisches Selbstbewusstsein in der Kunstgeschichte etablierte widmet sich die Dokumentation, die die Lebenslinie Oppenheims nachzeichnet und den Menschen emotional erlebbar werden lässt, der sich stark für den interkonfessionellen Dialog einsetzte. Seine liebevoll dargestellte, detailgetreue Wiedergabe gelebter, jüdischer Rituale macht ihn bis heute nicht nur unter Kunsthistorikern und Judaisten zu einer wertvollen Quelle jüdisch-deutscher Geschichte.

D 2017 · R & Db: Isabel Gathof · K: Nic Mussell, Carla Muresan, Alexander Vexler · Musik: Jens Troester, Christos Kessidis · dt./ engl./frz./jidd.OmU · 101'

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Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Der Golem, wie er in die Welt kam

Mo 23. August 2021 · 20:00 Uhr

Ort: Mühlenhof-Freilichtmuseum, Theo-Breider-Weg 1, 48149 Münster

Einführung: Prof. Dr. Markus Köster Bräker (LWL-Medienzentrum für Westfalen) Live begleitet von Anja Kreysing (Accordéon, Elektronik) und Helmut Buntjer (Posaune, Euphonium, Elektronik, Utensilien)

Stummfilm mit Live-Musik von Anja Kreysing und Helmut Buntjer im Mühlenhof-Freilichtmuseum

Das Prager Ghetto im 16. Jahrhundert. Als Rabbi Löw in den Sternen liest, dass der jüdischen Gemeinschaft Unheil droht, schafft er nach einer alten Legende eine mächtige Lehmfigur, den Golem, und haucht ihr mit magischen Kräften Leben ein. Der Golem rettet das Leben des Kaisers, und dieser widerruft seinen Befehl, die Juden aus der Stadt zu weisen. Damit hat der Golem eigentlich seinen Zweck erfüllt, aber als Löws Assistent ihn benutzt, um einen Rivalen zu bekämpfen, läuft der Golem Amok und setzt die Stadt in Flammen. Besiegt wird er erst durch ein kleines Mädchen, das ihm den Stern von der Brust löst, mit dem Löw ihm das Leben gab.

Deutschland 1920 · R: Paul Wegener · Db: Paul Wegener, Henrik Galeen · K: Karl Freund • Mit Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, Otto Gebühr, Lothar Müthel u.a. · 90'

Rückblick: In dieser Filmreihe lief bereits ...

Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut

Mo 5. Juli 2021 · 18:30 Uhr
Mit einer Einführung von Julian Deterding, Jüdische Hochschulgruppe "Hillel"
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Der 12-jährige Simon soll seine Vorhaut opfern – und so das Bündnis mit Gott eingehen. Seine Eltern haben sich getrennt, der Junge wohnt abwechselnd bei seinem gläubigen Vater und seiner sehr weltlich orientierten Mutter. Während Hannah sich voll ihrer Tätigkeit als Autorin erotischer Liebesromane hingibt, möchte sedin Vater die Rituale des Judentums nun mit noch größerer Konsequenz praktizieren. Dazu gehört auch der Wunsch, nach Simons Beschneidung und Bar Mizwa.

Dessen Leben wird erschüttert, als er sich in die neue Rabbinerin verliebt, die 20 Jahre älter ist als er. Simon ist sich sicher: Sie ist sein "Weib der ersten Liebe", für das es einer Talmudstelle gemäß "keinen Ersatz auf der Welt gibt". Mit seinen beiden Freunden Clemens und Ben beschließt er, sie nach allen Regeln der machiavellistischen Kriegslist zu erobern. Doch auch sein Vater scheint es auf die Rabbinerin abgesehen zu haben. Simon ist bereit, aufs Ganze zu gehen.

Deutschland 2015 · R: Viviane Andereggen · Db: Georg Lippert · K: Judith Kaufmann · Musik: Max Berghaus, Simon Heeger • Mit Maximilian Ehrenreich, Yuri Völsch, Tristan Göbel, Florian Stetter, Lavinia Wilson u.a. · 82'

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Jüdisch leben heute - Aus dem Gemeindeleben in Münster

So 11. Juli 2021 · 11:00 Uhr
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Auf das Leben – Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film“: Ein Dokumentarfilm im Episoden

Wie kochen, beten und feiern eigentlich jüdische Mitbürger*innen in der Gemeinde in Münster? Wie gestalten sie das Gemeindeleben und welche Schwierigkeiten begegnen ihnen bei der Auslebung ihres Glaubens? Durch die 2-jährige Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Münster und dem Servicepunkt Film der Universität Münster konnte ein Film entstehen, der aus dem Alltag der Gemeinde erzählt.

Viele Mitglieder haben über ihr Engagement für die Gemeinde gesprochen, und auch darüber wie sie in der Gemeinde in Münster Judentum leben. Der Dokumentarfilm gliedert sich in sieben Episoden. Sie geben Einblick in die Jugendarbeit und den Religionsunterricht, zeigen Riten und gelebte jüdische Tradition. Sie erzählen von der Geschichte der Gemeinde - anhand des alten jüdischen Friedhofs - und von ihrer Entwicklung nach 1945, von Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinschaft und davon wie die Gemeinde sich organisiert.

Deutschland 2021 · R: Lynn Bürger, Axel Linnenberg · K: Johannes Hölker · 61'

Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Kaddisch für einen Freund

Mo 12. Juli 2021 · 18:30 Uhr
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Der 14-jährige Ali aus bricht in Berlin in die Wohnung seines russisch-ju?dischen Nachbarn ein …

Der 14-jährige Ali Messalam ist in einem palästinensischen Flüchtlingslager aufgewachsen und hat von klein auf gelernt, Juden zu hassen. Nach der Flucht aus dem Libanon lebt er nun mit seiner Familie in Berlin. Hier sucht er nun Anschluss und Anerkennung bei den arabischen Altersgenossen. Doch dafür soll er erst beweisen was er drauf hat. Zum Zeichen seines Muts bricht Ali in die Wohnung seines russischen Nachbarn Alexander Zamskoy ein.

Der ist 84 Jahre alt, Weltkriegsveteran und Jude. Die Jugendlichen aber folgen Ali und verwüsten im Exzess die Wohnung des alten Mannes. Doch nur Ali wird vom dem vorzeitig zurückgekehrten Alexander erkannt und bei der Polizei angezeigt. Um einer Verurteilung und der damit verbundenen Abschiebung zu entgehen, ist Ali gezwungen, sich auf seionen Nachbarn einzulassen.

Deutschland 2011 · R: Leo Khasin · Db: Leo Khasin · K: Mathias Schöningh · Musik: Fabian Römer, Dieter Schleip • Mit Ryszard Ronczewski, Neil Belakhdar, Neil Malik Abdullah · ab 12 J. · 93'

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Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Comedian Harmonists

Mo 19. Juli 2021 · 18:30 Uhr
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Joseph Vilsmaiers Biopic über das legendäre A-Cappella-Ensemble.

Deutschland, 1927. Berlin ist die Metropole der schönen Künste. In diesem Umfeld fasst der Schauspielschüler Harry Frommermann den Entschluss, eine außergewöhnliche A-Capella-Truppe zu gründen. Im Geiste seinem Vorbild, dem amerikanischen Gesangs-Ensemble "The Revellers", folgend, komponiert er freche, fröhliche Melodien und schart eine Gruppe junger Talente um sich: Robert Biberti, den Sohn eines bekannten Sängers, Roman Cycowski, einen polnischen Ex-Opernsänger, Lebemann Erich Abraham Collin, den bulgarischen Ex-Offizier Ari Leschnikoff und den 19-jährigen Pianisten Erwin Bootz.

Nach einigen Startschwierigkeiten beginnt der kometenhafte Aufstieg der "Comedian Harmonists". Auf Konzerten werden sie stürmisch gefeiert, ihre Lieder begeistern Millionen. Der Erfolg lässt die Männer sorglos werden und so nehmen sie den Aufstieg der Nazis nicht ernst – obwohl drei von ihnen Juden sind.

Österreich/Deutschland/Österreich/Deutschland/Österreich 1997 · R: Joseph Vilsmaier · Db: Klaus Richter, Jürgen Egger · K: Joseph Vilsmaier · Musik: Harald Kloser Thomas Schobel Walter Jurmann (Lieder) • Mit Ben Becker, Heino Ferch, Ulrich Noethen, Heinrich Schafmeister, Max Tidof, Kai Wiesinger u.a. · 129'

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Regina Jonas – Die erste Rabbinerin der Welt

Mo 26. Juli 2021 · 18:30 Uhr
Mit einer Einführung von Dr. Julia Paulus

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Eindrucksvolle Rekonstruktion einer Lebensgeschichte

Regina Jonas (1902-1944) ging als weltweit erste ordentlich ordinierte Rabbinerin in die Geschichte ein. Als Tochter eines jüdisch-orthodoxen Hausierers wuchs sie im Berliner Scheunenviertel auf, studierte ab 1924 an der liberalen "Hochschule für die Wissenschaft des Judentums" und wurde 1935 zur Rabbinerin ordiniert. Während des Nationalsozialismus und des Krieges sprach sie den verfolgten deutschen Juden in ihren Predigten mit beispielloser Hingabe Mut zu.

1944 wurde Regina Jonas in Auschwitz ermordet. Lange Zeit blieb ihre Geschichte vergessen. Das einzige erhaltene Foto von Jonas wurde für die Filmemacherin Diana Groó zum Ausgangspunkt, Jonas Geschichte zu rekonstruieren. Das Foto zeigt eine entschlossene junge Frau, die selbstbewusst in Talar und mit Samtkappe in die Kamera schaut. Die historische Narration wird lebendig durch die Stimme der Schauspielerin Martina Gedeck.

Deutschland/ Ungarn/ Großbritannien 2013 · R: Diana Groó · Db: Diana Groó • Mit & Sprecher*innen: Martina Gedeck, Eszter Gantner, Judith Hoffmann Varga, Judit Nobel · 63'

Spielplan

Samstag, 7. August 2021
20:00
Montag, 9. August 2021
18:30
20:45
Montag, 16. August 2021
18:00
18:30
Mittwoch, 18. August 2021
18:00
Sonntag, 22. August 2021
19:00
Montag, 23. August 2021
20:00
Dienstag, 24. August 2021
18:00
Donnerstag, 2. September 2021
20:00
Neu!
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Dienstag, 7. September 2021
18:00
Dienstag, 14. September 2021
19:00
Mittwoch, 15. September 2021
19:00
Donnerstag, 16. September 2021
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Samstag, 2. Oktober 2021
18:30
Donnerstag, 7. Oktober 2021
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