Antistigma-Kampagne des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.

So oder so ist das Leben

Das in unserer Gesellschaft immer noch verbreitete und sich gerade in Krisenzeiten verstärkende Stigma gegenüber psychisch kranken Menschen verbindet sich mit Attributen wie „unberechenbar“, „gefährlich“, „unverständlich“, „schräg“, „leistungsunfähig“, „charakterschwach“ u.a.

Hinter diesem Stigma steht häufig die Abwehr von eigenen psychischen Belastungen und Leiden auf der Seite der stigmatisierenden Personen. Das Stigma trifft in erster Linie die von psychischen Erkrankungen und Behinderungen, z.B. durch Psychose, Schizophrenie oder Suchterkrankungen, betroffenen Menschen, in zweiter Linie aber auch ihre Familien.

Es ist den Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen ebenso ein Anliegen wie den Betroffenen selbst, der Stigmatisierung entgegen zu treten, und häufig sind die Angehörigen auch in einer besseren Lage hierzu, als die psychiatrieerfahrenen Menschen selbst es sind.

Die Filmreihe soll verdeutlichen, dass es normal und zutiefst menschlich ist, seelisch zu erkranken, bzw. dass eine seelische Krise eine Möglichkeit ist, Erschütterungen, die das Leben mit sich bringt, zu überleben. Wie seelische Krisen erlebt werden, sehen Sie im Film und lernen Sie im Gespräch mit Experten aus verschiedenen Blickwinkeln.

Die Filmreihe wird in diesem Jahr durch zwei interessante Vorträge ergänzt, der Vortragsabend mit Dr. Volkmar Aderhold stellt einen Bezug zur Thematik des Filmes „Nicht alles Schlucken“ her. Wir freuen auf Ihren Besuch bei unserer Veranstaltungsreihe.

Die Termine im Überblick

Mo 21.08.17 · 18:00 Uhr: Hirngespinster 

Mo 16.10.17 · 18:00 Uhr: Plan B 

Mo 18.12.17 · 18:00 Uhr: Vielleicht lieber morgen

Mo 19.02.18 · 18:00 Uhr: Mängelexemplar

Mo 16.04.18 · 18:00 Uhr: Wo bist Du  

ApK - Verein für Angehörige psychisch Kranker Münster e.V. und LebensART zeigen

Vielleicht lieber morgen

Mo 18. Dezember 2017 · 18:00 Uhr
Mit anschl. Gespräch
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Charlie ist gerade auf die High School gekommen und schlägt sich mit alterstypischen Problemen herum. Als er die lebenslustigen Geschwister Sam und Patrick kennenlernt und bisher unbekannte Gefühle für Sam entwickelt, ist die Verwirrung komplett. Aber selbst die erste große Liebe, wilde Partys, Drogen und Stress innerhalb der Familie trüben seinen Blick auf die Welt nicht – er beobachtet sein Umfeld genau, macht sich Gedanken über seine Mitmenschen und versucht, seine eigene Rolle zu finden … in dem, was wir Leben nennen.

Der Übergang zum Erwachsenwerden, genauer die manchmal schwierige High-School-Zeit, bildet die Kulisse für Stephen Chboskys gefühlvolles und angenehm leises Coming-of-Age-Stück, das nicht allein als das Portrait eines Außenseiters im Gedächtnis bleibt. Chbosky versteht es, den besonderen Mikrokosmos einer amerikanischen High School abzubilden – angefangen bei bisweilen seltsam anmutenden Fächern wie dem Heimwerkerkurs, über den Spießrutenlauf in der Schulkantine bis hin zu den Privatpartys, auf die Charlie jetzt auch eingeladen wird.

USA 2012 · R: Stephen Chbosky · Db: Steve Chbosky · K: Andrew Dunn · Musik: Michael Brook • Mit Logan Lerman, Emma Watson, Ezra Miller, Mae Whitman, Kate Walsh, Dylan McDermott u.a. · ab 12 J. · 102'

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Reservierte Karten
Bitte 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abholen,
vormittags und zur 15-Uhr-Vorstellung
15 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung

Montag und Dienstag ab ~17:00 Uhr
Mittwoch bis Samstag ab ~15:00 Uhr
Sonntag ab 10:45 Uhr

Telefonische Kartenvorbestellung
Telefon 0251.30300

Eintrittspreise
€ 8,00 / erm. € 6,50
Premierentag € 5,50
Kinderkino € 4,50

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen

Mo 21.08.17 · 18:00 Uhr: Hirngespinster 

Mo 16.10.17 · 18:00 Uhr: Plan B 

Mo 18.12.17 · 18:00 Uhr: Vielleicht lieber morgen

Mo 19.02.18 · 18:00 Uhr: Mängelexemplar

Mo 16.04.18 · 18:00 Uhr: Wo bist Du 

ApK - Verein für Angehörige psychisch Kranker Münster e.V. und LebensART zeigen

Mängelexemplar

Mo 19. Februar 2018 · 18:00 Uhr

Die 27-jährige Karo schliddert in eine waschechte Sinnkrise, als sie ihren Job in einer hippen Eventagentur verliert und kurz darauf ihre langjährige Beziehung mit Philipp zerbricht. Ihre beste Freundin zeigt sich von Karos Ichbezogenheit genervt und auch ihre Mutter ist keine große Hilfe. Kein Wunder, dass Karos Gefühlsleben Achterbahn fährt und sich Depressionen und Panikattacken einstellen. Bald sieht die junge Frau keinen Sinn mehr in ihrem bisherigen Leben, das eher aus einer Abfolge von Zufällen als handfesten Zielen besteht, und beschließt, endlich in die Normalität zu finden.

Eine Therapie soll Abhilfe schaffen. Doch auch hier dreht sie sich zunächst im Kreis, als sie ein Kindheitstrauma erfindet, um sich als Patientin interessant zu machen. Über kurz oder lang findet Karo aber zu sich selbst, wobei sich die Einnahme von Psychopharmaka und ihr vormaliger Arbeitskollege Max als wichtige Stützen erweisen.

»Witzig, lebendig, direkt: Ein starkes Regiedebüt« (Der Tagesspiegel)

Deutschland 2016 · R: Laura Lackmann · Db: Laura Lackmann · K: Sten Mende · Musik: Jan Weigel • Mit Claudia Eisinger, Katja Riemann, Barbara Schöne, Laura Tonke, Maren Kroymann, Christoph Letkowski, Maximilian Meyer-Bretschneider u.a. · ab 12 J. · 112'

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Wo bist Du

Mo 16. April 2018 · 18:00 Uhr

Die aktuelle Diskussion zum Thema psychische Erkrankungen hat mittlerweile mehr Raum gewonnen. Wie aber geht es den Kindern psychisch Erkrankter? Wie den Eltern?

Die Dokumentation gibt ihnen eine Stimme. Die Protagonist*innen berühren mit ihren ungehörten Geschichten, mit ihren unterdrückten Gefühlen. Auch Psychiater und Therapeuten kommen zu Wort und bringen Licht ins Dunkle. „Wo bist Du?“ ist ein bewegender, wichtiger Film, der zum Nachdenken und Handeln anregt.

Deutschland 2016 · Regie: Andrea Rothenburg · 105 Min.

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Rückblick: In dieser Filmreihe lief bereits ...

ApK-Verein für Angehörige psychisch Kranker Münster e.V. und LebensART zeigen

Hirngespinster

Mo 21. August 2017 · 18:15 Uhr
Anschl. Gespräch im neben*an
:: Spielzeiten  :: bei „Kinoheld“ reservieren und kaufen

Der 22-jährige Simon ist künstlerisch begabt und hat vor einigen Jahren Abitur gemacht. Aber statt hinaus in die weite Welt zu gehen, ist er als Schulbusfahrer hängen geblieben. Simons Vater Hans ist an Schizophrenie erkrankt und hält die Familie immer wieder mit heiklen Aktionen in Atem. Seine Mutter hat die Ernährerrolle übernommen. Es ist Simon, der den Haushalt schmeißt und sich liebevoll um seine Schwester kümmert. All dies wäre anders, so glaubt Simon, wenn sein Vater endlich einsähe, dass er krank ist und sich behandeln lassen würde.

Während Hans von einem neuen psychotischen Schub heimgesucht wird, verliebt Simon sich zum ersten Mal in seinem Leben mit Haut und Haaren. Verena will schon bald in Hamburg Medizin studieren. Voller Verzweiflung versucht Simon seinen Vater endlich zu einer Krankheitseinsicht zu bewegen. Als er von Verena Abschied nehmen muss und der Verlust ihn innerlich zerreißt, gerät die Konfrontation zwischen Vater und Sohn immer weiter außer Kontrolle.

Deutschland 2014 · R & Db: Christian Bach · K: Hans Fromm · Musik: Lorenz Dangel, Felix von Racknitz • Mit Tobias Moretti, Jonas Nay, Stephanie Japp, Hanna Plaß, Ella Frey u.a. · ab 12 J. · 96'

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Antistigma-Kampagne:
Die Linse zeigt in Kooperation mit dem Verein der Angehörigen psychisch Kranker Münster e.V.- ApK, dem EX-IN e.V und LebensART eine Reihe von Dokumentar - und Spielfilmen zu verschiedenen seelischen Krisen mit Rahmenprogramm: Vorträge, Dialog zwischen Experten aus Erfahrung (Betroffenen), Experten des Miterlebens (Angehörigen), Experten durch Ausbildung (Profis aus psychiatrischen und psychosozialen Diensten) und am Thema interessierten Menschen.

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Plan B

Mo 16. Oktober 2017 · 18:00 Uhr
Mit anschl. Gespräch im neben*an

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Drei Frauen geben Einblicke in ihr Leben mit psychischen Problemen

Die Autorin Manu B. muss das schwere Trauma verarbeiten, das sie erlitt, als sie in einem Hamburger Krankenhaus von einem Krankenpfleger unter Betäubungsmittel gesetzt und missbraucht wurde. Ihr Leben veränderte sich von einem auf den anderen Tag. Heike Korthals erkrankte als junge Mutter schwer und bekam Psychosen. Sie musste einsehen, dass sie nicht so für ihre Familie da sein konnte, wie sie es sich vorgestellt hatte. Maike Nordmann erlebte als junge Frau schwere Zeiten. Depressionen, die sie schon aus ihrer Kindheit kannte, holten sie ein und legten ihr Steine in den Weg.

Die drei Frauen sind an den Auseinandersetzungen mit ihren psychischen Problemen gewachsen und geben anderen Menschen Mut, sich nicht unterkriegen zu lassen. Der Dokumentarfilm berührt durch seine authentischen Protagonistinnen und bietet eine gute Diskussionsgrundlage.

Deutschland 2015 · R: Andrea Rothenburg · K: Andrea Rothenburg, Osswald Krienke • Mit Manu B., Heike Korthals und Maike Nordmann · 88'

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Spielplan

Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Dienstag, 9. Januar 2018
20:00
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Montag, 15. Januar 2018
19:00
Dienstag, 16. Januar 2018
20:00
20:30
Mittwoch, 17. Januar 2018
22:45
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 24. Januar 2018
20:00
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
17:00
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00