Stranger Than Fiction #21

Seit einigen Jahren präsentieren wir mit Kinos in Bochum, Brühl, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln und Mülheim das Dokumentarfilmfest. Wir zeigen eine Auswahl von sechs Filmen, die ganz unterschiedliche Themen berühren. Neben internationalen werden auch zwei NRW-Produktionen auf dem Spielplan stehen.

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Die Termine im Überblick:

So 24. Februar 2019 · 10:45 Uhr: Zart & Zackig - Forever

So 24. Februar 2019 · 17:00 Uhr: Der letzte Jolly-Boy
Mit anschl. Gespräch mit Hans-Erich Viet

Mo 25. Februar 2019 · 19:00 Uhr: Dream Away

Mo 25. Februar 2019 · 21:00 Uhr: Becoming Animal

Di 26. Februar 2019 · 19:45 Uhr: Kurzfilmprogramm

Mi 27. Februar 2019 · 19:00 Uhr: Island of the Hungry Ghosts

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STRANGER THAN FICTION #21

Zart & Zackig - Forever

So 24. Februar 2019 · 10:45 Uhr

Sieben Künstlerinnen, ihre Hartnäckigkeit und den unverwüstlichen Glauben an sich selbst

Die Künstlerinnengruppe „zart&zackig“ ist seit 30 Jahren zusammen. Die sieben Künstlerinnen sind zwischen 68 und 80 Jahren alt, sind voller Neid aufeinander, Aggression, Eifersucht, doch haben sie vor allen Dingen einander auch befruchtet, sich unterstützt und gefördert.

Sie haben alle, außer einer, Kunst studiert: In Düsseldorf, Paris, Berlin, Köln und Bonn. Sie alle haben unzählige Preise im In-und Ausland erhalten, Auszeichnungen und Stipendien. Sie betrachten einander voller Staunen darüber, wie sie es geschafft haben, so lange zusammen zu bleiben. Sie sagen alle, dass sie aneinandergewachsen sind, sogar da – oder da besonders – wo sie Auseinandersetzungen überwunden haben.

Sie betrachten einander voller Sympathie oder Entsetzen, wenn sie die Falten im Gesicht der anderen wahrnehmen und sehen, wie die Älteste unter ihnen ohne Rollator nicht mehr laufen kann, doch trotzdem am Computer aufregende Animationsfilme entwirft.

Deutschland 2017 · R & Db: Annelie Runge · K: Andreas Michels • Mit Inge Broska, Anna Sophie von Holleben, Martine Metzing-Peyre, Heide Pawelzik, Tina Wedel, Ilse Wegmann, Marianne Pitzen u.a. · 92'

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vormittags und zur 15-Uhr-Vorstellung
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Öffnungszeiten der Kinokasse
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Montag und Dienstag ab ~17:00 Uhr
Mittwoch bis Samstag ab ~15:00 Uhr
Sonntag ab 10:45 Uhr

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Telefon 0251.30300

Eintrittspreise
€ 8,00 / erm. € 6,50
Premierentag € 5,50
Kinderkino € 4,50

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen

STRANGER THAN FICTION #21

Der letzte Jolly-Boy

So 24. Februar 2019 · 17:00 Uhr
Mit anschl. Gespräch mit Hans-Erich Viet

Ein Roadmovie durch deutsche und polnische Geschichte und Gegenwart

Eine dokumentarische Reise, die den Holocaust Überlebenden Leon Schwarzbaum, Jahrgang 1921, über drei Jahre begleitet. In Bobrek, einem Außenlager von Auschwitz, leistete er Zwangsarbeit für Siemens. Schwarzbaum überlebte Auschwitz-Birkenau, Buchenwald und Haselhorst – sowie die Todesmärsche von Auschwitz nach Gleiwitz und von Sachsenhausen nach Schwerin. Im letzten Auschwitz-Prozess gegen den ehemaligen SS Mann Reinhold Hanning in Detmold war Schwarzbaum einer der Zeugen bzw. Nebenkläger.

„Ein Roadmovie durch deutsche und polnische Geschichte und Gegenwart – mit einem Mann, der als Jugendlicher mit seiner „Boygroup“, den ‘Jolly Boys’, amerikanischen Swing interpretierte. Er spricht mit Gefangenen im Gefängnis Zeithain und mit Markus Lanz in dessen Talk-Sendung. Seine Energie zieht er aus der Erinnerung, auf der Reise mit dem Team von Regisseur Hans-Erich Viet. Mehrfach fährt der inzwischen 97-Jährige wieder nach Auschwitz, um zu begreifen, was nicht zu verstehen ist.“ – Filmfest Em

Deutschland 2018 · R & Db: Hans-Erich Viet · K: Nina Frey, Thomas Keller · ab 12 J. · 105'

STRANGER THAN FICTION #21

Dream Away

Mo 25. Februar 2019 · 19:00 Uhr

Mit einer traumwandlerischen Aufmerksamkeit ergründet dieser Film die Lebensrealitäten, Sehnsüchte und Notlagen junger Ägypter

Ein Traumbild, eine Wüstenwanderung. Wir sehen eine Gruppe junger Ägypter. Sie gehen, jeder für sich und doch gemeinsam, durch den dunklen Sand der Sinai-Halbinsel. Wir sehen Menschen, die aufgebrochen sind, vielleicht von einer Party. Aber wir sehen nicht, wohin sie wollen. Ein Bild, das sich derart mit Vergangenheit vollgesogen hat, dass es schwerfällt, in ihm eine Zukunft zu finden. Wir begleiten die jungen Angestellten eines der zahlreichen Luxushotels von Scharm el-Scheich.

Postrevolutionäre Unruhen und Terrorattacken haben den Ferienort am Roten Meer aussterben lassen: die Hotelanlagen sind unbewohnt, die Pool-Gymnastik-Einheiten teilnehmerlos, die Ausgehmeilen gespenstisch leer. Die Flugzeuge mit den Touristen überfliegen die Stadt, aber sie landen hier nicht mehr. Mit einer traumwandlerischen Aufmerksamkeit ergründet dieser Film die Lebensrealitäten, Sehnsüchte und Notlagen junger Ägypter, an deren Vergangenheiten sich auf einmal keine Zukünfte mehr anschließen.– Lukas Stern, DOK Leipzig

Deutschland/Ägypten/Katar 2018 · R & Db: Marouan Omara, Johanna Domke · K: Jakob Beurle · ab 6 J. · 85'

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STRANGER THAN FICTION #21

Becoming Animal

Mo 25. Februar 2019 · 21:00 Uhr

Viele Menschen sagen, dass sie sich mit der Natur mehr verbunden fühlen möchten. Was heißt das wirklich?

Es ist eine Welt, in der die Lebewesen, die sie auf unendliche Weise bereichern, den Vortritt haben und in die wir uns behutsam einfühlen -- mal aus der Vogelperspektive, dann wieder ganz nah, unmittelbar mit den Sinnen erfassend, wie die Schnecke, die ihre Fühler tastend in die Umgebung streckt. Denn nur so, heißt es in BECOMING ANIMAL, lassen sich Beziehungen herstellen zwischen dem, was wir sind, und dem, was uns umschließt: Mensch und Tier, Raum und Zeit, Körper und Intuitionen.

Gemeinsam mit dem Philosophen und radikalen Denker David Abram begeben sich die schottische Dokumentarfilmerin Emma Davie und ihr kanadisch-Schweizer Kollege Peter Mettler auf eine faszinierend sensorische Entdeckungsreise in die Natur, um den Zuschauer anhand von Beobachtungen und Reflexionen zurückzuführen an einen Punkt, der die Abhängigkeit und Rückwirkung zwischen menschlichen und animalischen Kräften erneut greifbar macht.

Großbritannien/Schweiz 2018 · R & Db: Emma Davie, Peter Mettler · K: Peter Mettler · ab 12 J. · engl.OmU · 78'

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STRANGER THAN FICTION #21

Kurzfilmprogramm

Di 26. Februar 2019 · 19:45 Uhr
Mit Pausen und Moderation

Drei kurze Filme

PULAU SERIBU
In der Lücke einer Abwesenheit haben sich Bilder und Erinnerungen angesammelt – ein Sohn begibt sich auf die Suche nach dem Abdruck des eigenen Vaters.
D 2018 · R: Laurenz Otto · 19'

GRUND
Bilder vom Wald. Der Baumbestand mal dicht, mal krank. Manchmal verhüllt Nebel die Szenerie, manchmal übertönt der Regen jedes andere Geräusch. Eine Suche nach Präsenz in jeglicher Form.
D 2017 · R: Adrian Witzel · 14'

THE FEAR OF DYING IN TRANSIT
Der Film kreist um die Eröffnung des Gotthard Basistunnels, "längster und sicherster Tunnel der Welt". In einer hypnotischen Reise durch eine unterirdische Welt vermischen sich dokumentarische Beobachtungen mit Übungen für den Notfall – die Grenzen zwischen Simulation und Realität verschwimmen.
D/CH 2018 · R: Ian Purnell · 29'

Gesamt: ab 12 J. · 90'

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STRANGER THAN FICTION #21

Island of the Hungry Ghosts

Mi 27. Februar 2019 · 19:00 Uhr

Poh Lin lebt mit ihrer jungen Familie als Trauma-Therapeutin auf der abgelegenen Insel Christmas Island

Ihre Aufgabe ist die Betreuung von Asylsuchenden, welche inmitten des undurchdringlichen Dschungels der Insel in einer Hochsicherheitsanstalt untergebracht sind. Die Insel ist ein von der Menschheit sehr spät besiedelter Ort. Die ersten Menschen siedelten hier vor weniger als einem Jahrhundert. Die eigentliche und ursprüngliche Bevölkerung bilden vierzig Millionen Landkrabben. Ausgelöst durch den Mondzyklus beginnen sie ihre fantastische Reise vom Inneren der Insel bis zu den schroffen Küsten.

Als Poh Lin sich mit ihrer Familie aufmacht die geheimnisvolle und bedrohliche Insellandschaft zu erkunden, erwacht ein schauriges Drama: Die Inselbewohner zelebrieren für die verstorbenen Seelen der Insel die Rituale des “hungry ghost”. So bereiten sie Opfergaben, um die verlorenen Seelen zu besänftigen, die ohne ein angemessenes Begräbnis des Nachts rastlos umherwandern. Im intimen Schutz der Therapiesitzungen begegnet Poh Lin der sich materialisierenden Dystopie, während die Psyche der Patienten langsam an die Oberfläche stößt.

Australien/Deutschland/Großbritannien 2018 · R & Db: Gabrielle Brady · K: Poh Lin lebt mit ihrer jungen Familie als Trauma-Therapeutin auf der abgelegenen Insel Christmas Island. · ab 12 J. · farsi./franz./engl./mandar.OmU · 94'

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Spielplan

Sonntag, 10. Februar 2019
17:00
Sonntag, 10. März 2019
17:00