Die Linse zeigt

Paris Calligrammes

So 8. März 2020 · 11:00 Uhr
So 22. März 2020 · 11:00 Uhr
Mo 13. April 2020 · 11:00 Uhr
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Mosaik aus Text, Bild, Ton und Musik über die Bohème der 60er

Ulrike Ottinger, die in den 60er Jahren als junge Malerin in Paris lebte, verwebt ihre persönlichen Erinnerungen an die Pariser Bohème und die gravierenden sozialen, politischen und kulturellen Umbrüche der Zeit zu einem filmischen „Figurengedicht“ (Kalligramm).

In einem dichten Strom aus akustischem und visuellem Archivmaterial, verknüpft mit eigenen künstlerischen und filmischen Arbeiten, lässt sie Saint-Germain-des-Prés und Quartier Latin mit ihren Literatencafés und Jazzkellern, die Begegnung mit Vertretern des jüdischen Exils, das Zusammenleben mit ihren Künstlerfreunden, die Gedankenwelt der Pariser Ethnologen und Philosophen, die politischen Umwälzungen des Algerienkrieges und des Mai 68 und das Erbe der kolonialen Zeit wieder aufleben. „Ich folgte den Spuren meiner Heldinnen und Helden“, erzählt Ottinger, „und wo immer ich sie fand, werden sie in diesem Film erscheinen.“

Text und Bild, Ton und Musik fügen sich zu einem Mosaik, aus dem die Lebensfülle dieser Periode und die Brüchigkeit aller kulturellen und politischen Errungenschaften spricht.

Deutschland/Frankreich 2019 · R, Db & K: Ulrike Ottinger · 129'

Die Kunstwelt macht eine sensationelle Entdeckung – nur 100 Jahre zu spät. Eine Dokumentation über Hilma af Klint, die noch immer verkannte Pionierin der abstrakten Kunst.

Bereits 1906, malte Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Sie schuf über 1500 abstrakte Gemälde, die der Nachwelt bis heute verborgen blieben. Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand nimmt Notiz?

Die cineastische Annäherung an eine Pionierin, deren sinnliches Oeuvre nicht nur künstlerisch fasziniert, zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren erfassen will. Die außergewöhnliche Gedankenwelt der Hilma af Klint reicht über Biologie, Astronomie, Theosophie bis hin zur Relativitätstheorie und spannt so einen faszinierender Kosmos aus einzigartigen Bildern und Notizen.

Heute begeistert die Künstlerin Millionen mit ihrem schrankenlosen Denken, das in einem überwältigenden Werk gipfelt und die Geschichte verändert.

»Hilma af Klint hat nicht nur Kunst erschaffen die ihrer Zeit voraus war, sie hat auch ein Lebensbild vertreten, das bis heute absolut zukunftsweisend ist. Die Gleichwahrnehmung der Geschlechter ist nach wie vor ein Thema und ihre visionären Anschauungen z.B. über Religion sind damals wie heute evident. Abgesehen von geschmacklichen Präferenzen oder subjektivem Kunstverständnis – hier ist eine Künstlerin, die sehr viel und wichtiges zu sagen hat. Lebensthemen verweben sich hier auf ästhetische Weise mit dem Werk und der Künstlerin. « (Regisseurin Halina Dyrschka)

Deutschland 2018 · R: Halina Dyrschka · K: Alicja Pahl, Luana Knipfer · schwed./engl./dt.OmU · 93'

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Schulkino-Filmtipp
Empfohlen ab 9. Klasse
Themen: Biografie, Kunstgeschichte, Kunstmarkt, Frauen in der Kunst, (weibliche) Emanzipation, Gender/Rollenbilder
Fächer: Kunst, Philosophie, Physik, Biologie, Soziologie
Ausführliche Hinweise bei Vision Kino

Mit der Klasse ins Kino
Öffnet internen Link im aktuellen FensterInformation zur Anmeldung für Schulkino-Vorstellungen im Cinema

Pause

So 8. März 2020 · 17:30 Uhr: Vorpremiere zum Weltfrauentag
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Ab Do 26. März im Wochenprogramm

Unsere kleine große Entdeckung auf der Filmkunstmesse Leipzig – Mut, die Tyrannen zu verlassen

Als wäre ihr eintöniges Leben in liebloser Ehe nicht schon schwierig genug, drängt sich Elpida (Stella Fyrogeni), einer Hausfrau in der Menopause, der halb so alte Anstreicher Andrej auf und bietet ihr die ersehnte Zärtlichkeit. Er ist bereit, ihre ungestillte Begierde zu erwidern. Ihre kokette Freundin Eleftheria steht Elpida tatkräftig zur Seite und gibt Ratschläge, wie sie sich am besten ihres tyrannischen Ehemanns entledigt. Nachdem dieser ihr Auto ohne ihre Zustimmung verkauft, sinnt Elpida auf Rache, wobei ihre Wahrnehmung der Realität und ihre gewalttätigen Phantasien zunehmend verschwimmen.

»The important thing is that this female-centric story, told from a completely female-centric point of view, is out there now. And it deals with a theme that is rarely seen in film, as it addresses issues of patriarchy from a woman’s perspective (both in front of and behind the camera). Is it the right timing? That’s not for me to say. I told the story I needed to tell when it felt right for me.« (Regisseurin Tonia Mishiali)

Griechenland/Zypern 2018 · R: Tonia Mishiali · Db: Tonia Mishiali, Anna Fotiadou • Mit Stella Fyrogeni, Andreas Vasileiou, Popi Avraam, Marios Ioannou u.a. · ab 12 J. · griech.OmU + dF · 96'

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Eine wohltuende Emanzipationsgeschichte von Regisseurin Haifaa al Mansour (Das Mädchen Wadjda)

Maryam ist Ärztin in einer kleinen Stadt in Saudi-Arabien. Trotz ihrer exzellenten Fähigkeiten muss sie sich jeden Tag aufs Neue den Respekt der Mitarbeiter und der Patienten erkämpfen. Wütend macht Maryam vor allem der Zustand der Zufahrtstraße zu ihrer Klinik.

Seit Jahren versucht sie vergeblich zu erreichen, dass diese asphaltiert wird. Schließlich ist sie der Situation rund um das Krankenhaus und von ihren eingeschränkten Möglichkeiten als Frau so empört, dass sie sich als Kandidatin für den Stadtrat aufstellen lässt.

THE PERFECT CANDIDATE • Saudi-Arabien/Deutschland 2019 · R: Haifaa Al Mansour · Db: Haifaa Al Mansour, Brad Niemann · K: Patrick Orth • Mit Mila Al Zahrani, Nora Al Awadh, Dae Al Hilali u.a. · ab 0 J. · 105'

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Schulkino-Filmtipp
Empfohlen ab 9. Klasse
Themen: Frauenrechte, Feminismus, Gleichberechtigung, Lokalpolitik, Saudi-Arabien, Familie, Tradition
Fächer: Deutsch, Politik, Erdkunde, Sozialkunde, Kunst, Religion, Ethik
Ausführliche Hinweise bei Vision Kino

Mit der Klasse ins Kino
Öffnet internen Link im aktuellen FensterInformation zur Anmeldung für Schulkino-Vorstellungen im Cinema

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