LOOK&LISTEN: Jazz-Film-Reihe – präsentiert von Filmclub Münster, cuba-cultur und Norbert Nowotsch

Marc Ribot – The Lost String

Mo 3. Dezember 2018· 19:00 Uhr
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Der us-amerikanische Gitarrist Marc Ribot ist eine Legende der Musik-Szene, umtriebig sowohl als Musiker wie als Komponist, Produzent oder Begleitmusiker bekannter Szene-Stars – von den Lounge Lizards über Tom Waits, Elvis Costello, Marianne Faithful, The Black Keys oder Laurie Anderson bis hin zu experimentellen Jazzmusikern wie Elliot Sharp oder John Zorn, aber auch Jamaladeen Tacoma, Don Byron, Anthony Coleman und Henry Grimes. Seine letzten beiden Alben sind inspiriert durch die derzeitige politische Situation in den USA und definieren klare Gegenpositionen: „Songs of Resistance“ (2018) versammelt bekannte Titel von politischen Liedern von 1942 bis heute.

Der Film zeigt ihn bei Konzerten in Clubs der New Yorker East Side bis zu Tourneen in Europa und versucht mit Archivmaterial, Interviews und Gesprächen ein Bild dieses virtuosen und engagierten Musikers zu zeichnen.

THE LOST STRING · Frankreich 2003 · R & Db: Anaïs Prosaïc · Musik: Marc Ribot · ab 0 J. · 82'

Trailer in Originalfassung, im Cinema in dt. Fassung

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The World According to John Coltrane

Mo 10. Dezember 2018 · 19:00 Uhr
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Der preisgekrönte Film über John Coltrane, einen der einflussreichsten Musiker und Innovatoren des modernen Jazz, zeigt Ausschnitte aus Konzerten mit seinem berühmten Quartett: Jimmy Garrison, Elvin Jones, McCoy Tyner, bei einem Festival ergänzt von Eric Dolphy; daneben auch eine kurze Aufnahme mit Miles Davis - "So What" von 1959. Dazu kommen Interviews mit Musikern, die mit Coltrane gespielt haben wie Rashied Ali, Jimmy Heath, Roscoe Mitchell, Tomma Flanagan, Wayne Shorter sowie Alice Coltrane. Ein Live-Auftritt Coltrane's mit dem bekannten Titel "Alabama" ist in voller Länge zu sehen. Einen spannenden Höhepunkt liefert auch abschließend ein musikalisches Treffen mit Roscoe Mitchell, Saxophonist des Art Ensemble of Chicago und Dervisch-Musikern in der Wüste Sahara.

New York Eye and Ear Control (USA 1964 · R: Michael Snow · 34')

Ein Klassiker des Free-Jazz und des Experimentalfilms: Neben Albert Ayler spielt eine „Supergroup“ - Don Cherry, Sunny Murray, Gary Peacock, Roswell Rudd und John Tchicai. Der Kanadier Michael Snow produzierte dazu einen filmischen Parforce-Ritt, der sogar viele Filmkritiker verschreckt haben soll. Der 1928 geborene Snow – früher selbst auch als Jazz-Pianist unterwegs – hat sich seit 1962 in allen künstlerischen Plattformen betätigt: von der Malerei über Bildhauerei, Installationen, Fotografie bis hin zu digitalen Arbeiten.

Das visuelle Spektrum des Films reicht von Wellen und Sand an einem Strand über grafisch anmutende Passagen mit der Silhouette einer Frau – der Pianistin und Komponistin Carla Bley – bis hin zu Bildern der beteiligten Musiker im Studio und vor der grandiosen architektonischen Kulisse von New York. Das Avantgarde-Label ESP veröffentliche 1965 den 1964 eingespielten Soundtrack zum Film: als Original ein gesuchtes Sammlerstück.

USA 1990 · R: Toby Byron, Robert Palmer · Db: Robert Palmer · K: Toby Byron · ab 0 J. · 59'

Die ersten 10 Minuten in Originalfassung, im Cinema in dt. Fassung

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His Story of JAZZ

Mo 17. Dezember 2018 · 19:00 Uhr
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Ein sehr eigenwilliger und gleichsam engagierter deutschen Film des Filmemachers Dietrich Wawzyn (1918-2014), der sich – als begeisterter Jazz-Fan – als einer der ersten mit Kamera und Tonband aufmachte und die Ursprünge des Jazz in Bild und Ton dokumentierte. So reiste er in den frühen 60ern des vorigen Jahrhunderts in die USA und nach Afrika.

Dort drehte er erstaunliche Bilder, wie man sie, auch in dieser Nähe, nur selten zu sehen bekam: über das Leben der Musiker, über Prediger, aber auch über Hillbilly- und Country-Musiker – immer auf der Suche nach den Ursprüngen amerikanischer Musik. Diese beeindruckend authentischen Aufnahmen, die in den 60ern im TV gesendet wurden, waren seitdem nie mehr öffentlich zu sehen.

Deutschland 1963 · R, Db & K: Dietrich Wawzyn · ab 0 J. · 130'

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Konzert im Freien

Mo 7. Januar 2019 · 19:00 Uhr
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Eine Auseinandersetzung mit Geschichte und Kunst, über Raum und Zeit in der neuen Mitte Berlins

Von 1981 bis 1986 sammelte Jürgen Böttcher für die DEFA Material von der Entstehung des Marx-Engels-Forums im heutigen Berlin-Mitte. Mit dem Ende der DDR erlosch jedoch das Interesse an dem Projekt seitens DEFA und SED und das Material verschwand für zehn Jahre im Archiv. Nach einer erneuten Sichtung kam Böttcher die Idee zu KONZERT IM FREIEN: In assoziativer Abfolge treten Bilder des Denkmals in Dialog mit Improvisationen des Free-Jazz-Duos Sommer/Diesner und entwickeln eine ganz eigene Auseinandersetzung mit dem Raum der Denkmalanlage und dem Vermächtnis von Marx und Engels.

Als Vorfilm: Cosmic Code (D 2006 · R: Martin Bauer · 10')
Der Kurzfilm zeichnet auf der musikalischen Basis von Samples, die Martin Bauer auf der Basis von Moondog- Kompositionen erstellt hat, in einer eindrucksvollen visuellen Collage aus realen und assoziativen Bildern und Filmsequenzen die Wege des Komponisten und Musikers durch die USA nach New York bis hin zu ihrem Endpunkt in Münster nach.

Deutschland 2001 · R & Db: Jürgen Böttcher · K: Thomas Plenert, Lars Lenski, Gunther Becher · ab 0 J. · 88'

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Art Pepper: Notes from a Jazz Survivor

Mo 14. Januar 2019 · 19:00 Uhr
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Zwei Jazzdokus über Art Pepper und Steve Lacy

Nach einem Frühstart als Saxophonist mit 12 und einem Platz im Orchester von Stan Kenton mit 17 Jahren folgte eine 16-jährige Drogenkarriere, während der Pepper mehr im Gefängnis als in Freiheit war. Trotz allem blieb sein Spiel brillant und intensiv, der Klang seines Instruments tief und unvergleichlich. Durchmischt von diversen intensiven Gesprächen mit Pepper und seiner letzten Frau Laurie über sein Leben und besonders die schweren Abstürze in die Sucht besteht rund die Hälfte des Films aus einem Auftritt mit seinem Trio im Club Pasquales in Malibu.

Neben Art Pepper am Altsaxophon spielen Milcho Leviev (Piano), Bob Magnusson (Double Bass) sowie Carl Burnett (Schlagzeug).

Zusammen mit "Steve Lacy: Master of the Soprano Sax" (USA 1983 · R: Peter L. Bull · engl.OF · 50')
In einer sehr intimen Atmosphäre erzahlt Steve Lacy zwischen Solopassagen auf dem Sopransaxohon über seine Vorbilder, Mitmusiker und andere Jazzgrößen wie Sidney Bechet, Gil Evans, Thelonious Monk oder Cecil Taylor. Besonders Monk steht im Focus – ist doch Lacy einer der wohl intensivsten Interpreten dieses eigenwilligen Komponisten und Pianisten. Dazu sieht und hört man Liveauftritte mit Irene Aebi (Gesang und Violine), Steve Potts (Altsaxophon), Bobby Few (Piano), Jean-Jaques Avenel (Bass) und Oliver Johnson (Schlagzeug).

USA 1982 · R & Db: Don McGlynn · K: Mark Salvaterra · ab 0 J. · engl.OF · 48'

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Bill Frisell: A Portrait

Mo 21. Januar 2019 · 19:00 Uhr
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Portrait über den Gitarristen Bill Frisell – einen der wohl vielseitigsten Musiker, Bandleader und Produzenten

In diesem sehr persönlichen filmischen Portrait kann man einen der wohl vielseitigsten Musiker, Bandleader und Produzenten bei seinen Umtrieben begleiten – den US-amerikanischen Gitarristen Bill Frisell.

Das wird allein schon an der Liste der Musiker deutlich, mit denen er gearbeitet hat, alle möglichen Musikrichtungen sind vertreten: Paul Simon, Bonnie Raitt, Buddy Miller, Rickie Lee Jones, Jim Hall, Paul Motian, Ron Carter, Wynton Marsalis oder John Abercrombie sind ebenso wie John Zorn nur eine kleine Auswahl von Begleitern auf seinen kreativen Wegen. Passend dazu der Titel seiner aktuellen CD: Music IS.

Australien 2017 · R & Db: Emma Franz · K: Emma Franz · ab 0 J. · engl.OF · 118'

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John Zorn's Treatment for a Film in 15 Scenes

Mo 28. Januar 2019 · 19:00 Uhr
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Die Filmemacher Joey Izzo, Henry Hills, Lewis Klahr und das Kollektiv Gobolux bringen ihre Vision von John Zorns 1981 geschaffenen Kreation

Zorn, Avantgarde-Komponist und Musiker aus New York, sieht Film und Musik als unwiederbringlich ineinander greifende Disziplinen und komponierte zahlreiche filmisch beeinflusste Werke wie z. B. "Godard" und "Spillane". Ebenso wurde TREATMENT FOR A FILM IN FIFTEEN SCENES als "visuelle Musik" konzipiert.

Dreißig Jahre später erreichte er nun sein Publikum als individuelle Kurzfilme von vier verschiedenen Filmemachern: 15 Szenen: 254 Aufnahmen (Gobolux), Na dann Nun (Lewis Klahr), Bare Room (Joey Izzo) und Arcana (Henry Hills).

R & Db: Joey Izzo, Henry Hills, Lewis Klahr und das Kollektiv Gobolux · ab 0 J. · engl.OF · 91'

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