In Kooperation mit: Autonomes BI_PoC-Referat Münster, Iriba Brunnen e.V., Odak Kulturzentrum e.V. und dem Integrationsrat Stadt Münster

Zusammen haben wir eine Chance

In Vorbereitung...

»Migrantisch-diasporische Widerstandsgeschichten kennen, Kämpfe vereinen!« (Activistar Film and Video Productions Collective)

Progrome gegen BI_PoC wie in Rostock-Lichtenhagen 1992, der Brandanschlag in Mölln 1992, der Mord an Oury Jalloh 2005, die NSU Mordserie, der rassistisch motivierte Anschlag in Hanau 2019 zeigen, wie notwendig antirassistische Arbeit nach wie vor bleibt.

Der Film dokumentiert selbstorganisierte antirassistische Bewegungen und Kämpfe seit der Wende aus der Perspektive rassismusbetroffener Menschen in Deutschland. Er bringt bisher nicht erzählte Geschichten, Erfahrungen und Perspektiven zusammen und unterstützt diese mit Archivmaterialien. Gemeinsam mit Aktivist*innen aus der Schwarzen Deutschen Community, Geflüchteten, Nachkommen der "Gastarbeiter*innen"-Generation, einer Mapuche-Aktivistin und anderen Zeitzeug*innen handelt der Film von Selbstorganisierung, Solidarisierung und Widerstandsorten im Kampf gegen Rassismus, Kapitalismus und (Hetero-)Sexismus.

Trotz der verschiedenen und teilweise voneinander unabhängigen Kämpfe eint die Aktivist*innen das gleiche Ziel: eine Gesellschaft, die sensibilisiert, wachsam und reflektiert mit Rassismus umgeht und ihn aktiv bekämpft. »Zusammen haben wir eine Chance!« ist dabei das Leitmotiv sowohl der Protagonist*innen, als auch der Filmemacherinnen. Der Film selbst wird als politische Arbeit im Rahmen des eigenen Aktivismus betrachtet und wurde von einem Women of Color Filmkollektiv verwirklicht. Er soll vor allem ein Gegennarrativ zu weißen hegemonialen Darstellungs- und Erzählweisen antirassistischer Bewegungen ermöglichen. Wie können wir von diesen Geschichten lernen und wie können wir weiter machen?

Deutschland 2018R: Nadiye Ünsal, Tijana Vukmirovic, Zerrin Günes • K: Leïla Saadna, Wassan Ali Mit Sanchita Basu, Garip Bali, Jasmin Eding, Ria Cheatom, Llanquiray Painemal, Bruno Watara, Ibrahim Arslan, Mouctar Bah. • teilw.OmU • 87'

»An die Filmarbeiten sind wir mit viel politischer Überzeugung und Respekt vor den Kämpfen und Errungenschaften der Protagonist*innen herangegangen. In den vier Jahren Arbeit an dem Film war und ist uns wichtig einige Stimmen mit diesem Film hörbar zu machen und intersektional - also kämpfe- und communityübergreifend - zu erzählen. Wir sind keine professionellen Filmemacher*innen. Wir verstehen den Film als Teil unserer politischen Arbeit. Wir hoffen, dass wir mit diesem Film neue oder längst überfällige Debatten um die emanzipatorischen Widerstandsbewegungen von nicht-weißen Aktivist*innen anstoßen und auch andere die Relevanz erkennen diese Geschichten weiter zu erzählen, zu verstehen, zu dokumentieren und weiterzuleben. «

(Activistar Film and Video Productions Collective)

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