
Hans Weingartners packendes Psychodrama über die Widrigkeiten einer unmenschlichen (Leistungs-)Gesellschaft
Martins einzige Sicherheit sind die Zahlen. Vor nicht allzu langer Zeit war er ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs in einem großen Unternehmen, verdiente gut, hatte eine Freundin. Ein geordnetes Leben. Er arbeitete bis zur Erschöpfung - bis er zusammenbrach und die Welt in tausend Einzelteile zerfiel.
Nach der Entlassung aus der Psychiatrie verliert Martin seine Stelle, holt seine Sachen von der Exfreundin ab und isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit seinen Zahlen zu bändigen. Jenseits der Zahlenkolonnen, am Rande der Stadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen, der nur russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in den Wald.
Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben, bauen eine Hütte, werden Freunde. Sie streifen durch den Wald, über Wiesen und an Seeufer, erleben die in Millionen Farben glitzernde Wildnis. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird ...

Deutschland 2011 • Regie und Drehbuch: Hans Weingartner • Kamera: Henner Besuch • Musik: Björn Wiese • Mit Peter Schneider, Henrike von Kuick, Timur Massold, Andreas Leupold, Julia Jentsch u.a. • ab 12 J. • 118‘

Schulkino-Filmtipp zu DIE SUMME MEINER EINZELNEN TEILE
Empfohlen ab 11. Klasse
Fächer: Deutsch, Sozial- und Gemeinschaftskunde, Religion/Ethik, Philosophie
Themen: Werte, Individuum und Gesellschaft, Gesellschaftskritik, Freundschaft, Widerstand, Utopie, Außenseiter, Psychiatrie
Ausführliche Hinweise bei Vision Kino
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vormittags und zur 15-Uhr-Vorstellung
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Eintrittspreise
€ 7,50 / erm. € 6,00
nachmittags € 6,00
Premierentag € 5,20
Am 27.1. zu Gast im Cinema: Der Regisseur
Hans Weingartner wurde 1970 in Feldkirch / Vorarlberg geboren. Ab 1991 studierte er Gehirnforschung in Wien und Berlin und machte daneben eine Ausbildung zum Kameraassistenten. Ab 1997 sutdierte er Film und Fernsehen an der Kölner Kunsthochschule für Medien. Sein Debüt „Das weisse Rauschen“ mit Daniel Brühl in der Hauptrolle begeisterte 2001 Kritiker, Publikum und internationale Jurys. Nach seiner Premiere im Wettbewerb von Cannes 2004 entwickelte sich sein zweiter Film „Die fetten Jahre sind vorbei“ zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme der letzten Zeit.





