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Mit anschließender Diskussionsmöglichkeit.
Ein Zeugnis von einzigartiger Authentizität, ein
Erstlingsfilm, der ausschließlich in den Pariser Banlieue
gedreht wurde und dessen Darsteller aus der dortigen
Bevölkerung stammen.
Nachdem er die doppelte Strafe von Gefängnis und Ausweisung
verbüßt hat, kehrt Kamel heimlich nach Frankreich zurück, zu
seiner Familie, in die Stadt seiner Kindheit, Von diesem Moment
an bemüht er sich nach Kräften, Ordnung in sein Leben zu
bringen. Als all seine Versuche, Arbeit zu finden und Papiere zu
bekommen, ergebnislos bleiben, beschließt er, sein Pech
geduldig zu ertragen. Währenddessen bringt sein jüngerer
Bruder Mousse, der Haschisch schmuggelt, die Familie in Gefahr.
WESH WESH, QU'EST-CE QUI SE
PASSE? · F 2001 · Regie Rabah
Ameur-Zaïmeche · Drehbuch Rabah Ameur-Zaïmeche, Madjid
Benaroudj · Kamera Olivier Smittarello · Schnitt
Nicolas Bancilhon · Mit Rabah Ameur-Zaïmeche, Ahmed
Hammoudi, Brahim Ameur-Zaïmeche, Farida Mouffok u.a. · ab 12
J. · franz.OmU · 83'
Links
» Internet
Movie Database
» Ausführliche
Linksammlung bei www.filmz.de

"Die Republik hält ihre Versprechen nicht — das
ist das Schlimmste. In der Schule steht geschrieben
"Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Aber schon in
der Schule gibt es Rassismus und Diskriminierung. Schon da
werden die Versprechen der Republik gebrochen."
(Michel Wiewiorka / französischer Soziologe)
Die Menschen in den französischen "Banlieues"
fühlen sich politisch ignoriert und durch die Polizei im besten
Fall ruhig gestellt und schikaniert. Für ein paar Wochen
starrte die Welt schockiert auf Trabantenstädte wie Clichy sous
Bois und das Land der Menschenrechte, dessen Innenminister die
Zunahme der Gewalt noch provozierte, indem er sich mit
unverhohlen rassistischen Parolen und einer law-and-order
Politik die Legitimation für massive Verletzungen der
Bürgerrechte verschaffte.
Mit dem Film wollen wir zur Diskussion stellen, ob
"Freiheit" in den Pariser Vorstädten bedeutet,
ausnahmsweise mit heiler Haut in die Wohnung zu kommen. Würde
und Menschlichkeit gibt es nicht, jedenfalls nicht, wenn die
Mädchen und Frauen in den Banlieues regelmäßig die ersten
Opfer von sexuellen Übergriffen werden. Das Wort
Brüderlichkeit erhält eine erschreckend neue Bedeutung, wenn
die vermeintlichen Freunde vor gemeinschaftlicher Vergewaltigung
nicht (mehr) zurückschrecken. Gleichheit und Gerechtigkeit
verkommen zu hohlen Phrasen, wenn das Elend alle Bereiche des
Lebens durchzieht.
Im Anschluss machen wir das Angebot einer Diskussionsrunde.
Dabei soll insbesondere unter dem Eindruck des Films gemeinsam
überlegt werden, wie die Zukunft des Frauenprojekts "Alice
im Münsterland" an der Schnittstelle rassistischer,
schichtspezifischer und geschlechtsspezifischer Unterdrückung
und Ausgrenzung aussehen könnte. Eine Veranstaltung von
» Die
Brücke - Internationales Zentrum der Uni Münster
» Frauenreferat
des AStA der Uni Münster
» Ausländische
Studierendenvertretung (ASV) der Uni Münster
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