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Mi 22. Februar

20:00

KURBELKISTE
Eintritt frei

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fon 0251.30300

Öffnungszeiten
der Kinokasse
mo-sa ab 15:00
so ab 10:45

 

In Zusammenarbeit mit Die Brücke,
dem Uni-AStA-Frauenreferat und dem ASV der Uni Münster

Wesh Wesh, was geht hier ab? [franz. OmU]
Regie: Rabah Ameur Zaïmeche

Mit anschließender Diskussionsmöglichkeit.

Ein Zeugnis von einzigartiger Authentizität, ein Erstlingsfilm, der ausschließlich in den Pariser Banlieue gedreht wurde und dessen Darsteller aus der dortigen Bevölkerung stammen.

Nachdem er die doppelte Strafe von Gefängnis und Ausweisung verbüßt hat, kehrt Kamel heimlich nach Frankreich zurück, zu seiner Familie, in die Stadt seiner Kindheit, Von diesem Moment an bemüht er sich nach Kräften, Ordnung in sein Leben zu bringen. Als all seine Versuche, Arbeit zu finden und Papiere zu bekommen, ergebnislos bleiben, beschließt er, sein Pech geduldig zu ertragen. Währenddessen bringt sein jüngerer Bruder Mousse, der Haschisch schmuggelt, die Familie in Gefahr.

WESH WESH, QU'EST-CE QUI SE PASSE? · F 2001 · Regie Rabah Ameur-Zaïmeche · Drehbuch Rabah Ameur-Zaïmeche, Madjid Benaroudj · Kamera Olivier Smittarello · Schnitt Nicolas Bancilhon · Mit Rabah Ameur-Zaïmeche, Ahmed Hammoudi, Brahim Ameur-Zaïmeche, Farida Mouffok u.a. · ab 12 J. · franz.OmU · 83'

Links
» Internet Movie Database
» Ausführliche Linksammlung bei www.filmz.de

"Die Republik hält ihre Versprechen nicht — das ist das Schlimmste. In der Schule steht geschrieben "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Aber schon in der Schule gibt es Rassismus und Diskriminierung. Schon da werden die Versprechen der Republik gebrochen."
(Michel Wiewiorka / französischer Soziologe)

Die Menschen in den französischen "Banlieues" fühlen sich politisch ignoriert und durch die Polizei im besten Fall ruhig gestellt und schikaniert. Für ein paar Wochen starrte die Welt schockiert auf Trabantenstädte wie Clichy sous Bois und das Land der Menschenrechte, dessen Innenminister die Zunahme der Gewalt noch provozierte, indem er sich mit unverhohlen rassistischen Parolen und einer law-and-order Politik die Legitimation für massive Verletzungen der Bürgerrechte verschaffte.

Mit dem Film wollen wir zur Diskussion stellen, ob "Freiheit" in den Pariser Vorstädten bedeutet, ausnahmsweise mit heiler Haut in die Wohnung zu kommen. Würde und Menschlichkeit gibt es nicht, jedenfalls nicht, wenn die Mädchen und Frauen in den Banlieues regelmäßig die ersten Opfer von sexuellen Übergriffen werden. Das Wort Brüderlichkeit erhält eine erschreckend neue Bedeutung, wenn die vermeintlichen Freunde vor gemeinschaftlicher Vergewaltigung nicht (mehr) zurückschrecken. Gleichheit und Gerechtigkeit verkommen zu hohlen Phrasen, wenn das Elend alle Bereiche des Lebens durchzieht.

Im Anschluss machen wir das Angebot einer Diskussionsrunde. Dabei soll insbesondere unter dem Eindruck des Films gemeinsam überlegt werden, wie die Zukunft des Frauenprojekts "Alice im Münsterland" an der Schnittstelle rassistischer, schichtspezifischer und geschlechtsspezifischer Unterdrückung und Ausgrenzung aussehen könnte.

Eine Veranstaltung von
» Die Brücke - Internationales Zentrum der Uni Münster
» Frauenreferat des AStA der Uni Münster
» Ausländische Studierendenvertretung (ASV) der Uni Münster

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