Die Linse: Drehbuch Geschichte 2026: Die vierte Gewalt (5)
Kollektiv – Korruption tötet
Di 21. April 2026 • 18:00 Uhr
Einführung von Jessica Best, LWL-Medienzentrum für Westfalen, Projekt „Demokratie on demand“
Im Oktober 2015 kamen bei einem Brand in dem angesagten Bukarester Musikclub „Colectiv“ 28 Menschen ums Leben, 36 Verletzte starben in den folgenden Tagen und Wochen in verschiedenen Krankenhäusern. Die meisten Verletzten starben nicht an ihren Brandwunden, sondern an Keimen, also an mangelnder Hygiene. Wütende Proteste waren die Folge, nicht nur wegen der mangelnden Sicherheitsvorkehrungen im Nachtclub, sondern auch wegen der desaströsen Verhältnisse in den rumänischen Krankenhäusern. Journalisten der Sportzeitung Gazeta Sporturilor deckten schließlich einen beispiellosen Skandal auf.
Im Film kommen neben den Journalisten auch Whistleblower, Ärzt*innen und einige der Brandopfer sowie Regierungsbeamte zu Wort. Zudem spielt der ehemalige Gesundheitsminister der Ciolos-Regierung, eine wichtige Rolle.
Regisseur Nanau verfolgt die Aufarbeitung der Katastrophe u.a. bei Treffen mit Opfern oder Sitzungen des Gesundheitsministeriums. Der Film rückt auch einzelne Personen, wie die Überlebende Mariana Oprea – eines der bekanntesten Gesichter der Katastrophe –, in den Fokus. Sie trug Verbrennungen zweiten und dritten Grades davon. Der Film verwendet auch Mitschnitte der Unglücksnacht aus der Diskothek.
Rumänien/Luxemburg 2019 · R, Db & K: Alexander Nanau • Mit Narcis Hogea, Cristina Tartau, Tedy Ursuleanu u.a. · rum.OmeU · 109'
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Drehbuch Geschichte: Die vierte Gewalt – Journalismus im Film

Sieben Filmforen vom 17.3. bis 12.5.2026
Ob als Kontrollinstanz politischer Macht, Dokumentation von Krisen und Kriegen oder als Motor von Skandalisierung – Journalismus prägt unser Bild von der Welt. Die diesjährige Filmreihe „Drehbuch Geschichte“ beleuchtet, wie unterschiedlich diese Rollen im Kino dargestellt werden und wie sie sich in den letzten Jahrzehnten verändert haben: zwischen investigativer Aufklärung, politischem Druck, moralischen Dilemmata und der Versuchung der Sensation, wenn Nachrichten zur Ware werden.
Die ausgewählten Filme spannen einen Bogen von klassischen Werken über politische Drama- und Dokumentarformate bis zu aktuellen Produktionen. Gemeinsam zeigen sie, wie Journalismus in Extremsituationen funktioniert – und manchmal versagt. Ein Panorama journalistischer Rollenbilder und Herausforderungen.
Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt. Im Anschluss an die Vorführungen besteht Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen.
Herzlich laden wir Sie dazu ein, mit uns den Einfluss von Medien auf Politik, Öffentlichkeit und persönliche Lebenswege kritisch zu hinterfragen – und sich bewusst zu machen, wie sehr unsere Wahrnehmung von Ereignissen von denjenigen geprägt wird, die darüber berichten.
LWL-Medienzentrum für Westfalen Volksbund
Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. – Bezirksverband Westfalen
Geschichtsort Villa ten Hompel
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
LWL-Literaturkommission für westfalen
Die Linse e.V.







