Die Linse: Native North-American Movies
Powwow Highway
Di 4. März 2025 • 18:00 Uhr mit einer kurzen Einführung
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»POWWOW HIGHWAY ist der bahnbrechende Native-Spielfilm, der die Filmindustrie revolutionierte und das Narrativ über Native Americans für immer veränderte. Er war der Wegbereiter für die indigene Erzählkunst im Kino.« (Red Nation International Film Festival)
Den Unternehmern, die im Reservat in Lame Deer, Montana, einen Tagebau errichten wollen, ist der junge Aktivist Buddy Red Bow ein Dorn im Auge. Man befürchtet eine „Radikalisierung“ der Nördlichen Cheyenne. Als man Buddys Schwester in Santa Fé wegen eines platzierten Drogenfundes verhaftet, geht es mit seinem Schulfreund Philbert in dessen „Kriegspony“, einem alten 1964er Buick Wildcat, auf einen Road Trip quer durch Amerika.
Während Buddy nur seine Schwester befreien will, sucht Philbert heilige Stätten der Cheyenne auf, betet regelmäßig und lässt sich von Visionen leiten. Überzeugt davon, dass alles gut wird, hinterlässt er in den Black Hills in South Dakota den Ahnen zur Gabe einen riesigen Schokoriegel. Buddys kühne, materialistische Haltung kontrastiert mit Philberts scheinbar naiven Traditionalismus.
POWWOW HIGHWAY gewann u.a. beim American Indian Film Festival die Bestpreise für Regie, Film und Hauptdarsteller.
Großbritannien/USA 1988 · R: Jonathan Wacks · Db: David Seals, Janet Heaney, Jean Stawarz · K: Toyomichi Kurita • Mit A. Martinez, Gary Farmer, Amanda Wyss, Joanelle Romero · engl.OF · 91'
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Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung.
Eintrittspreise
Regulär
9,50 EUR
erm. 8,00 EUR
Familienkino
6,50 EUR
Münster-Pass
6,00 EUR
Unter 16 Jahren
6,50 EUR
(bis 18:30 Uhr)
Donnerstag ist Studitag
6,50 EUR
(für alle, die in Ausbildung jeglicher Art sind)
Arthouse-Sneak
6,00 EUR
(Sneak-Deal 11,00 EUR)
Tickets: cineplex.de
Bei Sonder- veranstaltungen gelten mitunter besondere Preise.
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Filme von indigenen Filmemacher*innen
North-American Native Movies
Die Konstruktion von Stereotypen im Unterhaltungsfilm betrifft nicht nur Indigene. Dennoch haben wir es beim Western, „dem amerikanischen Heimatfilm“, mit einem eigenen Genre zu tun, welches über Jahrzehnte Bilder erzeugte, die mehr über eine (imaginäre) Eigenwahrnehmung von Weißen aussagen als dass man etwas über historische und soziale Tatsachen indigener Gesellschaften erfährt. Es ging um Konflikte, die weiße Siedler*innen betrafen, ohne je den ökonomischen und missionarischen Eifer der Frontiers auf ihrem Weg Richtung Westen infrage zu stellen. Gesellschaften, die über Jahrtausende auf dem später „Amerika“ genannten Kontinent lebten, wurden Opfer der Landnahme, ihre geschichtlichen Erfahrungen wiederum auf der Leinwand durch Bilder ersetzt. Die homogenisierenden „Indianer“-Darstellungen reichen dabei von zusammengewürfelten Dämonisierungsmotiven bis hin zur Romantisierung des „edlen Wilden“, images, die seit Geburt des Hollywood-Systems in tausenden von Filmen, B-Movies wie Westernklassiker, immer wieder reproduziert wurden.
Mittlerweile gibt es immer mehr Produktionsfirmen in den Händen indigener Akteur*innen. Radio- und Fernsehsender vernetzen sich in Inuitgebieten, eigene Festivals schaffen Räume, um indigene Filmschaffende bekannter zu machen. Sechs Filme eröffnen einen Ausblick auf eine vielseitige indigene Filmkultur.
Die Reihe wird kuratiert von Ari N. Ntemiris
Beratende Unterstützung erhielten wir von Carmen Kwasny, Chairwoman der Native American Association of Germany www.naaog.de
Die Filme im Überblick:
Di 18. Februar 2025 • 18:00 Uhr: Reel Injun
mit einer kurzen Einführung
Di 4. März 2025 • 18:00 Uhr: Powwow Highway
mit einer kurzen Einführung
Di 11. März 2025 • 18:00 Uhr: Smoke Signals
Mit einer kurzen Einführung
Di 16. März 2025 • 18:00 Uhr: The Body Remembers When the World Broke Open
Mit einer kurzen Einführung
So 30. März 2025 • 18:30 Uhr: Atanarjuat – Die Legende vom schnellen Läufer mit Einführung
So 6. April 2025 • 20:00 Uhr: Beans Mit kurzer Einführung