Polnische Filmtage 2011

The Wind Of Change – Das neue polnische Kino

In der Reihe „The Wind of Change - Das neue polnische Kino” werden die besten Filmproduktionen der letzten zwei Jahre mit ihren „directors of tomorrow“ präsentiert: Xawery Zulawski, Pawel Borowski, Borys Lankosz, Pawel Sala und Jacek Borcuch. Sie alle sind zu Beginn der siebziger Jahre zur Welt gekommen und machten ihre ersten Schritte in der Zeit, die in Polen von vielen Arbeiterstreiks für besseres Leben und Willy Brandts Besuch in Warschau geprägt wurden, in der Krzysztof Kieslowski und Krzysztof Zanussi gerade ihre ersten Filme gemacht hatten und die Video-Technik erfunden war.

Diese jungen Regisseure erzählen spannende Geschichten voller Ironie und Zeitkritik, machen ein Kino höchsten Risikos, ein mutiges und kontroverses Kino, ein stilisiertes, das zwischen Realismus und Groteske, Farce, Drama und Thriller einen Bogen schlägt. Sie suchen nach neuen Formen und wollen ein neues Publikum erreichen.

Einer der Regisseure stellt seinen Film persönlich im Cinema vor: am Fr. 11. März begrüßen wir Pawel Sala mit „Mutter Teresa von den Katzen“.

Der Programmflyer zum Download

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Polnische Filmtage

Revers/ Rewers

Regie: Borys Lankosz

Do 10. März 2011 · 19:00 Uhr
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Sabina beginnt ihre Erzählung in der Gegenwart und versetzt sich mit ihren Erinnerungen in die frühen Fünfziger, kurz vor Stalins Tod, als sie Anfang dreißig war. Sie ist eine „graue Maus“, arbeitet in einem Verlag und ihr Leben verläuft unspektakulär. Ihre Mutter, eine Apothekerin, will Sabina vor einem Leben als alte Jungfer retten und sucht für sie einen Mann. Alles wird von der Großmutter kontrolliert, einer exzentrischen Dame mit scharfer Zunge. Wie in einer altmodischen Farce erscheinen in der exklusiven Villa die Kandidaten, denen Mutters Apothekerinnen-Schnaps angeboten wird. An keinem der Verehrer findet Sabina jedoch Gefallen, bis eines Tages der gutaussehende und geheimnisvolle Bronis?aw auftaucht. Sein Erscheinen ist der Beginn einer Reihe überraschender Ereignisse, die die schwarzen Seiten der weiblichen Seele aufdecken. Die Farce verwandelt sich in Horror.

Der Film spielt mit der polnischen Geschichte und ironisiert die wichtigsten bisherigen nationalen Mythen und Legenden über das tragische Heldentum, das geheiligte Leiden und die messianisch-rettende Rolle Polens unter den unterdrückten Völkern. Er balanciert an der Grenze des stilistischen Risikos mit schönen schwarz-weißen Bildern,  raffiniert komponiert von Marcin Kosza?ka. Ausgezeichnet als der beste polnische Film 2009.

Polen 2009 · Regie: Borys Lankosz · Drehbuch: Borys Lankosz u. Andrzej Bart · Kamera: Marcin Koszalka · Musik: Wlodek Pawlik · Mit: Agata Buzek, Krystyna Janda, Anna Polony, Marcin Dorocinski · OF mit deutschen Untertieln · 96'

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Trailer in poln.OF, im Cinema in poln.OmU

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Do., 10.03.11, 19:00 Uhr
"Revers"
Fr., 11.03, 19:00 Uhr
"Mutter Teresa von den Katzen"
Sa., 12.03.11, 19:00 Uhr
"Schneeweiß und Russenrot"
So., 13.03.11, 19:00 Uhr
"Null"
Mo., 14.03.11, 19:00 Uhr
"All That I Love"

 

 

Polnische Filmtage

Mutter Teresa von den Katzen/ Matka Teresa od kotów

Regie: Pavel Sala

Fr 11. März 2011 · 19:00 Uhr
in Anwesenheit von Regisseur Pawel Sala
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In einer scheinbar gewöhnlichen und durchschnittlichen Familie. Hubert, der Vater ist Berufssoldat und gerade von einer Mission in Afghanistan zurückgekommen. Teresa, seine Frau, hat einen neuen Job als Versicherungsagentin bekommen. Auf einem Foto sehen wir sie strahlend glücklich mit ihren drei Kinder beim Picknick im Wald. Wie ist es möglich, dass sich das Böse in die Familie schleicht und es zu einer abscheulichen Bluttat kommt?

Der Film beginnt mit der Verhaftung der beiden Jungen. Die folgenden Tage decken in Rückblende immer wieder vermutlich neue Motive des grausamen Verbrechens… Die düstere Thriller-Geschichte beginnt, sich in eine psychologische Vivisektion zu verwandeln.

Polen 2010 · Regie und Drehbuch: Pawel Sala · Kamera: Mikolaj Lepkowski · Musik: Marcin Krzyzanowski · Mit Mateusz Kosciukiewicz, Filip Garbacz, Ewa Skibinska, Mariusz Bonaszewski, Monika Pikula · OF mit deutschen Untertiteln · 94'

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Do., 10.03.11, 19:00 Uhr
"Revers"
Fr., 11.03, 19:00 Uhr
"Mutter Teresa von den Katzen"
Sa., 12.03.11, 19:00 Uhr
"Schneeweiß und Russenrot"
So., 13.03.11, 19:00 Uhr
"Null"
Mo., 14.03.11, 19:00 Uhr
"All That I Love"

 

 

Polnische Filmtage

Schneeweiß und Russenrot/ Wojna polsko-ruska

Regie: Xawery Zulawski

Sa 12. März 2011 · 19:00 Uhr
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Der Film basiert auf dem gleichnamigen, skandalträchtigen Roman von Dorota Maslowska, den sie im zarten Alter von nur 18 Jahren geschrieben hat. Enttäuscht von der Liebe, die ihm wie ein ewiger Kampf vorkommt, verlässt Silny seine Freundin. Mit Hass vollgepumpt, treibt er sich in Clubs herum und konsumiert exzessiv Drogen, um seinen Liebeskummer zu lindern. Er trifft vier außergewöhnliche Frauen: Angela – eine sensible Jungfrau mit freaking dreams, Nata – eine alte Freundin, die vom Schnüffeln von Suppenextrakten abhängig ist, Ola – eine scheinbar schüchterne, bedingungslose Verführerin, und Dorota - Dorota Mas?owska, eine Teenagerin, in deren Kopf sich der ganze Film abspielt.

Der Film verführt den Zuschauer mit dem eigenartigen Charme der Subkultur der „Dresiarze“ - einer Subkultur, die unter den Jugendlichen in den post-kommunistischen Blocksiedlungen der frühen 90er Jahre entstanden ist. Ihr Markenzeichen waren lässig getragene, bunte Trainingsanzüge. Zugleich ist er eine schonungslose Parodie auf das nach außen supercoole und doch verlorene, perspektivlose Milieu. „Schneeweiß und Russenrot“ ist eine raffinierte Groteske, die sich in visuell starken und dynamischen Bildern ausdrückt.

Polen 2009 · Regie: Xawery Zulawski · Drehbuch: Xawery Zulawski u. Dorota Maslowska · Kamera: Marian Prokop · Musik: Jan Komar, Filip Kuncewicz, Jaroslaw Kaczmarczyk · Mit Borys Szyc, Roma Gasiorowska, Maria Strzelecka, Sonia Bohosiewicz, Magdalena Czerwinska, Michal Czernecki · OF mit englischen 108'

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Do., 10.03.11, 19:00 Uhr
"Revers"
Fr., 11.03, 19:00 Uhr
"Mutter Teresa von den Katzen"
Sa., 12.03.11, 19:00 Uhr
"Schneeweiß und Russenrot"
So., 13.03.11, 19:00 Uhr
"Null"
Mo., 14.03.11, 19:00 Uhr
"All That I Love"

 

 

Polnische Filmtage

Null/ Zero

Regie: Pawel Borowski

So 13. März 2011 · 19:00 Uhr
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Morgens in einer Großstadt. Im Büro einer internationalen Firma klingelt mehrfach ein Telefon. Der Geschäftsführer schaut aufs Display seines Handys, überlegt ein paar Sekunden und nimmt das Gespräch schließlich an. Er zögert die Antwort hinaus, aber dann bestätigt er den Auftrag zur Verfolgung einer Person. Es ist ihm nicht bewusst, dass er mit seinem „Ja“ eine Lawine von Ereignissen in Gang setzt, die die Schicksale vieler Einwohner der Stadt beeinflussen wird. Das ist der Anfang einer vielschichtigen Geschichte, in der sich die Wege vieler Menschen kreuzen, deren jeweilige Entscheidungen nicht nur für sie selbst Konsequenzen haben. „Null“ ist eine Erzählung von Liebe und Hass, Betrügern und Betrogenen, Gewalt und Sex, aber auch über überraschende Geheimnisse, die innerhalb eines Tages entdeckt werden.

Es ist ein „komplett unpolnisches Kino“, wie ein schönes modisches „Gadget“. In der Struktur der Narration erinnert er an ein mathematisches Schema – spiegelt die Kälte der Zivilisation und ihre Atomisierung wider. In diese Struktur werden die Menschen eingeflochten, ausdrucksstarke Gestalten, voller Leidenschaft. In dieser Welt gibt es keine höhere Instanz, die sie überwacht. In ihr wirkt nur das Recht der Kausalität, das eine Quelle des Leidens ist. Trotz der Kühle berührt diese Vision und explodiert im Bewusstseins des Zuschauers.

Polen 2009 · Regie und Drehbuch: Pawel Borowski · Kamera: Arkadiusz Tomiak · Musik: Adam Burzynski · Mit Robert Wieckiewicz, Bogdan Koca, Zbigniew Konopka, Roma Gasiorowska, Kamila Baar, Sonia Bohosiewicz, Gabriela Muskala · OF mit englischen Untertiteln · 110'

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Do., 10.03.11, 19:00 Uhr
"Revers"
Fr., 11.03, 19:00 Uhr
"Mutter Teresa von den Katzen"
Sa., 12.03.11, 19:00 Uhr
"Schneeweiß und Russenrot"
So., 13.03.11, 19:00 Uhr
"Null"

Mo., 14.03.11, 19:00 Uhr
"All That I Love"

 

 

Polnische Filmtage

All That I Love/ Wszystko co kocham

Regie: Jacek Borcuch

Mo 14. März 2011 · 19:00 Uhr
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Die Zeit, in der man kein Kind mehr ist, die Schwelle des Erwachsenenseins aber noch nicht überschritten hat, ist die, in der alles zum ersten Mal passiert: der erste Wein, die erste Enttäuschung, der erste Widerstand, die erste Liebe. Diese Zeit ist mit Träumen und Hoffnung überfüllt.

Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe von Jugendlichen, die an der Nordküste leben und ihre Jugend mit Musik erfüllen. Janek, der sensible Achtzehjährige, ist verliebt in Barbara und - wie ein Romeo der Gegenwart - will er sich nicht damit abfinden, dass ihre Eltern diese Liebe verbieten. Der Konflikt zwischen ihren Eltern, die unterschiedliche politische Ansichten vertreten, wird ihre Gefühle auf die Probe stellen.

Im Hintergrund die Große Geschichte: Es ist Frühling 1981 und Polen wird von Arbeiterstreiks beherrscht. Die kommunistische Regierung versucht einen Weg zu finden, die Solidarno??-Bewegung zu stoppen und zu vernichten. Im Vordergrund: die Explosion starker Gefühle, der erste Sex, Hunger nach erfülltem Leben und neue Erfahrungen. Die idealistische Welt, die auf die rücksichtlose und brutale Wirklichkeit prallt. Die Protagonisten müssen schwierige Entscheidungen treffen und zwischen Vernunft und Emotionen wählen.

Hauptwettbewerb Sundance Film Festival 2010.

Polen 2009 · Regie und Drehbuch.: Jacek Borcuch · Kamera: Michal Englert · Musik: Daniel Bloom · Mit Mateusz Kosciukiewicz, Olga Frycz, Jakub Gierszal, Andrzej Chyra, Anna Radwan · OF mit englischen Untertiteln · 91'

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"Revers"
Fr., 11.03, 19:00 Uhr
"Mutter Teresa von den Katzen"
Sa., 12.03.11, 19:00 Uhr
"Schneeweiß und Russenrot"
So., 13.03.11, 19:00 Uhr
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"All That I Love"

 

 

Spielplan

Freitag, 1. Dezember 2017
22:30
Sonntag, 3. Dezember 2017
11:00
14:45
Montag, 4. Dezember 2017
20:00
Mittwoch, 6. Dezember 2017
22:45
Samstag, 9. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 10. Dezember 2017
14:45
17:00
Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
19:00
Freitag, 15. Dezember 2017
14:45
18:00
Samstag, 16. Dezember 2017
14:45
18:00
Dienstag, 19. Dezember 2017
20:30
Mittwoch, 20. Dezember 2017
22:45
Freitag, 29. Dezember 2017
14:45
Samstag, 30. Dezember 2017
14:45
Sonntag, 31. Dezember 2017
14:45
Montag, 1. Januar 2018
14:45
Dienstag, 2. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 3. Januar 2018
14:45
Donnerstag, 4. Januar 2018
14:45
Freitag, 5. Januar 2018
14:45
Samstag, 6. Januar 2018
14:45
Sonntag, 7. Januar 2018
14:45
Mittwoch, 10. Januar 2018
19:00
Samstag, 20. Januar 2018
14:45
Sonntag, 21. Januar 2018
14:45
Samstag, 27. Januar 2018
14:45
Sonntag, 28. Januar 2018
14:45
Sonntag, 11. Februar 2018
17:00
Montag, 19. Februar 2018
18:00
Montag, 16. April 2018
18:00