Ungarische Filmtage

Ein unbequemer Denker – Hommage an den 80-jährigen György Konrád

Mi 24. April 2013 · 19:00 Uhr in Anwesenheit von Michael Kluth
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György Konrád ist einer der bedeutendsten europäischen Intellektuelle, der als „Vordenker des neuen Europa“ gilt. Er ist Autor zahlreicher Essays und Romane, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (1991) und des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen (2001). Zwischen 1990-1993 war er Präsident des P. E. N., 1997-2003 der erste nicht-deutsche Präsident der Akademie der Künste.

Konrád wurde 1933 als Sohn einer jüdischen Familie in Debrecen geboren. 1944 entging er nur knapp der Deportation in die Konzentrationslager Auschwitz. Er studierte Literaturwissenschaft, Soziologie und Psychologie, nahm an der Revolution 1956 teil und wurde in Ungarn zu einer der wichtigsten Figuren der demokratischen Opposition. Am 2. April feiert er seinen 80. Geburtstag.

György Konrád – Ein unbequemer Denker.
Michael Kluth porträtiert den ungarischen Schriftsteller und Soziologen György Konrád, der mit seiner Feder seit Jahrzehnten gege

n undemokratische Entwicklungen in Ungarn und Europa kämpft; zunächst im Faschismus und Kommunismus, heute gegen Maßnahmen der aktuellen Regierung.
D 2000Regie: Dr. Michael Kluth • 45´

Der Bürgermeister, der Dichter und ein toter Held.
Mit der feierlichen Neubestattung des ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten Imre Nagy, der 1956 nach dem Volksaufstand hingerichtet worden war, begann Ungarns Weg in die Demokratie. GáborDemszky, ehemaliger Oberbürgermeister von Budapest und Schriftsteller György Konrád erinnern sich an den Aufbruch in die Freiheit.
D 2003
Regie: Dr. Michael Kluth • 43´

György Konrád: Glück
Der Roman „Glück“ von György Konrád wurde 1991 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet. "Glück" ist die Geschichte seiner Kindheit und Jugend. Während der große Teil der jüdischen Familie Konrads umgebracht wurde, konnte der 1933 geborene Konrad selbst gemeinsam mit seiner Schwester 1944 nach Budapest entkommen.
D 2003Regie: Dr. Michael Kluth •

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Ungarische Filmtage

Ein Rock und eine Hose

Do 25. April · 21:00 Uhr (ungar.OmU)
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PéterSóvári (Péter Rudolf) ist der größte Schauspieler Ungarns. Alle lieben ihn, die Fernsehsendungen buhlen um seine Gunst und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Außer Ibolya Pintér (SzonjaOroszlán), die schöne Schauspielerin. Lajos Borsai (Imre Bajor) ist Seifenoper-Regisseur.

Er hat viele Schulden und noch mehr große Pläne. Er wartet auf das Ankommen einer steinreichen Produzentin aus Mexiko, Dulcinea de la Rosa (Kitty Kéri), mit der er seine nächste Serie zusammen drehen möchte. Als er Ibolya von Sóvári wegschnappt, der Schauspieler sinnt auf Rache und verkleidet sich als Dulcinea de la Rosa.

EGY SZOKNYA EGY NADRÁG • UNGARN 2005Regie und Drehbuch: Bence Gyöngyössy • Kamera: Tibor Máthé • Mit: Péter Rudolf, Imre Bajor, András Kern, Szonja bOroszlán, Kitty Kéri • ungar.OmU • 95‘

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Ungarische Filmtage

Taking Sides – Der Fall Furtwängler

So 28. April 2013 · 15:00 Uhr in Anwesenheit von Filmkritikerin Sandra Theiß
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Der alternde Stardirigent Wilhelm Furtwängler (Stellan Skarsgård) wird der Kollaboration mit den Nazis angeklagt. Er beharrt darauf, dass Kunst und Politik nichts miteinander zu tun hätten. Dennoch hat er sich unter der Protektion der Nazi-Oberen erlaubt, sein Orchester mit vor der Deportation bedrohten Juden zu bestücken. Major Steve Arnold (Harvey Keitel), der Furtwängler den Prozess machen soll, sind diese Gesten stiller Opposition nicht genug.

Basierend auf dem Theaterstück von Ronald Harwood ist István Szabós erster Film, der nicht nach eigenem Drehbuch entstand, gleichzeitig packendes Justizdrama und psychologisches Porträt, das aufwühlt, emotional und intellektuell stimuliert. Der Regisseur bleibt neutral. Jeder der Beteiligten darf in seiner zurückhaltenden, aber ungemein präzisen und eindringlichen Inszenierung seine Argumente präsentieren.

Vor dem Film ein Vortrag von Sandra Theiß zu István Szabó und „Taking Sides“.

TAKING SIDES• Deutschland/Frankreich 2001Regie: István Szabó • Mit: Harvey Keitel, Stellan Skarsgård, Moritz Bleibtreu, Birgit Minichmayr, Oleg Tabakov, Ulrich Tukur, Frank Lebœuf, Armin Rohde u.a. • ab 12 • dF • 105‘

Zu Gast im Cinema: Die Filmkritikerin und Redakteurin
Sandra Theiß, geb. 1975, studierte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft und promovierte dort über den ungarischen Regisseur IstvánSzabó. Während des Studiums begann sie journalistisch zu arbeiten, unter anderem für "Kulturzeit" (3sat), sowie das ZDF-Mittagsmagazin. Nach einem Redaktionsvolontariat beim Hessischen Rundfunk wechselte sie 2004 in die Nachrichtenredaktion "heute" des ZDF. Seit Januar arbeitet sie als Reporterin im ZDF-Landesstudio in Magdeburg. Als Tochter eines Ungarn, der während des Aufstandes 1956 aus Budapest floh, ist der Blick auf das Land auch der Blick auf die eigene Familiengeschichte.

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Premierentag € 5,50
Kinderkino € 4,50

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen

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Mittwoch, 13. Dezember 2017
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Mittwoch, 20. Dezember 2017
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Mittwoch, 3. Januar 2018
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Sonntag, 11. Februar 2018
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Montag, 19. Februar 2018
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Montag, 16. April 2018
18:00