Klappe auf für Menschenrechte

Eine Filmreihe von Vamos e.V.

Klappe auf für Menschenrechte

Die Termine im Überblick:

Mo 7. September 2020 · 18:00 Uhr: Everyday Rebellion

Mi 30. September 2020 · 18:00 Uhr: Eine gefangene Frau

Mi 7. Oktober 2020 · 18:00 Uhr: Die letzte Sau

Do 15. Oktober 2020 · 18:00 Uhr: Oeconomia

Mo 26. Oktober 2020 · 18:00 Uhr: Flowers of Freedom

Do 12. November 2020 · 18:00 Uhr: 2040 - Wir retten die Welt

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Klappe auf für Menschenrechte! - eine Filmreihe von Vamos e.V.

Everyday Rebellion

Mo 7. September 2020 · 18:00 Uhr
Im Anschluss im Gespräch mit dem Publikum: Wolfgang Konerding (Clown, Mensch und freischaffender Künstler) und Pia Schulze (Aktivistin bei Extinction Rebellion Münster)
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Hommage an die Kreativität des gewaltlosen Widerstandes, an die Phantasie, unsere Welt neu zu denken und an den Mut und die Kraft, für diese Visionen zu kämpfen

Was haben „Occupy”, die spanischen „Indignados” und der „Arabische Frühling” gemeinsam? Was verbindet die Demokratiebewegung im Iran mit dem Kampf in Syrien? Wo sind die Berührungspunkte zwischen den ukrainischen Oben-ohne-Aktivistinnen von „Femen” und den oppositionellen Protesten in Ägypten? Die Gründe für den Protest sind in jedem Land ganz unterschiedlich, aber die kreativen gewaltfreien Taktiken sind sehr ähnlich und inspirieren sich gegenseitig auf überraschende Weise. Was örtlich begrenzt und lokalisierbar begann, hat sich mittlerweile deterritorialisiert, ausgegrenzt.

Der Widerstand wird zum globalen Zustand. Im kaleidoskopartigen Bogen rund um die Welt zeigen und analysieren Arash und Arman T. Riahi die Aktionen und Strukturen von erfolgreichen Protestbewegungen wie Femen, Occupy, den Indignados 15M, Yes Men und begegnen Protagonisten wie Reverend Billy, Srda Popovic, Mana Neyestani, Aliaa Elmahdy, Icy & Sot und vielen anderen in Ägypten, Großbritannien, im Iran, in Serbien, Spanien, Syrien, der Türkei, Ukraine und den USA.

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Schweiz/Österreich 2014 · R: Arash T. Riahi, Arman T. Riahi · Db: Arash T. Riahi, Arman T. Riahi · K: Mario Minichmayr, Arash T. Riahi, Arman T. Riahi, Dominik Spritzendorfer, Olivia Wimmer · ab 12 J. · 118'

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Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung

Montag bis Samstag ab ~17:00 Uhr
Sonntag ab ~ 11:45 Uhr

Eintrittspreise
€ 8,50* / erm. € 7,00*
Premierentag € 6,-*
Kinderkino € 4,50
Soli-Preis € 10,50*
*online € 0,50 günstiger: cineplex.de

Feiertags keine Ermäßigung,
besondere Preise bei Sonderveranstaltungen,

Soli-Ticket "An*Kurbelkiste" zur freiwilligen Unterstützung von Cinema & Kurbelkiste

Donnerstag = Premierentag
Neustarts kosten donnerstags in allen Vorstellungen nur € 6,- (+evtl. Zuschlag wegen Überlänge)

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Telefon 0251-30300

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Folgende Regeln sind für die Wiedereröffnung zu beachten

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Eine gefangene Frau

Mi 30. September 2020 · 18:00 Uhr
Im Anschluss im Gespräch mit dem Publikum: Jutta Schultz (Bezirksgeschäftsführerin ver.di-Bezirk Münsterland)
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Zahllose Menschen leben weltweit in moderner Sklaverei unter menschenunwürdigen Bedingungen. Marish ist eine von ihnen.

EINE GEFANGENE FRAU handelt von Marish, einer 52-jährigen Ungarin, die ein Jahrzehnt lang einer Familie dient – bei 20-Stunden-Arbeitstagen und ohne Arbeitslohn. Ihre Unterdrücker konfiszieren ihre Ausweispapiere und sie darf das Haus nur mit ausdrücklicher Erlaubnis verlassen. Sie behandeln sie wie ein Tier, geben ihr nur Essensreste und kein Bett zum Schlafen. Marish fristet ihr Dasein in ständiger Angst, träumt jedoch davon, ihr Leben zurückzuerlangen.

Die Präsenz der Kamera hilft ihr zu begreifen, dass sie nicht völlig auf sich allein gestellt ist. Sie beginnt Vertrauen zu fassen; nach zwei Jahren Dreh sammelt sie ihren ganzen Mut zusammen und enthüllt ihren Plan: „Ich werde fliehen“.

»Ich erzähle die Geschichte von innen heraus. Obwohl es sehr unangenehme und beängstigende Dreharbeiten waren, fühle ich mich zutiefst geehrt, dass ich Marish kennenlernen durfte und eine in Not geratene Person es mir gestattet hat, ihren Kampf um Würde festzuhalten. Ich glaube, dies wird den Zuschauern helfen, das Konzept häuslicher Sklaverei zu verstehen, und mein Film soll ihnen für die Existenz dieses gravierenden sozialen Missstands die Augen öffnen. Marishs Geschichte zeichnet das verstörende Bild einer Gesellschaft, die sich ihrer Werte unsicher ist, in der Menschenwürde leicht zu einer Ware verkommt. Sie gibt uns aber auch Hoffnung, weil sie zeigt, dass, wenn Menschen einander Aufmerksamkeit schenken, dies Leben retten kann.« (Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter)

A WOMAN CAPTURED · Ungarn, Deutschland 2017 · R: Bernadett Tuza-Ritter · Db: Bernadett Tuza-Ritter · K: Bernadett Tuza-Ritter · ab 12 J. · 92'

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Bernadett Tuza-Ritter ist eine freischaffende ungarische Filmregisseurin und Editorin, spezialisiert auf kreativen Dokumentarfilm und Fiktion. Sie studierte Regie und Editing an der Universität für Theater und Filmkunst in Budapest. 2013 inszenierte sie den Film Cinetrain – Russian Winter, der den Publikumspreis beim Visions du Réel Dokumentarfilmfestival gewann. Sie ist Mitglied der Ungarischen Filmakademie. Ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm A WOMAN CAPTURED – EINE GEFANGENE FRAU feierte 2017 beim IDFA im offiziellen Wettbewerb Premiere. Anschließend wurde er für den Wettbewerb abendfüllender Dokumentarfilm beim Sundance Film Festival 2018 ausgewählt und ist somit der erste abendfüllende Film aus Ungarn, dem diese Ehre zuteilwurde.

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Die letzte Sau

Mi 7. Oktober 2020 · 18:00 Uhr
Im Anschluss im Gespräch mit dem Publikum: Hugo Gödde (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.) und Nina Faiß (Koordination des Ernährungsrats Münster i. G.)
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„Die Welt ist ein scheißdunkler Ort. Man muss Leuchtfeuer anzünden.“ Ein rebellischer Heimatfilm von Aron Lehmann („Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“)

Es sind schwarze Tage für den Schweinebauern Huber. Sein Hof ist pleite. Die kleine Landwirtschaft ist nicht länger gegenüber den Agrarfabriken konkurrenzfähig. Und als schließlich vom Himmel ein Meteorit fällt und Hubers Hof in Schutt und Asche legt, hat Huber nichts mehr – außer einer letzten Sau. Zusammen mit diesem Schwein verlässt Huber die Ruine, welche einmal sein Hof war, und beginnt ein Leben als Heimatloser, als Vagabund und Indianer. Huber findet Gefallen an diesem Leben. Er ist jetzt ein Rebell und begegnet auf seiner Reise Menschen, denen es ähnlich erging wie ihm. Kleine, die von den Großen kaputt gemacht wurden. Für diese Kleinen erhebt sich Huber zum Widerstand und wird zum Symbol für Unruhe und Freiheit. Huber tut, was er für richtig hält. Denn in einer Welt, in der ein gesunder, fleißiger und ehrlicher Mensch nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, kann etwas nicht stimmen. Seine Botschaft: So geht´s nicht weiter!

»Huber ist unterwegs, und ein Roadmovie der besonderen Art entspinnt sich. Denn dies ist ein Heimatfilm, ein Dialektfilm, Huber stammt aus dem Schwäbischen, in dem auch der Voice-Over-Erzähler verharrt. Über den Tellerrand seiner Provinz hat Huber nie geschaut. Er hat kein Ziel, er hat nichts zu finden, aber eben auch nichts zu verlieren. Und kann damit alles gewinnen ... Lehmann gelingt das Kunststück, sowohl authentischen anarchistischen Geist durch seinen Film wehen zu lassen als auch eine Atmosphäre beständigen Staunens zu generieren, ein Staunen über diese Welt, in der nichts mehr stimmt, eine Welt, die wieder geradegerückt werden muss. Was Lehmann souverän und ganz beiläufig mit dem besten Unterhaltungswert gut getimter Komik verbindet.« (Harald Mühlbeyer, kino-zeit.de)

Deutschland 2016 · R: Aron Lehmann · Db: Aron Lehmann, Stephan Irmscher · K: Cristian Pirjol • Mit Golo Euler, Rosalie Thomass, Thorsten Merten, Bernd Stegemann, Christoph Maria Herbst u.a. · ab 12 J. · 86'

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Oeconomia

Do 15. Oktober 2020 · 18:00 Uhr
Im Anschluss im Gespräch mit dem Publikum: Regisseurin Carmen Losmann
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Ab Do 15.10. im Wochenprogramm

„Die Schulden stellen kein Hemmnis für das Wachstum dar; im Gegenteil, sie sind der Motor zeitgenössischer Ökonomie. Das Machtverhältnis Gläubiger-Schuldner bildet das strategische Zentrum neoliberaler Politik.“ (Maurizio Lazzarato)

Unser Wirtschaftssystem hat sich unsichtbar gemacht und entzieht sich dem Verstehen. In den letzten Jahren blieb uns oft nicht viel mehr als ein diffuses und unbefriedigendes Gefühl, dass irgendetwas schiefläuft. Aber was? Der Dokumentarfilm OECONOMIA legt die Spielregeln des Kapitalismus offen und macht in episodischer Erzählstruktur sichtbar, dass die Wirtschaft nur dann wächst, dass Gewinne nur dann möglich sind, wenn wir uns verschulden. Jenseits von distanzierten Phrasen der Berichterstattung, die ein Verstehen des Ungeheuerlichen letztlich immer wieder verunmöglichen, macht sich OECONOMIA mit viel Scharfsinn und luzider Stringenz daran, den Kapitalismus der Gegenwart zu durchleuchten. Erkennbar wird ein Nullsummenspiel, das uns und unsere ganze Welt in die Logik einer endlos fortwährenden Kapitalvermehrung einspannt – koste es was es wolle. Ein Spiel, das bis zur totalen Erschöpfung gespielt wird und vielleicht kurz vor seinem Ende steht.

Mit ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm „Work Hard – Play Hard“ setzte die Regisseurin Carmen Losmann sich mit den Wirkungen des modernen Human Ressource Managements auseinander. Mit OECONOMIA, der auf der Berlinale 2020 seine Premiere feierte und von der Kritik hoch gelobt wurde, setzte sie ihre eindringlichen Recherchen zu den zerstörerischen Grundlagen unseres Wirtschaftssystems fort und öffnet den Blick jenseits der gängigen Erklärungsmuster und Dogmen auf den Nucleus eines hochexplosiven Systems: Der Schuldner als zentraler Akteur. – Ein Film von brennender Aktualität.

Deutschland 2020 · R: Carmen Losmann · ab 0 J. · 89'

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Flowers of Freedom

Mo 26. Oktober 2020 · 18:00 Uhr
Im Anschluss im Gespräch mit dem Publikum: Gilla Nolte (Umweltmediatorin) und weitere*r Aktivist*in
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Ein Film über Frauen und Freundschaft, über Zivilcourage und Zyanid

Täglich donnern durch das kirgisische Dorf Barskoon riesige LKWs mit einer gefährlichen Fracht: Zyanid; eine hochgiftige Chemikalie, mit der in der nahe gelegenen Mine Gold abgebaut wird. Als 1998 ein mit Zyanid beladener LKW in den Fluss des Dorfes stürzt, erkranken Hunderte von Dorfbewohnern. Sieben Jahre später beginnen mutige Frauen ihren Kampf für die Rechte der Opfer. Sie gründen eine kleine Umweltorganisation und blockieren immer wieder die Zufahrt zur Mine.

Vier Jahre lang begleitete Mirjam Leuze die Aktivistinnen und wurde dabei Zeugin einer erstaunlichen Entwicklung: Nachdem im Frühjahr 2010 eine Revolution das Regime in Kirgistan stürzt, werden die bis dahin unter Polizeibeobachtung stehenden Frauen zu Mitgestalterinnen eines demokratischen Aufbruchs. Mit Humor und großer Nähe porträtiert der Dokumentarfilm das Leben und Überleben im Dorf und den globalen Kampf um Rohstoffe aus der Perspektive mutiger Frauen in Zentralasien.

»Ein emphatisches Porträt einer Gemeinschaft im Kampf David gegen Goliath.« (DOK.fest München)

Deutschland 2014 · R: Mirjam Leuze · Db: Mirjam Leuze · K: Mirjam Leuze · ab 0 J. · 96'

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Klappe auf für Menschenrechte! - eine Filmreihe von Vamos e.V.

2040 - Wir retten die Welt

Do 12. November 2020 · 18:00 Uhr
Im Anschluss im Gespräch mit dem Publikum:Vertreter*in vom Hansa-Forum Münster Jetzt Karten kaufen (cineplex.de)

Was wäre wenn…? Gelebte Utopien heute!

Wie könnte unsere Zukunft im Jahr 2040 aussehen? Wie können wir nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen, den CO2-Ausstoß begrenzen und was können wir gegen den Klimawandel tun? Der preisgekrönte Regisseur Damon Gameau macht sich auf die Reise, um herauszufinden, wie die Zukunft im Jahr 2040 aussehen könnte. Für sein Gedankenspiel geht er davon aus, dass wir Menschen die besten Lösungen annehmen und umsetzen würden, die uns zur Verbesserung unserer Lebensqualität und Erhaltung unseres Planeten zur Verfügung stehen.

Und zwar würden nicht nur einzelne Menschen nach diesen Konzepten leben, sondern sie würden global im Alltag von Individuum und Gesellschaft verankert sein. Mehr Grün in den Städten, weniger Verkehr, saubere Meere, nachhaltigere Landwirtschaft – das alles könnte möglich sein, erfährt Gameau bei seinen Recherchen. Strukturiert hat der Regisseur seinen Film als visuellen Brief an seine 4-jährige Tochter. Er kombiniert traditionelles Dokumentationsmaterial mit gespielten Sequenzen und visuellen Effekten, um eine Vision der Zukunft zu erstellen, wie er sie sich nicht nur für sein eigenes Kind wünscht.

Australien 2019 · R: Damon Gameau · ab 0 J. · 92'

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Rückblick: In dieser Filmreihe lief bereits ...

Spielplan

Montag, 17. August 2020
18:30
20:00
Dienstag, 18. August 2020
20:30
Mittwoch, 19. August 2020
18:30
22:15
Mittwoch, 26. August 2020
18:30
Donnerstag, 3. September 2020
20:00
Montag, 7. September 2020
18:00
Sonntag, 13. September 2020
11:00
13:00
Mittwoch, 30. September 2020
18:00
Mittwoch, 7. Oktober 2020
18:00
Donnerstag, 15. Oktober 2020
18:00
Montag, 26. Oktober 2020
18:00
Donnerstag, 12. November 2020
18:00