Linse und Förderverein Politikwissenschaften präsentieren

Politik im Film

Die Reihe Politik und Film der Linse und des Fördervereins des Instituts für Politikwissenschaft geht im Wintersemester 2019/20 in die sechste Runde: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Münster führen einen von ihnen ausgesuchten Film in einem etwa halbstündigen Vortrag ein und diskutieren dabei, inwiefern der Beitrag auch aus politikwissenschaftlicher Perspektive interpretiert werden kann. Dabei werden gerade nicht dezidiert „politische“ Filme gezeigt, sondern vielmehr Beiträge kommentiert, in denen das Politische erst auf den zweiten Blick sichtbar wird.

Den Anfang macht der dystopische Science-Fiction Klassiker Blade Runner. Am 6.11. präsentieren Dana Atzpodien und Henrike Bloemen Die göttliche Ordnung, einen Film über den langen Weg zum Frauenwahlrecht im schweizerischen Kanton Appenzell, bevor am 27.11. Max Schulte Pride für das Plenum diskutiert. Ulrich Hamenstädt und Hendrik Meyer stellen am 11.12. das Anti-Kriegs Epos Full Metal Jacket vor. Den Abschlussbeitrag steuern Annette Zimmer und Roman Turczynski am 15.1. mit Gundermann bei.

Alle Filme beginnen um 19:00 Uhr. Im Anschluss an die Vorführungen stehen die Vortragenden für eine Diskussion des Filmes zur Verfügung. Die Reihe richtet sich ausdrücklich auch an Interessierte außerhalb der Universität.

Die Termine im Überblick:

Mi 23. Oktober 2019 · 19:00 Uhr: Blade Runner (DC)
Mi 6. November 2019 · 19:00 Uhr: Die göttliche Ordnung
Mi 27. November 2019 · 19:00 Uhr: Pride
Mi 11. Dezember 2019 · 19:00 Uhr: Full Metal Jacket
Mi 15. Januar 2020 · 19:00 Uhr: Gundermann

Politik im Film

Pride

Mi 27. November 2019 · 19:00 Uhr
Mit einer Einführung von Max Schulte
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Was bringt schwule und lesbische Aktivist*innen Anfang der 1980er in Großbritannien dazu, sich für streikende Bergarbeiter einzusetzen? Der Film Pride blickt auf die Solidaritätsaktionen der LGSM (Lesbians and Gays Support the Miners).

Max Schulte fragt aus Perspektive der Protestforschung, was passiert, wenn zwei scheinbar sehr unterschiedliche soziale Bewegungen aufeinandertreffen und welche Dynamiken auf individueller und kollektiver Ebene durch Protest und Solidarität entstehen können.

Großbritannien 2014 · R: Matthew Warchus · Db: Stephen Beresford · K: Tat Radcliffe • Mit Ben Schnetzer, George MacKay, Dominic West, Andrew Scott, Bill Nighy u.a. · ab 6 J. · engl.OmU · 120'

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Zu Gast im Cinema:

Max Schulte

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Politik im Film

Full Metal Jacket

Mi 11. Dezember 2019 · 19:00 Uhr
Mit einer Einführung von Ulrich Hamenstädt & Hendrik Meyer

Kompromisslose Betrachtung des Vietnamkriegs

Stanley Kubriks FULL METALL JACKET (1987) gilt als Klassiker des sog. (Anti-)Kriegsfilms. Im Unterschied zu zahlreichen Vertretern dieses Genres verzichtet Kubrik allerdings auf jede Form – der für Hollywood nicht untypischen – nationalistischen Rechtfertigung der Brutalitäten des Krieges. Gerade dieser Verzicht öffnet den Blick auf die Frage, inwiefern Krieg das „Ende der Politik“ bzw. doch eher ein häufig eingesetztes Mittel der Politik ist. Die Handlung beschreibt die Erlebnisse des Private James T. Davis, genannt Joker, in den Jahren 1967/1968 zunächst im Marine Corps Recruit Depot Parris Island, dem Ausbildungslager der US-Marines, sowie im darauffolgenden Vietnamkriegseinsatz. Der Film beginnt damit, dass den Rekruten die Köpfe kahlrasiert werden.

Ulrich Hamenstädt und Hendrik Meyer diskutieren auf Grundlage der beiden Teile des Films (US-Marine Ausbildungslager und Kriegseinsatz in Vietnam) den Zusammenhang zwischen politischen Interessen von Staaten (hier: den USA) und ihren im Film dargestellten konkreten Verlaufsformen und Auswirkungen.

USA 1987 · R: Stanley Kubrick · Db: Stanley Kubrick, Michael Herr · K: Douglas Milsome • Mit Matthew Modine, Adam Baldwin, Vincent D'Onofrio, R. Lee Ermey, Dorian Harewood u.a. · ab 16 J. · 116'

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Politik im Film

Gundermann

Mi 15. Januar 2020 · 19:00 Uhr
Mit einer Einführung von Annette Zimmer & Roman Turczynski


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Rückblick: In dieser Filmreihe lief bereits ...

Politik im Film

Blade Runner (DC)

Mi 23. Oktober 2019 · 19:00 Uhr
Mit einer Einführung von Matthias Freise

Umweltzerstörung, Überbevölkerung, der vollständige Zusammenbruch gesellschaftlichen Zusammenhaltes, totale Kontrolle durch Konzerne und die Entwicklung von Maschinen mit Individualität sind nur einige Dystopien, die Ridley Scott in seinem Science-Fiction Klassiker Blade Runner 1982 zeichnet.

Da der 37 Jahre alte Film im November 2019 spielt, eignet er sich besonders gut für einen Abgleich von Fiktion und Realität. In seiner Einführung diskutiert Matthias Freise die Aktualität verschiedener ethischer Themen des Filmes und fokussiert dabei vor allem auf die Frage, inwieweit eine offene, demokratische Gesellschaft mit einem Ausbau von staatlichen und privatwirtschaftlichen Kontrollinstrumenten einhergehen kann.

USA 1993 · R: Ridley Scott · Db: Hampton Fancher, David Webb Peoples · K: Jordan Cronenweth · Musik: Vangelis • Mit Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Edward James Olmos, M. Emmet Walsh , Daryl Hannah u.a. · ab 16 J. · engl.OmU · 117'

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Zu Gast im Cinema:

Dr. Matthias Freise

Politik im Film

Die göttliche Ordnung

Mi 6. November 2019 · 19:15 Uhr
Mit einer Einführung von Dana Atzpodien & Henrike Bloemen
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Chaos und Apokalypse sind ausgeblieben als sich Schweizer Frauen Ende des letzten Jahrhunderts für politische Gleichberechtigung einsetzten – entgegen allen Befürchtungen

Schweiz, 1971: Die gesellschaftlichen Aufbrüche der 1968er haben es noch nicht bis in das beschauliche Appenzell geschafft, denn hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein – und zwar in göttlicher Ordnung. Dass diese eine patriarchale ist, liegt auf der Hand. Die Protagonistin Nora aber will aus der Triade Kinder – Küche – Kirche ausbrechen, doch wird sie stetig auf ihren gesellschaftlichen Platz verwiesen. Ein Ausflug in die Stadt bringt Nora schließlich das feministische Erwachen und sie erkennt nicht nur, dass das Private schon immer Politisch war, sondern auch, dass sie für Veränderungen die Unterstützung der anderen Frauen benötigt.

Dana Atzpodien und Henrike Bloemen zeigen die brisante Aktualität des Films „Die Göttliche Ordnung“ (2017) auf. Sie erarbeiten in ihrem Kommentar inwiefern Widerständigkeit gegen die herrschaftlichen Verhältnisse im Alltäglichen beginnt und welche Rolle dabei kollektiver Handlungsfähigkeit zukommt.

Schweiz 2017 · R & Db: Petra Biondina Volpe · K: Judith Kaufmann • Mit Marie Leuenberger, Max Simonischek, Rachel Braunschweig, Sibylle Brunner u. a. · ab 6 J. · OmU · 97'

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Spielplan

Freitag, 29. November 2019
20:00
Mittwoch, 4. Dezember 2019
22:15
Freitag, 6. Dezember 2019
22:15
Dienstag, 10. Dezember 2019
18:00
18:30
Mittwoch, 11. Dezember 2019
19:00
21:00
Freitag, 13. Dezember 2019
22:15
Sonntag, 15. Dezember 2019
13:00
20:15
Montag, 16. Dezember 2019
18:30
Dienstag, 17. Dezember 2019
18:30
20:30
Samstag, 21. Dezember 2019
19:45
Sonntag, 22. Dezember 2019
13:00
Montag, 23. Dezember 2019
21:00
Sonntag, 12. Januar 2020
17:00
Mittwoch, 15. Januar 2020
19:00
Sonntag, 9. Februar 2020
17:00
Sonntag, 8. März 2020
17:00