Die Türkei im Blick der Filmemacher*innen (2)

Uzak – Weit

Mi 12. April 2017 · 21:00 Uhr

Mahmut, früher ein engagierter Fotograf, verdient jetzt seinen Lebensunterhalt mit Aufnahmen für Werbekataloge. Er ist geschieden und hat kaum soziale Kontakte. Eines Tages taucht Yusuf auf, ein Verwandter aus Mahmuts Heimatstadt, die er vor Jahren verlassen hatte. Yusuf ist arbeitslos und will auf einem Schiff anheuern. Bis er einen Job findet, soll er bei Mahmut wohnen. Mahmuts kleine heile Welt, sein durchgeplanter Alltag und Ordnungswahn, verpackt in einem vermeintlichen intellektuellen Dasein, kommen durch Yusufs Anwesenheit durcheinander. Die Jobsuche stellt sich als aussichtslos heraus. Immer mehr muss Mahmut feststellen, dass Yusufs einfaches Leben und Scheitern, sein jugendliches Chaos ihm einen Spiegel vorhält.

Nuri Bilge Ceylan wurde nach seinem großen Erfolg in Cannes 2003 zu Recht mit Regisseuren wie Ozu, Tarkowski und Kiarostami verglichen. WEIT ist ein minimalistisches Meisterwerk, das sich nicht ganz ohne Tragikomik in die Abgründe des modernen Menschen wagt.

Türkei 2002 · R, Db & K: Nuri Bilge Ceylan · Musik: Ismail Karadas, Mozart (K.364) • Mit Muzaffer Özdemir, Mehmet Emin Toprak, Zuhal Gencer Erkaya, Nazan Kirilmis, Feridun Koç, Fatma Ceylan, Ebru Ceylan u.a. · ab 12 J. · türk.OmU · 110'

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Die Türkei im Blick der Filmemacher*innen

Die türkische Bevölkerung und die Türkinnen und Türken im Ausland dürfen am 12. April über ein Referendum abstimmen, dass weltweit umstritten ist und von vielen NGOs und Menschenrechtsgruppen kritisiert wird, gerade in einer Zeit, da viele Journalist*innen, Parlamentarierer*innen und Richter*innen inhaftiert sind. Viele befürchten, dass sich das Land unter Umständen selbst von seinen demokratischen Rechten verabschiedet. Vor allem Auslandsauftritte türkischer Regierungsvertreter*innen sorgen in ganz Europa für Aufregung und überzogene Reaktionen. Die Gefahr, dass alle und alles über einen Kamm geschert wird, ist groß. Es wird nicht mehr differenziert und Zwischentöne finden kein Gehör.

Filmschaffende sind in der Regel gut in Beobachten und sehr geeignet Zwischentöne zuzulassen und eine Gesellschaft in seinen Facetten darzustellen. Wir ermöglichen einen kleinen Blick mit drei Werken türkischer Filmschaffenden.

Die Türkei im Blick der Filmemacher*innen (3)

Drei Affen – Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen

Mi 19. April 2017 · 19:00 Uhr

Eine unheilvoll bedrückende Stimmung beherrscht Nuri Bilge Ceylans 2008 in Cannes mit der besten Regie ausgezeichnetes Drama. Es erzählt von der Familie eines Chauffeurs, der Geld dafür bekommt, für eine von seinem Chef begangene Fahrerflucht mit tödlichem Ausgang die Schuld auf sich zu nehmen. Dies aber bleibt nicht das einzige Vergehen, das die drei Familienmitglieder einfach so hinnehmen – und sich dabei wie die drei sprichwörtlichen Affen benehmen. Die Last ihres Schweigens, Wegsehens, Ignorierens aber liegt tonnenschwer auf ihren Seelen.

Die Kamera versucht, in sie hineinzublicken. Bei den Filmfestspielen in Cannes 2008 ausgezeichnet mit der Palme für die Beste Regie.

»Vor allem die großartige Hauptdarstellerin zieht den Zuschauer mitten in dieses packende Familiendrama hinein, in dem wenig geredet und viel verschwiegen wird.« (spiegel.de)

ÜC MAYMUN · Türkei/Frankreich/Italien 2008 · R: Nuri Bilge Ceylan · Db: Ebru Ceylan, Nuri Bilge Ceylan, Ercan Kesal · K: Gökhan Tiryaki • Mit Yavuz Bingöl, Ercan Kesal, Hatice Aslan Kaleli u.a. · ab 12 J. · türk.OmU · 109'

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