Architektur und Film
Bidonville: Architectures de la ville future
So 1. November 2026 • 17:00 Uhr anschl. Get-Together mit Brezel und Wein im neben*an
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Rund eine Milliarde Menschen bauen ihren Unterschlupf aus dem, was sie gerade finden können. Das muss und kann nicht immer schön sein: Es reicht, wenn überhaupt baufähiges Material vorhanden ist. Nichts wird extra produziert oder von weither transportiert. Überall auf der Welt bauen arme Menschen eine Architektur für den Alltag. Die Politik will sie nicht, scheitert aber immer wieder aufs Neue, wenn es darum geht, dieses architektonische Phänomen zum Verschwinden zu bringen.
BIDONVILLE: ARCHITECTURES DE LA VILLE FUTURE schwimmt gegen den Strom des Pessimismus, der dieses medienwirksame, aber oft stereotypisierte Thema gewöhnlich umgibt. Ob auf ehemaligem Ackerland oder am Stadtrand; in einer Zeltstadt oder einem Wohnwagenviertel: Überall wird einfach gebaut, und zwar rasant schnell.
Der Film befasst sich mit der Resilienz des Einzelnen und der Fähigkeit von Gemeinschaften, sich an eine feindliche Welt anzupassen. Trotz extremer Armut sorgen die Bewohner*innen von Slums für die Weitergabe und den Fortbestand ihrer Kultur, des Wesens ihrer Gesellschaft und ihrer Identität - entgegen dem Bild von unmenschlichem Chaos, mit dem ihr Lebensraum oft belegt wird.
Kanada 2013 · R: Jean Nicolas Orhon · Db: Jean Nicolas Orhon, Nicolas Reeves u.a. · K: Vincent Chimisso • Mit Robert Neuwirth, Nicolas Reeves, Jeremy Seabrook · + franz./hindi/arab./engl.OmeU · 81'
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Kulturheld*in
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Ermäßigt
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Unter 16 Jahren
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Donnerstag ist Studitag
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(Sneak-Deal 11,00 EUR)
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Architektur und Film 2026
Am Ursprung der Architektur liegen eine Handvoll Erde, ein paar Steine, Holzstöcke. Zum Bauen mussten Menschen lange auf Materialien zurückgreifen, die in ihrer unmittelbaren Umgebung verfügbar waren. Im Zuge der Industrialisierung und der Globalisierung haben sich Abbau-, Verarbeitungs- und Transportmöglichkeiten so stark vervielfältig, dass oftmals vergessen scheint, was vor der Tür steht. Und dass die Verwendung regional vorhandener oder bereits eingesetzter Materialien einen wichtigen Beitrag zum kostengünstigen und klimaschonenden Bauen leisten kann.
Die 36. Ausgabe der Reihe „Architektur und Film“ präsentiert vier internationale Dokumentarfilme, in denen die Materialität der Architektur in den Vordergrund gerückt wird. Die Filme thematisieren nicht allein die Auswahl von Materialien, sondern auch ihre über die Jahrhunderte entwickelten Hierarchien sowie festverankerte Ideen, die mit ihnen verbunden werden. Beispielsweise werden Vorstellungen von Macht mit thronenden Säulen in einer griechischen Ruinenlandschaft verbunden; im Gegensatz dazu wirkt ein Lehmhaus in der Mitte eines wilden Gartens bescheiden.
Der Zusammenhang von Baumaterial, seinen Wirkungen und seinem Einsatz in der Architektur ist nicht nur für Architekt*innen und Ingenieur*innen von großem Interesse. Er bestimmt grundlegend das Leben aller Spezies: von der Pflanze bis zu Tieren und Menschen. Diskutiert wird, wie das Zusammenleben von Milliarden von Menschen baulich gefasst werden kann. Nicht zuletzt senden die Filme – auf ganz unterschiedliche Weise - einen lauten Appell für die Wertschätzung der viel zu stark ausgebeuteten Ressourcen unseres Planeten.
Die Architektenkammer NRW veranstaltet die Filmreihe „Architektur und Film“ in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf.








