Architektur und Film
Hacer Mucho con Poco – Do More With Less
So 15. November 2026 • 17:00 Uhr anschl. Get-Together mit Brezel und Wein im neben*an
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Der Dokumentarfilm HACER MUCHO CON POCO der chilenischen Journalistin und Filmemacherin Katerina Kliwadenko und des spanischen Architekten Mario Novas zeigt, wie junge Architekt*innen in Lateinamerika an einem Paradigmenwechsel arbeiten, indem sie ein neues Verständnis dafür entwickeln, wie ihr Berufsstand mit der Gesellschaft interagiert.
Weit weg von Hochglanz-Großstädten, überdimensionierten Skylines, geschmacklosem Dekor, wird hier für eine funktionale, naturschonende Architektur Platz gemacht, die mit dem lokalen Erbe verbunden ist. Eine pragmatische Frage müssen wir uns dringlich stellen: Wenn über die Hälfte der Menschen auf der Erde unter der Armutsgrenze lebt, sollte nicht sofort unser Umgang mit Architektur und Behausung geändert werden? Eine recht junge Bewegung der lateinamerikanischen Architektur hat sich die Frage gestellt, was ihr Aufgabenfeld von einfachen Konstruktionen lernen kann, die von Menschen geschaffen werden, die weit entfernt von kapitalistischen Mustern bauen.
Der Film untersucht, wie sich die Architektur und ihr Berufsstand zukunftsgerecht entwickeln könnten, wenn in alternativen Wirtschaftsmodellen gearbeitet würde. Der Film beleuchtet konkrete Bauprojekte, in welche Studierende, Nutzer*innen und Architekt*innen von dem ecuadorianischen Architekturbüro Al Borde einbezogen wurden und bei denen lokale Ressourcen und Naturmaterialien in den Vordergrund rücken. Die recht starre Kamera und die vielen Geräusche der umgegebenen Natur schenken uns einen klaren und nahen Einblick in diese wertvolle Architektur.
Ecuador 2017 · R: Katerina Kliwadenko, Mario Novas · Db: Katerina Kliwadenko, Mario Novas · K: Mario Novas • Mit Alejandro Aravenas u.a. · span.OmU · 84'
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immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung.
Eintrittspreise
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Kulturheld*in
11,50 EUR
Basis-Ticket
10,00 EUR
Ermäßigt
8,50 EUR
Familienkino
6,90 EUR
Münster-Pass
6,50 EUR (mit Nachweis)
Unter 16 Jahren
6,90 EUR
(bis 18:30 Uhr)
Donnerstag ist Studitag
6,90 EUR
(für alle, die in Ausbildung jeglicher Art sind)
Arthouse-Sneak
6,00 EUR
(Sneak-Deal 11,00 EUR)
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Architektur und Film 2026
Am Ursprung der Architektur liegen eine Handvoll Erde, ein paar Steine, Holzstöcke. Zum Bauen mussten Menschen lange auf Materialien zurückgreifen, die in ihrer unmittelbaren Umgebung verfügbar waren. Im Zuge der Industrialisierung und der Globalisierung haben sich Abbau-, Verarbeitungs- und Transportmöglichkeiten so stark vervielfältig, dass oftmals vergessen scheint, was vor der Tür steht. Und dass die Verwendung regional vorhandener oder bereits eingesetzter Materialien einen wichtigen Beitrag zum kostengünstigen und klimaschonenden Bauen leisten kann.
Die 36. Ausgabe der Reihe „Architektur und Film“ präsentiert vier internationale Dokumentarfilme, in denen die Materialität der Architektur in den Vordergrund gerückt wird. Die Filme thematisieren nicht allein die Auswahl von Materialien, sondern auch ihre über die Jahrhunderte entwickelten Hierarchien sowie festverankerte Ideen, die mit ihnen verbunden werden. Beispielsweise werden Vorstellungen von Macht mit thronenden Säulen in einer griechischen Ruinenlandschaft verbunden; im Gegensatz dazu wirkt ein Lehmhaus in der Mitte eines wilden Gartens bescheiden.
Der Zusammenhang von Baumaterial, seinen Wirkungen und seinem Einsatz in der Architektur ist nicht nur für Architekt*innen und Ingenieur*innen von großem Interesse. Er bestimmt grundlegend das Leben aller Spezies: von der Pflanze bis zu Tieren und Menschen. Diskutiert wird, wie das Zusammenleben von Milliarden von Menschen baulich gefasst werden kann. Nicht zuletzt senden die Filme – auf ganz unterschiedliche Weise - einen lauten Appell für die Wertschätzung der viel zu stark ausgebeuteten Ressourcen unseres Planeten.
Die Architektenkammer NRW veranstaltet die Filmreihe „Architektur und Film“ in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf.








