Politik im Film

Die göttliche Ordnung

Mi 6. November 2019 · 19:00 Uhr
Mit einer Einführung von Dana Atzpodien & Henrike Bloemen
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Chaos und Apokalypse sind ausgeblieben als sich Schweizer Frauen Ende des letzten Jahrhunderts für politische Gleichberechtigung einsetzten – entgegen allen Befürchtungen

Schweiz, 1971: Die gesellschaftlichen Aufbrüche der 1968er haben es noch nicht bis in das beschauliche Appenzell geschafft, denn hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein – und zwar in göttlicher Ordnung. Dass diese eine patriarchale ist, liegt auf der Hand. Die Protagonistin Nora aber will aus der Triade Kinder – Küche – Kirche ausbrechen, doch wird sie stetig auf ihren gesellschaftlichen Platz verwiesen. Ein Ausflug in die Stadt bringt Nora schließlich das feministische Erwachen und sie erkennt nicht nur, dass das Private schon immer Politisch war, sondern auch, dass sie für Veränderungen die Unterstützung der anderen Frauen benötigt.

Dana Atzpodien und Henrike Bloemen zeigen die brisante Aktualität des Films „Die Göttliche Ordnung“ (2017) auf. Sie erarbeiten in ihrem Kommentar inwiefern Widerständigkeit gegen die herrschaftlichen Verhältnisse im Alltäglichen beginnt und welche Rolle dabei kollektiver Handlungsfähigkeit zukommt.

Schweiz 2017 · R & Db: Petra Biondina Volpe · K: Judith Kaufmann • Mit Marie Leuenberger, Max Simonischek, Rachel Braunschweig, Sibylle Brunner u. a. · ab 6 J. · OmU · 97'

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Zu Gast im Cinema:

Dana Atzpodien & Henrike Bloemen

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Linse und Förderverein Politikwissenschaften präsentieren

Politik im Film

Die Reihe Politik und Film der Linse und des Fördervereins des Instituts für Politikwissenschaft geht im Wintersemester 2019/20 in die sechste Runde: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Münster führen einen von ihnen ausgesuchten Film in einem etwa halbstündigen Vortrag ein und diskutieren dabei, inwiefern der Beitrag auch aus politikwissenschaftlicher Perspektive interpretiert werden kann. Dabei werden gerade nicht dezidiert „politische“ Filme gezeigt, sondern vielmehr Beiträge kommentiert, in denen das Politische erst auf den zweiten Blick sichtbar wird.

Den Anfang macht der dystopische Science-Fiction Klassiker Blade Runner. Am 6.11. präsentieren Dana Atzpodien und Henrike Bloemen Die göttliche Ordnung, einen Film über den langen Weg zum Frauenwahlrecht im schweizerischen Kanton Appenzell, bevor am 27.11. Max Schulte Pride für das Plenum diskutiert. Ulrich Hamenstädt und Hendrik Meyer stellen am 11.12. das Anti-Kriegs Epos Full Metal Jacket vor. Den Abschlussbeitrag steuern Annette Zimmer und Roman Turczynski am 15.1. mit Gundermann bei.

Alle Filme beginnen um 19:00 Uhr. Im Anschluss an die Vorführungen stehen die Vortragenden für eine Diskussion des Filmes zur Verfügung. Die Reihe richtet sich ausdrücklich auch an Interessierte außerhalb der Universität.

Die Termine im Überblick:

Mi 23. Oktober 2019 · 19:00 Uhr: Blade Runner (DC)
Mi 6. November 2019 · 19:00 Uhr: Die göttliche Ordnung
Mi 27. November 2019 · 19:00 Uhr: Pride
Mi 11. Dezember 2019 · 19:00 Uhr: Full Metal Jacket
Mi 15. Januar 2020 · 19:00 Uhr: Gundermann

Spielplan

Samstag, 16. November 2019
19:00
Sonntag, 17. November 2019
11:00
17:00
Montag, 18. November 2019
18:30
18:30
Dienstag, 19. November 2019
20:30
Mittwoch, 20. November 2019
19:00
22:15
Freitag, 22. November 2019
18:30
Montag, 25. November 2019
18:45
Dienstag, 26. November 2019
18:45
Mittwoch, 27. November 2019
19:00
Freitag, 29. November 2019
20:00
Sonntag, 8. Dezember 2019
17:00
Mittwoch, 11. Dezember 2019
19:00
Sonntag, 12. Januar 2020
17:00
Mittwoch, 15. Januar 2020
19:00
Sonntag, 9. Februar 2020
17:00
Sonntag, 8. März 2020
17:00