Ruben Östlund begibt sich mit der Gesellschaftssatire THE SQUARE in die schillernde Welt der Kunstszene und öffnet ihre moralischen Falltüren

Christian (Claes Bang) ist der smarte Kurator eines der größten Museen in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist „The Square“. Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen reicht auch bei Christian das Vertrauen nicht weit – er wohnt abgeschottet in einem stylischen Apartment und würde seinen Tesla nicht unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken. Als Christian ausgeraubt wird und ihm kurz darauf die provokante Mediakampagne zu „The Square“ um die Ohren fliegt, geraten sein Selbstverständnis wie auch sein Gesellschaftsbild schwer ins Wanken.

In seiner klug inszenierten und äußerst unterhaltsamen Satire auf den modernen Menschen vermisst Östlund in gewohnt exakten Beobachtungen die Widersprüche zwischen eigenem Selbst- und Gesellschaftsbild und realen Verhältnissen. Mit feinem, ironisch-entlarvendem Humor, verstärkt durch eine subtile Bildsprache wirft er damit brisante Fragen zum Zustand der heutigen Gesellschaft auf. „The Square“ dient dabei als Mikromodell einer idealen Gesellschaft.

Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark 2017 · R & Db: Ruben Östlund · K: Frederik Wenzel • Mit Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West, Terry Notary, Christopher Læssø, Marina Schiptjenko, Elijandro Edouard u.a. · engl./schwed./dän.OmU + dF· 145'

Der Regisseur
Nachdem Ruben Östlund Anfang der 1990er einige Skifilme produzierte, entschloss er sich 1998, sich an der Högskolan för Fotografi och Film in Göteborg für ein dreijähriges Studium einzuschreiben, das er 2001 beendete. Neben vereinzelten Kurzfilmen und Dokumentationen veröffentlichte er 2004 mit Gitarrmongot seinen ersten Spielfilm. Play – Nur ein Spiel? wurde unter anderen in Tromsø mit dem Publikumspreis und dem Friedenspreis ausgezeichnet. Beim schwedischen Filmpreis Guldbagge erhielt Östlund erstmals die Auszeichnung für die Beste Regie. 2014 schrieb Östlund das Drehbuch und führte Regie an dem Spielfilm Höhere Gewalt und über 30 internationale Film- und Festivalpreise und wurde für den Oscar und Golden Globe Award jeweils in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert. In Schweden gewann der Regisseur den Guldbagge in den Kategorien Regie, Drehbuch und Schnitt, während sich Höhere Gewalt in der Kategorie Bester Film u. a. gegen Roy Anderssons Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach durchsetzen konnte. (Quelle: Wikipedia).

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Empfohlen ab 11. Klasse
Themen: Individuum und Gesellschaft, Kunst, soziale Gerechtigkeit/Ungerechtigkeit, Arm und Reich, Toleranz, Werte, politische Korrektheit, Mitmenschlichkeit, Gleichheit, Vertrauen
Fächer: Kunst, Ethik, Sozialkunde, Deutsch, Medienkunde, Philosophie, Psychologie
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