Drei Gesichter

Ab Mi 26. Dezember im Wochenprogramm

Ein Film über drei Generationen von iranischen Schauspielerinnen, die unterschiedlich frei darin sind, ihren Beruf auszuüben

Die bekannte iranische Schauspielerin Behnaz Jafari erhält eine Videobotschaft eines weiblichen Fans. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Regisseur Jafar Panahi, macht sie sich auf die Suche nach dem Mädchen. Die Reise in den Norden des Landes bringt überraschende Begegnungen: Dorfbewohner, die einspurige Bergstraßen mit cleveren Hupecodes passierbar machen; alte Frauen, die in ausgehobenen Gräbern Probe liegen, und potente Zuchtbullen, die den Weg versperren. Im Bergdorf des Mädchens angekommen, versuchen die beiden das Geheimnis um das Video endlich zu lösen. Nach dem Berlinale-Gewinner Taxi Teheran, der die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberte, nimmt uns Jafar Panahi in seinem liebevollen Roadmovie erneut mit auf eine pointenreiche Fahrt durch seine Heimat.

Mit Humor und Herzlichkeit gelingt dem iranischen Regisseur ein hoffnungsvolles Plädoyer für Freiheit und Menschlichkeit, das aktueller und globaler nicht sein könnte. Die meiste Filme Panahis sind bis heute im Iran verboten, er erhielt ein 20-jähriges Berufs-, Ausreise- und Interviewverbot. Auch die Schauspielerin Shahrzad, die in der vorrevolutionären Zeit als Star im Iran gefeiert wurde, kommt im Film kurz als Figur vor. Auch sie erhielt Berufsverbot, ist aber bis heute im Iran bekannt. Sie, wie alle Schauspieler*innen bestanden darauf, mit ihrem Namen in den Credits zu erscheinen – mutig angesichts der Menschenrechtslage im Iran.

Ein intelligentes Kinovergnügen, das in Cannes die Palme für das Beste Drehbuch gewann.

»Ein Film über drei Generationen von iranischen Schauspielerinnen, die unterschiedlich frei darin sind, ihren Beruf auszuüben. Jafar Panahis neues Werk ist ein eindrückliches feministisches Fanal.« (Filmfest Hamburg)

SE ROKH · Iran 2018 · R & Db: Jafar Panahi · K: Amin Jafari • Mit Behnaz Jafari, Jafar Panahi, Marziyeh Rezaei u.a. · ab 12 J. · farsi.OmU + dF · 100'

Der Regisseur Jafar Panahi
Geboren am 11.7.1960 in Mianeh, Iran. Ausbildung zum Regisseur beim iranischen Fernsehen, für das er an - schließend auch mehrere Kurz- und Dokumentarfilme dreht. Danach Regieassistent bei Abbas Kiarostami. In seinen eigenen, auf internationalen Festivals preisgekrönten Filmen, die einem neorealistischen Stil verpflichtet sind, schildert er wiederholt die Probleme von Frauen wie auch das Missverhältnis von Armut und Reichtum in seinem Land. (Quelle: berlinale.de).

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Themen: Frauen, Mädchen, Ehre, Islam, Diskriminierung, Geschlechterrollen, Gesellschaft, Tradition, Vorbilder, Kommunikation, Medien, Manipulation, Film, Kunst, Außenseiter, Emanzipation, Land-Stadt-Konflikt
Fächer: Medienkunde, Ethik, Geografie, Sozialkunde, Philosophie, Psychologie, Geschichte
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Samstag, 22. Dezember 2018
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Dienstag, 25. Dezember 2018
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Freitag, 28. Dezember 2018
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Samstag, 29. Dezember 2018
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Montag, 31. Dezember 2018
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Dienstag, 1. Januar 2019
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Mittwoch, 16. Januar 2019
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Montag, 21. Januar 2019
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Sonntag, 10. Februar 2019
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Sonntag, 10. März 2019
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