Rosa von Praunheim erzählt uns die tragische Geschichte eines schwulen Serienmörders

Lars (Bozidar Kocevski), ein Krankenpfleger aus Saarbrücken, zieht mit seinem Freund Roland (Heiner Bomhard) nach Berlin. Zusammen renovieren sie eine Wohnung. Das Glück scheint perfekt. Was Roland jedoch nicht ahnt: Lars treibt sich heimlich im Berliner Nachtleben umher und experimentiert mit tödlichen Substanzen. Die wahren Verbrechen wurden im Frühjahr 2012 innerhalb von drei Wochen begangen. Gut ein Jahr später wurde der damals 38-Jährige vom Landgericht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, zudem wurde die besondere Schwere der Tat festgestellt.

»DARKROOM ist für mich ein befriedigendes Alterswerk. Ich glaube, dass man heute auch böse Schwule zeigen kann, nachdem die Schwulenbewegung viel Positives verändert hat. Mein übernächster Film wird über die homoerotische Freundschaft von Hitler zu seinem Jugendfreund in Linz und Wien sein – hoffentlich ein Skandal, der zu meinem 80. Geburtstag 2022 ins Kino kommen soll.« (Rosa von Praunheim)

Deutschland 2019 · R: Rosa von Praunheim · Db: Ute Eisenhardt, Nico Woche, Rosa von Praunheim · K: Lorenz Haarmann • Mit Bozidar Kocevski, Heiner Bomhard, Katy Karrenbauer, Oliver Sechting, Janina Helkin u.a. · ab 16 J. · 89'

Der Regisseur
Rosa von Praunheim wurde 1942 als Holger Mischwitzky in Riga, Lettland, geboren und ist seit den 70er Jahren einer der bekanntesten deutschen Filmemacher. Sein Künstlername Rosa bezieht sich auf das rosa Dreieck, das Homosexuelle in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten tragen mussten. Er hat mehr als 100 Filme gedreht. Mit seinem Film "Nicht der Homoseexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" half er, die Homosexuellenbewegung in Deutschland zu starten. (Quelle: Missing Films).

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