Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Der Golem, wie er in die Welt kam

Mo 23. August 2021 · 20:00 Uhr

Ort: Mühlenhof-Freilichtmuseum, Theo-Breider-Weg 1, 48149 Münster

Einführung: Prof. Dr. Markus Köster Bräker (LWL-Medienzentrum für Westfalen) Live begleitet von Anja Kreysing (Accordéon, Elektronik) und Helmut Buntjer (Posaune, Euphonium, Elektronik, Utensilien)

Stummfilm mit Live-Musik von Anja Kreysing und Helmut Buntjer im Mühlenhof-Freilichtmuseum

Das Prager Ghetto im 16. Jahrhundert. Als Rabbi Löw in den Sternen liest, dass der jüdischen Gemeinschaft Unheil droht, schafft er nach einer alten Legende eine mächtige Lehmfigur, den Golem, und haucht ihr mit magischen Kräften Leben ein. Der Golem rettet das Leben des Kaisers, und dieser widerruft seinen Befehl, die Juden aus der Stadt zu weisen. Damit hat der Golem eigentlich seinen Zweck erfüllt, aber als Löws Assistent ihn benutzt, um einen Rivalen zu bekämpfen, läuft der Golem Amok und setzt die Stadt in Flammen. Besiegt wird er erst durch ein kleines Mädchen, das ihm den Stern von der Brust löst, mit dem Löw ihm das Leben gab.

Deutschland 1920 · R: Paul Wegener · Db: Paul Wegener, Henrik Galeen · K: Karl Freund • Mit Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, Otto Gebühr, Lothar Müthel u.a. · 90'

Drehbuch Geschichte: Auf das Leben - Jüdisch-deutsche Geschichte und Gegenwart im Film

Die diesjährige Filmreihe „Drehbuch Geschichte“ nimmt das bundesweite Festjahr „2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ zum Anlass, Einblicke in jüdische Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln. In neun Filmforen zeigt die Reihe Filme, die das jüdische Leben in Deutschland und Westfalen vor und vor allem nach 1945 schildern. Der Blick auf jüdisches Leben wird damit über den Holocaust hinaus erweitert und jüdisches Leben als aktuell, vielfältig und bereichernd für das jüdisch-deutsche Zusammenleben thematisiert. Das oft auch spannungsgeladene Verhältnis von Juden und Nicht-Juden steht genauso im Fokus wie die Chancen eines gelingenden kulturellen Zusammenlebens. Neben fünf Spielfilmen, die zwischen 1920 und 2015 entstanden sind, zeigt die Reihe auch mehrere aktuelle Dokumentarfilme, die jüdisches Leben und jüdische Kultur aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Die Filme eröffnen biografische Zugänge und knüpfen an die Alltagserfahrungen von Jüdinnen und Juden in Deutschland an.

Zum Abschluss der Reihe wird die cineastische Darbietung mit „Golem, wie er in die Welt kam“ zu einer audiovisuellen Installation im Sinne eines „expanded cinema“ erweitert.

Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt, im Anschluss an die Filmvorführungen besteht Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen.

Es laden herzlich ein!

  • Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
  • LWL-Medienzentrum für Westfalen
  • Die Linse e.V.

Mit

  • Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für Westfalen-Lippe
  • Gegen das Vergessen - Für Demokratie e.V.
  • LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
  • Geschichtsort Villa ten Hompel

Im Rahmen von 321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefördert durch LWL Kultur Stiftung

Spielplan

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