The Lost Souls of Syria

Mi 1. Februar • 19:15 Uhr – Vorpremiere in Anwesenheit von Regisseur und Co- Autor Stephane Malterrre, Co-Autorin und Fachberaterin Garance Le Caisne und Produzentin Vanessa Ciszewski – in Kooperation mit Amnesty Münster und der Fachgruppe Medien, Journalismus und Film von verdi Münsterland

Ab Do 2. Februar 2023 im Wochenprogramm

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THE LOST SOULS OF SYRIA wurde über fünf Jahre aus beispielloser Nähe gefilmt und zeigt die Entwicklungen hinter den Kulissen dieser Kämpfe in Spanien, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Sie führen zu einem Prozess vor dem Oberlandesgericht Koblenz, das im Januar 2022 ein historisches Urteil fällte: die Verurteilung eines Mitglieds des syrischen Sicherheitsapparats zu lebenslanger Haft wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. In Frankreich wird ebenfalls ein Prozess in Abwesenheit gegen zwei Schlüsselfiguren aus dem inneren Kreis von Baschar al-Assad erwartet. In diesem anhaltenden Kampf um Gerechtigkeit geht es darum, die Täter zu benennen und zu verfolgen. Darum, die Geschichte der Tragödie eines Volkes zu schreiben. Es geht nicht nur um Erinnerung an die Verstorbenen, sondern auch um das Schicksal der Lebenden.

27.000 Fotos von zu Tode gefolterten zivilen Gefangenen wurden von einem militärischen Überläufer mit dem Codenamen Caesar aus den Geheimarchiven des syrischen Regimes gestohlen und öffentlich gemacht. Beweise, aussagekräftiger als das, was man gegen die Nazis in Nürnberg in der Hand hatte. Regisseur Stéphane Malterre und Ko-Autorin und Fachberaterin Garance Le Caisne untersuchten, inwieweit sich die internationale Justiz als unfähig erweist, den kriminellen syrischen Staat zu verfolgen. Da der Fall zum Vergessen verurteilt zu sein scheint, geben Angehörige der Opfer, Aktivist*innen und Caesar nicht auf. Auf eigene Faust suchen sie vor nationalen Gerichten in Europa weiter nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Ihr Kampf und ihre über fünf Jahre aus beispielloser Nähe gefilmten Ermittlungen werden schließlich zum ersten Prozess gegen hohe Beamte der syrischen Todesmaschinerie führen.

Frankreich/Deutschland 2022 · R: Stéphane Malterre · Db: Stéphane Malterre, Garance Le Caisne · K: Laura Sipan, Stéphane Malterre, Thibault Delavigne, Beate Scherer · ab 16 J. · mehrspr.OmU · 99'

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Der Regisseur
Stéphane Malterre ist ein französischer Regisseur und Journalist. Er hat einen Masterab- schluss in Sprachwissenschaften und arbeitete als Printjournalist sowie als Literatur- und Filmkritiker. Anschließend war er fünfzehn Jahre lang Reporter für eine audiovisuelle Nach- richtenagentur und schrieb, filmte und führte Regie bei mehr als zwanzig investigativen Mag- azin- und Dokumentarberichten (Canal Plus, France 2, Arte, M6). Im Laufe der Jahre unter- suchte er politische und finanzielle Skandale, internationalen Waffenhandel und Konflikte in Afrika (Elfenbeinküste, Demokratische Republik Kongo) sowie den arabischen Frühling mit seinen Hoffnungsschimmern und seinen Tränen (Tunesien, Libyen, Syrien). Zu seinen Erfolgen zählen: JACQUES CHIRAC: LA JUSTICE AUX TROUSSES (80 min), SYRIE, LA MORT EN FACE (65 min, 2013 für den Preis für Kriegsberichterstatter von Bayeux Calva- dos-Normandie ausgewählt). Sein Film THE FATHER, THE SON AND THE JIHAD (2016) wurde drei Jahre lang in Syrien gedreht und wurde für etwa fünfzehn internationale Festivals ausgewählt, darunter FIPADOC, Hot Docs, IDFA und Viennale. Biografie (Quelle: Presseheft).

Ko-Autorin und Fachberatung
Garance Le Caisne ist eine französische Autorin und Journalistin. Sie begann ihre Karriere als Korrespondentin in Ägypten, wo sie acht Jahre lang lebte. Sie verfolgte den israelisch-ara- bischen Friedensprozess und den Anstieg des islamischen Terrorismus im Nahen Osten. Als freiberufliche Journalistin berichtete sie seit Beginn der Revolution aus Syrien: über Ärzte im Krieg, über chemische Angriffe und die Zerstörung von Städten mit Fässern voller Spreng- stoff. All das mit dem Ziel, durch die vom Regime begangenen Verbrechen die Weitergabe einer amputierten Erinnerung, das Erwachen eines Teils der Gesellschaft und den Wunsch der Syrer zu verstehen, die Kontrolle über ihre eigene Geschichte wiederzuerlangen. Garance Le Caisne ist die Autorin des preisgekrönten Buches “OPERATION CAESAR: IM HERZEN DER SYRISCHEN TODESMASCHINE“, das 2016 bei C.H.Beck Verlag erschien. Das Buch wurde in acht Sprachen übersetzt und 2016 mit dem Geschwister-Scholl-Preis in München ausgezeichnet. 2022 schrieb sie das Buch “OUBLIE TON NOM: MAZEN AL-HAMADA MÉMOIRES D`UN DISPARU”. THE LOST SOULS OF SYRIA ist ihr erster Dokumentarfilm. (Quelle: Presseheft).

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(bis 18:30 Uhr)

Donnerstag ist Studitag
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(für alle, die in Ausbildung jeglicher Art sind)

Arthouse-Sneak & DokSneak
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(Sneak-Deal 11,00 EUR)

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Montag, 27. März 2023
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